[Rund um’s Buch] Vorstellung des Projekts: Autoren helfen

Manche von euch haben es vielleicht schon via Facebook oder irgendeinen anderen Kanal mitbekommen, da ich das Projekt aber so schön finde, möchte ich es hier doch noch teilen. Wovon ich rede? Hier von:

Autoren helfen

Autoren helfen - Header

Worum es bei diesem Projekt geht? Ich zitiere einfach mal:

„Autoren helfen“ ist eine Initiative von deutschsprachigen Autorinnen und Autoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die ihre kreativen Kräfte bündeln und sich für humanitäre und soziale Anliegen einsetzen wollen. Erdacht wurde „Autoren helfen“ von fünf Autorinnen und Autoren im September 2015.
„Autoren helfen“ will eine Plattform sein, auf der sich jede Autorin und jeder Autor auf die eigene Weise einbringen kann. Sei es mit Texten, sei es mit Aktionen und Projekten jeglicher Art für den guten Zweck.
Unter dem Motto „Autoren unterstützen Flüchtlinge“ sagen die Initiatoren der ersten Kampagne dieser Plattform sehr bewusst Nein zu Rassismus und Ja zur Integration von Asylbewerbern.

Auf der Homepage dieser Initiative kann man zum Beispiel signierte Bücher erwerben (der Erlös wird dann gespendet), Tandem-Lesungen buchen (ein/eine Kinder- und JugendbuchautorIn gestaltet gemeinsam mit einem Flüchtling eine Lesung) oder einen geplanten Spendenlauf unterstützen.

Besonders schön finde ich auch die Unterseite “Stimmen für Toleranz”, auf der die teilnehmenden Autoren ein kurzes Statement zu dem Thema abgeben. Wirklich sehr berührend!

Ob ihr nun AutorIn seid und dem Projekt gerne beitreten möchtet, es als Leser unterstützen möchtet oder einfach nur neugierig seid: Ich finde Aufmerksamkeit hat diese schöne Aktion allemal verdient!

[Sonntagsgeplauder] 7.2.2016

Oder: Musik an, Welt aus!

Buchgeplauder

Traurigerweise gibt es an dieser Stelle nicht viel zu berichten. Ich habe nur ein bisschen weiter an dem Manuskript von Nadine Erdmann gelesen, was wirklich wieder toll ist, allerdings fehlt mir gerade echt die Muße, mich wirklich auf ein Buch und eine Geschichte einzulassen.

Allerdings ist es jetzt tatsächlich zwei Wochen her, dass ich ein Buch beendet habe. Ich weiß nicht, wann das das letzte Mal der Fall war. :O

Rezensiert habe ich auch nichts. Shame on me! Aber was denn auch? Ich komm ja nicht zum Lesen. Manno!

Lebensgeplauder

Die erste Woche an der neuen-alten Schule war ziemlich anstrengend: neue Eindrücke, neue Teamkollegen, neue Schüler und viel Vertretung! Aber gut, das ist ja normal. Und es gab auch echte Highlights, wie den einen 9.-Klässler, den ich in einer Einzelförderstunde mit Arbeitsblätter zu bombadiert habe. Am Ende der Stunde bat er mich: “Können wir das bitte jedes Mal so machen? Ich will nämlich unbedingt besser Englisch können!” <3 Da geht mir das Herz auf.

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Mein Wochenhighlight war dann mein Spaziergang gestern. Ursprünglich wollte ich mit einem Freund von mir ans Meer fahren. Da der aber total krank geworden ist, wurde daraus nichts. So bin ich gestern ziemlich früh alleine los, habe mir Musik auf die Ohren gepackt und bin eine große Runde spazieren gewesen (mitgesungen und getanzt habe ich immer nur dann, wenn niemand in der Nähe war). Am Ende schien dann sogar die Sonne. Glücksgefühle!

Bloggereigeplauder

Nanni hat eine sehr schöne Rezension zu dem Buch “Albertos verlorener Geburtstag” geschrieben, bei der es unter anderem um die Beziehung zwischen Alberto und seinem Enkel geht.

Simone schwärmt – wie viele andere auch – von dem Buch “Sophia, der Tod und ich”.

Die Tintenelfe hat den ersten Teil der Chroniken von Hara (“Wind”) gelesen. Wie ihr das Buch gefallen hat, sehr ihr hier.

Damaris hat sich mal wieder die Mühe gemacht und spannende Neuerscheinungen im Februar zusammen gesucht.

