[Rezension] “Als gestern noch morgen war” von Claire Dyer

Als gestern noch morgen warKlappentext:

Paddington Station, 9:00 Uhr morgens. Im Gedränge der Reisenden steht die Zeit für zwei Menschen plötzlich still: Fern und Elliott, einst Liebende, doch seit fünfundzwanzig Jahren getrennt. Nie hätten sie erwartet, sich wiederzusehen, nie hätten sie erwartet, dass es sie so berühren würde. Obwohl ihr Leben weiterging, sie heirateten und Kinder bekamen, hörte keiner der beiden auf, den Tag zu bereuen, der sie auseinanderbrachte. Sie verabreden sich für den Abend, wenn der Rückweg sie wieder zum Bahnhof führt. Es wird der Moment sein, in dem sie ihr Morgen wieder in der Hand haben. (Quelle)

Meine Meinung:

“Manchmal wird mir bewusst, was für ein schmaler Grat zwischen dem, was ist, und dem, was sein könnte, verläuft, wie viele Möglichkeiten von uns es hätte geben können, dass alles von einem einzigen Moment abhängt.” (S. 327)

Was wäre, wenn…? Diese Frage stellt man sich nicht nur als Leser während der Lektüre ein ums andere Mal. Auch Elliott und Fern kommen nicht umhin, sich diese Frage zu stellen. Was wäre, wenn dieser schicksalshafte Tag damals vor fünfundzwanzig Jahren anders geendet hätte? Was wäre, wenn Elliott damals die richtigen Worte gefunden hätte? Was wäre, wenn sich der Töpferkurs, zu dem Fern jetzt in der Gegenwart auf dem Weg ist, nicht um eine Woche verschoben htte? Was wäre, wenn sich Fern und Elliott dadurch gar nicht erst auf dem Bahnhof wieder getroffen hätten?

“An der Stelle, wo er sie geküsst hat, singt ihr Gesicht leise.” (S. 29)

Nachdem sich Fern und Elliott in Paddington treffen, sich kurz unterhalten und vereinbaren sich vielleicht abends auf dem Rückweg noch ein Mal in Ruhe zu sprechen und nachdem Elliott Fern mit einem Kuss auf die Wange verabschiedet hat, gehen beide erstmal ihres Weges, mit den Gedanken jedoch stets beim anderen, bei ihrem jetztigen Leben, ihrer gemeinsamen Zeit damals, ihrer Liebe, der Wut und Ratlosigkeit.

Ich mochte es sehr, wie sich die Geschichte der beiden nach und nach vor mir aufgerollt hat. Wie immer wieder auch die Gegenwart präsent ist, in der zumindest Fern mit einem Mann verheiratet ist, den sie wirklich liebt. Das ist eigentlich das Spannendste an der Geschichte: Fern ist – im Gegensatz zu Elliott – in ihrem Leben nicht wirklich unglücklich. Sie hat einen liebevollen Ehemann, zwei erwachsene Söhne und eine Katze. Doch mit Elliott im Hinterkopf beginnt sie, ihr Leben zu hinterfragen.

“Schon komisch, denkt Fern, während sie auf Elliott wartet, dass sie hier ist, jetzt, so. Als sie morgens aufstand, den Kater fütterte, ein bisschen Wäsche wegräumte, hatte sie keine Ahnung, dass sie nur Stunden später hier sein, ihr Leben zurückgespult haben und darauf warten würde, dem Mann ins Gesicht zu schauen, der ihr, falls das nicht zu kitschig klingt, das junge, empfindsame Herz brach.” (S. 295)

“Als gestern noch morgen war” hat mich beim Lesen gleichzeitig nachdenklich gestimmt und gut unterhalten. Claire Dyer gelingt es, die Stimmungen, Gefühle und Hoffnungen von Elliott und Fern wunderbar einzufangen und auf Papier zu bringen. Und auch als Leser kommt man in eine besondere Stimmung: Was wäre, wenn…?

Mir hat “Als gestern noch morgen war” schöne Lesestunden bereitet. Ich fand es unheimlich faszinierend, mitzuerleben, wie eine einzige Begegnung, ein einziger Moment die beiden Hauptcharaktere dazu bringt, ihre Vergangenheit, ihre Gegenwart und ihre Zukunft mit ganz anderen Augen zu betrachten. Das Buch ist voller eindrücklicher Zitate und überzeugt durch einen sehr einnehmenden, wenn auch nicht immer leicht zu lesenden Schreibstil, der gut dazu passt, dass die Autorin preisgekrönte Lyrikerin ist. 7 von 10 Sternen!

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Als gestern noch morgen war – Claire Dyer – Hardcover mit SU – 336 Seiten – 19,99 € – ISBN: 978-3-426-19983-1 – erschienen: August 2014 (Droemer)

 

[Reihenrezension] “Du kannst keinem trauen” & “Ihr seid nicht allein” von Robison Wells

Du kannst keinem trauenReiheninfo:

  1. “Du kannst keinem trauen”
  2. “Ihr seid nicht allein”

Diese Reihenrezension ist spoilerfrei!

