[Geplauder] Urlaubsimpressionen

Vor genau einer Woche bin ich mit einer lieben Freundin für ein paar Tage nach Egmond aan Zee in Holland gefahren, um ein bisschen Meeresluft zu schnuppern und zu entspannen. Abgesehen davon, dass unsere Unterkunft weit entfernt von perfekt war, hatten wir aber eine tolle Zeit. Wir haben das Meer genossen, waren in einem herrlichen Naturschutzgebiet wandern und haben uns die schöne Stadt Alkmaar angesehen.
Glücklich sind wir dann Mitte der Woche wieder nach Hause gefahren und ich bin total begeistert, wie viel Erholung mir diese Tage gebracht haben.

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[Rezension] „Der Hummelreiter Friedrich Löwenmaul“ von Verena Reinhardt

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Kann aus einer gemeinen und hinterlistigen Entführung eine wundervolle Freundschaft entstehen?

Im Falle des ungleichen Paares von Friedrich Löwenmaul und Hieronymus Brumsel ist dies tatsächlich so. Friedrich Löwenmaul stammt aus einer Familie berühmter Hummelreiter. Leider hat er selbst so gar kein Talent. Er ist mehr damit beschäftigt, die Pokale seiner Verwandten abzustauben und leckeres Essen zu kochen. Doch dann wird er eines Tages entführt – und das von keinem geringeren als von Hieronymus Brumsel, dem berüchtigsten Spion der Königin von Südwärts. Gemeinsam sollen die beiden den Norden des Landes ausspionieren, um dadurch einen Krieg zu verhindern. Doch dann kommt alles ganz anders als erwartet und Friedrich kann zeigen, was wirklich in ihm steckt. Denn das ist viel mehr, als er selbst jemals gedacht hätte …

Die Geschichte „Der Hummelreiter Friedrich Löwenmaul“ hat mich aus meiner Leseflaute geholt. Sie überzeugt vor allem durch ihre andersartigen Charaktere, denn wer hat schon jemals einen heldenhaften Fantasy-Abenteuerroman gelesen, in dem eine Hummel und ein Hummelreiter die Hauptrolle spielen? Die Idee, die hinter der Geschichte steckt, ist wirklich süß und liest sich toll. Auch die Handlung kommt nicht zu kurz: Freundschaft, Heldenmut und Intrigen – all das wird Friedrich erleben. Und plötzlich hat er das Gefühl, Teil von etwas Großem zu sein und gar nicht mehr der langweilige, talentlose Spross einer ansonsten so berühmten Hummelreiterfamilie.

„Friedrich nickte und spürte ein aufgeregtes Flattern in der Magengrube. Zum ersten Mal fühlte er sich zu einer Gefahr hingezogen. Überhaupt kam es ihm so vor, als würde die Haut des alten Friedrich Löwenmaul Stück für Stück von ihm abfallen, als wäre sie überflüssig geworden. Er fühlte sich viel leichter ohne sie.“ (S. 145)

Beim Lesen habe ich mich immer wieder gefragt, für welche Zielgruppe die Geschichte geschrieben wurde. Der Verlag gibt ein Alter ab 10 Jahren an. Das hätte ich ähnlich eingeschätzt, allerdings finde ich, dass das Buch für so junge Leser mit seinen 519 Seiten vielleicht etwas lang ist.

Mir hat „Der Hummelreiter Friedrich Löwenmaul“ wirklich gut gefallen. Die besonderen Charaktere, die tolle Entwicklung von Friedrich und die schöne Freundschaft zwischen ihm und Brumsel machen die Geschichte zu einem wahren Lesevergnügen. 8 von 10 Sternen!

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2017 wurde das Buch für den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Kategorie „Neue Talente“ nominiert.

Der Hummelreiter Friedrich Löwenmaul – Verena Reinhardt – Taschenbuch – 521 Seiten – 17,95 € – ISBN: 978-3-407-82097-6 – erschienen: September 2016 (Gulliver) – Altersempfehlung: ab 10 Jahren

[Listen] Sommerlesestapel

Juhu, es sind Sommerferien!
Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie toll das ist!