Und Caroline ist endlich mal wieder mit dem Zug gefahren und berichtet über die Lektüre ihrer Zugnachbarn. <3

[Sonntagsgeplauder] 31.1.2016

Oder: Was für ein Leben!

Buchgeplauder

Aus buchiger Sicht gibt es gerade nicht wirklich viel zu berichten. Ich habe “Die Menschen, die es nicht verdienen” von Hjorth & Rosenfeldt beendet. Wahnsinn, ich liebe diese Reihe einfach sehr. Das Ende ist mal wieder unglaublich. Hat es einer von euch auch schon gelesen?

Dann habe ich gestern angefangen, das Manuskript zum vierten Band der Fateful-Future Reihe von Nadine Erdmann zu lesen. Ich durfte schon für Band 2 und 3 Betaleserin sein, was immer wieder ein unglaubliches Vergnügen ist, denn ich habe oftmals seitenlang kaum Anmerkungen und bin einfach gefangen von der Geschichte.

Ansonsten war es leider auch diese Woche eher still hier, aber gut: Solche Phasen gibt es einfach!

Lebensgeplauder

Dafür war in meinem Leben umso mehr los, sowohl privat als auch schulisch. Ich hatte die letzte Woche an meiner aktuellen Schule, was mit viel Tränen und ganz viel positiver Rückmeldung verbunden war. Der Abschied am Freitag war gleichzeitig sehr traurig und total schön.

Abschiedsgeschenke der Schüler und Kollegen :)

Abschiedsgeschenke der Schüler und Kollegen :)

Gleich danach war ich in meiner neuen (und wie manche vielleicht noch wissen, alten) Schule und wurde dort vereidigt. Yeah!!!! Beamtin auf Probe. Wuhu!

Das Wochenende war dann sehr gemütlich. Ich habe viel Zeit auf dem Sofa verbracht und war heute morgen eine große Runde spazieren. Mal wieder alleine, was auch echt gut tat.

Morgen geht es dann direkt an der neuen Schule los und ich bin sehr gespannt auf die Aufgaben, die auf mich warten. Wenn ich jetzt noch vollständig gesund werden würde, wäre das ganz super. :D

Bloggereigeplauder

Die Horrorbiene hat den zweiten Band der neuen Trudi Canavan-Trilogie rezensiert. Wie sie “Die Magie der tausend Welten: Der Wanderer” fand, könnt ihr hier nachlesen.

[Rund um’s Buch] Die SERAPH-Longlist 2016

Schon vor zwei Wochen etwa wurde die Longlist des SERAPH veröffentlicht, nun komme ich endlich mal dazu, die Nominierten kurz aufzulisten. Ich habe ja ein etwas zwiegespaltenes Verhältnis zu diesem Phantastik-Preis, dennoch verfolge ich ihn natürlich!

Der SERAPH ist ein Jurypreis, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die besten Romane des Phantastik-Genres zu prämieren.
Jährlich verleiht die Phantastische Akademie im Rahmen der Leipziger Buchmesse den Literaturpreis in den Kategorien Bester Roman und Bestes Debüt. Der Förderpreis für Nachwuchstalente (Bestes Debüt) ist mit einem Preisgeld dotiert.
2016 wird der Preis außerdem in den Kategorien Bester Independent-Autor sowie Fantasy-Liebling verliehen. (Quelle)

Nominiert für “Bestes Debüt”

  1. Boege, Luise: Kaspers Freundin
  2. Brox, Kirsten: Matamba
  3. Capiti, Carmen: Das letzte Artefakt
  4. Illger, Daniel: Skargat – Der Pfad des schwarzen Lichts
  5. Loewe, Maja: Die Augen des Iriden
  6. Pfyl, Luzia: Cesario Aero
  7. Riescher, Bianca M.: Mitternachtsrot – Eine Erzählung aus Dschanor
  8. Waßmann, Arndt: Der Weg der Maga
  9. Weinert, Simon: Tassilo, der Mumienabrichter

Nominiert für “Bestes Buch”