Inhalt:

Als Benson an das Elite-Internat der Maxfield Academy kommt, hat er die Hoffnung, dass sich endlich etwas in seinem Leben zum Positiven verändert. Bisher war er in zig verschiedenen Pfegefamilien und doch nirgendwo zuhause.
Das Internatsleben stellt sich aber als ganz anders heraus als erwartet: Es gibt klare Regeln und harte Strafen, die von anderen Schülern ausgeführt werden. Die Schule ist umgeben von Stacheldraht und hohen Mauern. Lehrer gibt es keine. Benson und seine Mitschüler sind Gefangene. Wer zu fliehen versucht, wird geschnappt und erhält als Strafe Arrest. Und aus dem Arrest ist bisher noch nie jemand zurückgekehrt. Was geht an der Maxfield Academy vor und findet Benson doch eine Möglichkeit zur Flucht?

Meine Meinung:

Hohe Mauern und Stacheldraht, keine Erwachsene, Schüler, die versuchen, die Macht an sich zu reißen und die große Frage nach dem Warum: ein seh viel genialeres Setting kann es wohl nicht geben. Klar, es ist auch kein innovatives Setting, doch das, was Robison Wells – übrigens der Bruder von Dan Wells – daraus macht, hat mich überrascht und begeistert. Geht es zunächst für Benson darum, sich einer der drei Gruppen in dem Internat anzuschließen und sich zu behaupten, wird schnell klar, dass mehr hinter dem Internat stecken muss. Warum gibt es hier nur Schüler, die keine richtige Familie haben. Sollen sie zu Elitekämpfern ausgebildet werden? Aber warum erhalten sie dann keinen richtigen Unterricht? Kein strategisches Fachwissen?

“‘Was, wenn wir alle versuchen würden, abzuhauen – alle vierundsiebzig? Wir bauen einfach ein paar Leitern und hauen ab. Keiner außer uns selbst hält uns hier fest.'” (S. 177)

Die Auflösung, die sich langsam im letzten Drittel des ersten Bandes offenbart, ist wirklich interessant, obwohl ich schon etwas in diese Richtung geahnt habe. Das Ende ist dann dramatisch und packend wie ein Actionthriller, so dass ich direkt den zweiten Band zur Hand nehmen musste.

Für “Du kannst keinem trauen” gibt es also eine ganz klare Leseempfehlung: spannend geschrieben, tolle Ideen, gut ausgearbeiteter Plot.

Ihr seid nicht alleinDer zweite Band beginnt dann eigentlich schon fast mit einem Highlight. Benson macht eine Entdeckung, die alles, was man als Leser bisher erfahren und vermutet hat, nochmal in den Grundangeln erschüttert. Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. Benson gerät von einer Gefangenschaft in die nächste.

Leider war dies auch schon der Höhepunkt für mich. Die weitere Handlung läuft dann so vor sich hin. Es kommt zwar noch zu einigen, teilweise sogar recht dramatischen Zwischenfällen, aber irgendwie konnten die mich nicht so richtig mitreißen. Natürlich habe ich das Buch trotzdem zuende gelesen, es ist schließlich nicht schlecht, aber die Spannung und vor allem die Faszination der zwischenmenschlichen Beziehungen aus dem ersten Band habe ich vermisst. Gerade in Bezug darauf habe ich einige Entscheidungen von Benson auch nicht mehr nachvollziehen können. Die Auflösung, die der Autor dem Leser am Ende präsentiert, konnte meine Meinung dann auch nicht mehr großartig ändern.

“Ihr seid nicht allein” bietet in meinen Augen nicht mehr ausreichend Potenzial für ein eigenständiges Buch. Robison Wells hätte lieber den ersten Band noch etwas ausweiten und als Einzelband konzipieren sollen.

Abschließendes Fazit:

Robison Wells hat eine faszinierende Idee zu Papier gebracht. Im ersten Band kann er durch ein spannendes Setting, tolle Charaktere und einer wirklich guten Grundidee überzeugen. Leider flacht die Spannung im zweiten Band ziemlich ab. Der Höhepunkt ist meiner Meinung nach viel zu früh gesetzt, insgesamt passiert zu wenig Neues und Unerwartetes. “Du kannst keinem trauen” und “Ihr seid nicht allein” sind auf jeden Fall interessante Bücher für jugendliche Leser (und endlich auch mal wieder etwas für Jungen). Den ersten Band würde ich uneingeschränkt weiterempfehlen. Bei dem zweiten Teil muss man mit einer kleinen Enttäuschung rechnen. Insgesamt vergebe ich für diese Reihe 6 von 10 Sternen.

