[Rezension] “Himmelschlüssel” von Kristina Ohlsson

Reiheninfo:

  1. “Aschenputtel”
  2. “Tausendschön”
  3. “Sterntaler”
  4. “Himmelschlüssel”
  5. schwed. Titel: “Davidsstjärnor”

Klappentext:

Eine vollbesetzte Boeing 747 hebt in Stockholm ab und fliegt in Richtung New York. Kurz nach dem Start wird ein Drohbrief an Bord gefunden, laut dem das Leben von über 400 Passagieren in Gefahr ist. Kriminalkommissar Alex Recht muss das Flugzeug vor der Explosion bewahren, doch dazu benötigt er die Hilfe und den Scharfsinn von Fredrika Bergman. Und allzu bald wird den beiden klar, dass die Flugzeugentführung einen teuflischeren Grund hat, als sich die Ermittler vorzustellen vermögen. Denn der Kopilot des Flugzeugs ist niemand anderes als Alex‘ Sohn Erik … (Quelle)

Meine Meinung:

Schön, wenn man das vierte Buch einer Reihe liest, auf altbekannte Figuren und Freunde trifft und trotzdem das Gefühl hat, etwas Neues zu erleben. Genauso ging es mir mit diesem Buch. Zuerst war ich sehr skeptisch, denn die Geschichte, die hier erzählt wird, ist absolut politisch, was mir eigentlich nicht so liegt:

Fredrika arbeitet  nach dem letzten Fall im Justizministerium. Gerade soll sie entscheiden, ob der Terrorverdächtige Zakaria Khelifi abegschoben werden soll, als die Meldung reinkommt, dass in einem vollbesetzten Flugzeug eine Bombendrohung gefunden wurde: Neben einer weiteren Forderung verlangen die unbekannten Entführer, dass Khelifi freigelassen wird. Sollte die Maschine landen, wird sie laut Erpresserbrief in die Luft gesprengt. Und so haben Alex Recht, der zu diesem Fall hinzugezogen wird, Fredrika und die Terrorismusexpertin Eden Lundell nur 24 Stunden Zeit, um sich eine Lösung einfallen zu lassen. Die Zeit ist knapp – insbesondere als sich herausstellt, dass der Co-Pilot des Flugzeugs der Sohn von Alex ist…

Die Geschichte liest sich unheimlich spannend und beklemmend gleichzeitig, was vermutlich vor allem daran liegt, dass Kristina Ohlsson selbst einige Jahre im Außenministerium und für das OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) gearbeitet hat. Sie weiß also, wovon sie hier erzählt. Umso verstörender ist es, wenn sie davon berichtet, dass die Berater der USA – dies ist das Ziel des Flugzeugs – bewusst wichtige Informationen, die das Leben vieler Menschen retten könnten, zurückhalten, nur weil sie politisch sehr brisant sind.
Trotzdem gelingt es der Autorin die Handlung und die Personen nicht nur in schwarz und weiß zu zeichnen, sondern den Figuren auch noch individuelle und menschliche Züge zu geben.

Wer wie ich zuerst glaubt, einen etwas trockenen Polit-Thriller zu lesen, wird schnell eines besseren belehrt. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen und das bis spät in die Nacht hinein. Ich konnte einfach nicht aufhören und war wie gefesselt. Genau so muss ein gutes Buch sein!

“Himmelschlüssel” ist spannend, brisant, authentisch und hochaktuell. Kristina Ohlsson ist mit diesem Buch ein Meisterwerk gelungen. 10 von 10 Sternen!

stern 10

Himmelschlüssel – Kristina Ohlsson – Hardcover mit SU – 480 Seiten – 19,99 € – ISBN: 978-3-8090-2639-6 – erschienen: November 2014 (Limes)

[Sonntagsgeplauder] 25.1.2015

Buchgeplauder

Hach ja, Bücher sind schon was Schönes! Irgendwie ist es mir gelungen, trotz des Stresses in den lezten zwei Wochen noch relativ viel zu lesen. Zunächst habe ich “Open Minds – Gefährliche Gedanken” gelesen, was mir ziemlich gut gefallen hat, dann bin ich immer mal wieder in “Lieber jetzt als irgendwann” versunken. Das Buch ist zwar nichts Besonderes, aber trotzdem schön.
Gestern habe ich dann, nachdem ich doch einige Stunden am Schreibtisch saß, “Das Blubbern von Glück” angefangen. Eigentlich wollte ich nur eine kurze Lesepause machen. Daraus wurde aber nichts, ich habe das Buch (nur unterbrochen von einem Telefonat mit einer Freundin) in einem Rutsch durchgelesen. Die Rezension dazu ist schon geschrieben und erscheint in der kommenden Woche.

Auch das Bloggen hat recht gut geklappt. Neben dem Projekt [Eine Woche mit den Königskindern], das ich gemeinsam mit Caroline organisiert habe, gab es einige Rezensionen und auch wieder ein neues [All Eyes on…].

