[Rezension] „Neva“ von Sara Grant

NevaInhalt:

Neva lebt in Heimatland, einer von einer elektrischen Kuppel abgeschlossenen Gesellschaft. Die Regierung Heimatlands behauptet, die Welt außerhalb der Kuppel sei toxisch und deswegen nicht zugänglich. Doch schon früh säte Nevas Großmutter Zweifel in ihrer Enkelin. Sie wies immer wieder auf die Welt außerhalb hin, bis sie plötzlich verschwand. Von diesem Zeitpunkt an sprach niemand außer Neva mehr von ihrer Oma. Es schien sich keiner mehr an sie zu erinnern.

Jetzt ist Neva sechzehn Jahre alt und gehört zu einer kleinen Gruppe von Rebellen, die das Leben innerhalb der Kuppel so nicht mehr ertragen. Alles dient dazu, die Menschen einander gleich zu machen. Neva und ihre beste Freundin Sanna beginnen zu rebellieren. Dass Nevas Vater Mitglied im Rat der Regierung und dementsprechend ein Befürworter Heimatlands ist, macht die Sache für Neva nicht leichter. Genauso wie die Tatsache, dass sie sich in den geheimnisvollen Freund ihrer besten Freundin verliebt hat.

Meine Meinung:

Die Meinungen anderer Blogger über dieses Buch gehen weit auseinander. Von absolut euphorischen Rezensionen, die „Neva“ sogar besser als Ally Condies „Auswahl“ sehen, bis hin zu nur mittelmäßigen Begeisterungsstürmen ist bisher alles dabei. Ich habe nur eine einzige Rezension wirklich vollständig gelesen, um wirklich unvoreingenommen an das Buch heran gehen zu können.

Dystopien scheinen im Moment die Vampirlovestorys von 2011 zu sein. Nach dem Erfolg von „Panem“ folgten in kurzem Abstand „Cassia & Ky. Die Auswahl“, einige andere Dystopien, die ich nicht gelesen habe, und nun auch „Neva“.

In der von Sara Grant geschaffenen Gesellschaft gibt es ein großes Problem: Mit dem Ziel alle Menschen gleich zu machen, geht es einher, dass einander zu ähnliche Gene miteinander vermischt werden. Krankheiten und Sterblichkeit nehmen rasant zu, Nachkommen bleiben aus. Dies ist ein Aspekt des Buches, den ich erschreckend und interessant zugleich fand. Außerdem unterscheidet sich das Buch so von den anderen Dystopien.

Ansonsten scheint hier auf ein altbekanntes Muster aufgegriffen zu werden: Die junge, aber mutige Rebellin versucht das Geheimnis ihrer Gesellschaft zu ergründen und ist zwischen zwei Männern, einer ihr guter Freund, der andere ein spannender, geheimnisvoller Fremde, hin und her gerissen. Ja, ich übertreibe an dieser Stelle etwas, aber diese Geschichte habe ich in letzter Zeit zu oft gelesen.

Neben der Tatsache, dass mich diese Liebesgeschichte etwas genervt und wenig überzeugt hat, habe ich zunächst schwer in die Geschichte reingefunden. Neva hat mich wenig von sich überzeugt. Die Sätze waren mir etwas zu abgehackt, ich konnte nicht so viel mit der Story an sich anfangen, der Anfang des Buches zieht sich ziemlich. Nach etwa 250 Seiten – also hundert Seiten vor dem Schluss – kommt die Geschichte dann allerdings richtig in Gang. Die Ereignisse überschlagen sich beinahe. Für meinen Geschmack etwas zu sehr. An dieser Stelle hätte das Buch dann doch noch hundert weitere Seiten haben können.

Trotz der vielen Kritikpunkte habe ich das Buch an einem Nachmittag durchgelesen. Es hat mir durchaus auch gefallen, aber mich einfach nicht überzeugt: Von mir gibt es 6 von 10 Sternen. Und den Vergleich mit „Die Auswahl“ möchte ich an dieser Stelle komplett von der Hand weisen. Mit der sanften Erzählweise von Ally Condie kann Sara Grant nun wirklich nicht mithalten.

stern 6

Neva – Sara Grant – Hardcover mit Schutzumschlag – 352 Seiten – 16,99 € – ISBN-13: 978-3426283486 – erschienen: März 2011 (PAN)

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