[Rezension] „Heute sind wir Freunde“ von Patrycja Spychalski

Klappentext:

Nell, Leo, Chris, Anton und Valeska sind so verschieden wie Tag und Nacht. Da werden sie versehentlich in der Schule eingesperrt. Gar nicht so schlimm denkt sich Nell, ist sie doch schon lange in Leo verknallt. Super, findet Chris, ist er doch schon ewig in Nell verknallt. Kein Bock hier den Aufpasser zu spielen, denkt sich Streber Anton. Die haben doch keine Ahnung, wer ich wirklich bin, denkt sich Schulschönheit Valeska. Und Leo? Der ist einfach zu cool für diese Welt. Oder doch nicht? Am nächsten Morgen ist nicht nur ein Liebespaar aus der Nacht hervorgegangen, sondern auch fünf Freunde, die es gestern noch nicht waren, aber heute sind … und es vielleicht sogar bleiben. (Quelle)

Meine Meinung:

Fünf Jugendliche, die sich alle eigentlich gar nicht wirklich kennen, die alle sehr verschieden sind, müssen aufgrund eines Unwetters zusammen eine Nacht in der Schule verbringen. Das Szenario an sich bietet schon sehr viel Potential für gute Unterhaltung. Die Charakterkonzeption von Patrycja Spychalski tut dann ihr übriges: Nell, Leo, Chris, Anton und Valeska sind alle so liebevoll und feinsinnig gezeichnet, dass man am Ende das Gefühl hat, selbst ein Teil der Gruppe zu sein und fünf neue Freunde gewonnen zu haben.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der einzelnen Jugendlichen erzählt. Jeder kommt zu Wort. Das sorgt dafür, dass man als Leser nach und nach alle besser kennenlernt, ihre Beweggründe erfährt und auch hinter so manche Fassade gucken kann. Insbesondere Valeska versteckt sich hinter einer Maske. Nach außen hin ist sie die fleißige, brave, aber bei allen beliebte Schülerin, die zu jeder Party eingeladen wird. In ihr drinnen sieht es aber ganz anders aus:

„Stattdessen lächele ich brav, betreibe Konersation, erzähle von meinen tausend Freizeitaktivitäten und fühle mich innerlich leer. Ich gebe niemandem die Schuld daran. Höchstens der Maske, die ich täglich aufsetze, und daran bin ich alleine schuld. Ich weiß trotzdem nicht, was ich anders machen könnte, um die Leute, die mir gegenüberstehen und genauso brav lächeln wie ich, darauf zu bringen, dass es in mir drin ganz anders aussieht.“ (S. 42)

Doch nach und nach lassen die einzelnen Figuren nicht nur dem Leser, sondern auch den anderen Charakteren gegenüber ihre Masken fallen. Sie werden so sehr viel verletzlicher – aber auch liebenswert. Und am Ende lautet das Fazit: Heute sind wir Freunde!

„Heute sind wir Freunde“ ist ein neues Herzensbuch von mir. Die Autorin hat wundervolle Charaktere geschaffen, mit denen man gerne eine Nacht eingeschlossen in einer Schule verbringt. 10 von 10 Sternen!

stern 10

Heute sind wir Freunde – Patrycja Spychalski – Klappbroschur – 320 Seiten – 14,99 € – ISBN: 978-3-570-16410-5  – erschienen: März 2016 (cbt) – Altersempfehlung: ab 14 Jahren

[Geplauder] Summer Bucket List 2016

Schon im letzten Jahr habe ich mir zu Beginn der Sommerferien eine Summer Bucket List geschrieben, auf der ich Wünsche, Vorhaben und Pläne für die kommenden sechs Wochen notiert habe. Ich habe die Liste ganz entspannt gesehen, mehr als Inspiration und als kleiner Anstoß a la „Komm, das wolltest du doch gerne machen, raff dich mal auf“, aber auf keinen Fall als Aufgabenliste, die ich abarbeiten muss.