  1. Aster, Christian von: Das eherne Buch
  2. Blazon, Nina: Der Winter der schwarzen Rose
  3. Brandhorst, Andreas: Das Schiff
  4. Corzilius, Thilo und Siegmund, Fabienne: Das Mädchen und der Leuchtturm
  5. El-Bahay, Akram: Flammenwüste 2 – Der Gefährte des Drachen
  6. Funke, Cornelia: Reckless 3 – Das goldene Garn
  7. Gates, Robin: Feuermuse
  8. Gläser, Mechthild: Die Buchspringer
  9. Hasse, Stefanie: BookElements 1 – Die Magie zwischen den Zeilen
  10. Mocikat, Anna: MUC – Die verborgene Stadt
  11. Orgel, T.S.: Die Blausteinkriege 1 – Das Erbe von Berun
  12. Reß, Alessandra: Spielende Götter
  13. Schreckenberg, Michael: Nomaden
  14. Speer, Natalie: Frostseelen
  15. Trecksel, Bernhard: Nebelmacher

Nominiert für “Bester Independent-Autor”

  1.  Mengel, Regina: Windsbraut
  2. Lanvall, Mark: Lichtsturm
  3. Graßhoff, Marie: Kernstaub
  4. Pharo, Miriam: Der Bund der Zwölf
  5. Anderfeldt, M.P.: Wolfsnacht
  6. Dean, Annie J.: Lana – Schattenbilder
  7. Kuhlmann, Hanna: Nachtschatten
  8. Thomas, Christin: Hope
  9. Labas, Laura: Pharos
  10. Karl, Werner: Druide der Spiegelkrieger

Wie ihr seht, habe ich insgesamt nur eines der Bücher gelesen. Und ihr? Gibt es eines, dass ich eurer Meinung nach unbedingt noch lesen sollte?

 

[Sonntagsgeplauder] 24.1.2016

Oder: Saunatage tun der Seele gut

Buchgeplauder

So, zwei Wochen ist mein letztes Sonntagsgeplauder schon wieder her. Lesetechnisch ist in der Zeit allerdings nicht so viel passiert. Nachdem ich die Drachen-Trilogie von Markus Heitz ja an einem Stück gelesen (und genossen) habe, stand mir dann der Sinn nach etwas Fantasyfreiem und ich habe zu “Fremd” von Ursula Poznanski & Arno Strobel gegriffen. Das Buch habe ich dann auch erst in dieser Woche beendet. Es hat mir – zum Glück – aber wieder deutlich besser gefallen als “Layers”.
Danach habe ich in “Die Seiten der Welt” von Kai Meyer hineingelesen, aber musste feststellen, dass mir die Geschichte zu märchenhaft ist. Sie erinnert mich an “Tintenherz” und auch das war leider nichts für mich. Da ich aber was lockerflockiges lesen wollte, habe ich erst noch zu “Der Geschmack von Glück” von Jennifer E. Smith gegriffen, das mir bisher auch ganz gut gefällt. Gestern war ich dann in der Sauna und da lese ich gerne Thriller. Und so konnte ich endlich (endlich, endlich, endlich) das neue Buch von Hjorth & Rosenfeldt beginnen: “Die Menschen, die es nicht verdienen”. Hach! Ich liebe die Bücher so!

Ansonsten war es auf meinem Blog eher etwas ruhig. Ich hoffe sehr, dass sich das bald wieder ändert, aber ich kann es nicht versprechen.

Lebensgeplauder

In der kommenden Woche bekommen meine Schüler ihre Zeugnisse. Das bedeutet zweierlei: Zum einen waren die letzten Tage voll mit Zeugniskonferenzen und langen Stunden am Schreibtisch, zum anderen heißt es für mich mal wieder Abschied nehmen, weil ich ab dem 1.2. meine feste Stelle an einer anderen Schule antreten werde. Ich versuche die letzten Tage mit den Schülerchen und einigen liebgewonnenen Kollegen noch zu genießen.

Um dem ganzen Stress etwas zu entfliehen und einfach mal wieder Zeit für mich zu haben, habe ich gestern einen Saunatag eingelegt. Es tat so gut, sechs Stunden lang einfach nur zu lesen, zu schlafen und zwischendurch zu saunieren. Ich sollte mir das öfter gönnen. Der Top-Bonus: Ich nehme mein Handy nie mit in die Sauna und war so endlich mal nur bei mir. :)
Abends kam dann noch ein guter Freund zum Quatsch- und Spieleabend vorbei. Ich habe zwar alle Spiele verloren, aber das viele Lachen hat das ausgeglichen. :D

Nachher möchte ich auf jeden Fall noch “Die Menschen, die es nicht verdienen” weiterlesen. Mal sehen, ob ich tatsächlich dazu komme. Es täte mir sicherlich gut, denn die kommende Woche ist voller (schöner) Termine!

