[Rezension] “Feuer & Flut” von Victoria Scott

Reiheninfo:

  1. “Feuer & Flut”
  2. “Salz & Stein”

Klappentext:

Die 17-jährige Tella zögert keine Sekunde, als sie eine Einladung zum mysteriösen Brimstone Bleed erhält, einem tödlichen Wettrennen, das sie und andere Teilnehmer durch einen tückischen Dschungel und eine sengend heiße Wüste führt. Als Preis winkt das Heilmittel für ihren todkranken Bruder. Zur Seite steht ihr ein Pandora, ein genetisch verändertes Tier, das sie bei ihrer Aufgabe unterstützen soll. In ihrem Fall ist es ein Fuchs namens Madox, und gemeinsam kämpfen sie sich durch die erste Etappe des mörderischen Rennens. Doch es kann nur einen Sieger geben, und jeder Teilnehmer ist bereit, sein Leben für das eines geliebten Menschen aufs Spiel zu setzen. Tella muss mehr über das Brimstone Bleed erfahren, bevor ihre Zeit abläuft. Doch dann verliebt sie sich in den mysteriösen Guy – und alle freundschaftlichen Gefühle scheinen dahin, als es auf die Zielgerade zugeht … (Quelle)

Meine Meinung:

Als Tella die Möglichkeit bekommt, am Brimstone Bleed teilzunehmen und damit die Chance zu erhalten, das Heilmittel für ihren sterbenskranken Bruder zu gewinnen, zögert sie nicht, sondern macht sich auf den Weg. Das Brimstone Bleed ist ein legendäres Rennen durch vier Elemente: den Urwald, die Wüste, das Meer und die Berge. Am Ende jeder Etappe bekommt der Schnellste eine Belohnung, doch nur der Endsieger hat die Aussicht auf das Heilmittel für eine geliebte, im Sterben liegende Person. Während des Rennens bekommt jeder Teilnehmer Unterstützung durch ein Pandora, eine Art künstlich erschaffenes Tier mit besonderen Fähigkeiten.

Die Grundidee dieser Geschichte hat mich direkt fasziniert: Dystopische Elemente, die z.B. aus “Die Tribute von Panem” bekannt sind, werden mit der für mich neuartigen Idee der Pandoras verknüpft. Auch die Umsetzung hat mir gut gefallen. Durch den Wechsel des Szenarios innerhalb der verschiedenen Etappen müssen die Teilnehmer mit immer neuen Gefahren und Schwierigkeiten umgehen. Auch die Fähigkeiten der Pandoras offenbaren sich erst im Laufe der Geschichte, so dass es immer spannend bleibt.

Die unterschiedlichen Charaktere, die man im Laufe des Buches kennenlernt, haben mich schnell mitgerissen. Sie bieten durch ihre Verschiedenheit definitiv Identitätsmöglichkeiten, machen interessante Entwicklungen durch und sorgen so für die ein oder andere Überraschung.

Der erste Teil dieser zweiteiligen Reihe endet so spannend, dass ich mir direkt nach dem Lesen den zweiten Band als E-Book auf englisch gekauft habe, um sofort weiterlesen zu können.

“Feuer & Flut” hat mich nicht nur durch die spannende Grundidee, sondern auch durch die gelungene Umsetzung vollkommen überzeugt. Die Geschichte ist mitreißend geschrieben und konnte mich einige Male überraschen. Ich hatte viel Freude beim Lesen und vergebe 8 von 10 Sternen!

stern 8

Feuer & Flut – Victoria Scott – Hardcover mit SU – 448 Seiten – 16,99 € – ISBN: 978-3-570-16293-4 – erschienen: Mai 2015 (cbt) – Altersempfehlung: ab 14 Jahren

[Sonntagsgeplauder] 5.7.2015

Das letzte Sonntagsgeplauder ist wegen meines Heimaturlaubs ausgefallen, aber heute bin ich mit dem ersten Sonntagsgeplauder im Juli (!!!) wieder da. :)