Da mir das Ganze im letzten Jahr sehr gut gefallen hat, habe ich am Montag beschlossen, wieder so eine Liste anzulegen. Und ich möchte euch gerne daran teilhaben lassen.:)

Summer Bucket List 2016

Freundinnen besuchen
Ich habe einige Freundinnen, die nicht in meiner unmittelbaren Nähe wohnen und die ich viel zu selten sehe. Zum Glück sind die Freundschaften alle so gefestigt, dass sie auch ohne häufige Besuche auskommen, aber nun möchte ich die Zeit nutzen, um einige davon endlich mal wieder live zu sehen.

In der Nordsee baden
Den Punkt hatte ich auch schon im letzten Jahr auf meiner Liste. Auch in diesen Ferien werde ich einen Teil der freien Zeit im hohen Norden verbringen und bekomme bestimmt die Chance, mal ins Wasser zu hüpfen.:)

In die Sauna gehen
Das hört sich vielleicht nach einem merkwürdigen Plan für die Sommerferien an, aber die bedeckten und regnerischen Tage kommen bestimmt.😀 Und es gibt kaum etwas, bei dem ich mehr zur Ruhe komme, als einen Saunabesuch. Außerdem kann ich so unter der Woche gehen und entsprechend den Menschentrubel meiden.

Um das Steinhuder Meer wandern
Ja, das ist ein wirklich großer Punkt, der aber auch schon lange auf meiner Liste steht. Ich habe schon ein Mal begonnen, die Strecke zu gehen, musste dann aber abbrechen. Zum einen weil es zu heiß war, zum anderen weil ich nichts zu trinken mit hatte. Mit etwa 35 km wäre das mit Abstand meine längste Wanderung. Aber man wird ja mal träumen dürfen. Vielleicht klappt es ja dieses Mal.

Um den Obersee joggen
Ja, ich schließe direkt den nächsten sportlichen Plan an, der allerdings noch etwas unrealistischer ist. Die kurze Runde um den Obersee ist etwa 3 km lang. Eine Strecke, die mich gerade noch absolut überfordert.:) Aber wer weiß, was in sechs Wochen möglich ist. Und wenn ich 1/3 der Strecke zwischendurch nur walke, ist das auch schon ein Erfolg.

Ins Freibad gehen
Ich war schon super lange nicht mehr im Freibad, aber vielleicht klappt es ja mal in diesem Sommer. Etwas kompliziert ist es, ein Freibad zu finden, in dem ich nicht hunderttausend meiner Schüler begegne. So gerne ich sie auch habe, aber ich glaube, das wäre allen Beteiligten etwas unangenehm.😀

Einen Lesetag machen
Es klingt so simpel – insbesondere für eine Buchbloggerin. Aber mein letzter Lesetag ist schon echt lange her. Ich denke, es wird mir gut tun, mir mal wieder ganz bewusst Zeit nur für’s Lesen zu nehmen.

Badminton spielen
Früher habe ich viele Jahre im Verein gespielt und auch während des Studiums hatte ich immer mal wieder den Schläger in der Hand. Das ist allerdings viel zu lange her. Ich weiß noch nicht, wann, wo und mit wem, aber es wäre schön, mal wieder zu spielen.

Habt ihr euch auch etwas für den Sommer vorgenommen?
Wenn ihr selbst Lust bekommen habt, so eine Liste zu erstellen, freue ich mich über eure Links in den Kommentaren.:)

[Rezension] „Nur ein Tag“ & „Und ein ganzes Jahr“ von Gayle Forman

Inhalt:

„‚Ja, ich bin hier‘, wiederhole ich. Und das bin ich. Hier. Auf dem Weg nach Paris. Mit ihm.“ (Nur ein Tag, S. 53)

Allyson ist bisher in ihrem Leben immer die Brave gewesen, hat immer das getan, was ihre Eltern für sie geplant haben. Sie geht einen vorgegebenen Weg, wird nach der Europareise mit dem Medizinstudium beginnen. Doch dann begegnet sie in Europa Willem, dem gutaussehenden Schauspieler, der sie für einen Tag mitnimmt nach Paris. Für ihn ist sie Lulu – ein verrücktes Mädchen, das einfach mit einem Fremden in die Stadt der Liebe fährt und dort Dinge tut, die sie vorher nie für möglich gehalten hätte. Ein Tag in Paris. Ein Tag, der das Leben der beiden von Grund auf verändern wird.