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Außerdem sind tolle Bücher bei mir eingezogen. “Das Blubbern von Glück” habe ich ja wie gesagt schon gelesen. Auf “Monument 14″ bin ich sehr gespannt. Ich habe jetzt alle drei Teile hierstehen und hoffe, dass ich so begeistert bin, dass ich diese in einem Rutsch durchlese. Hat einer von euch die Reihe schon gelesen? Zu den beiden anderen Büchern weiß ich gar nicht so viel, aber sie waren Empfehlungen von einer Freundin, deswegen sind sie bestimmt gut. ;-)

Lebensgeplauder

Am Freitag, den 16.1. habe ich endlich meinen letzten Unterrichtsbesuch hinter mich gebracht. Uff! Der hat bei mir allerdings nochmal ziemlich für Stress gesorgt, vor allem, weil ich die Stunde fast fertig geplant hatte und sie dann 4 Tage vorher nochmal komplett über den Haufen schmeißen musste. Aber: Unterrichtsbesuchs-frei! Yeah! :) (Nun warte ja nur noch der Prüfungstag auf mich mit zwei zu zeigenden Stunden und einem Kolloquium. Easy-peasy also… NICHT :D)

Danach bin ich echt in ein absolutes Energieloch gefallen, habe ständig geschlafen und wenig geschafft. So ganz hat sich das auch noch nicht erledigt. Trotz des tollen Schneewetters kann ich mich grad auch nicht aufraffen, rauszugehen. Vor allem auch mit all den Dingen, die ich noch planen, erledigen und lernen muss, im Hinterkopf.

Am kommenden Wochenende bin ich aber endlich wieder für ein Wochenende in Köln und besuche einige meiner liebsten Freunde. Das wird schön! (Das Sonntagsgeplauder wird deswegen allerdings ausfallen.)

Bloggereigeplauder

Nanni schreibt in ihrem Reiseproviant nicht nur von Büchern, die sie begleiten, sondern dieses Mal auch von großen und kleinen Zielen.
Außerdem stellt sie ein ganz ungewöhnliches Buch vor.

Marie hat eine interessante Rezension zu “Panic” geschrieben. Und ich bin mir immer noch nicht sicher, ob ich es lesen möchte. Es gibt so unterschiedliche Meinungen zu dem Buch. Aber gerade das macht es ja eigentlich auch interessant.

Auf dem Blog Debütliteratur wird ganz wundervoll das Buch “Zwischen zwei Fenstern” vorgestellt. Wenn ich es nicht sowieso schon lesen wollte, spätestens jetzt wäre es soweit.

Friedelchen hat mich mit ihrer Rezension zu “Der ungewöhnliche Held aus Zimmer 13B” begeistert. Ich mochte das Buch ebenso wie sie total gerne, aber sie hat die Stimmung wirklich sehr gelungen eingefangen.

[All Eyes on…] “Der Prinz von Pumpelonien” von Katharina Kühl

All Eyes on

Auf vielen Blogs, und da kann und will ich mich gar nicht rausnehmen, werden vor allem Neuerscheinungen rezensiert. Und dennoch haben wir sie alle: Bücher, die nicht gerade erst erschienen sind, die wir aber trotzdem gerne jedem empfehlen würden und die schon seit Langem zu unseren Lieblingsbüchern zählen. Um genau diese Bücher geht es bei dieser Aktion – unabhängig davon, ob sie von mir schon mal rezensiert wurden oder nicht. Also: All Eyes on…

“Der Prinz von Pumpelonien” von Katharina Kühl

Mein Original-Cover

Auch von diesem Buch habe ich schon so oft es ging geschwärmt, denn es ist eindeutig mein absolut allerliebstes Kinderbuch, das heutzutage leider kaum noch Beachtung findet.

Das aktuelle Cover

Inhaltlich geht es um den jungen Prinzen Pumpel, der den gerade erwachenden Drachen im Königreich Pumpelonien töten soll. Das ist vor allem seiner Mutter Königin Elodie wichtig, damit die königliche Familie vor den Nachbarn, den Pippiniern, gut da steht. Schließlich soll Pumpel irgendwann mal die Prinzessin Pimpinella heiraten. Pumpel selber mag Tiere allerdings so gerne, dass er den Drachen nur höchst ungern töten möchte. Und Pimpinella will er auch nicht heiraten, er mag das Gärtnermädchen Mariechen viel lieber.
Wie es mit ihnen weiter geht, was Pimpinella zu dem Ganzen sagt und welche Rolle der ängstliche B-B-B-B-Bibberbär in der Geschichte spielt, lest ihr am besten selbst. <3

Für mich hängen an diesem Buch unheimlich viele Kindheitserinnerungen, aber auch Freundinnen, denen ich das Buch vorgelesen habe, haben es geliebt. Schön ist auch die Verfilmung der Augsburger Puppenkiste.
Ich hänge euch mal einen kleinen Ausschnitt an, in dem sich Königin Elodie und König Pumpel der Erste streiten. König Pumpel ist dafür bekannt, dass er seine Zeit am liebsten mit “Mensch ärger dich nicht” spielen verbringt und zum Regieren einfach gar keine Lust hat. Königin Elodie hingegen hofft auf die Mitgift der Pippinier, damit das lecke Dach endlich gestopft werden und der Regenschirm über dem Bett wegkommen kann. :D

[Rezension] “Lieber jetzt als irgendwann” von Lauren Graham

Klappentext:

Franny Banks ist zwar ein bisschen chaotisch, aber vor allem witzig, charmant und klug – eigentlich müsste sie alle ihre Ziele erreichen können:

- Schauspielerin werden
– den Durchbruch schaffen
– Mann fürs Leben finden

Für den Notfall hat sie trotzdem einen Plan B:

- langjährigen Freund Clark heiraten
– Englisch-Lehrerin werden
– in einen Vorort ziehen

Doch ihr „Ultimatum zur Traumverwirklichung“ von drei Jahren läuft bald ab. Als sich herausstellt, dass sogar Plan B geplatzt ist, lautet Frannys Motto deshalb: Lieber jetzt als irgendwann. (Quelle)

Meine Meinung:

Lauren Graham dürfte den meisten von uns vor allem durch die Serie “Gilmore Girls” bekannt sein, in der sie die ewig quasselnde, kaffeesüchtige und liebenswerte Lorelai spielt. Nun hat Lauren Graham also ein Buch geschrieben und wäre es mir nicht vom Verlag aus ans Herz gelegt worden, hätte ich es sicherlich nicht gelesen, denn ich bin immer etwas skeptisch, wenn sich Schauspieler plötzlich auch als Autoren verdingen. Ich kann schon mal vorweg nehmen, dass ich froh bin, dieses Buch doch gelesen zu haben.

Auf der Rückseite des Buches kann man folgendes Zitat lesen: “Lauren Graham, bekannt aus “Gilmore Girls” erzählt eine Geschichte, die ihre eigene sein könnte.” Ich weiß nicht viel über den Menschen Lauren Graham, aber ich hatte ein wenig Angst, dass das Buch quasi ein Abklatsch ihrer Lorelai-Rolle werden würde. Dem ist zum Glück nicht so.

Die Hauptperson Franny Banks ist eher etwas schüchtern, ist weit von der Hosengröße 27, die ihr im Laufe der Geschichte ans Herz gelegt wird, entfernt und hat einen Plan: Sie hat sich ein Ultimatum von drei Jahren gesetzt, um ihren Traum, Schauspielerin zu werden, den Durchbruch zu schaffen und den Mann fürs Leben zu finden, umzusetzen. Wir steigen in Frannys Geschichte ein, als ihr Ultimatum ihr nur noch ein halbes Jahr lang andauert.

“Mein Herz macht einen Sprung, als ich meinen Namen bei “Besetzung” an erster Stelle sehe. Unter “Figur” steht “Ehefrau”. Bei dem anderen Werbespot war ich nur “Pullovermädchen Nr. 3″. Ich träume schon von dem Tag, an dem ich jemanden mit einem richtigen Namen spiele.” (S. 111)

Die Story, die erzählt wird, ist absolut nicht neu. Ich glaube, beinahe jedes Detail kennt man schon aus einem anderen Buch oder Film. Und trotzdem war es schön, die Geschichte zu lesen, denn Franny ist einfach sehr sympathisch, obwohl man sie als Leser das ein oder andere Mal schütteln und wach rütteln möchte. Lauren Graham schreibt wirklich unterhaltsam und erinnert dabei ansatzweise (nur ansatzweise) an Marian Keyes.

Besonders gefallen hat mir, dass die Geschichte teilweise auch in Form von Filofax-Kalenderseiten erzählt wird. Vor jedem Kapitel gibt es eine Wochenübersicht aus Frannys Kalender, auf der sie notiert hat, welche Termine sie hat, wie viele Kilometer sie gelaufen ist, was sie anhatte usw. Wochen, in denen nichts Besonderes passiert, bekommen dann nur so eine Filofax-Doppelseiten und werden in der Geschichte nicht mehr groß erwähnt. Eine wirklich nette Idee.

“Lieber jetzt als irgendwann” erzählt eine Geschichte, die man definitiv schon kennt: Junges Mädchen möchte in der Großstadt den Durchbruch als Schauspielerin schaffen und sucht nebenbei nach der großen Liebe! Und trotzdem ist dieses Buch lesenswert, denn Franny Banks ist eine sehr sympathische Hauptperson, die Idee mit den Filofax-Kalenderseiten hat mich begeistert: Und seien wir mal ehrlich: Ab und an tauchen wir doch alle gerne mal in so einen typischen Frauenroman ab! 7 von 10 Sternen!

stern 7

Lieber jetzt als irgendwann – Lauren Graham – Taschenbuch – 432 Seiten – 9,99 € – ISBN 978-3-596-19844-3 – erschienen: Januar 2015 (Fischer)

[Rezension] “Open Minds – Gefährliche Gedanken” von Susan Kaye Quinn

Reiheninfo:

Mindjack

  1. “Open Minds – Gefährliche Gedanken”
  2. “Closed Hearts – Gefährliche Hoffnung”
  3. “Free Souls – Gefährliche Träume” (erscheint im April 2015)

Klappentext:

Die sechzehnjährige Kira Moore ist eine Null, jemand der weder Gedanken lesen, noch von anderen gelesen werden kann. Nullen sind Außenseiter, denen man nicht vertrauen kann, weswegen sie auch keine Chancen bei Raf hat, einem normalen Gedankenleser und ihrem besten Freund, in den sie heimlich verliebt ist. Als sie aus Versehen die Kontrolle über Rafs Verstand übernimmt und ihn dadurch beinahe umbringt, versucht Kira ihre unheimliche, neue Fähigkeit vor ihrer Familie und dem zunehmend misstrauischer werdenden Raf zu verbergen. Aber sie verstrickt sich in ihren Lügen und wird immer tiefer in eine geheime Unterwelt voller Gedankenkontrollierer gezogen. (Quelle)