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Du kannst keinem trauen – Robison Wells – Klappbroschur – 480 Seiten – 14,99 € – ISBN: 978-3-8414-2140-1 – erschienen: Mai 2014 (Fischer)

Ihr seid nicht allein – Robison Wells – Klappbroschur – 400 Seiten – 14,99 € – ISBN: 978-3-8414-2141-8 – erschienen: August 2014 (Fischer)

[Lovelybooks Lesesommer] Mein SUB

Lovelybooks Lesesommer

Letztes Samstag bin ich ja nicht dazu gekommen, hier die nächste Aufgabe des Lovelybooks Lesesommers zu erfüllen, dafür aber heute: Die Aufgabe ist es zum einen zu zählen, wie viele Bücher auf dem eigenen SUB (Stapel ungelesener Bücher) liegen, und zum anderen ein Foto davon zu machen.

Für das Foto habe ich mal alle ungelesenen Bücher zusammengestellt. Vorher waren die nämlich unterteilt, wie ihr hier nachgucken könnt. Und da ich meine Bücher immer schon mal nach Farbe sortieren wollte, habe ich die Chance genutzt. Das Ergebnis hätte sicherlich noch schöner aussehen können, aber für mehr Sortiererei war ich zu faul.

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Ich war auf jeden Fall sehr begeistert, dass alle Bücher in 1,5 Regalfächer passen. Das hätte ich gar nicht unbedingt gedacht. Insgesamt sind es genau 50 ungelesene Bücher. Hier eine alphabetische Liste:

  1. - verschiedene – : “Nicht schon wieder Ostern”
  2. Ahern: “Thanks for the Memories”
  3. Carmichael: “Zoe”
  4. Carter: “Meisterklasse”
  5. Corvus: “Feind”
  6. Curham: “Lieber Dylan”
  7. Dalgish: “Der Tänzer der Schatten”
  8. Dowd: “Der Junge, der sich in Luft auflöste”
  9. Draesner: “Spiele”
  10. Drvenkar: “Der letzte Engel”
  11. Dyer: “Als gestern noch morgen war”
  12. Ernestam: “Die Liebesbotschaft”
  13. Fforde: “Love Letters”
  14. Fombelle, de: Vango. Prinz ohne Königreich”
  15. Fowler: “Der Jane Austen Club”
  16. Frascelle: “Meine Schwester ist eine Mönchsrobbe”
  17. Frank: “Tagebuch”
  18. Gaarder: “2084 – Noras Welt”
  19. Gautier: “Wo die alten Damen wohnen”
  20. Gavalda: “35 Kilo Hoffnung”
  21. Gläser: “Stadt aus Trug und Schatten”
  22. Gold: “Die Liste der vergessenen Wünsche”
  23. Green & Levithan: “Will Grayson, Will Grayson”
  24. Grimbert: “Die Magier. Gefährten des Lichts”
  25. Grossman: “Draußen wartet die Welt”
  26. Hagena: “Der Geschmack von Apfelkernen”
  27. Heinrich: “Räuberhände”
  28. Keane: “Prost Weihnachten”
  29. Kehlmann: “Die Vermessung der Welt”
  30. Klassen: “Magyria. Das Herz des Schattens”
  31. Kornbichler: “Die Todesbotschaft”
  32. Lyoa: “Ich soll nicht töten”
  33. McNeill: “Der Wald der träumenden Geschichten”
  34. Menschig: “Der Hüter der Worte”
  35. Moehringer: “Tender Bar”
  36. Mlynowski: “Abby und Aschenputtels Geheimnis”
  37. Murray: “Skippy stirbt”
  38. Oehring: “Mit anderen Augen”
  39. Ostrovski: “Wo ein bisschen Zeit ist”
  40. Peinkofer: “Die Zauberer. Das dunkle Feuer”
  41. Polojachtof: “Weihnachtsmagie – Der literarische Adventskalender”
  42. Richter: “Damals war es Friedrich”
  43. Rogers: “Rubinrotes Herz, eisblaue See”
  44. Russel: “Swamplandia”
  45. Schmid: “Dreizehn ist meine Zahl”
  46. Sebold: “In meinem Himmel”
  47. Silver: “Jump. Das Spiel 1″
  48. Valesco, de: Tigermilch
  49. Watson: “Ich könnte an einem Samstag”
  50. Zusak: “Wilde Hunde”

[Doppelrezension] “Sannah & Ham” von Tom Ellen & Lucy Ivison

Der Carlsen Verlag hat pünktlich zum Erscheinen von “Sannah & Ham” eine Bloggeraktion ausgerufen. Und zwar konnte man sich gemeinsam mit einer guten Bloggerfreundin dafür bewerben, zu dem Buch eine Doppelrezension zu schreiben. Die Gelegenheit wollten Nanni und ich uns natürlich nicht entgehen lassen. Das Ergebnis sind zwei ganz verschiedene Rezensionen, die sich aber ziemlich gut ergänzen und zusammen einen sehr guten Einblick in das Buch bieten – finden wir zumindest. Lest selbst! :)
(Zuerst findet ihr meine und darunter dann Nannis Rezension.)


