[Rund um’s Buch] Die Shortlist des SERAPH 2015

Ich bin mit meinem Beitrag immer einige Tage zu spät, aber ich möchte euch doch nicht vorenthalten, wer auf der Shortlist des SERAPH 2015 gelandet ist:

[Rezension] “Zum Glück bemerkt mich niemand … dachte ich” von Liv Marit Weberg

Klappentext:

Was macht man, wenn man zum ersten Mal alleine wohnt, aber viel zu schüchtern ist, um mit der neuen Freiheit etwas anzufangen? Anne Lise versteckt sich erfolgreich in ihrem Schneckenhaus und lässt nicht einmal ihren Freund Tore so richtig an sich heran. Bis Tore genug davon hat und sie völlig entnervt verlässt. Bis sie ihren Studienplatz verliert. Und bis ihre Eltern ihr den Unterhalt streichen. Aber so ohne weiteres gibt Anne Lise nicht auf! Kurzerhand nimmt sie ihr Leben selbst in die Hand und sucht sich einen Job. Und dabei wird Anne Lise bemerkt und gegen ihren Willen kennengelernt. Zum Glück! (Quelle)

Meine Meinung:

Merkwürdig! Dieses Buch ist definitiv merkwürdig! Ob das gut oder schlecht ist, kann ich gar nicht so genau sagen.

Anne Lise zieht zum Studieren nach Oslo; zwar nur in eine winzig kleine Wohnung, doch das ist ihr erstmal egal, denn sie hat große Pläne.

“Mein Plan für die nächsten drei Jahre steht. Wichtige Jahre sollen es werden. Jahre, in denen ich lache und weine, mir eine Existenz aufbaue, allein oder mit jemandem zusammen (das wird die Zeit zeigen, denke ich).” (S. 8)

Doch gleich am ersten Unitag, an dem sie ihre Kommilitonen kennenlernen soll, kommt sie zu spät – und traut sich dann gar nicht mehr, zu den anderen zu gehen. Und so verbringt sie, abgesehen von einer kurzen Beziehung mit Tore, ihre Zeit alleine in ihrer Wohnung.

“Ich fühle mich in meiner Schuhschachtel mit der Zeit immer mehr zuhause. Sie ist zwar in keinerlei Hinsicht komfortabel, aber zweckmäßig. Ein Aufenthaltsraum, ein Schutzraum. Ähnlich einem Luftschutzbunker.” (S. 73)

Irgendwann muss sie feststellen: Sie ist komplett alleine, sie hat noch nie eine Vorlesung besucht und das Geld geht ihr auch aus. Es muss sich etwas ändern.

Die Geschichte von Anne Lise wird genauso erzählt, wie ich mir das junge Mädchen auch vorgestellt habe: Die Kapitel sind ziemlich kurz und eher emotionslos. Es passiert nicht viel. Oft hatte ich das Bedürfnis, Anne Lise (wahlweise auch das Buch) zu schütteln, um mal ein bisschen Schwung in ihr Leben zu bringen, doch die Geschichte plätschert so dahin – antriebslos und fremdgesteuert.

“Zum Glück bemerkt mich niemand … dachte ich” erzählt auf sehr realistische Art und Weise, wie es ist, ein Leben als kontaktscheuer und antriebsloser Mensch zu leben. Die Erzählstimme passt unheimlich gut zur Geschichte, reizt die Geduld des Lesers aber auch sehr aus. Und so ist dieses Buch gleichzeitig gut, aber auch sehr anstrengend. Und vor allem merkwürdig! Aber auf eine gute Art! Ich vergebe knappe 7 von 10 Sternen!

stern 7

Zum Glück bemerkt mich niemand … dachte ich – Liv Marit Weberg – Hardcover – 224 Seiten – 12,99 € – ISBN: 978-3-7373-5170-6 – erschienen: Februar 2015 (Sauerländer) – Altersempfehlung: 14-17 Jahre

[Sonntagsgeplauder] 22.2.2015

Heute kommt das Bloggeplauder mal in einer etwas gekürzten, bilderreicheren Fassung daher, für alles andere fehlt mir heute leider die Zeit! :(

Gefreut

... über viele tolle Neuzugänge!