Meine Meinung:

Die beiden Bücher zu rezensieren, ist schwer. Und zwar aus dem einzigen Grund, dass ich nichts Inhaltliches verraten möchte. Die Geschichte aus „Nur ein Tag“ gehört mehr Allyson, wohingegen „Und ein ganzes Jahr“ vor allem Willem gehört.

Das macht vielleicht schon deutlich, dass diese Romanzweiteiler zwar durchaus eine Liebesgeschichte ist, sich aber eigentlich hauptsächlich mit der Entwicklung der beiden Hauptfiguren beschäftigt. Sowohl Allyson als auch Willem sind eigentlich mit ihrem Leben nicht wirklich zufrieden. Allyson merkt dies relativ schnell, während Willem für diese Erkenntnis mehr Zeit braucht. Beide suchen sie nach der großen Liebe – aber vor allem nach sich selbst.

Nur einen Tag verbringen Allyson und Willem zusammen in Paris und als Leser wünscht man sich für die beiden, dass dieser Tag nie enden wird. Ich habe so gerne miterlebt, wie Allyson als Lulu plötzlich eine ganz andere wird, fröhlich, mutig und glücklich.

„Wieder lacht Willem, und sein Lachen klingt voll und klar wie eine Glocke und erfüllt mich mit Freude, und es ist, als würde ich zum ersten Mal im Leben erkennen, dass dies der Sinn des Lachens ist. nämlich Freude zu verbreiten.“ (Nur ein Tag, S. 101)

Schon die ersten Duologie („Wenn ich bleibe“ und „Lovesong“) von Gayle Forman war toll und ein besonderer Lesegenuss. Auch hier hat die Autorin den Leser mit auf eine Reise genommen, die er so teilweise nicht erwartet hat. In ihren Büchern ist nicht alles rosarot, man bekommt die große Liebe nicht einfach auf dem Silbertabelett serviert, sondern muss wie ihre Protagonisten darum kämpfen – Seite um Seite auf der Suche nach der eigenen Identität.

„Manchmal lässt das Schicksal, das Leben oder wie immer du es nennen willst, eine Tür einen Spalt offen, und du gehst hindurch. Aber manchmal schließt es die Tür, und du musst den Schlüssel suchen, das Schloss aufbrechen oder das verdammte Ding eintreten. Und manchmal zeigt es dir nicht mal die Tür, und du musst dir selbst eine bauen.“ (Und ein ganzes Jahr, S. 159)

„Nur ein Tag“ und „Und ein ganzes Jahr“ hat mich positiv überrascht. Ich hatte schon hohe Erwartungen an die beiden Bücher und doch wurden diese noch übertroffen. Wer eine reine Liebesgeschichte erwartet, ist vielleicht nach dem Lesen enttäuscht. Ich allerdings hatte das Gefühl, dass ich so viel mehr bekommen habe als das. Ich habe Allyson und Willem bekommen – zusammen und einzeln; in all ihren Facetten. 10 von 10 Sternen!

stern 10

Nur ein Tag – Gayle Forman – Klappbroschur – 432 Seiten – 14,99 € – ISBN: 978-3-8414-2106-7 – erschienen: März 2016 (Fischer) – Übersetzung: Stefanie Schäfer

Und ein ganzes Jahr – Gayle Forman – Klappbroschur – 368 Seiten – 14,99 € – ISBN: 978-3-8414-2107-4 – erschienen: März 2016 (Fischer) – Übersetzung: Stefanie Schäfer

[Sonntagsgeplauder] 12.6.2016

Oder: Viel zu tun, dafür Blümchen

Buchgeplauder

In der Zeit, in der ich krank war, bin ich endlich mal wieder mehr zum Lesen gekommen. Im letzten Monat war es erschreckenderweise nämlich nur ein Buch. Bisher kann ich für den Juni zwei Bücher verzeichnen: Zum einen „Schweigen ist Goldfisch“ von Annabel Pitcher, zum anderen „Nur ein Tag“ von Gayle Forman.