Meine Meinung:

Zu Beginn der Geschichte ist Kira eine Null. Und das ist in einer Welt, in der alle die Gedanken der anderen lesen können, wahrlich kein Vergnügen. Ihre Freundinnen von früher haben sich von ihr abgewandt, dem Unterricht kann sie nur schwer folgen, denn er findet via Gedanken statt, und dann wird sie immer wieder von Jungen belästigt, schließlich sendet eine Null wie sie keine negativen Gedankenemotionen aus, wenn sie ungewollt berührt wird. Ihr einziger Freund ist Raf, der sie nimmt, wie sie ist und für den sie mehr empfindet, als sie sich selbst eingestehen mag. Ihr größter Wunsch ist es, sich endlich in eine Leserin zu verwandeln. Doch dann passiert etwas, das alles verändert:

“Alle sagten, dass sie sich bei ihrer Veränderung anders im Gehirn gefühlt hätten. Ich wusste, dass sich irgendetwas in mir verschoben hatte, aber es war nicht die Art Veränderung auf die ich all die Jahre gewartet hattet. Stattdessen hatte ich mich in etwas Gefährliches verwandelt.”

Es stellt sich heraus, dass Kira eine Mindjackerin ist, was bedeutet, dass sie nicht nur die Gedanken anderer lesen, sondern diese auch übernehmen und manipulieren kann. Der einzig andere Mindjacker, den Kira noch kennt, ist Simon. Er unterstützt und erklärt Kira vieles von dem, was für sie beängstigend und neu ist, und die beiden kommen sich näher. Und doch scheint Simon ganz eigene Pläne zu haben…

“Open Minds” ist eine tolle Geschichte, die irgendwo zwischen Dystopie und Fantasy anzusiedeln ist und durch die wirklich neuartige Idee überzeugt. Das Mindjacken an sich birgt schon großes Potenzial: Es ist für Kira gleichzeitig faszinierend und beängstigend. Und außerdem gibt es Jacker wie Simon, die diese Fähigkeit rücksichtlos nutzen, um für sich einen Vorteil aus allem herauszuschlagen. Wann ist es hilfreich und notwendig die Gedanken anderer zu kontrollieren, wann ist es unethisch?

Ich habe das Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen. Zwischendurch hatte es einen kleinen Tiefpunkt, aber dann hatte mich die Story auch schon wieder gepackt, die durch viele kleine Höhepunkte lebt. Kira ist eine tolle Protagonistin, die mir schnell ans Herz gewachsen ist. Ich hätte mir nur auch etwas mehr Tiefe bei den anderen Charakteren gewünscht.

“Open Minds – Gefährliche Gedanken” punktet mit einer tollen, neuen Idee, die ich so noch nirgendwo gelesen habe, einer locken-leichten Schreibe und einer spannungsgeladenen Handlung. Kleine Mankos sind die etwas blassen Nebencharaktere und die ab und an fehlenden Kommas in der deutschen Übersetzung. Ich werde den zweiten Band, der gerade erschienen ist, aber mit Sicherheit auch noch lesen und kann auch dieses Buch nur empfehlen. Gute 7 von 10 Sternen!

stern 7

Open Minds – Gefährliche Gedanken – Susan Kaye Quinn – E-Book – ungefähr 326 Seiten – 0,99 € (Stand: Januar 2015)
Taschenbuchausgabe: ISBN: 978-1497408555 – 10,69 € – erschienen: März 2014

[Eine Woche mit den Königskindern] Interview mit Vince Vawter

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Nachdem Caroline und ich euch am Mittwoch unsere Rezensionen zu “Wörter auf Papier” präsentiert haben und ihr am Freitag unseren kleinen Austausch über das Buch auf unseren Blogs verfolgen konntet, kommt heute der Autor selbst zu Wort. Wir freuen uns sehr über das Interview mit Vince Vawter. Die englische Version findet ihr auf dem Blog von Caroline.

Vince Vawter (Foto von seiner Homepage)

In “Wörter auf Papier” beschreiben Sie die Ereignisse eines heißen Sommers im Jahre 1959, die dazu führen, dass die Hauptfigur (Victor) seine Einstellung zu seinem Stottern ändert. Wie autobiografisch ist diese Erzählung in Ihrem Buch? Haben Sie selbst einen solchen Sommer in Ihrer Jugend erlebt?

Vawter: Die Geschichte entstand direkt durch meine eigenen Erlebnisse in diesem Sommer 1959 in Memphis. Ich habe die Zeitungsaustrage-Runde von meinem Freund für einen Monat übernommen. Während manches in der Geschichte ausgedacht ist, haben alle Ereignisse, die stattgefunden haben, dennoch eine wahre Basis. Das werde ich in Frage 3 näher erklären.

Warum haben Sie sich entschieden, “Wörter auf Papier” erst jetzt zu schreiben und nicht schon zu einem früheren Zeitpunkt?

