[Rezension] „Virals – Tote können nicht mehr reden“ von Kathy Reichs

VIRALSReiheninfo:

  1. „Virals – Tote können nicht mehr reden“
  2. „Virals – Nur die Tote kennt die Wahrheit“
  3. „Virals – Jede Tote hütet ein Geheimnis“

Inhalt:

Alles beginnt damit, dass Tory und ihre Freunde auf der Forschungsinsel ihrer Eltern eine alte Erkennungsmarke eines Soldaten finden. Torys Spürsinn ist geweckt und sie will unbedingt herausfinden, wem diese Marke gehört hat und wie sie auf die Insel gekommen ist. Bei ihrer Suche nach der Wahrheit entdecken die Freunde in einem stillgelegten Labor Coop, einen Wolfshundwelpen, der mit einem für Menschen eigentlich ungefährlichen, für Hunde aber meist tödlich endenden Virus infiziert ist. Warum wird der kleine Welpe gefangen gehalten und anscheinend zu Textzwecken missbraucht?

Meine Meinung:

Oh, ich hab mich so auf dieses Buch gefreut: ein Jugendthriller der bekannten Thrillerautorin und Autorin der Fernsehserie „Bones“: Kathy Reichs. Ich wusste wie immer nicht viel von der Handlung und konnte so komplett unvoreingenommen an das Buch herantreten.

Naja, nicht komplett, denn Stefanie von Daydreaming and Dreaming schwärmt immer sehr von „Virals“.

Die Geschichte startet eigentlich ohne viele Erläuterungen mittendrin. Sie wird von der vierzehnjährigen Tory – Großnichte der Anthropologin Tempe (Figur aus Reichs Erwachsenenthrillern) – erzählt. Tory lebt bei ihrem Vater, der Wissenschaftler ist, auf einer kleinen Forscherinsel. Ihre Freunde sind die drei Jungen Hi, Ben und Shelton, die meiner Meinung nach leider etwas eindimensional bleiben. Ich hätte auch gerne mehr über ihre Gedanken, Eigenschaften und Gefühle erfahren.

Vermutlich um das Buch für Jugendliche zugänglicher zu gestalten, schreibt Reichs in einem der Jugendsprache angelehnten Schreibstil: „Gähn“, „Würg“! Zunächst war das für mich etwas gewöhnungsbedürftig, doch die Handlung nimmt einen schnell gefangen, so dass dies nicht mehr negativ auffällt.

Die Handlung ist das ganz große Plus in diesem Buch. Ich war ganz schnell mittendrin, wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht, welche Zusammenhänge bestehen, wie sich die Protagonisten aus der ein oder anderen brenzligen Situation befreien. Das Buch ist in dieser Hinsicht ein echter Pageturner. Ich denke, Jugendliche werden das Buch lieben.

Was ich leider nicht wusste oder geahnt habe, kann ich hier auch wieder nur andeuten: Die Handlung nimmt an einem bestimmten Zeitpunkt eine etwas paranormale-sci-fi-hafte Richtung an. Und wer mich kennt, weiß, dass ich einen (unerwarteten) Genremix immer nicht so gut haben kann. Entweder es ist ein Thriller oder es ist ein Science-Fiction-Buch. Eine Mischung aus beiden irritiert mich immer sehr. Aber das ist wirklich ein Problem, was speziell ich mit solchen Büchern habe. Ich vermute, dass es den meisten anderen Lesern nicht so geht.

Das Buch soll den Anfang einer Reihe darstellen und ich sehe insbesondere in der Entwicklung der Protagonisten und in dem Verhältnis der Jugendlichen untereinander auf jeden Fall viel Potenzial. Vielleicht erfährt der Leser dann auch mehr über die drei Jungen aus Torys Gruppe.

Insgesamt ein leicht zu lesendes, spannendes Buch, das Jugendliche sicherlich verschlingen werden. Da mich der paranormale Aspekt doch zu sehr gestört hat, muss ich einen Stern abziehen: Es gibt also 8 von 10 möglichen Sternen.

stern 8

VIRALS – Tote können nicht mehr reden – Kathy Reichs – Hardcover mit Schutzumschlag – 480 Seiten – 18,99 € – ISBN-13: 978-3570152881 – erschienen: März 2011 (cbj)

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