sannah & HamInhalt:

“Wir grinsten uns an und in mir stieg ein warmes, prickelndes Gefühl auf, wie man es manchmal hat, wenn man entdeckt, dass jemand, der einem sympathisch ist, das Gleiche denkt wie man selber.” (S. 54)

Hannah und Sam lernen sich auf der Party von Hannahs bester Freundin Stella kennen – wenn man denn bei einem kurzen Gespräch auf dem Klo schon von kennenlernen sprechen kann. Doch beide fühlen sich zueinander hingezogen, finden alles so unkompliziert. Aber dann stürmt plötzlich Hannahs Freundin Grace ins Badezimmer, um Hannah lauthals mitzuteilen, dass Freddie, an den Hannah doch noch heute Abend ihre Jungfräulichkeit verlieren möchte, endlich auf der Party angekommen ist.
Und so nimmt das Leben seinen Lauf: Für Hannah und ihre Freundinnen und auch für Sam und seine Jungs ist es der Sommer nach den letzten Prüfungen, der Sommer vor dem Erwachsenwerden. Der Sommer, in dem sich Hannah und Sam mehr als ein Mal über den Weg laufen. Und doch wird es den ganzen Sommer brauchen, bis die beiden tatsächlich zusammen kommen und aus Hannah und Sam Sannah und Ham wird.

Meine Meinung:

Ich muss ganz ehrlich sagen, dieses Buch hatte es nicht leicht mit mir. Das Cover fand ich eher doof und den Titel auch. Und dann begann das Buch auch noch in der grässlichsten Jugendsprache, die man sich vorstellen kann. Die Mädchen redeten von ihren Mösen, die Jungen prahlten damit, wie viele Mädchen sie schon “gebangt” hatten. So redet doch kein Jugendlicher!

Ich war anfangs also eher skeptisch eingestellt, aber dann Seite für Seite hatte mich das Buch immer mehr. Die Sprache war nicht mehr ganz so künstlich aufgesetzt (oder fiel mir zumindest nicht mehr auf), die Charaktere waren interessant: insbesondere Hannahs Verhältnis zu ihrer besten Freundin, die immer besser, schöner und beliebter ist als Hannah. Plötzlich konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, wollte wissen, wie es mit Hannah und Sam weitergehen würde, obwohl ich das Ende ja schon kannte. Wollte dabei sein, wenn sich die beiden endgültig fanden. Und vor allem wollte ich miterleben, wie sich Hannah endlich mal gegenüber Stella behaupten würde.

Die beiden Autoren, die übrigens schon seit der 6. Klasse miteinander befreundet sind, verleihen jeweils Hannah und Sam abwechselnd ihre Stimme. Ein mittlerweile beliebtes Erzählmittel in Jugendbüchern. Und auch hier führt es dazu, dass man wahlweise Hannah oder Sam gerne schütteln und rufen würde: “Was erzählst du da für ein Mist, er/sie mag dich doch auch. Ihr könntet doch sofort miteinander glücklich werden!” – aber dann wäre die Geschichte eben auch schon nach wenigen Seiten zuende und würde gar nicht mehr so viel Platz für alles andere haben.

Die Geschichte von Hannah und Sam ist nämlich wirklich schön und doch steht sie für mich gar nicht unbedingt im Vordergrund. Für mich geht es in diesem Buch viel mehr darum, dass Sam und vor allem Hannah ein Stückchen erwachsen werden und erkennen, dass das nichts damit zu tun hat, ob man nun noch vor dem College seine Jungfräulichkeit verliert oder nicht, sondern viel mehr damit, sich selbst besser kennenzulernen, zu wissen, wer man ist und was man wirklich will.

“Sannah & Ham” ist nicht einfach nur eine wunderschöne Liebesgeschichte, sondern viel mehr als das. Es ist ein Buch über das Erwachsenwerden, eine Geschichte von Freundschaft und der Suche nach sich selbst. Und obwohl ich anfangs von der sehr aufgesetzten Jugendsprache etwas genervt war, konnte mich das Buch Seite für Seite von sich überzeugen.  8 von 10 Sternen!