Vawter: Ich wusste immer, dass ich diese Story schreiben würde, aber ich wollte sichergehen, dass ich mich voll und ganz darauf einlassen kann. Daher war mir klar, dass ich sie erst nach meiner Pensionierung aus der Zeitungswelt würde schreiben können, in der ich 40 Jahre lang gearbeitet habe. Selbst dann brauchte ich jedoch noch sechs Jahre, um es genau so zu schreiben, wie ich es wollte. Das Buch enthält nur 50 000 Wörter, aber ich hatte mehr als 300 000 Wörter geschrieben, um die wirklich wichtigen Teile meiner Geschichte aufzuschreiben.

Die amerikanische Version von “Wörter auf Papier”

In “Wörter auf Papier” macht Victor die Bekanntschaft einiger sehr außergewöhnlicher Personen in seiner Nachtbarschaft. Vor allem Mr. Spiro macht Eindruck auf Victor. Haben Sie sich für die Figur des „Mr. Spiro” von einer realen Person, die Sie kennen, inspirieren lassen?

Vawter: Das ist die Frage, die mir wohl am häufigsten gestellt wird. Hier ist die Antwort dazu: Während der Arbeit mit meiner amerikanischen Lektorin, habe ich ihr klar gemacht, dass die Personen aus der Geschichte meiner Kindheit entspringen, mit Ausnahme von einer. Wir haben die Herkunft der einzelnen Charaktere besprochen. Dann sagte ich, dass Mr. Spiro die einzige Person ist, die ich „kreiert“/ mir ausgedacht habe, weil ich ihn brauchte, um die schwierigen Teile der Geschichte zu verpacken. „Aber, er muss doch irgendwo herkommen?“, fragte sie. „Nun, ich schätze, er ist Vince Vawter oder Victor Vollmer mit 65 Jahren.“ Woraufhin sie antwortete: „Genau wie ich es mir gedacht habe.“

Helfen Sie selbst aktiv anderen Stotterern oder Personen mit Sprachproblemen? Welchen Ratschlag haben Sie für diese Personen?

Vawter: Das ist eine der schönsten Seiten an meiner „Wörter auf Papier“ – Reise. Ich habe in den letzten 18 Monaten an mehr als 75 Schulen gesprochen. Ich habe nach wie vor Überbleibsel meines Stotterns, aber ich habe meine Stimme gefunden und ich liebe es, mit jungen Menschen über ihre Herausforderungen zu reden. Mit ihnen teile ich mein – wie ich es nenne – „Stotter-Manifest“:

  1. Stottern ist, was wir tun, wenn wir versuchen, NICHT zu stottern.
  2. Stottern wird nicht geheilt, sondern überwunden.
  3. Flüssig sprechen zu können, ist nicht alles, worauf es ankommt.

Ich nutze immer den Ausdruck „die eigene Stimme“ finden, wenn ich über mein Buch rede. Dieser Ausdruck scheint für junge Menschen richtig zu klingen, egal ob sie selbst Sprachprobleme haben oder nicht. Es bedeutet dasselbe, wie herauszufinden, wer genau man ist und wie man ehrlich zu sich selbst ist.

Danke, dass ihr “Paperboy” oder “Wörter auf Papier” (ein Titel, den ich übrigens sehr gerne mag) gelesen habt.

[Eine Woche mit den Königskindern] Kleines Gespräch über das Buch “Wörter auf Papier”

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Bevor wir euch hier unser kleines Gespräch über das tolle Buch “Wörter auf Papier” präsentieren, wollte ich noch sagen, dass ich mich über eine rege Beteiligung sehr freuen würde. Solche Diskussionen leben ja durch verschiedenste Meinungen und Standpunkte. Also: los! ;-)

Tine: Mir geht es so, dass wenn ich ein Buch gelesen habe und später daran zurückdenke, ich immer eine Schlüsselszene oder eine Person im Kopf habe, die mich ganz besonders berührt hat. Was glaubst du, welches Detail aus “Wörter auf Papier” wird dir in einem halben Jahr ganz besonders präsent sein und warum?

Caro: Es gibt tatsächlich eine Szene im Buch, die mir sehr im Kopf geblieben ist. An einer Stelle werden Hauptfigur Victor sozusagen die Zeitungen “gestohlen”, die er eigentlich in der Nachbarschaft verteilen soll. Victor steht daraufhin vor der Überlegung, ob er sich bei der Zeitung meldet und Bescheid gibt, damit er neue Exemplare erhält. Dazu müsste er jedoch dort anrufen. Anstatt aber genau das zu tun – sich also Hilfe zu holen -, entscheidet er sich lieber dafür, sein eigenes Geld zu nehmen, um davon neue Zeitungsausgaben zu kaufen und diese zu verteilen. Diese Szene hat mich irgendwie sehr berührt, weil sie das Stotter-Problem von Victor in seiner ganzen Bandbreite wiedergibt. Er traut sich wegen des Stotterns nicht, zu telefonieren, und nimmt es lieber in Kauf, sein eigenes, hart verdientes Geld wegzugeben, um nicht aufzufallen und andere um Hilfe zu bitten. Dass er dadurch gleich doppelten Schaden erleidet, fällt ihm offenbar gar nicht auf – oder er nimmt es einfach hin. Mir hat Victor in dieser Szene unglaublich Leid getan und ich habe diese Ungerechtigkeit, die er sich selbst einbrockt, weil er sich nicht zu reden traut, sehr bedauert. Ich denke, dadurch ist mir diese Szene so sehr in Erinnerung geblieben.

Wie siehst du das denn? Gab es eine Szene oder einen Moment, an den du dich sehr erinnerst?