Mit dem zweiten Band „Und ein ganzes Jahr“ von Gayle Forman bin ich fast durch, finde aber gerade nicht die Ruhe für die letzten Seiten.

In einem „Juhu, ich lese endlich wieder, da kann ich mir auch neue Bücher bestellen“-Rausch habe ich im besten Buchladen aller Zeiten zwei neue Bücher bestellt:

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Neuzugänge: „Schwarzer Dolch. Chroniken der Seelenfänger 1“ von Alexey Pehov // „Heute sind wir Freunde“ von Patrycja Spychalski

Lebensgeplauder

Es tat so gut, die ersten drei Tage der Woche noch frei zu haben, obwohl ich auch dann schon viel tun musste: Klassenarbeiten mussten konzipiert werden und ich musste einen Vortrag vorbereiten. Trotzdem konnte ich etwas durchatmen und innerlich ein wenig zur Ruhe kommen.

Der Vortrag lief dann sehr entspannt und auch der Rest der Woche war in Ordnung. Leider hatte ich am Wochenende ziemlich viel zu tun – und habe auch immer noch eine ellenlange to-do-Liste. Trotzdem habe ich mir gestern Zeit für zwei schöne Dinge genommen. Zum einen habe ich meine Terrasse aufgeräumt, neu bepflanzt und mir endlich so eine Aufbewahrungsbox gekauft.

Terrasse

Terrasse

Zum anderen bin ich abends noch von mir zur Sparrenburg (das Wahrzeichen Bielefelds) spaziert. Die Strecke hatte mir meine Nachbarin neulich gezeigt. Gefällt mir sehr gut.

Sparrenburg in der Abendsonne

Sparrenburg in der Abendsonne

Heute Abend gucke ich dann Fußball mit meinem besten Freund. Ich bin gespannt auf das Turnier:)

Bloggereigeplauder

Die Tintenelfe hat „Milchmädchen“ rezensiert. Die Bücher aus dem Königskinder Verlag sehen gerade auch wieder so schön aus.

Herr Booknerd spricht die Rolle der männlichen Figuren in Jugendbüchern an (ein sehr lesenswerter Beitrag).

Brösel regt sich über unseriöse Selfpublisher auf – ein Thema, was sicherlich nicht nur sie betrifft.

[Momentaufnahme] Zur Ruhe kommen

Manchmal hat es auch etwas Gutes, krankgeschrieben zu sein. Das Antibiotikum hat zum Glück sehr schnell gewirkt, so dass ich keine Halsschmerzen mehr habe und meine Mandeln auch wieder normal aussehen. Nun bin ich nur noch müde. Dank der Krankschreibung habe ich aber endlich mal Zeit, mich komplett auszuruhen und dabei zur Ruhe zu kommen.

Und: Ich genieße wieder das Lesen! Aktuell habe ich gerade „Nur ein Tag“ beendet und freue mich schon sehr auf „Und ein ganzes Jahr“. Der erste Band hat meine Erwartungen eigentlich noch übertroffen.

