[Glücksmomente] Herbstspaziergang mit dem Lieblingsmann

Dass ich gerne draußen in der Natur bin, ist kein Geheimnis. In letzter Zeit habe ich immer öfter das Glück, dass der Lieblingsmann mit mir zusammen eine kleine Runde dreht. So auch am Freitagnachmittag: Bei allerschönstem Herbstwetter, Sonnenschein und raschelnden Blättern haben wir einen richtig tollen Spaziergang gemacht. Hach! ❤

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[Rund um’s Buch] Deutscher Jugendliteraturpreis 2018 – Die Gewinner

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Auch in diesem Jahr habe ich leider, wie schon 2017, nur wenige der für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominierten Bücher gelesen. Trotzdem bin ich immer wieder ganz gespannt, welche Bücher in den einzelnen Sparten gewinnen. Et voila:

Preisträger in der Kategorie „Bilderbuch“

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„Der siebente Bruder oder Das Herz im Marmeladenglas“

von Øyvind Torseter

Preisträger in der Kategorie „Kinderbuch“

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„Viele Grüße, deine Giraffe“
von Megumi Iwasa

Preisträger in der Kategorie „Jugendbuch“

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„Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“

von Manja Präkels

Preisträger in der Kategorie „Sachbuch“

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„Der Dominoeffekt oder Die unsichtbaren Fäden der Natur“

von Gianumberto Accinelli

Preisträger in der Kategorie „Jugendjury“

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„The Hate U Give“

von Angie Thomas

Sonderpreis

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Uwe-Michael Gutzschhahn erhielt den Sonderpreis für sein übersetzerisches Gesamtwerk. Seine insgesamt mehr als 150 Übersetzungen wurden 14-mal für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert und zweimal mit dem Preis ausgezeichnet. (Quelle)

Sonderpreis „Neue Talente“

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Den Sonderpreis „Neue Talente“ erhielt Gesa Kunter. Ausgezeichnet wurde sie für ihre Übersetzung der Textwerkstatt „Schreib! Schreib! Schreib!“.

[Reihenrezension] „The First Empire“ von Michael J. Sullivan

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Bisher im Deutschen erschienene Titel:

  1. „Rebellion. The First Empire 1“
  2. „Zeitenfeuer. The First Empire 2“

Wie ihr seht, sind bisher erst zwei Titel auf deutsch erschienen und auch im Englischen ist gerade im Juli erst der dritte Band erschienen. Allerdings scheinen schon das Cover des vierten Bandes und die letzten beiden Titel festzustehen.

Warum ich euch trotzdem schon von dieser Reihe berichten möchte? Die Bücher sind einfach unheimlich gut. Mir wurden sie von meiner lieben Nanni empfohlen und nachdem ich das erste Buch gelesen habe, war klar, dass auch der zweite Band folgen musste, der mich übrigens noch mehr fesseln konnte.

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Die Welt Elan wird von drei großen Völkern bewohnt: den Rhune (Menschen), den Dherg (Zwerge) und den Frey, die von den Rhune für Götter gehalten werden. Doch dann passiert das Unglaubliche: Der junge Rhune Raithe erschlägt einen Frey, den er selbst für unsterblich gehalten hat. Er flieht und versucht seinem Ruf zu entkommen, doch wo er auch hinkommt: Man kennt ihn als den Göttestöter. Dass er damit einen Aufstand ins Rollen gebracht hat, der die ganze bestehende Ordnung verändern soll, ahnt zu der Zeit noch niemand.

Auf seiner Flucht kommt Raithe in das Dhal Rhen und trifft dort unter anderem auf Persephone, die Witwe des jüngst verstorbenen Stammesführers, die alles für ihr Volk tun würde.