Buchgeplauder

Obwohl Ferien sind, habe ich in den letzten zwei Wochen gar nicht sooo viel gelesen. Noch in der Schulzeit, während drei meiner Schüler wegen Fehlverhaltens von den Projekttagen ausgeschlossen waren und nacharbeiten mussten , habe ich “Die Insel ist zu klein für uns vier” gelesen – irgendwomit muss man sich ja den lieben langen Tag beschäftigen. :D Das Buch hat mir tatsächlich auch ganz gut gefallen. Es ist eher ein Kinderbuch als für Jugendliche gedacht, aber ich kann mir gut vorstellen, es auch mal mit Schülern gemeinsam zu lesen.
Am ersten Urlaubstag hat meine Mama mir dann “Verhext. Die Chronik des Eisernen Druiden 2″ spendiert und ich habe mir kurze Zeit später den Folgeband “Gehämmert. Die Chronik des Eisernen Druiden 3″ gekauft. Der zweite Band war richtig gut, der dritte etwas schwächer. Trotzdem überlege ich schon, ob ich mir die Folgebände auf englisch zulege – auch wenn es wieder doof aussieht im Regal. Insgesamt erinnert mich die Reihe ein wenig an die Blut-Reihe von Kim Harrison: Die Handlung ist in beiden Reihen in der ganz normalen Welt angesiedelt und birgt eine Vielzahl fantastischer Wesen.
Seit ein paar Tagen bin ich nun wieder zu Hause und habe endlich “Will Grayson, Will Grayson” beendet. Ein tolles Buch. Und der Schluss. Hach.

Lebensgeplauder

Der Heimaturlaub war schön. Ich habe mit allen Familienmitgliedern eine schöne Zeit verbracht, habe gelesen, gespielt, gebadet und mich verwöhnen lassen.

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Das Ganze ging deshalb so gut, weil ich schon vorher eine Wohnung gefunden hatte. Sie ist zwar sehr teuer wirklich richtig schön, so dass ich hoffentlich viele Jahre dort wohnen werde. Gestern habe ich dann auch den Mietvertrag unterschrieben und langsam kommen auch ein paar Zusagen von Umzugshelfern. Das hatte aber leider zur Folge, dass ich vor lauter Aufregung nicht mehr schlafen konnte und nachts gedanklich die einzelnen Zimmer eingerichtet habe. ;)

Die letzten Tage war es dann, wie überall, einfach nur noch heiß, man konnte nur wenig machen. Ich hoffe, dass sich die Temperaturen ein bisschen in der Mitte zwischen unter 10 Grad und über 30 Grad einpendeln. In den kommenden Tagen stehen nämlich einige schöne Treffen mit lieben Menschen an, auf die ich mich schon sehr freue.

Bloggereigeplauder

Hach, was war die letzten Tage wieder los… Manche werden es bestimmt mitbekommen haben: Einige Buchblogger meinen immer wieder, andere schlecht machen und abwerten zu müssen. Ich frage mich ernsthaft, mit welcher Intention das geschieht. Es gab zum Glück einige schöne Statements dazu, beispielhaft verlinke ich mal den von Mara.

Damaris hat schon vor einiger Zeit “Flügel aus Papier” rezensiert.Da sie das Buch anders – und noch etwas positiver – als ich wahrgenommen hat, möchte ich euch ihren Leseeindruck nicht vorenthalten.

Nanni hat den Auftakt von Joe Abercrombies neuer Trilogie “Königsschwur” zu ihrem Buch des Monats gewählt. Auf dem Fantasy Weblog gibt es ein, wie ich finde, spannendes Interview mit dem Autor.

Auch “Heldentage” hat Nanni gelesen und für gut befunden. Hier findet ihr ihre toll geschriebene Rezension!

Nachdem ich am Montag meine Summer-Bucket-List veröffentlicht habe, sind Neyasha und Caroline meinem Aufruf nachgekommen und haben ebenfalls 10 Wünsche für den Sommer formuliert. Ich liebe solche Beiträge, weil die Wünsche der einzelnen Personen teils so gleich und teils so ganz anders sind.