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Sannah & Ham englisches Cover

Das UK-Cover

 

„Neue Jungs kennenlernen ist ein Thema, über das wir ständig reden. Und es steht ganz oben auf unserer To-do-Liste.“

Jungs kennen lernen, am Wunsch-College aufgenommen werden und die Wichtigkeit der richtigen Klamotten. Themen, die Hannah und ihre Freundinnen Grace, Stella und Tilly beschäftigen. Mädchensachen eben. Und wie ist das bei Jungs? College ebenfalls, klar. Das ist wichtig für die Zukunft. Und sonst so? Partys, feiern und die Jungfräulichkeit verlieren. Ganz wichtig, um erwachsen zu werden. Ein Setting, das den Leser zurückversetzt in die Jugend. Erzählt aus den Perspektiven von Hannah und Sam, deren einzelne Lebensgeschichten sich immer wieder überschneiden. Zum ersten Mal auf einem Klo…

„ ‚Ich finde Abklatschen gut’, sagte ich. ‚Das ist nett und unverbindlich und man kommt nicht so in Verlegenheit. Außer wenn man Probleme mit der Handkoordination hat und den anderen voll ins Gesicht klatscht oder so…’“

Es ist der Sommer, in dem Hannah, ihre Freundinnen und auch Sam und seine Freunde, wichtige Schritte ins Erwachsenenleben unternehmen. In dem sie den ersten Grundstein für ihre Zukunft legen. Sie stehen kurz davor aufs College zu wechseln und ebenso dicht daran sich zum ersten Mal richtig zu verlieben. Keine leichte Aufgabe, wie Hannah und Sam feststellen müssen. Viel zu viele Fettnäpfchen stehen vor dem ersten Kuss, ja sogar dem ersten Wort, denn das muss schon passend gewählt sein. Außerdem muss man viel Mut haben. Mut neuen Situationen zu begegnen und das Vertrauen zu haben sich einem anderen Menschen zu öffnen.

„Für sie war es ein Missverständnis, weiter nichts. Aber für mich fühlte sich der ganze Sommer falsch an – da steckte mehr dahinter als nur Sam.“

Es ist nicht einfach diese Schritte zu gehen. Auch Freundschaften verändern sich. Entwickeln sich weiter oder verlieren sich. Auch, wenn man die Chance hat, noch einen anderen Abzweig zu wählen oder auch mal ein paar Schritte zurückzugehen, ist es nun soweit den Weg in die Zukunft zu beschreiten. Das Abenteuer beginnt.

„Zum ersten Mal seit ich denken konnte, hatte ich absolut keine Ahnung, was das Leben noch für mich bereithielt. Und das war klasse.“

Lucy Ivison und Tom Ellen haben ein Debüt geschaffen, das mit locker leichter Sprache, witzigen Elementen und sympathischen Protagonisten zu fesseln weiß. Es hat mir so viel Spaß gemacht den beiden Autoren, die abwechselnd aus Hannahs und Toms Perspektive erzählen, zu folgen, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte und fast in einem Rutsch durchgelesen habe. Es gab die ein oder andere Handlung, die mich ein bisschen genervt hat und die Geschichte war auch anders, als ich es zunächst erwartet hatte, aber dennoch mochte ich die Liebesgeschichte zwischen Hannah und Sam, ihre Stolpersteine aus Freundschaft und Erwachsenwerden richtig gern. Eine Empfehlung für Alle, die sich noch mal in ihre Jugendzeit versetzen lassen möchten, für Alle, die charmante Lovestorys mögen und für diejenigen, die den Sommer einfach nicht gehen lassen können.

„ ‚Es ist ein altes thailändisches Sprichwort, das bedeutet: ’Der Vogel, der am höchsten fliegt, wird nie im Käfig enden.’ Ich finde es gut, weil es mich daran erinnert, dass man immer zu den Sternen greifen muss, um frei zu bleiben.’“

Sannah & Ham – Tom Ellen & Lucy Ivision – Klappbroschur – 400 Seiten – 14,99 € – ISBN: 978-3-551-52066-1  – erschienen: August 2014 (Carlsen) – Altersempfehlung: ab 14 Jahren

[Lieblingsblogs] Der Bücherblog

Header Lieblingsblogs

So, endlich kann ich euch mal wieder einen meiner Lieblingsblogs vorstellen. Vor den Ferien hatte ich da keine Zeit zu und in den Ferien habe ich meinen Laptop so halb geschrottet und über das Tablet war mir das irgendwie zu kompliziert.

Ich habe übrigens festgestellt, dass ich es nicht schaffe, jeden Mittwoch einen Blog vorzustellen (und das ist noch nett ausgedrückt), deswegen wird dies eine unregelmäßig stattfindende “Nach Lust und Laune”-Kategorie. So, nun aber:

Header Der Bücherblog

Titelbild von “Der Bücherblog”

Ich könnte euch jetzt ein paar Dinge über die Bloggerin dieses wundervollen Blogs erzählen, da sie sich aber auf ihrem Blog auch selber vorstellt, lasse ich sie doch besser selbst zu Wort kommen.

Ich heiße Anja und bin 27 Jahre alt. Verrückt nach Büchern, Serien, Filmen und Twitter. Dementsprechend blogge ich auch über diese Themen, außerdem noch über komische Menschen und was mir halt sonst noch so einfällt.