… über viele tolle Neuzugänge!

Gelesen

... dank Krankheit recht viel. Nun fehlen nur noch die Rezensionen.

… dank Krankheit recht viel. Nun fehlen nur noch die Rezensionen.

Gebloggt

… habe ich die Rezension zu “Wenn du jetzt bei mir wärst: Eine Annäherung an Anne Frank” und eine kurze Momentaufnahme zu einem Tag, an dem einfach unheimlich viele tolle neue Bücher erschienen sind.

Gespielt

habe ich die neu entdeckte App "2048". Ohoh, groooßes Suchtpotenzial!

… habe ich die neu entdeckte App “2048”. Ohoh, groooßes Suchtpotenzial!

Gearbeitet

... und zwar an meinen beiden Prüfungsstunden. Lagsam bekommen die ein bisschen Kontur. Und gestern war ich endlich mal hochmotiviert.

… und zwar an meinen beiden Prüfungsstunden. Lagsam bekommen die ein bisschen Kontur. Und gestern war ich endlich mal hochmotiviert.

Geklickt

… und gelesen habe ich diese Woche nicht wirklich viel. Zwei Beiträge sind mir aber dennoch aufgefallen:

Simone hat eine schöne Rezi zu “Die Musik der Stille” geschrieben, auf das ich mich jetzt noch etwas mehr freue.

Und die Tintenelfe hatm ir mit ihrer Rezension zu “Wer die Nachtigall stört” total Lust auf einen Re-Read gemacht. <3

[Momentaufnahme] Tag der Neuerscheinungen

Es gibt Tage, an denen sich die spannenden Neuerscheinungen nur so häufen. Heute ist so ein Tag: Insgesamt sieben Bücher habe ich auf meiner Liste – alle interessieren mich. Und alle stammen aus den Fischer Verlagen.

Neuerscheinungen gesamt

“Ein Mädchen, sieben Pfannkuchen und ein roter Koffer” und “Zum Glück bemerkte mich niemand … dachte ich” habe ich bereits gelesen.
“Rain: Das tödliche Element”, “Das Jahr, in dem ich dich traf” und “Flügel aus Papier” warten schon im Regal auf mich.
Und “Was fehlt, wenn ich verschwunden bin” möchte ich unbedingt von meiner lieben Nanni von Fantasie und Traeumerei ausleihen.

Habt ihr schon Bücher von meiner Liste gelesen? Erscheint heute auch ein Buch, auf das ihr sehnsüchtig wartet?

[Rezension] “Wenn du jetzt bei mir wärst – Eine Annäherung an Anne Frank” von Waldtraut Lewin

Klappentext:

Längst ist das lebenslustige jüdische Mädchen, das sich zwei Jahre lang in der Prinsengracht zu Amsterdam vor den Nazis verstecken konnte und dort Tagebuch führte, zu einer Ikone erstarrt und geistert als Lernstoff durch die Klassenzimmer Deutschlands. Waldtraut Lewin wagt es, das Denkmal von seinem Sockel und Anne in unsere Welt zu holen, um sie besser kennenzulernen. Bei ihrer fiktiven Begegnung lässt sie Anne staunen über das, was sich in den siebzig Jahren seit ihrem Tod verändert hat. Und erzählt ihr vom Staat Israel oder vom neuen Deutschland, in dem Juden leben dürfen und Menschen gegen Rechtsradikalismus auf die Straße gehen. Zusammen wagen sie den Blick von heute auf das Gestern und das Morgen. (Quelle)

Meine Meinung:

Wie wäre es eigentlich, wenn Anne Frank jetzt bei uns wäre? Was würde sie denken, was müsste man ihr erklären? Es sind spannende Fragen, denen Waldtraut Lewin in ihrem Buch nachgeht.

“Keinen Stern! Ich muss keinen Stern mehr tragen! Ich bin ein Mensch unter Menschen!” (S. 21)

In ihrem Gedankenexperiment lässt sie Anne Frank wieder aufleben, die sehr begierig darauf ist, unsere heutige Welt kennenzulernen, nachdem sie viele Jahrzehnte nur in ihrem Tagebuch gelebt hat. Schritt für Schritt lernt Anne das Hier und Jetzt kennen – mit all den schönen und unschönen Seiten.