Tine: Nein, eine Szene oder einen Moment eigentlich eher weniger. Ich denke, ich werde mich vor allem an eine der Hauptpersonen, nämlich an Mr. Spiro erinnern. Er ist einfach ein so toller, gütiger und interessierter Mensch. Genau so eine Person verdient Victor an seiner Seite. Eigentlich sollte jeder Mensch einen Mr. Spiro haben, der ihn erst nimmt und in ihm das sieht, was er tatsächlich ist oder was er einmal werden kann.

Caro: Aber wie realistisch ist so ein “Mr. Spiro”, würdest du sagen? Ich bin beim Lesen des Buches nicht umhin gekommen, mir manchmal zu denken, dass Victor Glück hat, weil er in so einem wohlwollenden und freundlichen Umfeld aufwächst. Er erntet zunächst zwar einige merkwürdige Reaktionen, wenn Leute zum ersten Mal erleben, wie er stottert. Aber dann sind alle sehr freundlich und nett zu ihm, niemand sagt etwas komisches, drängt ihn oder macht gar Witze über ihn, auch in der Schule kaum. Das ist natürlich gut und sehr wünschenswert, da hast du Recht. Aber wie realistisch ist so ein Szenario? Und vor allem heutzutage? Denkst du, dass diese Art des Miteinanders und der Unterstützung auch heute noch so greifen würden (das Buch spielt ja immerhin in den 50ern)? Oder ist es in Zeiten von Mobbing und “unbedingtem Coolsein-Müssen” nicht eher so, dass jemand wie Victor ein schweres Los haben würde?

Tine: Diese Frage kann man sicherlich nicht mit einem klaren Ja oder Nein beantworten. Ich denke, das kommt immer sehr auf die Umstände an. Natürlich ist so ein Mr. Spiro eher selten. Das kommende Interview mit Vince Vawter wird ja hierzu auch noch ein paar, wie ich finde, spannende Antworten geben. Aber ich habe zum Beispiel selbst schon einen stotternden Schüler gehabt, der absolut nicht geärgert wurde, sondern sehr beliebt war – an der ganzen Schule. Er war allerdings auch recht selbstbewusst und ich kann mir gut vorstellen, dass das ein ausschlaggebender Punkt ist.

Caro: Eins der ersten Dinge, die du nach dem Lesen des Buches zu mir gesagt hast, war, dass es dich ein wenig an “Wer die Nachtigall stört” von Harper Lee erinnert. Magst du das noch ein wenig erklären oder weiter ausführen? Glaubst du, das war von Herrn Vawter so beabsichtigt?

Tine: Zum einen spielen beide Geschichte in den Südstaaten der USA. Die Handlung findet zwar in unterschiedlichen Jahren statt (“Wer die Nachtigall stört” spielt in den 30er Jahren und “Wörter auf Papier” in den späten 50ern), trotzdem sind Farbige in beiden Büchern nicht gleichberechtigt. Eine Tatsache, die in beiden Geschichten thematisiert wird. Neben der Atmosphäre ähneln sich die Geschichten auch durch die stellenweise etwas naive Erzählweise durch Scout bzw. Victor.
Da “Wörter auf Papier” ja sehr autobiografisch ist, gehe ich aber davon aus, dass dies gar nicht unbedingt die Absicht von Herrn Vawter war, sondern sich vielmehr so ergeben hat.

Caro: Dass „Wörter auf Papier“ diese Atmosphäre verbreitet, da gebe ich dir Recht. Ich glaube allerdings auch nicht, dass er bewusst irgendwelche Parallelen zu anderen Geschichten gezogen hat. Es ist autobiografisch, er hat es halt selbst so erlebt – und das zeigt, wie sich das Thema der Schwarzenfeindlichkeit durch die Literatur zieht. Ich denke, es gibt viele Bücher, bei denen man sich an ähnliche Momente erinnert fühlt.

Tine: Stell dir vor, du würdest im Buchhandel arbeiten und müsstest dieses Buch einem Kunden mit fünf Adjektiven beschreiben. Welche wären es?

Caro: Meine 5 Adjektive wären “besonders – unerwartet – überraschend – emotional – nachdenklich stimmend”. Welche 5 Adjektive würdest du wählen?

Tine: Hmm, ich versuche mich jetzt mal nicht von deiner Wahl beeinflussen zu lassen, was gar nicht so einfach ist. Ich würde sagen: autobiografisch, beeindruckend, sensibilisierend, auch-für-Erwachsene-geeignet (hier musste ich ein bisschen schummeln, was die Zahl der Wörter angeht) und ruhig.

[Eine Woche mit den Königskindern] “Wörter auf Papier” von Vince Vawter

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Inhalt:

„Mam ist mein allerbester Freund auf der Welt, außer wenn es ums Baseballspielen geht, dann ist es Rat. Sein richtiger Name ist Art.“ (S. 10)

Es sind Sommerferien und Victor hat seinem besten Freund Rat versprochen, vier Wochen lang für ihn die Zeitungen auszutragen. Rat heißt eigentlich Art, aber das auszusprechen, ist für Victor zu schwer. Denn Victor hat ein großes Problem: Er stottert.