Anjas Blog mag ich aus mehreren Gründen, allen voran aber wegen seiner Klarheit! Ihr wisst ja, ich mag Blogs, die sauber designt sind, ohne viel Geschnörkel, verschiedenen Schriften usw. Und genau so ist Der Bücherblog. Insgesamt sehr übersichtlich, schöne Bilder, aussagekräftige Strukturierung. Klar eben. ;-)

Die Klarheit weitet sich aber auch auf Anjas Rezensionen aus. Seit einiger Zeit (Nicht schon immer, oder Anja?) gliedert sie ihre Rezensionen sehr schön. Zuerst stellt sie kurz den Inhalt vor, danach listet sie auf, was ihr gut gefallen hat, aber auch ihre Kritikpunkte. Danach zieht sie ein kurzes Fazit. Das bedeutet für mich, dass ich, wenn ich Anjas Rezensionen lese, total schnell weiß, ob das Buch auch was für mich wäre. Könnten mich ihre Kritikpunkte auch stören oder sind das Dinge, die bei mir nicht so ins Gewicht fallen. Überzeugen mich vielleicht schon die positiven Aspekte?

Jeden Monat schreibt Anja eine kurze Zusammenfassung, einen Monatsrückblick quasi. Sie unterscheidet sich hierbei von den meisten Buchbloggern insofern, dass sie zwar auch immer MAS-SEN-HAFT Neuzugänge zu verzeichnen hat, aber nicht nur die und ihre gelesenen Bücher vorstellt, sondern auch noch viele viele von ihr gesehene Serien verlinkt. Da bekommt man tolle Anregungen. Ich bin ja auch ein kleiner Serienjunkie. Außerdem gibt es immer noch einen ganz kleinen Einblick in die private Anja, was ich auch spannend finde.

So, was für Bücher werden denn überhaupt auf dem Blog vorgestellt? Ich würde mal sagen, dass der Schwerpunkt schon auf den Jugendbüchern liegt, aber ein paar Romane, Krimis und Fantasybücher für Erwachsene sind auch dazwischen.

 

[Kurzer Leseeindruck] “Verlieb dich nie in einen Vargas” von Sarah Ockler

Verlieb dich nie in einen VargasKlappentext:

Jude Hernandez hat eine Menge von ihren Schwestern gelernt, aber die wichtigste Regel lautet: Verlieb dich nie in einen Vargas! Sogar einen Blutseid hat sie darauf geschworen. Jetzt lebt Jude als einzige der Schwestern noch bei ihren Eltern, es ist der letzte Sommer vor dem College. Um ihren kranken Vater aufzuheitern, hat sie einen jungen Mechaniker angeheuert, der das Vintage-Motorrad ihres Vaters reparieren soll. Kann sie etwas dafür, wenn er gut aussieht? Und unerwartet süß ist? Und Emilio Vargas heißt? Schließlich handelt es sich um eine reine Geschäftsbeziehung und von einer Vargas-Flirtattacke lässt sie sich schon mal gar nicht durcheinander bringen. Aber Judes eiserne Abwehr erhält erste Risse. Wird zum dritten Mal ein Vargas das Herz einer Hernandez brechen? (Quelle)

Mein Eindruck:

 Mein Herz raste, in mir entfalteten die Schmetterlinge ihre winzigen Flügel, taumelten und flatterten, und seine Hände fühlten sich so gut an, seine Finger strichen über meine Haut wie Puder.” (S. 285)

Die Bücher von Sarah Ockler sind immer schön zu lesen: Die drei, die ich von ihr kenne, verbinden alle eine schöne Liebesgeschichte mit einem ernsten Thema, in diesem Fall die Demenz von Judes Vater. Ich hatte das Buch mit in der Sauna und dafür war es perfekt: so leichtlesig, dass ich gut darin versinken konnte, und so schön, dass es ein zusätzlicher Wohlfühlfaktor war. Ich denke nicht, dass ich mich ewig an die Geschichte erinnern werde, aber so muss auch nicht jedes Buch sein. Manchmal will man doch einfach nur eine wunderschöne Liebesgeschichte lesen und sich wünschen, selber nochmal ein Teenager zu sein. 8 von 10 Sternen!