Aber nicht nur technische Dinge wie Handys oder Computer faszinieren Anne, sie will auch alles über den Staat Israel wissen und wie es sein kann, dass es immer noch Menschen gibt, die gegen die Juden sind.

Anne wiegt sich hin und her. “Siebzig Jahre sind vergangen, sagt sie leise, klagend. “Siebzig Jahre, seitdem die Völker diesen Hitler besiegt haben. Und nach siebzig Jahren gibt es wieder Leute, die nicht begreifen, dass es Unrecht war damals? […]” (S. 119)

Die heutige Welt durch Annes Augen zu sehen, hat mir wirklich gut gefallen. Ihre teilweise noch kindliche Freude über manche Dinge, aber auch ihre Wut und Fassungslosigkeit waren sehr gut greifbar und übertragen sich schnell auf den Leser. Außerdem ist Anne Frank durch ihr quirliges, offenes und neugieriges Wesen eine sehr sympathische Hauptfigur. Ich habe ihr Tagebuch bisher noch nicht gelesen, freue mich jetzt aber schon auf die Lektüre.

Trotzdem gibt es für mich zwei Kritikpunkte: Zum einen hatte ich erwartet, dass es noch mehr eine inhaltliche Geschichte gibt, die im Vordergrund steht. Vielleicht war diese Erwartung auch unangemessen, trotzdem hat mir aber eine eigentliche Story etwas gefehlt. Insbesondere aufgrund der Tatsache, dass dieses Buch ein Jugendbuch ist und möglichst viele Leser begeistern sollte.
Zum anderen war mir die Sichtweise auf manche Dinge etwas zu einseitig. Anne Frank und die (auch jüdische) Ich-Erzählerin sprechen viel über Israel und den Konflikt dort zwischen den Israelis und Palästinensern. Wie kompliziert dieser Konflikt ist, dass es nicht den einen “Schuldigen” gibt und beide Seiten Opfer sind, wird mir nicht deutlich genug. An einigen wenigen Stellen kommt davon ein bisschen was durch, aber ich hätte mir mehr gewünscht.

“Wenn du jetzt bei mir wärst” ist ein spannendes Gedankenexperiment und bringt einem Anne Frank tatsächlich etwas näher Außerdem ist es unheimlich aufschlussreich, die heutige Welt durch ihre Augen zu sehen. Stellenweise war mir das Buch in seinem Denken aber etwas zu schwarz-weiß und die vordergründige Story hätte für meinen Geschmack auch ausgeprägter sein können. Insgesamt vergeb ich 6 von 10 Sternen.

stern 6

 Wenn du jetzt bei mir wärst – Eine Annäherung an Anne Frank – Waldtraut Lewin – Hardcover mit SU – 224 Seiten – 16,99 € – ISBN: 978-3-570-17108-0 – erschienen: Februar 2014 (cbj) – Altersempfehlung: ab 12 Jahren

[Sonntagsgeplauder] 15.02.2015

Buchgeplauder

Diese Woche war (bis auf viele tolle Neuzugänge) sehr unbuchig. Ich hatte irgendwie kaum Lust und Ruhe zum Lesen. Ich hoffe, das ändert sich in den kommenden Tagen wieder.

Derzeit lese ich “Wenn du jetzt bei mir wärst – Eine Annäherung an Anne Frank”. Die Idee, Anne Frank die heutige Welt zu zeigen und sie entsprechend mit ihren Augen zu sehen, finde ich gut. Allerdings habe ich etwas mehr Story erwartet, die mir jetzt doch fehlt. Mal sehen, was mir die zweite Hälfte des Buches bietet.

Neuzugänge 1

Neuzugänge 1

Wie oben schon erwähnt gab es viele tolle Neuzugänge und ich weiß noch gar nicht, welches der Bücher ich zuerst lesen möchte. Hach <3 Ich habe “Die Zwerge”-Reihe gelesen, bevor ich angefangen habe, zu bloggen. So kommt es, dass ich sie hier auch nie vorgestellt habe. Vielleicht bietet sich hier ja mal wieder ein [All Eyes on…] an.