Bloggereigeplauder

Moena hat das neue Jahr auf wunderschöne Weise mit einem neuen Buch verglichen und den Beitrag genutzt, um ein wenig über gute Vorsätze nachzudenken.

Das Lindgrenchen hat ihren freien Tag sehr sinnvoll genutzt, wie ich finde.

Nanni hat einen sehr umfassenden Blick auf die Fantasy-Neuerscheinungen des Frühjahrs geworfen. <3

Caroline hat ein wirklich wundervolles Zitat gepostet. Mir sagt das Buch, aus dem es stammt, gar nichts, aber ich glaube, das sollte sich bald ändern.

[Kurzer Leseeindruck] “Fremd” von Ursula Poznanksi & Arno Strobel

Klappentext:

Stell dir vor, du bist allein zu Haus. Plötzlich steht ein Mann vor dir. Er behauptet, dein Lebensgefährte zu sein. Aber du hast keine Ahnung, wer er ist. Und nichts in deinem Zuhause deutet darauf hin, dass jemand bei dir wohnt. Er redet auf dich ein, dass du doch bitte zur Vernunft kommen sollst. Du hast Angst. Und du verspürst diesen unwiderstehlichen Drang, dich zu wehren. Ein Messer zu nehmen. Bist du verrückt geworden?
Stell dir vor, du kommst nach Hause, und deine Frau erkennt dich nicht. Sie hält dich für einen Einbrecher. Schlimmer noch, für einen Vergewaltiger. Dabei willst du sie doch nur beschützen. Aber sie wehrt sich, sie verbarrikadiert sich. Behauptet, dich niemals zuvor gesehen zu haben. Sie hält dich offensichtlich für verrückt. Bist du es womöglich? (Quelle)

Mein Eindruck:

Ich muss zugeben, dass ich ein ganz klein wenig unsicher war, bevor ich dieses Buch begonnen habe. “Layers”, das letzte Buch von Ursula Poznanski, konnte mich nicht vollends überzeugen. Und von Arno Strobel hatte ich bis dato noch gar nicht gelesen. Doch meine Sorge war vollkommen unbegründet: Die Art, die Geschichte zu erzählen, ist wirklich genial. Natürlich ist es nicht neu, wenn die Handlung eines Buches aus zwei Perspektiven geschildert wird, die sich ergänzen und erst zusammen ein vollständiges Bild ergeben.

Doch was ist, wenn sich die beiden Perspektiven vollkommen widersprechen und man als Leser doch weiß, dass beide der Wahrheit entsprechen? Warum kann sich Joanna einfach nicht mehr an diesen fremden Mann erinnern, mit dem sie angeblich verlobt sein soll? Und warum findet Erik in der gemeinsam Wohnung von ihm und Joanna plötzlich keine seiner persönlichen Besitztümer mehr wieder? Selbst sein Kleiderschrank ist verschwunden!

“Fremd” hat mich wirklich gut unterhalten, hat ein größtenteils stimmiges, wenn auch nicht ganz überraschendes Ende. 8 von 10 Sternen!

stern 8

Fremd – Ursula Poznanksi & Arno Strobel – Klappbroschur – 400 SEiten – 16,99 € – ISBN:  978-3-8052-5084-9 – erschienen: Oktober 2015 (Rowohlt)

[Blogtour // Rezension] “Drachengift” von Markus Heitz

Reiheninfo:

  1. “Die Mächte des Feuers”
  2. “Drachenkaiser”
  3. Drachengift”

Diese Rezension enthält Spoiler zu den vorherigen Bänden.

Klappentext:

Sie sind die Mächte des Feuers. Sie bringen Tod und Vernichtung über die Welt. Doch Silena und ihre Gefährten schlagen zurück, um das Überleben der Menschheit zu sichern …
Mit »Drachengift« eröffnet Markus Heitz die finale Schlacht zwischen den Menschen und den feuerbewehrten Geschöpfen. Silenas Kampf gegen die Drachen geht weiter, allerdings tritt neben dem Officium Draconis und den freien Drachenjägern plötzlich ein neuer Mitbewerber auf den Plan: eine mysteriöse Flugstaffel, die zu einem Chemie-Unternehmen gehört und mit Sprühmitteln gegen die Drachen vorgeht. Und Grigorij benimmt sich zusehends merkwürdiger. Als sei er unter den Bann eines Drachen gefallen … (Quelle)

Meine Meinung:

“Die rote Drachin fegte mit kräftigen Schwingenstößen heran, die roten Augen fest auf das Luftschiff gerichtet. Die Schnauze mit den gefährlichen Zähnen öffnete sich leicht und vorfreudig.” (S. 234)

