[Rezension] „Miss Lizzie“ von Walter Satterhwait

Miss LizzieInhalt:

„Lizzie Borden mit dem Beile

Hackt Mama in vierzig Teile.

Das Ergebnis freut sie sehr;

Bei Papa wird’s ein Teil mehr.“

Diesen Reim kennt in den USA jedes Kind. Die dreizehnjährige Amanda natürlich auch. Umso spannender ist es natürlich, als Amanda feststellt, dass ihre Nachbarin eben genau diese Lizzi Borden ist, die vor 30 Jahren mangels Beweisen vom Gericht freigesprochen wurde.

Amanda ist fasziniert von der alten Frau und freundet sich mit ihr an. Miss Lizzie bringt ihr Kartentricks bei, lädt sie zu Teegesellschaften ein und behandelt Amanda wie eine Erwachsene. Doch dann geschieht der erste Mord, direkt in Amandas Umfeld. Die Mordwaffe? Natürlich ein Beil!

Meine Meinung:

Uff, meine Meinung zu dem Buch ist dieses Mal nicht einfach in wenigen Sätzen zu beschreiben. Anfangs war ich begeistert. Aus der Sicht von Amanda bekommt der Leser die Ereignisse im Sommer 1912 geschildert. Die sympathische Naivität der Jugendlichen, sowie zum Beispiel die ehrlichen Schilderungen ihrer Gefühle zu potentiellen Heiratskandidaten (dem Jungen vom Kaufmannsladen) machen das Buch sehr unterhaltsam. Viele Charaktere des Buches sind sehr liebevoll und liebenswürdig gezeichnet, so dass ich oft beim Lesen schmunzeln musste. Insgesamt enthält das Buch einiges an Lebensweisheiten und behandelt das Thema „Freundschaft“ auf eine ganz andere Weise.

Der Schluss allerdings gefiel mir leider nicht mehr gut. Das Buch wird als Kriminalroman bezeichnet, er beschäftigt sich schließlich auch mit der Aufklärung des Mordes. Doch meiner Meinung nach gibt es in dem Buch viel zu viele Zufälle, zu viele Irrwege und zu verstrickte Fäden. Ich hätte mir gewünscht, dass der Fokus noch weniger auf den Ermittlungen gelegen hätte oder diese besser ausgereift gewesen wären.

Gerade habe ich noch mal das Buch aufgeschlagen und ein paar Zeilen gelesen; zum Beispiel:

„Er [der Sohn des Lebensmittelhändlers] war unser Heathcliff, Annies und meiner, und wir hätten uns ihm beide mit Wonne hingegeben, selbst dann, wenn wir genau gewusst hätten, was das bedeutete.“

Solche Zitate rufen mir wieder die netten und lustigen Seiten dieses Buches in Erinnerung, so dass ich auch gerne 6 von 10 Sternen vergeben mag.

stern 6

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