[Blick ins Regal] Jugendliteratur II

Weil ich doch relativ viele Jugendbücher habe, habe ich diese auf zwei Beiträge aufgeteilt. Hier kommt ihr zum ersten Beitrag. Jetzt aber Teil 2! :)

Jugendliteratur V

Jugendliteratur V

Jugendliteratur VI

Jugendliteratur VI

Jugendliteratur VII

Jugendliteratur VII

Bei der Eleria-Trilogie von Poznanski fehlen zwei Bücher, die ich meinen Bruder geliehen habe. Auch bei den Harry Potter-Büchern fehlt eines, aber das besitzte ich irgendwie einfach nicht. Bei Zeiten (wenn ich viel Geld habe) muss ich es mir mal nachkaufen.
Wirklich schön, weil so einheitlich und klar im Design, finde ich hier die Finn-Reihe von Uschmann.
Ein wahres Herzensbuch von mir ist natürlich “Funklerwald”, weil es eine so schöne Geschichte hat und vor allem so wunderbar illustriert ist.

[Rezension] “Flügel aus Papier” von Martin Szczygielski

Klappentext:

Warschau um 1942: Rafal flieht vor der grausamen Wirklichkeit des Ghettos in die Bibliothek, in die Welt der Bücher. In H. G. Wells ›Zeitmaschine‹ entdeckt er Parallelen zwischen der Realität und der im Roman beschriebenen Welt. Schließlich gelingt es seinem Großvater, Rafal aus dem Ghetto zu schmuggeln. Er versteckt sich im Warschauer Zoo. Aber die Nazis sind ihm auf der Spur … (Quelle)

Meine Meinung:

Der Holocaust – erzählt aus der Sicht eines kleinen Jungen: Das kommt sicherlich nicht nur mir bekannt vor. “Flügel aus Papier” erinnert von der Erzählweise und eben vor allem wegen der Erzählperspektive ein wenig an “Der Junge im gestreiften Pyjama”. Doch während Bruno dort zunächst unbeteiligt die Menschen im gestreiften Pyjama hinter dem Zaun beobachtet, ist Rafal mittendrin:

“Es soll früher einmal gar nicht so wichtig gewesen sein, woran jemand glaubte oder welche Farbe seine Haut, seine Haare und seine Augen hatten. Es zählte nur, was er für ein Mensch war.” (S. 27)

Seine Erzählung beginnt zunächst eher harmlos: Bruno lebt mit seinem Großvater im Ghetto, was ihm anfangs aber noch nicht bewusst ist, er liest gerne und ärgert sich, wenn ihm die Damen in der Bibliothek nur Kinderbücher verleihen. Ganz beeindruckt ist er dann von “Die Zeitmaschine” von H.G. Wells. Dieses Buch wird im Laufe der Erzählung noch ein wichtigen Part einnehmen, gelingt es Rafal doch sich mit Hilfe der Zeitmaschine vor den Nazis zu retten. Der Autor verknüpft an dieser Stelle die Vergangenheit mit der Gegenwart. Dieses unrealistische Element hat mir erstaunlich gut gefallen, ich hätte es mir sogar noch intensiver gewünscht.

Intensiv ist für mich ein gutes Stichwort, denn mir fehlte während des Lesens allgemein die Tiefe. Natürlich bewegt dieses Buch schon allein aufgrund seiner Thematik, aber ich hätte mir gewünscht, noch öfter mitgerissen zu werden und emotional komplett dabei zu sein. Ich habe das Buch gerne gelesen, mochte einige Zitate wie das oben auch besonders gerne, aber war einfach recht unbeteiligt während des Lesens. Hier wäre definitiv noch mehr möglich gewesen.

“Flügel aus Papier” erzählt die Flucht des Jungen Rafal vor den Nazis. Realistische Erzählungen werden hierbei mit einigen wenigen science-fictionhaften Elementen verknüpft, die Vergangenheit mit der Gegenwart. Dies gelingt dem Autor so gut, dass ich mir mehr davon gewünscht hätte. Insgesamt war mir die Erzählung der Geschichte allerdings nicht intensiv genug, ich war emotional kaum beteiligt. Ich vergebe knappe 7 von 10 Sterne und bin sehr auf andere Meinungen gespannt.

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Flügel aus Papier – Marcin Szczygielski – Hardcover – 288 Seiten – 13,99 € – ISBN: 978-3-7373-5212-3 – erschienen: Februar 2015 (Sauerländer) – Altersempfehlung: ab 10 Jahren

[Geplauder] Meine Summer-Bucket-List // 10 Wünsche für den Sommer

Diesen Tag habe ich auf Meine Lieblingsbücher entdeckt und hatte direkt Lust mitzumachen. Mal sehen, wie viele der Wünsche ich mir am Ende tatsächlich erfüllt habe – dazu wird es dann am Ende der Sommerferien (Heute beginnen sie übrigens: juhu!) wieder einen kleinen Beitrag geben.