Silena und ihre Verbündeten haben im Kampf gegen die Drachen zwar schon große Erfolge eingefahren, dennoch bedrohen die Ungetüme immer wieder die Menschheit. Silena kann ihnen gerade aber nicht entgegentreten: An der Seite von Grigorij muss sie als Zarin vor allem die politischen Geschicke Russlands und ihr neugeborenes Kind, zu dem sie so gar keine mütterlichen Gefühle aufbauen kann, im Auge behalten. Der Zar selbst steht mehr und mehr unter dem Einfluss seiner Drogen – und dem schwarzen Drachen Tugarin …
Gleichzeitig kommt in Europa ein Mittel auf den Markt, das als Gift gegen Drachen wirken und die Menschheit endlich von den Bestien befreien soll. Ist dies tatsächlich die langersehnte Hoffnung?

Was wäre, wenn hinter allen politischen Intrigen und Kämpfen eigentlich die Machenschaften von mächtigen Drachen stecken würden? Dieser Frage geht Markus Heitz in seiner Drachen-Trilogie nach, die mit “Drachengift” (zumindest vorerst) seinen Abschluss findet.

Wie auch schon die ersten beiden Bände spielt auch der dritte Teil in den Zwanzigerjahren in unserer Welt. Von kleinen Details – und eben der Tatsache, dass es Drachen gibt – einmal abgesehen, ist die beschriebene Welt unglaublich realistisch gekennzeichnet. Das hatte für mich beim Lesen zur Folge, dass der Gedanke, Drachen würden heimlich unsere Erde regieren, gar nicht mehr so unrealistisch wirkte.

Erzählt wird die Geschichte, und das ist sehr typisch für Markus Heitz, aus den verschiedensten Perspektiven: So geraten zum Beispiel neben Silena auch ihr Mann Gregorij, der ägyptische Drachentöter Ahmat und die toughe Leída in den Fokus. Als Leser hat man so, anders als die Figuren selbst, schnell ein komplettes Bild der Situation. Was genau es mit dem Drachengift Resacro auf sich hat und wie verzwickt die einzelnen Intrigen tatsächlich sind, hätte ich beim Lesen allerdings nicht vermutet. Insbesondere die Auflösung um Resacro hat mir sehr gut gefallen.

Wer zum Beispiel die Zwerge-Reihe von Markus Heitz gelesen hat, weiß, dass er es sich gerne offen hält, eine eigentlich beendete Reihe eventuell doch noch weiter zu führen. Auch in “Drachengift” gibt es einige Andeutungen und ungeklärte Einzelheiten, die ggf. in einem weiteren Band aufgegriffen werden könnten. Hierzu gehört auch die Geschichte um die Archäologin Ulrika Mang, die meiner Meinung nach ansonsten nicht viel zur aktuellen Handlung beiträgt. Das hat mich beim Lesen etwas gestört, da ich keinen Bezug zu ihr aufbauen konnte.

“Drachengift” ist der würdige Abschluss einer ganz besonderen Fantasy-Reihe, in der Markus Heitz die Drachen in die Welt der Zwanzigerjahre holt. An der Seite von Silena und ihren Mitstreitern kämpft der Leser wieder ein Mal gegen die Vorherrschaft der Drachen – und verliert dabei eine Bedrohung aus einer gänzlich anderen Richtung aus den Augen. Insgesamt vergebe ich 8 von 10 Sternen!

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Am Ende dieser Blogtour wird es auf his & her books ein Gewinnspiel zur Drachen-Reihe geben. Was genau ihr gewinnen könnt (und alle weiteren Informationen), erfahrt ihr am 15. Januar eben auf diesem Blog. Was ihr dafür tun müsst, ist allerdings jetzt schon klar: Auf allen teilnehmenden Blogs findet ihr in den entsprechenden Beiträgen eine Frage, die einfach in den Kommentaren beantwortet werden soll.

Blogtour_Heitz_Drachengift

Meine Frage an euch:

Wie findet ihr es, wenn ein Autor in dem Abschlussband einer Reihe bewusst einige Details offen lässt, um eventuell irgendwann doch noch in die entsprechende Welt und Handlung zurückzukehren?

Ich wünsche euch viel Erfolg! :)

Drachengift – Markus Heitz – Hardcover mit SU – 560 Seiten – 19,99 € – ISBN: 978-3-492-70353-6 – erschienen: Januar 2016 (Piper)