Sechs Wochen Zeit, um zu entspannen, zu lesen, zur Ruhe zu kommen. Sechs Wochen Zeit für liebe Menschen und für mich. Sechs Wochen Zeit, um zu wandern, zu schlafen und sinnlos Serien zu gucken. Natürlich konnte ich nicht anders, als den Ferienbeginn als Anlass zu nehmen, um beim Buchladen am Freiheitsplatz eine Großbestellung aufzugeben. Ich finde, man muss da jede halbwegs passende Gelegenheit und Chance nutzen. 😉

Aus den neuen Büchern und ein paar etwas älteren aus meinem Regal habe ich gerade mal einen schönen Sommerlesestapel gemacht. Mal sehen, welche Bücher ich davon am Ende der Ferien tatsächlich gelesen habe. Aber Lust habe ich gerade auf alle! ❤

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„Todesmärchen“ von Andreas Gruber, „Suche mich nicht“ von Harlan Coben und „Blind“ von Christine Brand sind allesamt Thriller. Das Buch von Andreas Gruber ist das dritte der Reihe um Maarten S. Sneijder, von denen ich ja schon die ersten beiden gelesen habe. „Suche mich nicht“ ist mir neulich in der Buchhandlung wegen des tollen Covers aufgefallen. Mona von Tintenhain war auf jeden Fall total begeistert. Das vergrößert die Vorfreude natürlich noch. „Blind“ hat mich allein durch den kurzen, prägnanten Titel auf sich aufmerksam gemacht. Der Klappentext hörte sich dann auch noch toll an – und schwupps war es bestellt.

„Das Spiel des Barden“ von Kevin Hearne ist der Auftakt einer neuen Reihe von einem meiner liebsten Fantasyautoren. In den nächsten Tagen erscheint übrigens auch der letzte Band („Zerschmettert“) aus den Chroniken des Eisernen Druiden. Den werde ich selbstverständlich auch schnellstmöglich verschlingen. Auch „Der lächelnde Odd und die Reise nach Asgard“ von Neil Gaiman ist im phantastischen Genre zu Hause. Dieses Buch ist mir durch die besondere Gestaltung aufgefallen und auf meiner „19 Bücher in 2019“-Leseliste.

„Warcross. Das Spiel ist eröffnet“ von Marie Lu ist ebenso wie „One Of Us Is Lying“ von Karen M. McManus schon seit längerem auf meiner Wunschliste. Insbesondere auf das zweite bin ich gespannt, weil es auch für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert ist.

Meine allerliebste Nanni hat ja oft einen ähnlichen Buchgeschmack wie ich. „Die Stille zwischen den Sekunden“ von Tania Witte hatte ich zwar schon seit längerem auf dem Schirm, aber dass sie dieses Buch so toll fand, hat letztendlich dazu geführt, dass es tatsächlich bei mir eingezogen ist. Auch von „Ein Sommer in Sommerby“ von Kirsten Boie hat Nanni so geschwärmt, dass ich gar nicht anders konnte, als es zu kaufen.

Seit meinem ersten Buch von Stefanie Höfler („Tanz der Tiefseequallen“) bin ich ein großer Fan. „Der große schwarze Vogel“ hat mich mindestens genauso begeistert und so möchte ich in diesem Sommer gerne wieder ein Buch von ihr lesen und bin sehr gespannt auf „Mein Sommer mit Mucks“.

[Geplauder] Der Umwelt zuliebe

Ich bin ein bisschen stolz. Ja, sicherlich gibt es total viele Menschen, die sehr viel mehr für die Umwelt tun. Menschen, die ihren Fleischkonsum drastisch reduziert haben oder überall nur noch mit dem Fahrrad hinfahren. Natürlich könnte ich noch mehr darauf achten, nur Getränke in Glasflaschen zu kaufen oder öfter die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen, aber soweit bin ich (noch) nicht.

Und trotzdem habe ich das Gefühl, dass ich – zumindest im Kleinen – die Welt ein kleines bisschen besser mache. Schon seit längerem benutzen mein Freund und ich für unseren samstäglichen Großeinkauf Einkaufsnetze für Obst und Gemüse und vermeiden so ein bisschen Plastik. Vor einiger Zeit habe ich dann Bienenwachstücher anstelle von Alufolie gekauft, um zum Beispiel belegtes Brot darin einzuschlagen. (Die überzeugen mich allerdings noch nicht hundertprozentig, weil ich die Reinigung schwierig finde.) Letzte Woche haben wir dann zum ersten Mal eigene Dosen mit zum Markt genommen, um unsere geliebten Fetacremes direkt darin abfüllen zu können. Und heute haben wir an der Fleischtheke eine große Dose rübergegeben, die dann mit Hackfleisch gefüllt wurde. Schon wieder ein bisschen unnötiges Plastik gespart.