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Verlieb dich nie in einen Vargas – Sarah Ockler – Hardcover mit SU – 416 Seiten – 16,99 € – ISBN: 978-3-570-16272-9 – erschienen: August 2013 (cbt)- Altersempfehlung: ab 13 Jahren

[Geplauder] Ferienfazit am 17.8.2014

Wahnsinn, sind tatsächlich schon sechs Wochen um? Ich weiß, alle Nicht-Lehrer finden solche Aussagen doof und ich kann sie auch verstehen, aber wahrscheinlich ist das bei jedem Urlaub immer das gleiche: Er könnte immer noch eine Woche länger sein. Ab morgen starten nun aber die Konferenzen und am Mittwoch geht es richtig los. Zeit also, um mal ein kleines Fazit zu ziehen:

Sommerferiencollage

  • Ich habe in den Sommerferien 18 Bücher gelesen, vermutlich wird heute noch eins dazu kommen. Schön wären ja eigentlich zwei, denn 20 klingt ja viel besser als 19. :D
  • Ich habe in den Ferien endlich wieder Zeit zum Bloggen gefunden und insgesamt 11 Rezensionen und einen kurzen Leseeindruck veröffentlicht. Und auch sonst gab es hier reichlich zu lesen, so dass ich mich manchmal schon gefragt habe, ob ich euch nerve. Aber da musstet ihr einfach durch, ich hatte einfach wieder so viel Spaß am Bloggen.
  • Ich habe sowohl die Familie in der Heimat als auch Freunde in Köln besucht und habe Besuch aus der Heimat bekommen.
  • Ich habe sehr viel auf dem Balkon gesessen, gelesen und mich an den Blümchen und der Sonne erfreut. <3
  • Ich war leider nur ein Mal in der Nordsee schwimmen und hier gar nicht im Freibad. Das war anders geplant.
  • Ich bin in den sechs Wochen aber insgesamt 157 km gewandert und habe im Juli endlich mein Ziel von 120 km geschafft. :) Seit ein paar Tagen habe ich ein neues Ziel, von dem ich aber erst erzählen werde, wenn ich es erreicht habe.
  • Ich war ein Mal in den Ferien im Kletterpark und hatte danach mehrere Tage den Muskelkater des Jahrhunderts.
  • Ich habe es leider nich geschafft meine liebe Nanni zu besuchen, habe aber einige Male mit ihr telefoniert und wir haben uns tolle Aktionen für die kommenden Monate überlegt.
  • Ich habe insgesamt vier Mal gegrillt. Eigentlich viel zu wenig.
  • Ich habe zwei Mal Kubb und zwei Mal Minigolf gespielt.
  • Ich habe so gut wie nichts für die Schule vorbereitet und das Faulsein absolut genossen.

[Rezension] “Bonjour Veronique oder ein Dorf hält zusammen” von Julia Stagg

Bonjour VeroniqueReiheninfo:

  1. „Monsieur Papon oder ein Dorf steht Kopf“
  2. „Madame Josette oder ein Dorf trumpft auf“
  3. “Bonjour Veronique oder ein Dorf hält zusammen”

Klappentext:

Ein verträumtes Dorf, malerisch gelegen inmitten der französischen Pyrenäen: In La Rivière kennt jeder jeden. Hier leitet Véronique Estaque das kleine Postamt, bis es an einem Silvesterabend ausbrennt. Seither wartet die Spezialistin für Klatsch und Tratsch darauf, dass man ihr neue Räume zur Verfügung stellt. Aber immer wieder drängen sich vermeintlich wichtigere Dorfangelegenheiten in den Vordergrund.
Und als mit Arnaud Petit schließlich ein umwerfend gut aussehender Wildhüter in der Bergregion aufschlägt, gerät Véronique auch noch in emotionale Turbulenzen. (Quelle)

Meine Meinung:

Die Reise nach Fogas bedeutet für mich mittlerweile eine Art nach Hause kommen. Jahr für Jahr warte ich gespannt auf den neuen Band von Julia Stagg und freue mich auf ein Wiedersehen mit all den geliebten Dorfbewohnern. Im Laufe des Jahres und auch in der Zeit, die ich mit ihnen verbringe, machen einige von ihnen spannende Entwicklungen durch. So kann ich dieses Mal voller Stolz erkennen, dass Madame Josette immer selbstbewusster wird, die verschrobene Annie etwas von ihrer Verschrobenheit abgelegt hat und offener auf andere zugeht und sich Stephanie sowie Fabian immer mehr in Fogas heimisch fühlen.

Doch auch in diesem Band gibt es eine neue Figur, die so einiges durcheinander bringt: Arnaud, der charismatische Fährtenleser, der von der Regierung geschickt wurde, um die Wiedereingliederung der Bären zu überwachen. Seine Anwesenheit bringt nicht nur die Anti-Bären-Fraktion dazu, zu Hochtouren aufzulaufen, sondern auch Christian zu einer auch für ihn selbst unbegreiflichen Antipathie gegenüber dem ihm eigentlich so sympathischen Arnaud. Kann das etwas damit zu tun haben, dass er Veronique erstaunlich nahe kommt? Apropos Veronique: Wenn es ihr nicht bald gelingt, das Postamt neu zu eröffnen, dann wird Forgas mehr und mehr verfallen. Aber der amtierende Bürgermeister Serge scheint nach dem Tod seiner Frau nicht in der Verfassung zu sein, etwas dagegen zu unternehmen, und der erste Bürgermeistervertreter Pascal hat wie immer nichts Gutes im Sinn.