„Persephone hatte schon immer gedacht, dass die Frauen von Rhen eine ziemlich zähe und widerstandsfähige Truppe waren, härter im Nehmen und widerstandsfähiger als die Männer. […] Und als Persephone nun Roan, Moya, Suri und Brin so entschlossen durch das trockene Bachbett marschieren sah, fühlte sie unglaublichen Stolz auf diese unbeugsamen Frauen in sich aufsteigen.“ (Zeitenfeuer, S. 399-400)

Eine Besonderheit dieser Reihe ist tatsächlich die Tatsache, dass es eine Vielzahl weiblicher Heldinnen gibt. Nicht nur Perspehone wird in der Geschichte eine tragende Rolle spielen, die junge Seherin Suri wird eine ebenso wichtig werden wie die weise, diplomatische und magiebegabte Frey Arion.

Viel mehr möchte ich von der Handlung gar nicht verraten, nur so viel noch: Die ersten beiden Bände konnten mich durch einen gelungenen Plot, eine spannende Handlung, sympathische Helden und Heldinnen und durch zahlreiche liebevoll konzipierte Nebenfiguren begeistern. Michael J. Sullivan hat hier etwas geschaffen, das hoffentlich vielen Lesern ebenso gefallen wird wie mir.

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Rebellion – Michael J. Sullivan – Taschenbuch – 528 Seiten – 9,99 € – ISBN: 978-3-426-52033-8 – erschienen: April 2017 (Knaur)
Zeitenfeuer – Michael J. Sullivan – Taschenbuch – 624 Seiten – 9,99 € – ISBN: 978-3-426-52034-5 – erschienen: Mai 2018 (Knaur)

[Rezension] „Tanz der Tiefseequalle“ von Stefanie Höfler

Niko ist intelligent. Er ist mutig und steht tapfer über den Spötteleien seiner Mitschüler. Niko liebt es, sich in Tagträumen zu verlieren und dabei geniale Dinge zu erfinden. Er ist selbstironisch und besitzt einen mitreißenden Wortwitz. Seine Mitschüler sehen allerdings nur eins: Niko ist unglaublich dick!

Sera findet es meistens gar nicht so lustig, wenn ihre Mitschüler Niko ärgern, doch sie setzt sich auch nicht für ihn ein. Sera klettert gerne auf Bäume, aber davon darf niemand etwas wissen. Ihre Mitschüler sehen nur eins: Sera ist unglaublich schön!

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Es gibt Bücher, die berühren einen beim Lesen, ohne dass man genau in Worte fassen kann, was der Grund dafür ist. „Der Tanz der Tiefseequalle“ ist so ein Buch!

Als Sera auf der Klassenfahrt von einem Mitschüler begrapscht wird, geht Niko mutig dazwischen. Quasi der erste echte Kontakt zwischen den beiden, denn ansonsten haben die scheinbar so gegensätzlichen Jugendlichen nichts miteinander zu tun. Abends dann fordert Sera Niko zum Tanz auf, wobei sie selbst nicht genau weiß, warum sie dies tut. Zwischen den beiden entwickelt sich eine verrückte Freundschaft, in der beide lernen müssen, dass der äußere Schein manchmal trügt …

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Niko und Sera erzählt, so dass man als Leser die Gedanken und Gefühle, Sorgen und Hoffnungen von beiden gut mitbekommt. Stefanie Höfler gibt den beiden ganz eigene und authentische Erzählstimmen. Ich hätte mit dem Lesen am liebsten gar nicht aufgehört.

„Tanz der Tiefseequalle“ ist für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert und ich weiß jetzt schon, dass ich dem Titel ganz fest die Daumen drücken werden, denn es ist gleichzeitig eine schöne, witzige und tiefgründige Geschichte. Ich wünsche ganz vielen Lesern das Vergnügen, Niko und Sera kennenzulernen!

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Dieses Buch wurde 2018 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert, mittlerweile ist es auch als Taschenbuch erschienen.