Wie schon gesagt: Das sind Kleinigkeiten und an vielen Stellen in meinem Leben würde so manch umweltbewusster Mensch sicherlich den Kopf schütteln. Aber: Ich finde es sind kleine Schritte in die richtige Richtung und vielleicht inspirieren oder motivieren sie ja noch jemanden, der dann so wie ich – stolz wie bolle – mit seiner gefüllten Dose vom Markt oder der Fleischtheke nach Hause geht. 😉

[Aktion] Fünf Fragen am Fünften – Juli 2019

Wenn ich gerade schon nicht reglemäßig Rezensionen schreiben kann, weil ich gar nicht so viel lese, dann kann ich ja zumindest mal bei einer neuen Aktion mitmachen. Ich habe die „Fünf Fragen am Fünften“ gerade bei Nanni entdeckt. Grundsätzlich kommt die Aktion allerdings von Luziapimpinella.

An jedem Fünften des Monats gibt es fünf neue Fragen, die mal tiefere mal weniger tiefe Einblicke über denjenigen geben, der die Fragen beantwortet. Also: Los geht’s! 🙂

1. Bestellst du im Restaurant immer das Gleiche?

Ähhhm, maaanchmal bestelle ich auch was anderes, aber grundsätzlich: Ja! Schnitzel! Immer her mit dem Schnitzel! Es gibt nichts besseres, als ein leckeres, gut gemachtes Schnitzel mit einem frischen Salat.  Da ich mich ja lowcarb ernähre, ist meine Auswahl oft auch ziemlich beschränkt. Außerdem mag ich nicht so viel (Im Norden würde man sagen, dass ich krütsch bin). Neulich habe ich aber mal etwas ganz Neues probiert und mochte es wirklich gerne: Feta im Speckmantel mit Feigenhonig. Mmmh!
In einigen Tagen werde ich einen Kurzurlaub in Holland machen und habe mir überlegt, dass ich am besten vorher schon mal Karten auf holländisch drucke, auf denen steht: „Einmal Schnitzel ohne Pommes, stattdessen mit etwas mehr Salat, bitte!“ Kann mir das jemand übersetzen?

2. Genierst du dich dafür, dass du bestimmte TV-Formate schaust?

Nein! Zum einen weil ich kein Fernsehen an sich gucke (wir sind gut mit Netflix und Co ausgestattet), zum anderen: Warum sollte ich mich für etwas schämen, was mir gefällt? Sollte nicht jeder das gucken dürfen, was ihn entspannt / begeistert / interessiert / unterhält / glücklich macht?

3. Wann hast du zuletzt deine Frisur geändert?

Hmm, ist es eine Veränderung die Haare NICHT zu schneiden? Ich trage meine Haare am liebsten irgendwas zwischen kinn- und schulterlang. Mein Freund mag es lieber etwas länger, also sind sie im Moment für meine Verhältnisse ganz schön lang. Ich habe ihm aber heute schon angekündigt, dass das vermutlich nicht mehr lange so bleiben wird. 😀

4. Wann hast du zum letzten Mal einen Sonnenaufgang beobachtet?

Ganz ehrlich: Ich glaube noch nie! Oha! Ich bin ein absoluter Morgenmensch, aber ich kann mich nicht daran erinnern, mal bewusst einen Sonnenaufgang beobachtet zu haben, obwohl ich auch gerne früh draußen bin. Aber selbst wenn ich aktuell oft schon morgens um 6 Uhr einen Spaziergang mache, ist das ja sogar schon zu spät für einen Sonnenaufgang. Vielleicht im anstehenden Urlaub? An meinen letzten schönen Sonnenuntergang kann ich mich aber ganz gut erinnern. Das war vor einem Jahr im Dänemarkurlaub mit meinem Bruder.

5. Welches Kunstwerk hat dich stark beeindruckt?

Da kann ich tatsächlich zwei Werke nennen, die ganz unterschiedlich sind. Zum einen mag ich die Stilrichtung des blauen Reiters sehr gerne. Besonders angetan hat es mir hier „Die gelbe Kuh“ von Franz Marc, weil sie für mich so viel Fröhlichkeit vermittelt.