Hier nun also meine zehn Wünsche für die Sommerferien:

1. Stressfreier Umzug

Ich werde mal wieder umziehen müssen. Argh! Umzüge machen mir so gar nicht Spaß, deswegen hoffe ich, dass dieser hier stressfrei wird, möglichst viele Helfer mit anfassen und alles reibungslos abläuft. Das wäre toll!

2. Lange Wanderung

Ich möchte gerne mal wieder eine richtig lange Wanderung (am liebsten mehr als 12 km) machen und zwar alleine. Ich gehe auch total gerne mit anderen Menschen wandern, aber ich glaube, die Zeit alleine für mich würde mir auch mal wieder gut tun.

3. Urlaubswoche in der Heimat

Meer, Sonne, Wind, Möwengekreische: Ich möchte eine schöne und entspannte Urlaubswoche in der Heimat verbringen, mich von Mama verwöhnen lassen, lesen und die Seele baumeln lassen.

4. Die Terrasse ausgiebig genießen

Sei es gemeinsam mit Freunden beim Grillen oder Quatschen, sei es alleine mit einem guten Buch: Meine Terrasse in dieser Wohnung ist so toll, dass ich sie nochmal ausgiebig genießen möchte.

5. Nanni sehen

Nanni und ich habe viele Pläne für die Sommerferien: Eigentlich würden wir uns gerne gegenseitig und dann gemeinsam noch verschiedene Freundinnen besuchen. Wie genau das alles klappt, steht noch in den Sternen, aber eines ist klar: In den Sommerferien möchte ich meine liebe Freundin auf jeden Fall ein Mal sehen.

6. Eis essen mit meinem Bruder

Mein kleiner (großer) Bruder ist mir unglaublich wichtig. Hoffentlich liest er das hier nicht, “Gefühlsausbrüche” solcher Art sind nicht so seins. :D Wir sehen uns nicht so oft, weil wir doch relativ weit auseinander wohnen, aber wenn ich in der Heimat bin, ist es auch zu ihm nicht mehr weit und wir haben auf jeden Fall vor, gemeinsam ein leckeres Eis zu essen: Am besten irgendwo an der Flensburger Förde!

7. Low Carb-Ernährung

Ohne das großartig zum Thema machen zu wollen: Ich möchte in den Ferien irgendwann wieder auf die Low Carb-Ernährung umstellen. Es tut mir einfach gut. Allerdings noch nicht ganz am Anfang, denn dann könnte ich ja z.B. Punkt 6 nicht mehr erfüllen. :D

8. Im neuen Zuhause einen Lesetag verbringen

Ich schreibe diesen Bericht vor und weiß gerade noch nicht, wo mein neues Zuhause sein wird, aber ich weiß, wann ich umziehen werde. Bevor die Ferien dann bald wieder vorbei sein werden, möchte ich im neuen Zuhause einen gemütlichen Lesetag verbringen, denn was gibt es besseres als das, um sich irgendwo heimisch zu fühlen.

9. Kreativ werden

Ich weiß noch nicht, auf welche Art und Weise genau, ob es um’s Basteln, Fotografieren oder Werkeln gehen soll, aber ich möchte gerne wieder etwas kreativer werden. Das ist wegen der wenigen Zeit in den letzten Jahren etwas zu kurz gekommen, dabei macht kreativ sein glücklich!

10. Schwimmen gehen

Egal ob nun in der Nordsee, am See oder im Freibad: Ich möchte in den Ferien gerne mal wieder schwimmen gehen, denn das war ich viel zu lange nicht mehr.

Was sind eure zehn Wünsche für diesen Sommer? Ich tagge jetzt niemanden speziell, wäre aber bei vielen sehr interessiert an ihrer Summer Bucket List. Macht doch mit und schickt mir den Link. :)

[Blick ins Regal] Jugendliteratur I

Da die Jugendliteratur den größten Platz in meinen Regalen einnimmt, werde ich die Fotos in zwei Beiträge aufteilen. Bei den Jugendbüchern habe ich übrigens auch wirklich relativ wenig aussortiert während der letzten Umzüge. Schweren Herzens habe ich mich damals allerdings von der Tal-Reihe getrennt. Sie sah zwar toll aus, war dann qualitativ zum Ende aber nicht mehr so gut, dass ich die Bücher behalten wollte.