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Neuzugänge 2

Welches Buch spricht euch am meisten an?

Gebloggt habe ich in der letzten Woche auch nur zwei Mal: Zum einen gab es einen Beitrag zur Longlist des SERAPH und den Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendien, zum anderen die Reihenrezension zur “Monument 14″-Reihe.

Lebensgeplauder

Neben dem üblichen Stress – wobei: diese Woche ging eigentlich – gab es auch einige entspannte Momente. So habe ich mir am Freitag zwei günstige Plastikstühle für meine Terasse gekauft und direkt mal zwanzig Minuten mit dickem Pulli draußen gesessen und mir die Sonne ins Gesicht scheinen lassen. So schön!

Gestern war ich vormittags in der Bibliothek, habe nachmittags einen kleinen Spaziergang gemacht, dann wieder kurz in der Sonne gesessen und abends hatte ich endlich mal eine Erleuchtung, was ich in der Stunde bei meinen 8-Klässlern in der Prüfung machen könnte. Yeah! Es folgte ein kurzes Motivationshoch von etwa 45 Minuten. :D

Heute morgen habe ich kurz ein bisschen gelesen, bin dann aber auch los, um mal wieder eine etwas längere Wanderung zu unternehmen. Leider waren auch hier auf diesem ausgeschriebenen Wanderweg die Wege fast alle unbefestigt und sehr matschig. Aber was soll’s: Ich war 2 Stunden und 10 km unterwegs und habe das Gefühl, unterwegs einiges an Energie getankt zu haben.

Mein Bruder meckert immer über meine vielen Collagen, deswegen gibt es jetzt ab und an auch mal wieder Einzelbilder.

Mein Bruder meckert immer über meine vielen Collagen, deswegen gibt es jetzt ab und an auch mal wieder Einzelbilder.

Da mein Lesesessel gerade so schön sonnenbeschienen ist, werde ich mir gleich noch mein Buch schnappen und ein bisschen entspannen. Mal sehen, ob ich heute Abend noch was fürs Examen mache.

Bloggereigeplauder

Diese Woche sind mir viele tolle und erwähnenswerte Beiträge über den Weg gelaufen:

Ganz besonders erwähnenswert ist die Tatsache, dass Nadine Erdmann den zweiten Band ihrer Fateful-Future-Reihe veröffentlicht hat. Nachdem ich “Mind Ripper” sehr gerne mochte und mit der Autorin immer näher in Kontakt gekommen bin, hatte ich das große Vergnügen “House of Nightmares” betalesen zu dürfen. Schon diese vorläufige Fassung war unheimlich toll geschrieben und ich hoffe, dass das fertige Buch ganz viele Leser bekommt.

Bücher und mehr geht der Frage nach, wie viel eine Lesung eigentlich kosten darf. Sehr spannend. Da habe ich mir noch nie Gedanken zu gemacht.

Bei Neyasha bin ich direkt auf zweite Beiträge gestoßen, die ich mit euch teilen möchte. Zum einen kündigt sie schon eimal einen geplanten Lesetag an, zu dem jeder der mag, dazustoßen kann. Zum anderen hat sie ihre Buchgutscheine für drei ganz besondere Bücher ausgegeben. Seht selbst.

Marie hat eine so tolle und passende Reihenrezension zur “Percy Jackson”-Reihe geschrieben. Ich bin fast ein bisschen neidisch. Achtung: Ihre Rezension verführt entweder dazu, “Percy Jackson” sofort zu kaufen und zu lesen, oder aber zu einem sofortigen Verlangen nach einem Re-Read!

Nanni hat ein ganz besonderes Buch rezensiert. “Tanz auf Glas” scheint ebenso schön wie einnehmend zu sein. Die Zitate, die sie in ihrer Rezi benutzt hat, sind wirklich beeindruckend.