© Franz Marc, Die gelbe Kuh

Zum anderen mag ich den Fotografen Albert Watson sehr gerne. Ich war mal gemeinsam mit meinem Bruder und meinem Vater auf einer Fotoausstellung in Hamburg. Das Bild eines jungen Mädchens hat mich am meisten beeindruckt. Ich finde es spannend, welche unterschiedlichen Emotionen die unterschiedlichen Betrachter in ihrem Blick sehen. Für mich wirkt sie stark, aber auch ein wenig trotzig. Ich höre sie beinahe denken: „Das Leben ist zwar hart, aber ich bin stark genug. Ich schaffe das!“
Was seht ihr in ihr?

© Albert Watson, Maria Baba Ahmed
Dawra, Morocco, 1998

Das hat mir Spaß gemacht und ich denke, dass ich auch im August wieder dabei sein werde. 🙂

[Geplauder] Von meiner aktuellen Leseflaute, den möglichen Gründen dafür und dem tollsten Mann der Welt

Ich würde wirklich gerne mal wieder eine Rezension oder über etwas Buchiges hier schreiben, aber leider komme ich nicht dazu. Aktuell lese ich so gut wie gar nicht. Das letzte Mal vor zwei Wochen beim Friseur, als ich darauf gewartet habe, dass die Farbe für meine Strähnchen einwirkt. Da musste ich sowieso still sitzen und hatte nichts anderes zu tun.

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Damit der Beitrag nicht so leer ist. 🙂

Woran das liegt? Ich glaube, das gibt es wirklich viele Gründe. Manche etwas blöder, manche etwas toller. Zum einen macht mir mein Rücken immer noch etwas zu schaffen. Der mag nach wie vor nicht gerne lange sitzen. Und so nutze ich fast alle „Sitz-Zeit“, um zu arbeiten.

Gerade gibt es in der Schule wirklich viel zu tun. Ich fühle mich überhäuft mit Aufgaben und habe oft gar keine Idee, wann und wie ich die alle erledigen soll. Zum Glück sind in drei Wochen Sommerferien und langsam wird der Berg an Arbeit zumindest ein klitzekleines Bisschen weniger.

Dann kommt noch dazu, dass mich mein aktuelles Buch irgendwie nicht so sehr fesseln kann. „Kompass ohne Norden“ von Neil Shusterman ist ja für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert, weswegen ich es mir auch von meinem allerliebsten Lieblingsbruder (Keine Sorge: Ich habe nur einen!) zum Geburtstag gewünscht habe. Leider komme ich mit der einen Erzählperspektive nicht so gut zurecht. Sie verwirrt mich total und fesselt mich gar nicht. Kann mir jemand sagen, ob das noch besser wird?

Ansonsten gibt es große Neuigkeiten: Der Herzensmann und ich haben ein Haus gekauft. Unser eigenes kleines Häuschen. Unfassbar. Und so tingeln wir gerade gefühlt in der Hälfte unserer freien Zeit von einem Notartermin zum nächsten, nur um dann wieder zum Unterschreiben von Verträgen zur Bank zu fahren. Aber: Wir werden ab Oktober ein eigenes Haus haben. Ein eigenes Haus!!! ❤

Der Herzensmann ist ein gutes Stichwort. Wir lagen gestern Abend gemeinsam im Bett und ich habe ein bisschen gejammert: „Ich möchte endlich mal wieder lesen. Endlich mal wieder lange genug sitzen können, um zu lesen.“
Er: „Ein Hörbuch ist da keine Alternative, ne?“
Ich: „Nein!“
Er: „Und wenn ich dir vorlese?“
Ich (etwas gnatschig): „Nein, leider auch nicht. Das ist ja auch nichts anderes als ein Hörbuch!“
Der tollste Mann der Welt: „Aber das Buch wäre in deiner unmittelbaren Nähe. Du könntest es riechen und hören wie die Seiten umgeblättert werden.“

Hach! ❤  ❤  ❤

[Glücksmomente] Früher Sonntagsspaziergang

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Zum Lesen komme ich aktuell so gut wie gar nicht. Mein Rücken mag es gerade nicht, wenn ich viel sitze. Bewegung mag er umso mehr. Deswegen war ich heute Morgen um 7 Uhr schon unterwegs. Alles war ruhig, die Luft war noch frisch. Um mich herum Grün und Vogelgezwitscher. Dann bin ich mal ein bisschen anders gegangen als sonst und plötzlich stand ich vor diesem kleinen Teich. Hach, so kann ein Sonntag beginnen!