Jugendliteratur I

Jugendliteratur I

Jugendliteratur II

Jugendliteratur II

Jugendliteratur III

Jugendliteratur III

Jugendliteratur IV

Jugendliteratur IV

Besonders schön finde ich hier die Out-Reihe von Eschbach auf dem zweiten Bild. Die Bücher sind optisch (und auch inhaltlich) einfach richtig gt gelungen.
Bei den Bücher von Monika Feth ärgere ich mich jedes Mal, dass “Spiegelschatten” zunächst als Hardcover erschienen ist. Das sieht doch richtig doof aus.

[Kurzer Leseeindruck] “Bitter Love” von Jennifer Brown

Klappentext:

Nie hat Alex so stark für jemanden empfunden wie für Cole. Er ist geheimnisvoll, romantisch und spielt für sie Lieder auf der Gitarre. Alex verbringt jede freie Minute mit ihm – trotzdem scheint Cole sich zurückgesetzt zu fühlen, wenn sie sich ab und zu mit ihren besten Freunden trifft. Und irgendwann lernt Alex den zärtlichen Cole plötzlich von einer ganz anderen Seite kennen: Er wird ausfallend, verletzend und scheint von unbändigem Zorn getrieben. Allen Warnungen zum Trotz steht Alex zu ihm, doch ihre bedingungslose Liebe führt sie in einen Teufelskreis, den sie allein nicht mehr durchbrechen kann. (Quelle)

Meine Meinung:

Schon mit “Die Hassliste” und ihrer sehr differenzierten Sicht auf einen Amoklauf an einer Highschool konnte mich Jennifer Brown begeistern. Auch ihr zweites Buch “Bitter Love” greift ein ernstes Thema auf: Was tun, wenn man merkt, dass der Freund der besten Freundin ihr gar nicht gut tut? Was tun, wenn Liebe in Eifersucht umschlägt, wenn aus Zärtlichkeiten Gewalt wird? Was tun, wenn man den Jungen, der einem Angst macht, über alles liebt?

“Er ließ meinen Finger frei und rieb seinen dagegen. ‘Ich bin nur … Ich mag dich wirklich gern, Alex. Aber ich kann dich mit niemandem teilen.’ Seine Stimme klang rau.” (S. 102)

“Bitter Love” ist (leider) auf jeder einzelnen Seite glaubhaft und authentisch. Obwohl ich sehr hoffe, dass ich mich nie auf so eine Beziehung einlassen würde, konnte ich Alex Gedanken und Gefühle gut nachvollziehen. Zum Ende musste ich weinen. Im Nachwort findet die Autorin noch ein Mal ganz besondere Worte zu diesem wichtigen Thema. Das einzige, was ich mir noch gewünscht hätte, wäre ein Hinweis darauf, dass nicht zwingend Männer die Täter und Frauen die Opfer sind, aber das ist auch nur ein klitzekleiner Kritikpunkt. Grundsätzlich ist “Bitter Love” ein bewegendes und gut geschriebenes Jugendbuch, das durch die schonungslose Art schockiert und aufwühlt. 9 von 10 Sternen!

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Bitter Love – Jennifer Brown – Hardcover – 408 Seiten – 14,95 € – ISBN 978-3-423-76048-5 – erschienen: April 2012 (dtv) – Altersempfehlung: ab 14 Jahren

[Sonntagsgeplauder] 21.6.2015

Buchgeplauder

In dieser Woche konnte ich mir auch wieder Zeit zum Lesen nehmen. Das Ergebnis sind zwei gelesene Bücher. Zum einen “Meisterklasse” von Ally Carter, das mich irgendwie nicht ganz so begeistert hat, wie ich es erwartet hatte, zum anderen “Gehetzt. Die Chronik des eisernen Druiden” von Kevin Hearne, das mich ein paar kurzen Anlaufschwierigkeiten komplett überzeugt hat. Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterlesen. Hätte ich Band 2 gestern hier gehabt, hätte ich ihn auch direkt begonnen.