Tanz der Tiefseequalle – Stefanie Höfler – Hardcover – 190 Seiten – 12,95 € – ISBN: 978-3-407-82215-4 – erschienen: April 2018 (Beltz & Gelberg) – Altersempfehlung: ab 12 Jahren

[Geplauder] Warum ich plötzlich ganz andere Bücher lese

Früher habe ich eigentlich nur Fiktion gelesen: vor allem Jugendbücher und Fantasy, manchmal Romane oder richtig gute Thriller. Seit mein Freund und ich zusammenwohnen, hat sich das allerdings geändert. Ich brauche zum Lesen absolute Ruhe und selbst dann fällt es mir oft schwer, mich auf ein anspruchsvolles High-Fantasy-Werk zu konzentrieren, ohne immer wieder mit den Gedanken abzuschweifen. Nun kommt es aber immer mal wieder vor, dass wir zusammen auf dem Sofa sitzen, mein Freund eine Serie guckt oder Playstation spielt und ich gerne zum Buch greifen möchte.

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Und ich glaube, genau das ist der Grund, warum ich plötzlich so gerne Bücher wie „Good Night Stories for Rebel Girls“ oder „Total verrückte Wörter“ lese. Man kann immer wieder kurze, in sich abgeschlossene Abschnitte – meist in Form von 2-3 Seiten – lesen und das Beste: Man kann darüber sprechen. So kommt es immer wieder vor, dass ich plötzlich „Wussstest du eigentlich, dass …?“ oder „Ach krass, …“ in den Raum werfe oder verzückt „Ohhh, das ist aber ein schönes Wort!“ seufze. (Wie begeistert mein Freund von diesen Unterhaltungen ist, soll an dieser Stelle nicht weiter thematisiert wird. 😀 )

Viele der von mir gekauften Bücher sind übrigens weiterhin für Kinder und Jugendliche geschrieben. Die sind dann noch leichtlesiger, aber trotzdem immer noch faszinierend und informativ.

Kennt ihr ähnliche Bücher, die in mein neues Beuteschema passen? Vielleicht zu interessanten Natur-, Landschafts- oder geschichtlichen Themen?

[Rezension] „Total verrückte Wörter – Eine Sammlung unübersetzbarer Wörter aus der ganzen Welt“ von Nicola Edwards (Text) und Luisa Uribe (Illustration)

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Du möchtest wissen, wie die Isländer es nennen, wenn ein Wetter so ungemütlich ist, dass man es sich zwar gerne vom Fenster aus ansieht, aber nicht hinausgehen möchte? Du möchtest außerdem wissen, warum Island gerade für uns Buchliebhaber so ein attraktives Land ist? Es interessiert dich, warum ich Kawaakari mal so gerne mit meinem Freund erleben möchte und woher der Begriff Gobbledygook stammt? Du bist neugierig, was ein traditionelles Längenmaß der Finnen mit Rentieren zu tun hat?

Dann solltest du dir unbedingt „Total verrückte Wörter“ kaufen, denn dieses Buch ist ein wahrer Bücherschatz. Auf liebevoll gestalteteten und wundervoll illustrierten Doppelseiten wird jeweils ein Wort vorgestellt, das es in einer anderen Sprache gibt und das wir so nicht eins zu eins übersetzen können. Nebenbei gibt es noch ein paar kurze Informationen – mal zu dem Wort an sich, mal zu dem Land oder der Sprache, aus der es stammt.

In diesem Sinne: Für mehr Gökotta und Nakama und weniger Shlimazl auf der Welt!

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Total verrückte Wörter – Eine Sammlung unübersetzbarer Wörter aus aller Welt – Nicola Edwards (Text) und Luisa Uribe (Illustration) – Hardcover – 64 Seiten – 14,90 € – ISBN: 9783961850082 – erschienen: April 2018 (360 Grad) – Altersempfehlung: ab 8 Jahren – Übersetzung: Beatrix Rohrbacher

[Rezension] „Dieses Leben gehört: Alan Cole – bitte nicht knicken“ von Eric Bell

u1_978-3-7373-5488-2Klappentext:

Alan Cole ist zwölf Jahre alt, ein Kunstgenie, und er hat ein Geheimnis: Er ist in seinen Mitschüler Connor verliebt – aber das darf niemand erfahren! Doch dann bekommt ausgerechnet sein älterer Bruder Nathan davon Wind, und er erpresst Alan. Sieben hundsgemeine Aufgaben muss er erfüllen, sonst erzählt Nathan der ganzen Schule von Alans Schwärmerei. Zum Glück hat Alan genügend Mut, um sich seiner Herausforderung zu stellen – und er hat noch etwas: zwei verrückte Freunde, die fest zu ihm halten. (Quelle)

Meine Meinung:

Alan leidet unter seinem sehr gemeinen größeren Bruder, der keine Gelegenheit ungenutzt lässt, um seinen jüngeren Bruder zu terrorisieren und zu schikanieren. Nicht selten wird er dabei auch gewalttätig. Die Ursache wird dem Leser sehr schnell klar: Alan und sein Bruder Nathan haben einen cholerischen Vater, der sie ständig miteinander vergleicht, seine Söhne klein macht und nur wenig Liebe zeigt. Im Laufe der Geschichte bekommt aber auch Alans Vater etwas mehr Kontur und Tiefgang, was ich sehr gelungen fand.

An der Schule sind Alans einzige Freunde der Zack und Madison. Zack ist irgendwie anders und sehr speziell. Man könnte sagen, dass er ein sehr kindliches Gemüt hat. Man könnte ihn auch als sehr verwirrt und vielleicht sogar etwas dumm bezeichnen. Vor allem hat er aber genauso wie Madison ein gutes Herz. Madison ist unglaublich klug und unglaublich dick, was ihn in der Schule wenig beliebt macht. Aber auch für ihn gilt: Wenn Alan ihn braucht, ist er zur Stelle. Nur mit Hilfe seiner Freunde kann es Alan überhaupt gelingen, die Aufgaben seines Bruders in Angriff zu nehmen.

Dass Alan in einen anderen Jungen verliebt ist, ist auf erfrischende Weise sehr unaufdringlich in die Geschichte mit eingebaut. Unaufdringlich in dem Sinne, als dass es zwar thematisiert wird, aber nicht speziell als Oberthema im Vordergrund steht. Es ist einfach ein normaler Bestandteil der Handlung.

Die Geschichte von Alan ist vor allem eins: vielschichtig! Sie ist gleichzeitig rührend und unterhaltsam, lustig und tiefgründig. Und sie eines auf gar keinen Fall: schwarz-weiß. Und genau das hat mir so gut gefallen.

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Dieses Leben gehört: Alan Cole – bitte nicht knicken – Eric Bell – Hardcover – 304 Seiten – 14,00 € – ISBN: 978-3-7373-5488-2 – erschienen: April 2018 (Fischer) – Altersempfehlung: ab 11 Jahren – Übersetzung: André Mumot

[Geplauder] Eine große Liebe: Das Meer

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Wie Träume liegen die Inseln
Im Nebel auf dem Meer.
(Aus: „Meeresstrand“ von Theodor Storm)

Laut und leise.
Stürmisch und wogend.
Spiegelglatt glitzernd.
Rau und unverzeihlich.
Mächtig und unbändig.
Brausend, wild und mit brechenden Wellen.
Sanft, plätschernd und tröstend.

Das Meer ist so vielfältig wie die Stimmungen von Menschen. Auf viele Menschen übt es eine besondere Faszination aus. Auf mich als Mädchen von der Nordsee natürlich sowieso. Deswegen ziert auch der obige Ausschnitt aus dem Gedicht von Theodor Storm, der wie ich aus Husum kommt, meinen Unterarm.

Ich liebe das Meer mit all seinen Facetten, Farben und Gerüchen. Denn eines schafft das Meer immer:

Mich innerlich ganz friedlich machen. Meinen Herzschlag verlangsamen.
Immer im Takt der ankommenden Wellen.

Wenn man den Sand sägen hört
und das Schlurfen der kleinen Steine
in langen Wellen
soll man aufhören zu sollen
und nichts mehr wollen wollen nur Meer
Nur Meer
(Aus: „Meer“ von Erich Fried)

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