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[Rezension] „Schweigen ist Goldfisch“ von Annabel Pitcher

Klappentext:

Tess hatte nie das Gefühl, wirklich dazuzugehören. Als sie eines Nachts am Computer ihres Vaters die Wahrheit über ihre Herkunft erfährt – nämlich dass er eben nicht ihr Vater ist – weiß sie auch, warum das so ist. Sie ist Pluto, aber ihre Eltern wollten einen Mars. Oder wenigstens eine Venus.
Was soll Tess dazu noch sagen? Ihr fehlen die Worte. Und so schweigt sie. Schweigend sucht sie ihren richtigen Vater. Schweigend unterhält sie sich mit ihrem Plastikgoldfisch, Mister Goldfisch. Schweigend verliert sie ihre beste Freundin und findet einen neuen Seelenverwandten. Und sie gewinnt die allerwichtigste Erkenntnis überhaupt: nämlich, dass Schweigen Macht verleiht – aber Reden noch viel mehr. (Quelle)

Meine Meinung:

„Meine Schwester lebt unter dem Kaminsims“ von Annabel Pitcher ist eines dieser ganz besonderen Bücher. Ein echter Schatz! Jetzt gibt es nach „Ketchuprote Wolken“ ein weiteres neues Buch der Autorin, das natürlich ganz weit oben auf meiner Must-Read-Liste stand. Zu Recht?

Tess ist zwar absolut nicht das beliebteste Mädchen der Schule, doch sie hat eine beste Freundin und liebende Eltern. Aber als sie eines Tages herausfindet, dass ihr Vater gar nicht ihr richtiger Vater ist, bricht ihre Welt zusammen. Sie hat einfach keine Worte mehr für all das, was in ihrem Kopf vorgeht. Und so beginnt sie zu schweigen. Ihr einziger Gesprächspartner bleibt eine Taschenlampe in Goldfischform.

„Vielleicht muss man die Wahrheit lauter herausschreien, um all die Lügen zu übertönen? Oder man klinkt sich ganz aus, so wie Tess. Vielleicht ist Schweigen die beste Form des Protests.“ (S. 391)

Ich glaube, die wenigsten von uns können sich vorstellen, wie es ist, zu erfahren, dass der Mann, den man immer für seinen Vater gehalten hat, gar nicht der eigene Vater ist. Tess‘ Situation ist sogar noch etwas schwieriger, denn sie findet auf dem Laptop ihres Vaters einen Beitrag, den er für die Website einer Samenbank geschrieben hat. Dort beschreibt er, dass er Tess‘ nicht lieben konnte und sich sogar von ihr abgestoßen fühlte. Das zu lesen, bringt Tess komplett durcheinander. Verständlicherweise.

Ich mag das Thema, das Annabel Pitcher mit dieser Geschichte aufgreift. Es geht um den Identitätsverlust und die verzweifelte Suche nach einem neuen Vater. Doch geht Tess dabei für meinen Geschmack etwas zu verzweifelt und irrational vor: Der nächstbeste Mann, der ihr halbwegs ähnlich sieht, wird als neuer Vater auserkoren. Die Nebengeschichte, die sich um diesen Mann entwickelt, hat mich ehrlich gesagt nicht wirklich interessiert.

Auch Tess‘ innere Dialoge mit Mister Goldfisch fand ich gewöhnungsbedürftig. Es ist natürlich äußerst praktisch, dass wir so an ihren Gedanken teilhaben können und auch mitbekommen, wie sehr sie innerlich eigentlich zerrissen ist, aber trotzdem fand ich die Vorstellung, dass sich eine Fünfzehnjährige mit einer Taschenlampe in Goldfischform unterhält etwas skurril. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich andere Leser nicht daran stören, aber wer mich kennt, weiß, dass solche Skurrilitäten immer nichts für mich sind.

Insgesamt bin ich ein klein wenig enttäuscht von dem neuen Buch von Annabel Pitcher. Obwohl ich das Thema und die erzählte Geschichte grundsätzlich mochte, konnte mich die Handlung nicht mitreißen. Das kann natürlich auch daran liegen, dass ich allgemein gerade nicht sehr leselustig bin. „Schweigen ist Goldfisch“ ist trotzdem ein gutes Buch, das steht außer Frage, aber es kann in meinen Augen nicht mit ihrem Debüt mithalten. Gute 6 von 10 Sternen!