Rezensiert habe ich nur ein Buch, dafür aber ein sehr lesenswertes: “Das Lied des Blutes. Rabenschatten 1″ von Anthony Ryan. Außerdem gab es wieder einen [Blick ins Regal] für euch. (Die restlichen Beiträge hierzu habe ich übrigens gerade alle vorgepostet. Ich bin ganz stolz auf mich. :D)

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Neuzugang der Woche :)

Ein Buch ist in dieser Woche einfach so bei mir eingetrudelt. Es sagt mir bisher gar nichts, aber es könnte dem Klappentext nach ein ganz fluffiges Ferien-Terrassen-Buch sein.

Lebensgeplauder

Diese Woche war irgendwie recht voll und vor allem wegen einer nächtlichen Begegnung mit einer gruseligen Spinne teilweise etwas arm an Schlaf. Dementsprechend fand ich mich am Donnerstag selbst furchtbar und ich glaube, meinen Schülern ging es nicht anders. Die letzten Tage habe ich aber ausreichend Schlaf nachgeholt und bin gewappnet für die letzte Woche vor den Ferien.

Am Mittwoch hatte ich netten Besuch von einer Bekannten, die erstaunlicherweise Dinge wusste, die ich ihr noch gar nicht erzählt hatte. Es stellte sich heraus, dass sie doch regelmäßig sonntags hier vorbei schaut. Ein komisches Gefühl irgendwie. Ich dachte, ich wüsste konkreter, wer aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis meinen Blog liest. Trotzdem an dieser Stelle: Huhu, Sarah! :D

Bornholmer Margeriten - meine Lieblingsblume

Bornholmer Margeriten – meine Lieblingsblume

Nebenher suche ich übrigens mal wieder nach einer passenden Wohnung. Dass diese hier nur einen Übergang darstellen würde, war klar. Allerdings bin ich jetzt durch die Terrasse und das helle Wohnzimmer auch ziemlich verwöhnt. Morgen sehe ich mir eine Wohnung an, die allerdings ähnlich toll zu sein scheint. Hoffentlich wird das was. Dann kann ich es abhaken und bis zum Umzug die Ferien genießen, ohne ständig den Punkt “Wohnungssuche” im Hinterkopf zu haben.

In der kommenden Woche besuche ich übrigens zwei Mal meine ehemaligen Schüler: ein Mal die Großen und ein Mal die Kleinen Mittelgroßen. Ich freu mich schon. :)

Bloggereigeplauder

Philip hat uns seine Top Ten Fantasy-Bücher gezeigt. Da wir beide oft einen sehr ähnlichen Geschmack haben, was Fantasy-Bücher angeht, werde ich mir die Titel, die ich bisher noch nicht gelesen habe, demnächst genauer ansehen.

Neyasha schreibt über ihr Leseverhalten früher und heute, das sich stark verändert hat. Mal wieder ein sehr interessanter Beitrag.

Auf Lesestunden kann man sein wundervolles Regal bewundern. Ich muss Bücher einfach alphabetisch sortieren, anders geht es für mich nicht. Aber hier sieht man, dass eine Farbsortierung durchaus ihren Reiz hat.

[Blick ins Regal] Krimis und Thriller

Vor einer Woche konntet ihr in diesem Beitrag meine komplette Regalwand angucken und vor allem einen genaueren Blick auf die noch zu rezensierenden Bücher und meine recht kleine Belletristik-Sammlung werfen.

Heute gibt es dann das nächste kleine Regal und auch in diesem Genre habe ich ziemlich viel aussortiert. Außerdem sind einige der Bücher, die hier stehen müssten, gerade verliehen.

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Krimis & Thriller I

Krimis & Thriller II

Krimis & Thriller II

Mir fällt gerade auf, dass das Buch von Hjorth & Rosenfeldt dort nicht ganz richtig eingeordnet ist. Das muss ich gleich mal umstellen.

Von Jeffery Deaver hatte ich eigentlich viel mehr Bücher, die ich aber alle bis auf “Die Menschenleserin” aussortiert habe. Dann hatte ich vorher noch seeehr viel von Andreas Franz, aber auch die habe ich allesamt verschenkt. Wenn ich das Regal noch weiter reduzieren müsste, würden bestimmt vor allem die Bücher von Ursula Poznanski, Michael Quandt, Kristina Ohlsson, Stieg Larsson und Hjort & Rosenfeldt im Regal bleiben.