[Reihenrezension] “Monument 14″ von Emmy Laybourne

Reiheninfo:

  1. “Monument 14″
  2. “Monument 14 – Die Flucht”
  3. “Monument 14 – Die Rettung”

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Inhalt:

Wir befinden uns im Jahr 2045. Für Dean und seinen jüngeren Bruder beginnt der Tag wie jeder andere auch: Sie sitzen im Bus und sind unterwegs zur Schule. Dort werden sie allerdings nie ankommen. Ein noch nie dagewesenes Unwetter zieht auf und unglaublich große Hagelkörner demolieren den Bus und die ganze Stadt. Die Busfahrerin schafft es gerade noch, den vollständig zerstörten Bus in einen großen Supermarkt zu lenken, um dann loszuziehen und Hilfe zu suchen. Während die Welt quasi vor ihren Augen untergeht, sitzen die insgesamt 14 überlebenden Kinder und Jugendliche im Greenway fest.
Wer glaubt, dass damit das Weltuntergangsszenario schon vollständig ist, hat sich allerdings geirrt: Aufgrund des Unwetters entweicht einer nahegelegenen Chemiefabrik eine Giftwolke, was verheerende Folgen hat: Die Chemikalien haben nämlich furchtbare Folgen: Je nach Blutgruppe führen sie zu schlimmen Verletzungen, schweren Aggressionen oder paranoiden Zuständen. Wie sollen die vierzehn Jugendlichen dies überstehen?

Meine Meinung:

Das Szenario, das Emmy Laybourne in dieser Trilogie entwirft ist ebenso altbekannt wie neu. Ein Widerspruch? Nein! Eine Gruppe von Protagonisten zu isolieren und von der Außenwelt abzuschneiden, ist nichts Neues. Sie dann aber noch giftigen und wesensverändernden Dämpfen auszusetzen schon.
Mit diesem Szenario ist der Autorin meiner Meinung nach ein wahrer Glücksgriff gelungen: Die Angst vor der Außenwelt und die Notwendigkeit sich innerhalb des Supermarkts miteinander auseinander setzen zu müssen, wird so absolut glaubhaft.

Die Charaktere sind sehr unterschiedlich, was notwendigerweise zu einigen Konflikten führt. Dazu kommt noch, dass Dean schon seit Ewigkeiten in Astrid verliebt ist, die auch zu den vierzehn Überlebenden zählt. Dass er allerdings so gar nicht zu den coolen Jungs gehört und mit ihm auch noch der gutaussehende Footballspieler Jake im Supermarkt eingesperrt ist, macht die Sache nicht einfacher. Gelungen fand ich, dass die Jugendlichen während der drei Bände einige Entwicklungen durchmachen und nicht schwarz-weiß gezeichnet sind.

Die Reihe bleibt von Buch zu Buch spannend: Mir hat zwar der erste Band am besten gefallen, einfach weil die Idee da noch so neuartig war, aber im Laufe der Trilogie habe ich einfach so viele der Charaktere liebgewonnen, dass ich die drei Bücher innerhalb von drei Tagen verschlungen habe. Und ich finde, das sagt schon alles.
Die einzelnen Teile sind zwar nicht unbedingt in sich abgeschlossen und weisen am Ende auch immer auf den nächsten Band hin, aber trotzdem wird man als Leser nicht komplett in der Luft hängen gelassen und kann zwischendurch einmal durchatmen. Trotzdem empfehle ich, die Folgebände parat liegen zu haben: Ihr werdet weiterlesen wollen. :)

Die Schreibweise der Autorin ist jetzt nicht besonders poetisch oder hochwertig, aber eben leichtlesig und mitreißend. Und das finde ich bei einem Jugendbuch mit am Wichtigsten.

Die “Monument 14″-Reihe ist eine tolle Jugendbuchtrilogie im Endzeit-Stil. Das Szenario ist absolut überzeugend und leider gar nicht mal so unrealistisch, auch wenn die Handlung zwanzig Jahre in der Zukunft spielt. Die Charaktere sind vielschichtig und interessant. Mir hat besonders gefallen, dass auch viele der Nebenfiguren detailliert gezeichnet sind und ihren ganz eigenen Charakter haben. Die Handlung bleibt von Buch zu Buch spannend, auch wenn man die Geschichte sicherlich auch in zwei Bänden hätte erzählen können. Ich hatte zum Glück alle Bände zuhause, so dass ich die Bücher in einem Rutsch durchlesen konnte. Man darf aber stellenweise nicht zu zart besaitet sein, denn die Handlung ist teilweise recht brutal. Ich vergebe insgesamt 8 Sterne!