Freitags muss Victor auf seiner Zeitungsroute immer das Geld der Abonnenten kassieren. Für ihn eine furchtbare Vorstellung, denn dann muss er mit vollkommen Fremden sprechen. Die vier Wochen, die vor Victor liegen, stellen ihn also vor ganz neue Herausforderungen. Und vielleicht gerade deswegen werden sie sein Leben verändern.

Meine Meinung:

Herzerwärmend! Ja, so ist dieses Buch. Und dass trotz (oder gerade wegen?) des ernsten Themas und der vielen weniger schöner Dinge, die in diesem Buch passieren.

Woran das liegt? Ich glaube, dieses Buch ist so herzerwärmend, weil es so tolle Charaktere hat wie zum Beispiel Victors Vater, der sich nach einem langen Arbeitstag trotzdem immer die Zeit nimmt, um mit seinem Sohn ein paar Bälle zu werfen, oder Mam, die farbige Hausangestellte von Victors Familie, die für ihn viel mehr ist als das. Aber vor allem hat Mr. Spiro mein Herz berührt. Er ist so herrlich liebenswert und schrullig zugleich, so verständnisvoll und weise.

„Ich wusste, die Leute meinten es nicht böse. […] Aber noch nie hatte irgendein Erwachsener außer Mam und meine Sprachlehrerin mit mir über mein Stottern geredet. Es war, als würde ich mit einem dressierten Affen auf dem Kopf einen Raum betreten und alle täten so, als wäre der Affe nicht da. Mr Spiro kannte ich kaum und doch saßen wir auf seiner Veranda und unterhielten uns über mein Stottern.“ (S. 83)

Diese wundervolle Geschichte wird genau dann noch ein kleines Stückchen wundervoller, wenn man weiß, dass sie zu einem Großteil autobiografisch ist. Vince Vawter selbst ist bis zum heutigen Tag Stotterer. In einem Nachwort schreibt er:

„’Wörter auf Papier’ ist meine Geschichte, sicher mehr Autobiografie als Fiktion. Während der Protagonist also mit einem schier übermächtigem Sprachproblem kämpft, lernt er auch, dass es im Leben noch viel mehr als Stottern gibt.“ (S. 286)

Abschließend bleibt mir nur noch zu sagen, dass „Wörter auf Papier“ ein wirklich tolles Buch ist, das ich uneingeschränkt empfehlen kann: Verbringt gemeinsam mit Victor vier heiße, aufregende und bewegende Wochen, begleitet ihn beim Austragen der Zeitungen und lernt tolle Figuren wie Mam und Mr. Spiro kennen! 9 von 10 Sternen!

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Caroline und ich haben uns ausführlich über das Buch ausgetauscht. Am Freitag könnt ihr dann hier unser kleines Gespräch über das Buch nachlesen. Wir freuen uns sehr, wenn ihr ein wenig mitdiskutiert.

Wörter auf Papier – Vince Vawter – Hardcover mit SU – 288 Seiten – 16,90 € – ISBN: 978-3-551-56001-8 – erschienen: Oktober 2014 (Königskinder) – Altersempfehlung: ab 12 Jahren

[Eine Woche mit den Königskindern] Der Königskinder Verlag – Interview mit dem Lektorat

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In einer Themenwoche zum Königskinder Verlag wollen Caroline und ich euch das Imprint an sich, aber vor allem das Buch “Wörter auf Papier” von Vince Vawter näher vorstellen.

Der Königskinder Verlag ist spätestens seit dem Herbst letzten Jahres so ziemlich jedem Leser von tollen Jugendbüchern ein Begriff. Als Imprint des Carlsen Verlags veröffentlichte der Verlag bisher sieben Jugendbücher, unter anderem von namenhaften Autoren wie Andreas Steinhöfel, aber auch tolle Debüts wie beispielsweise das von Vince Vawter.

Bereits erschienene Titel

Bereits erschienene Titel aus dem Königskinder Verlag

Im April werden die nächsten fünf Bücher des Verlags erscheinen. Es wird also dringend Zeit, sich dieses Imprint genauer anzusehen. Einen kleinen Eindruck gibt uns netterweise Frau Kopper, die Lektorin des Verlags:

Liebe Frau Kopper, vielen Dank, dass Sie sich Zeit für ein kleines Interview nehmen, um uns das neue Imprint des Carlsen Verlags etwas näher zu bringen!
Wie können wir uns den Königskinder Verlag denn vorstellen? Wie viele Personen arbeiten beispielsweise dort und wie kam es zu dem besonderen Namen?

Kerstin Kopper: Vielen Dank für das Interesse!
Vor etwas mehr als einem Jahr wurde unter dem Dach des Carlsen Verlags dieses Imprint, sozusagen ein „Verlag im Verlag“ gegründet. Wir arbeiten in einem sehr kleinen Team: Die ganze Woche hier sind nur die Verlegerin, Barbara König (daher kommt übrigens auch der Verlagsname), und ich. Aber wir werden unterstützt von einer Herstellerin, einer Grafikerin und einer Assistentin.

Die Buchcover des aktuellen Verlagsprogramms sind alle einheitlich in schlichten und vor allem in wenigen Farben gehalten. Wer hat sich dieses Konzept überlegt? Wird es auch bei den weiteren Büchern, die im Königskinder Verlag erscheinen, so fortgeführt?