Beim nächsten Mal gibt es etwas mehr zu sehen, da kommen wir nämlich zu den Jugendbüchern – dem Genre, das am meisten Platz in meinen Regalen einnimmt. :)

[Rezension] “Das Lied des Blutes. Rabenschatten 1″ von Anthony Ryan

Reiheninfo:

  1. “Das Lied des Blutes”
  2. “Der Herr des Turmes” (erscheint im September 2015)
  3.  – Titel noch unbekannt –

Klappentext:

»Bei meinem Volk war er nur unter einem Namen bekannt, und dieser hallte an jenem Morgen unablässig in meinem Kopf wider: ›Hoffnungstöter‹. Bald wirst du sterben, und ich werde Zeuge sein, ›Hoffnungstöter‹.«

Vaelin Al Sorna, der berühmteste Gefangene des Reichs und sein größter Kämpfer, erzählt die atemberaubende Geschichte seines Lebens. Er ist auf einem Schiff unterwegs, das ihn zu dem Ort bringen soll, an dem es für ihn um Leben und Tod geht. (Quelle)

Meine Meinung:

“Er besaß viele Namen. Das dreißigste Lebensjahr hatte er noch nicht erreicht, und doch war er im Laufe der Geschichte mit Titel reich beschenkt worden: Das Schwert des Königs hieß er für den wahnsinnigen Herrscher, der ihn als Geißel zu uns sandte; der junge Falke für die Männer, die ihm in die Wirrnisse des Krieges folgten; Dunkelklinge für seine cumbraelischen Feinde und, wie ich später herausfinden sollte, Beral Shak Ur für die geheimnisvollen Stämmde des großen Nordwaldes – Rabenschatten.” (S. 11)

Hoffnungstöter ist noch ein weiterer Name, den die Menschen Vaelin al Sorna geben.  In diesem ersten Teil der neuen Fantasy-Trilogie wird vor allem der Werdegang von Vaelin geschildert: Wie konnte aus dem kleinen Jungen, der kurz nach dem Tod seiner Mutter von seinem Vater in den sechsten Orden gebracht wurde, ein so sagenumwobener und gefürchteter Kämpfer werden? Welche Geheimnisse umgeben ihn und was treibt ihn an?

Auf vielen anderen Blogs wurde dieses Buch schon vor einigen Monaten besprochen – überall voller Begeisterung. Ich habe mich lange Zeit gesträubt, es zu lesen. Die Geschichte klang mir zunächst zu wenig fantastisch und zu historisch. Mein erster Eindruck triffft zwar zu großen Teil zu und dennoch bin ich froh, “Das Lied des Blutes” gelesen zu haben. Obwohl die fantastischen Elemente tatsächlich sehr spärlich gesät sind und vor allem gegen Ende auftauchen, konnte mich die Geschichte schon von Beginn an fesseln.

Das lag vor allem daran, dass Anthony Ryan unglaublich unterhaltsam schreibt – und das auch über knapp 800 Seiten: mir war nie langweilig, der Aufbau der Geschichte ist immer intelligent gemacht und lässt den Leser neugierig auf den weiteren Verlauf der Dinge warten.
Außerdem wird die Ausbildung der jungen Menschen im sechsten Orden ziemlich ausführlich erzählt. Ich lese einfach unheimlich gerne von solchen Gruppenprozessen, von dem Gemeinschaftsgefühl und der Entwicklung der einzelnen Charaktere.

“Das Lied des Blutes” ist ein mehr als gelungener Auftakt einer neuen Fantasy-Reihe, die mit nur wenigen fantastischen Elementen auskommt und mit einer spannenden Geschichte, interessanten Charakteren und einem beeindruckenden Schreibstil des Autors überzeugen kann. 9 von 10 Sterne!

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Das Lied des Blutes: Rabenschatten 1 – Anthony Ryan – Hardcover mit SU – 775 Seiten – 24,95 € – ISBN: 978-3-608-93925-5 – erschienen: September 2014 (Klett-Cotta)