 

[Glücksmomente] Blumen in der Wohnung

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Ich habe es gerne grün und blumig um mich herum. Deswegen hege und pflege ich nicht nur unser kleines Gärtchen, sondern habe auch in der Wohnung viele Topfpflanzen und gerne auch ein paar Vasen mit Blümchen. Mein Herzensmann mag das (mittlerweile) auch wirklich gerne und so bringt er mir und uns regelmäßig ein kleines Sträußchen Schnittblumen mit – so wie diese wunderschönen Rosen.

[Momentaufnahme] Unser erstes Abenteuer in Andor

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Mein aktuelles Buch „Liebes Kind“ von Romy Hausmann ist zwar gar nicht schlecht, trotzdem habe ich mich heute Abend nicht in den Lesesessel, sondern mit dem Herzensmann an den Esstisch gesetzt, um unsere erste Legende von Andor zu bestreiten. Was soll man sagen? Die Helden waren erfolgreich! 😊

Kennt ihr „Die Legenden von Andor“? Wie findet ihr es? Nach dem Einführungsspiel habe ich direkt Lust, mich in das nächste Abenteuer zu stürzen.

[Rezension] „Die Spiegelreisende 1: Die Verlobten des Winters“ von Christelle Dabos

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Vermutlich habt ihr schon von DER neuen Fantasyreihe gehört, die teilweise sogar mit dem Harry Potter – Universum verglichen wird: Die Spiegelreisende!

Die Reihe besteht aus vier Bänden: Der erste Band ist bereits erschienen, die übrigen drei Teile werden alle vermutlich innerhalb eines Jahres erscheinen, was ich sehr angenehm finde. Es gibt ja kaum etwas Schlimmeres, als einen tollen Reihenauftakt zu lesen und dann mehrere Jahre auf die Fortsetzung warten zu müssen.

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Den erste Band, „Die Verlobten des Winters“, habe ich gestern beendet und muss sagen, dass ich die Begeisterung gut nachvollziehen kann. Vom Plot her hat die Geschichte meiner Meinung nach gar nichts mit Harry Potter gemein – das sollte man auf keinen Fall erwarten -, aber sie besticht ebenso durch erfrischend neue Ideen und eine ganz besondere Hauptfigur.

Schon vor Jahren ist die Welt in verschiedene Teile zersplittert,  in sogenannte Archen. Auf einer dieser Archen lebt Ophelia, die es genießt möglichst unscheinbar zu sein. Doch hinter ihrem etwas langweiligen Äußeren und ihrer tollpatschigen und schüchternen Art verstecken sich enorme Fähigkeiten: Ophelia kann nicht nur durch Spiegel reisen, sie ist auch eine hervorragende Leserin: Durch das Berühreren von Gegenständen kann sie ihre Geschichte lesen.

Doch dann muss Ophelia eines Tages ihr geliebtes, ruhiges Zuhause verlassen, um auf die weit entfernte Arche Pol zu ziehen, wo sie an den wortkargen und überall unbeliebten Thorn verheiratet werden soll. Dort ist nichts so, wie es scheint, und überall lauern Intrigen, Illusionen und Gefahr!

Meiner Meinung nach ist dieses Buch ein typischer Reihenauftakt: Es braucht etwas, bis das Setting und Hauptfiguren eingeführt sind. Erst dann nimmt die Handlung langsam Fahrt auf. Und dennoch mochte ich das Buch von Anfang an nur ungern zur Seite legen. Die letzten einhundert Seiten habe ich dann in einem Rutsch gelesen und bin sehr gespannt, wie sich die Geschichte weiterentwickelt. Noch kann ich viele Charaktere nur schwer durchschauen und bin freu mich darauf, welche Überraschungen die kommenden drei Bände noch für mich bereithalten.

Mein Fazit: Die neue Saga um die Spiegelreisende Ophelia ist zu Recht in aller Munde! Die Autorin, Christelle Dabos, hat eine faszinierende fantastische Welt erschaffen, die mich absolut begeistern konnte, vor allem weil ich viele der Ideen aus dem Buch so bisher noch nicht kenne. 8 von 10 Sternen für einen absolut gelungenen Reihenauftakt!

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Auf dieser Seite findet man übrigens in Form von wirklich beeindruckenden Zeichnungen die schönsten Fanbeiträge zur Reihe.

Die Spiegelreisende 1: Die Verlobten des Winters – Christelle Dabos – Hardcover – 535 Seiten – 18,00 € – ISBN: 978-3-458-17792-0  – erschienen: März 2019 (Insel Verlag) – Übersetzung: Amelie Thoma