Kerstin Kopper: Barbara Königs Idee, dass unser erstes Programm schwarz-weiß-gold sein sollte, entstand bei einem der ersten Königskinder-Treffen überhaupt. Da saßen wir zu viert zusammen: die Grafikerin, die Herstellerin, die Verlegerin und ich. Es ging uns um einen geschlossenen Auftritt, alle Bücher sollen unter einer ästhetischen Klammer erscheinen. Die wird nicht immer gleich sein – im nächsten Programm zum Beispiel wird es sehr bunt! Und im übernächsten gibt es dann wieder eine neue Überraschung.

Titel im April 2015

Die Neuerscheinungen des Verlags für April 2015

Und nun konkret zu dem Buch, um das es sich bei unseren Königskinder-Tagen vor allem dreht: Warum wollten Sie “Wörter auf Papier” auf jeden Fall im Königskinder Verlagsprogramm dabei haben?

Kerstin Kopper: Das Buch ist so ein typisches Königskinder-Buch, das auf vielen Ebenen funktioniert und die unterschiedlichsten Leser anspricht. Es ist ja stark autobiographisch (und historisch – es spielt in den 50-ern), was v.a. die älteren Leser interessieren dürfte. Jüngere Leser wird eher die spannende Geschichte von Victor selbst fesseln und die Frage, ob und wie er die Herausforderung meistert.
Darüber hinaus ist es natürlich auch literarisch überzeugend und hervorragend erzählt. Eine tolle Geschichte über einen bewundernswerten Jungen, der sich nicht unterkriegen lässt.

Am Mittwoch geht es dann hier und auf Carolines Blog weiter mit unseren Rezensionen zu “Wörter auf Papier”.

[Sonntagsgeplauder] 11.1.2015

Buchgeplauder

Hach, mein Lesejahr 2015 hat richtig gut begonnen. Nachdem ich ja schon “Das Mädchen, das verstummte” so verschlungen habe, ging es mir mit “Himmelschlüssel” ganz genauso. Der vierte Band der Reihe von Kristina Ohlsson sorgte dafür, dass ich tatsächlich bis 2 Uhr nachts gelesen habe. Und das obwohl ich eigentlich so gar keine Nachteule bin. Zu diesem Buch wird es auch auf jeden Fall noch eine Rezension auf dem Blog geben.
Aktuell lese ich gerade “Bartimäus. Das Amulett von Samarkand”. Ich habe ziemlich lange gebraucht, um in die Geschichte hineinzufinden. Das kann aber auch daran liegen, dass ich zu Beginn immer nur so 20 Seiten am Stück geschafft habe, dann bin ich eingeschlafen. Gestern habe ich endlich mal etwas mehr gelesen und mag es jetzt richtig gerne.

Zwei neue Bücher haben auch ihren Weg zur mir gefunden und ich freue mich schon sehr darauf, sie, sobald hier wieder etwas Ruhe eingekehrt ist, zu lesen.

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Rezensiert habe ich übrigens diese Woche “Glaskinder” und “Jamies Quest: Aufgabe gesucht”.

Lebensgeplauder

Seit Mittwoch ist wieder Schule und ich muss sagen: Die Entspannung ist direkt wieder dahin. Am Donnerstag haben mich einige Schülerchen doch sehr zur Weißglut gebracht. Und dann steht am kommenden Donnerstag auch mein letzter Unterrichtsbesuch an. Das trägt auch nicht gerade zur Entspannung bei. So sitze ich gerade mal wieder viel am Schreibtisch, plane, bastel und bereite vor. Same procedure as every week…
Gestern allerdings war mir irgendwie den ganzen Tag furchtbar kalt und ich hatte das Gefühl, krank zu werden. Das passt mir natürlich so gar nicht in den Kram, so dass ich mich ab dem Nachmittag einfach mal ins Bett gelegen und mich gesund geschlafen habe. Das hat auch ziemlich gut funktioniert. Heute geht es mir wieder um einiges besser.

Bloggeplauder

Banner Eine Woche mit den Königskindern

Hier nehme ich mir erstmal heraus, eine eigene Aktion anzukündigen. Ab morgen findet nämlich auf Carolines Blog und hier eine Woche mit den Königskindern statt. Es geht natürlich um den Königskinder Verlag, ihr werdet es euch vermutlich schon gedacht haben. Im Zweitagesrhythmus wird es am Montag, Mittwoch, Freitag und Sonntag hier einige, wie wir finden, tolle Beiträge geben. Schaut also mal vorbei.

Aber auch auf anderen Blogs sind mir diese Woche wieder einige tolle Beiträge ins Auge gefallen:

Jan spricht über das Thema SUB und erzählt, wie er mit Schrecken festgestellt hat, wie hoch sein SUB wirklich ist. Ich denke,so ziemlich jeder kann seine Gedanken nachempfinden. :D

Neyasha hat einen schönen Beitrag über alte und neue Vorsätze geschrieben. Und ihr dürft gespannt sein, denn darauf stehen nicht solche Dinge wie “abnehmen”, “nicht mehr rauchen” usw., sondern ganz kreative Dinge.

Die beiden Schwestern vom Blog Schwesterherz starten eine SUB-Abbau-Version und haben dafür ihre Bücher in nette Kategorien unterteilt. Wer verliert muss übrigens einen Tag lang der jeweils anderen alle Wünsche von den Augen ablesen. Hier findet ihr Tessas Version und hier Lillis.