Ihr seht: Auch in diesem Band geht es hoch her. Trotzdem verliert Julia Stagg bei all der Handlung, die teilweise auch recht dramatisch ist, nicht den liebevollen Blick für das Zwischenmenschliche. Gekonnt beschreibt sie die Beziehungen der einzelnen Figuren untereinander und lässt sie dem Leser sehr facettenreich erscheinen. Das trägt umso mehr zu dem Gefühl beim Lesen bei, endlich wieder Urlaub bei alten Bekannten zu machen.

Faszinierend fand ich, dass ich beim Lesen mancher Passagen und Intrigen ganz hibbelig wurde, obwohl ich doch genau wusste, dass die Bewohner von Fogas bisher noch jedes Problem auch ohne meine Hilfe lösen konnten.

“Bonjour Veronique” hat mich genauso gut wie seine Vorgänger unterhalten. Ich mag einfach das Gefühl, für einige Stunden in das Leben des Dorfes Fogas einzutauchen, das Treiben dort zu beobachten und Zeit mit den liebevoll gestalteten Figuren zu verbringen, um dann glücklich und zufrieden wieder aufzutauchen. Zufrieden ist mein Stichwort: Ich vergebe zufriedene 8 von 10 Sternen.

stern 8

Bonjour Veronique oder ein Dorf hält zusammen – Julia Stagg – Hardcover mit SU – 464 Seiten – 20,00 € – ISBN: 978-3-455-60008-7 – erschienen: Juli 2014 (Atlantik)

[Kurzer Leseeindruck] “Chicken Dance” von Jacques Couvillon

Chicken DanceKlappentext:

Don Schmied wächst in den 1970er Jahren auf einer Hühnerfarm in Horse Island, Lousina auf. Beliebt ist er nicht gerade, weder zu Hause noch in der Schule. In Ermangelung von Alternativen freundet sich Don mit den Hühnern an, und so kommt es, dass er eines Tages beim Hühner-Wissens-Wettbewerb den ersten Preis gewinnt und als jüngster Gewinner aller Zeiten in die Geschichte des Festivals eingeht.

Plötzlich ist Don der berühmteste und beliebteste Junge im Ort. Und er stößt auf ein Familiengeheimnis …

Mein Eindruck:

“Die Hühner sprachen natürlich nicht wirklich mit mir. Ich stellte mir bloß vor, dass sie genau das sagten. Es machte sowieso viel mehr Spaß, mir bloß auszudenken, was sie sagten, denn so sagten sie nie etwas, was mir nicht gefiel, und wurden meine besten Freunde.” (S. 11)

“Chicken Dance” ist ein ruhiges, humorvolles und gleichzeitig trauriges Buch. Diese Mischung gelingt dem Autor deshalb so gut, weil er seine Hauptperson, den 10-jährigen Don selber erzählen lässt. Er ist zwar sehr klug, gut in der Schule und weiß alles über Hühner, aber in allen alltäglichen Dingen ist er erschreckend naiv, was bei mir eben manchmal zu einem Schmunzeln, manchmal zu viel Mitleid mit dem kleinen Jungen geführt hat.

Der Buchmarkt hat die tolle Alliteration “Warmherzig, wundersam und wunderbar!” zur Beschreibung dieses Buches gefunden, der ich mich nur anschließen kann. Ich vergebe gute 7 von 10 Sternen!

imageDas Buch wird als Jugendbuch geführt, ich wüsste aber nicht, warum es nicht auch ein Roman sein sollte.

Chicken Dance – Jacques Couvillon – Taschenbuch – 334 Seiten – 8,95 € – ISBN: 978-3-8333-5092-4 – erschienen: 2011 (bloomsbury) – Altersempfehlung: 14-16 Jahre

[Montagsfrage] Was hältst du von literarischen Tattoos?

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Voraussetzung zur Beantwortung dieser Fragr soll sein, dass man davon ausgeht, man würde Tätowierungen grundsätzlich mögen. Tu ich sowieso. Ich hab ja schließlich selber vier Tätowierungen, keine davon ist allerdings literarisch. Ich könnte es mir aber für eine mögliche sechste Tätowierung (für die fünfte hab ich schon eine Idee) durchaus vorstellen, aber das müsste sich ergeben.
Mit literarischen Tattoos ist es genauso wie mit allen anderen: Es kommt immer drauf an. Gefällt mir das Motiv oder das Zitat? Ist es schön gestochen? Nehme ich dem Träger ab, dass er/sie das Tattoo hat, weil er/sie das Buch oder den Gedanken dahinter wirklich gerne mag, oder war es eine Mainstream-Entscheidung?
Grundsätzlich aber: Literarische Tattoos, immer her damit!