stern 8

Bd. 1: Monument 14 – Taschenbuch – 336 Seiten – 8,99 € – ISBN: 978-3-453-41163-0 – erschienen: Januar 2014 (Heyne fliegt)
Bd. 2: Monument 14: Die Flucht – Taschenbuch – 304 Seiten – 8,99 € – ISBN: 978-3-453-53455-1 – erschienen: Mai 2014 (Heyne fliegt)
Bd. 3: Monument 14: Die Rettung – Taschenbuch – 384 Seiten – 8,99 € – ISBN: 978-3-453-53471-1 – erschienen: Dezember 2014 (Heyne fliegt)

[Rund um’s Buch] Die Seraph-Longlist und die Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendien

Die Leipziger Buchmesse steht vor der Tür, was traditionell auch mit der Vergabe einiger Literaturpreise verbunden ist. So wird zum Beispiel wieder der SERAPH vergeben, für den vor einigen Tagen die Longlist veröffentlicht wurde. Außerdem stehen schon die beiden Preisträger der Kranichsteiner Literatur-Stipendien fest.

Longlist des SERAPH 2015

Bestes Debüt:

  • Alexander, Martin: Meister der Türme
  • Böhm, Nicole: Seelenwächter
  • Daut, Tom: Die Sinistra
  • El-Bahay, Akram: Flammenwüste
  • Gwisdek, Robert: Der unsichtbare Apfel
  • Jahnke, Alex: Neuschwabenland
  • Reschke, Jan: Die Ummauerte Stadt

Bestes Buch

  • Bagus, Anja: Waldesruh
  • Brandhorst, Andreas: Das Kosmotop
  • Corvus, Robert: Schattenkult
  • Damerow, Christian: Des Schrecklichen Anfang
  • Ecker, Christopher: Die letzte Kränkung
  • Finn, Thomas: Aquarius
  • Hohlbein, Wolfgang: Der Ruf der Tiefen
  • lo Cascio, Priska: Die Herrscher von Dhaleth
  • Meyer, Kai: Die Seiten der Welt
  • Mützlitz, Henning: Wächter der letzten Pforte
  • Oldenburg, Jan: Kampf des Jahrhunderts
  • Peinkofer, Michael: Kampf der Könige
  • Perplies, Bernd: Imperium der Drachen 1
  • Schenkel, Daniel: Die Mürenberg-Chroniken
  • Stein, Maike: Du oder sie oder beide

Nanni und ich planen auch noch ein kleines Buchgeflüster zum SERAPH im März. Mal sehen, wie wir das umsetzen. Ich drücke auf jeden Fall schon mal ganz fest die Daumen für Michael Peinkofer und Thomas Finn! Die Shortlist wird vermutlich in den nächste Tagen erscheinen.
Welche der Bücher habt ihr gelesen und welche könnt ihr eventuell sogar empfehlen?

Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendien

Die Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendien werden seit 2010 jährlich vom Deutschen Literaturfonds und vom AKJ vergeben. Sie sind gedacht für Autoren von Jugendbüchern, die bereits erste überzeugende Titel veröffentlicht haben und eine positive literarische Entwicklung erkennen lassen, sich aber bisher keine starke Marktposition erarbeiten konnten. Ihnen soll die Möglichkeit gegeben werden, ein nächstes Buchprojekt unabhängig von den Anforderungen des Marktes und unter finanziell gesicherten Lebensumständen verwirklichen zu können. Beide Preisträger erhalten ein jeweils sechsmonatiges Stipendium in Höhe von 12.000 Euro. […]
Das Auswahlverfahren ist an den Deutschen Jugendliteraturpreis angebunden. Eine Bewerbung um ein Stipendium erfolgt automatisch durch die Einreichung eines deutschsprachigen Jugendbuchs für den Deutschen Jugendliteraturpreis. (Quelle)

Die Preisträger 2015

Corinna Antelmann für “Der Rabe ist Acht”

Martin Kordic für “Wie ich mir das Glück vorstelle”

Insbesondere das erste Buch interessiert mich sehr und kommt auf meine innere “Will ich haben”-Liste. ;-)