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Schweigen ist Goldfisch – Annabel Pitcher – Hardcover mit SU – 464 Seiten – 16,99 € – ISBN: 978-3-7373-5375-5 – erschienen: Mai 2016 (Fischer) – Altersempfehlung: ab 12 Jahren – Übersetzung: Susanne Hornfeck

[Sonntagsgeplauder] 22.5.2016

Oder: Was für ein perfekter Sonntag!

Buchgeplauder

Merkt ihr was? Es wird besser mit dem Bloggen. Finde ich zumindest. Vielleicht merkt ihr es auch nicht, weil sich die Anzahl der Beiträge gar nicht so viel erhöht, aber mir fällt es wieder leichter zu schreiben. Juhu!

Lesen tu ich immer noch nicht so viel mehr, aber immerhin: Ich lese! Gerade leider sogar zwei Bücher parallel. Das mag ich an sich ja nicht so. Eigentlich hatte ich mit „Nur ein Tag“ von Gayle Forman begonnen. Das war mir aber stellenweise zu romantisch. Und je nachdem wie meine eigene Stimmung so ist, brauche ich etwas weniger Liebe.😀 Also habe ich parallel angefangen „Schweigen ist Goldfisch“ von Annabel Pitcher zu lesen, von der ich „Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims“ so unglaublich gerne mochte.

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Einziger Neuzugang: „Schweigen ist Goldfisch“

„Schweigen ist Goldfisch“ ist übrigens auch mein einziger Neuzugang der letzten Zeit. Und ehrlich gesagt finde ich das sogar gut. Ich war neulich zum Stöbern in einem Buchladen und habe ganz bewusst nichts gekauft, denn ich wüsste, dass ich es bei meinem aktuellen Lesetempo sowieso noch nicht lesen könnte. Und dafür gibt es viel zu viele tolle ungelesene Bücher in meinem Regal.
(Wobei mich das neue Buch von Alexey Pehov doch sehr reizt!)

Lebensgeplauder

Am letzten Sonntag habe ich nicht geschrieben, weil ich mit einer lieben Freundin zum Wellnesswochenende in Hamburg war. Wir hatten über eine Seite ein Vier-Sterne-Hotel super günstig buchen können (unten im Foyer spielte ein Pianist. Ich kam mir sehr underdressed vor). Nachdem wir uns nachmittags in der Hotelsauna entspannt haben, haben wir abends die Reeperbahn unsicher gemacht. Ich habe schon lange nicht mehr so viel getrunken, so viel gelacht und so viel getanzt.

In dieser Woche war ich dann mit meinen Neuntklässlern für einen Tagesausflug in Köln. Das war wirklich sehr schön und vor allem vollkommen harmonisch. Für mich ist Köln ja ein Heimspiel gewesen und tollerweise sind sogar zwei meiner ehemaligen Schüler zum kurzen Plausch vorbei gekommen.:)

Das Wochenende war dann total entspannt. Gestern war ich mit einem Freund spazieren und wir haben mitten auf den Weg einen Igel gesehen. Der Freund musste mich halb wegzerren („So, komm, jetzt gehen wir weiter!!!)

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Heute habe ich dann frühmorgens schon total viel für die Schule getan (Ich bin einfach ein Morgenmensch), war dann beim Sport (knallrot, komplett verschwitzt, aber sehr zufrieden) und habe anschließend noch eine Freundin besucht. Nun habe ich für heute nichts mehr auf meiner Liste und werde ganz entspannt den restlichen Sonntag genießen. Entgegen aller Vorhersagen ist es hier bisher auch noch trocken, so dass ich auf der Terrasse sitzen und lesen kann.❤

Bloggereigeplauder

Das Bröselchen hat mich mal wieder daran erinnert, dass ich ganz unbedingt „Die Geschwister Gadsby“ lesen möchte.

Und Nanni hat eine sehr verlockende Rezension zum neuen Roman von Patrycja Spychalski geschrieben.