[Rezension] „Immer wieder Gandhi“ von Vikas Swarup

Immer wieder GandhiInhalt:

Vikas Swarup ist vor allem durch sein Buch „Rupien, Rupien“ bekannt, das unter dem Titel „Slumdog Millionaire“ verfilmt wurde. Auch „Immer wieder Gandhi“ spielt in Indien. Am Anfang des Buches erfährt der Leser, dass der Sohn eines Politikers, der ein Monat zuvor zu Unrecht von einem Gericht des Mordes freigesprochen wurde, auf seiner Gartenparty erschossen wurde. Die Polizei nimmt daraufhin alle Gäste fest, die eine Pistole bei sich trugen. So ergeben sich insgesamt sechs Verdächtige, die unterschiedlicher nicht sein könnten: der Vater des ermordeten Vicky, ein besessener Politiker im Ruhestand, Indiens bekannteste Schauspielerin, ein etwas schlicht gestrickter Amerikaner, ein Handydieb und ein Stammesangehöriger.

Meine Meinung:

Eine befreundete Buchhändlerin empfahl mir dieses Buch als die Entdeckung des Frühjahrs 2010. Mitten im Sommer war es dann endlich soweit: auch ich hatte das Buch zuhause liegen und endlich Zeit für diesen 600-Seiten-Krimi.

Innerhalb relativ kurzer Zeit hatte ich das Buch durch. Dadurch dass am Anfang kurz die Vorgeschichten der einzelnen Verdächtigen dargestellt werden, war bei mir die Neugier auf ihre Geschichten und Motive geweckt. Die Geschichten eines jeden Verdächtigen werden in unterschiedlichen Schreibstilen und Perspektiven erzählt. So gibt es Tagebucheinträge, Ich-Erzählungen oder Kapitel, die nur aus wörtlicher Rede – nämlich Telefongesprächen – bestehen. Insbesondere letztgenannte zu lesen, fiel mir schwer. Andere wiederum hatte ich im Nu durch.

Ingesamt gefiel mir die Grundidee, nämlich die Geschichten von sechs Verdächtigen, die doch mehr oder weniger miteinander zusammenhängen, sehr gut. Der Schluss allerdings hat mich etwas enttäuscht, da er die Krimileserin in mir nicht ganz befriedigt hat. Mehr kann ich dazu, ohne zu viel zu verraten, hier nicht sagen.

Leider prägt der Schluss meine gesamte Bewertung immer sehr, so dass ich diesem Buch nur 6 von 10 Sternen geben kann.

stern 6

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