[Rezension] „Artemis Fowl: Das Zeitparadoxon“ von Eoin Colfer

Artemis Fowl 6Reiheninfo:

  1.  „Artemis Fowl“
  2. „Artemis Fowl: Die Verschwörung“
  3. „Artemis Fowl: Der Geheimcode“
  4. „Artemis Fowl: Die Rache“
  5. „Artemis Fowl: Die verlorene Kolonie“
  6. „Artemis Fowl: Das Zeitparadoxon“
  7. „Artemis Fowl: Der Atlantis-Komplex“
  8. „Artemis Fowl: Das magische Tor“

Achtung: Diese Rezension enthält Spoiler zu  den vorherigen Bänden!

Inhalt:

Angeline Fowl, die Mutter von Artemis, ist von einer seltenen, eigentlich schon längst gebannten Seuche befallen. Ihr bleiben nur noch wenige Tage zum Leben und das einzige Heilmittel ist das Sekret einer ausgestorbenen Lemuren-Art. Genau der Lemuren-Art die Artemis selber acht Jahre zuvor ausgerottet hat.

Für Artemis gibt es nur einen Weg, er muss gemeinsam mit Holly in die Vergangenheit reisen und sein jüngeres Ich daran hindern, den letzten lebenden Lemuren zu töten. Dabei trifft Artemis auf einen Gegner, der ihm intellektuell ebenbürtig ist, aber keine Moral besitzt: sich selbst!

Meine Meinung:

Hach, ich muss sagen: Mir fällt es schwer, diesen sechsten Teil der Artemis Fowl-Reihe zu rezensieren und zu bewerten. Es gibt sehr viele Dinge, die mir nicht so gut gefielen und einige wenige, die mich wiederum total begeistert haben.

Zunächst zu den Kritikpunkten: Ich habe bei diesem Buch das Gefühl, dass der Autor seine Reihe unbedingt fortsetzen wollte, ihm aber nichts neues mehr einfiel. Kein bisheriger Gegner war Artemis ebenbürtig, deswegen lässt er ihn einfach gegen sich selbst antreten. Zugegebener Maßen hat diese Idee auch seinen Reiz. Besonders weil dem Leser noch einmal die positive charakterliche Entwicklung von Artemis deutlich gemacht wird. Doch genau an dieser Stelle stellt sich für mich eine wichtige Frage. Was ist mit dem letzten, Artemis beinahe ebenbürtigen Gegner, wo zum Teufel ist Minerva aus dem letzten Teil? Ich hatte eigentlich darauf gehofft, dass diese gerade neu entflammte Beziehung zwischen den beiden jugendlichen Genies erneut aufgegriffen wird, aber Minerva wird leider mit keinem Wort erwähnt.

Außerdem ist mir vieles in diesem Teil etwas zu viel: Die Action ist übertrieben, die Pläne sind mir ein Stückchen zu verdreht und vor allem ist mir Artemis in diesem Teil wirklich zu schlau. Aber das ist sicherlich Geschmackssache.

Das Gute ist: Dieses Buch strotzt mal wieder vor Humor und genialen Sprüchen. Ich habe schon lange nicht mehr so viel und so laut beim Lesen vor mich hin gekichert und gelacht. Der Humor entsteht vor allem durch den wirklich genialen Schreibstil des Autors, durch die tollen Charakterzüge der Figuren und durch die vielen Abenteuer, die alle miteinander durchgemacht haben. Wirklich ein eindeutiger Pluspunkt!

Ingesamt kann ich diesem Buch aber leider trotzdem nicht mehr als 7 von 10 möglichen Sternen geben, da sich die Handlung nicht großartig von den ersten Bänden unterscheidet, eher noch an unnötiger Action zulegt und etwas zu gewollt wirkt. Schade!

stern 7

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