[Rezension] „Ayla und das Lied der Höhlen“ von Jean M. Auel

!! Abgebrochen !!Ayla

Reiheninfo:

  1. „Ayla und der Clan des Bären“
  2. „Ayla und das Tal der Pferde“
  3. „Ayla und die Mammutjäger“
  4. „Ayla und das Tal der großen Mutter“
  5. „Ayla und der Stein des Feuers“
  6. „Ayla und das Lied der Höhlen“

Klappentext:

Obwohl Ayla als junge Mutter alle Hände voll zu tun hat, lässt ihr die Heilerin und spirituelle Anführerin der Neunten Höhle eine gewaltige Ehre zuteilwerden: Sie nimmt Ayla als ihre Gehilfin an. Voll Eifer stürzt sich Ayla in die Jahre währende Ausbildung und die verschiedenen Reisen, die dazugehören. Doch die dauernde hohe Belastung zehrt auch an der Beziehung zu Jondalar, der sich vernachlässigt fühlt. Bis er sich verletzt von ihr abwendet. (Quelle)

Meine Meinung:

Jahre habe ich auf dieses Buch gewartet. Ich habe die Serie um das Steinzeitmädchen Ayla nur so verschlungen, habe Jondalar geliebt und die bisherigen Bände in rasender Geschwindigkeit hintereinander weg gelesen. Doch dann nach dem letzten Buch („Ayla und der Stein des Feuers“) kam die lange Wartezeit. Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich oft in Buchhandlungen nachgefragt habe, wann denn endlich, endlich der letzte Teil erscheinen würde. Als es jetzt, neun Jahre nach Erscheinen des fünften Bandes, endlich soweit war, habe ich mich riesig auf das Buch gefreut.

Leider muss ich sagen, dass ich sehr enttäuscht wurde. Beim Lesen hatte ich den Eindruck, dass die Autorin selber kaum noch Inhaltsstoff für den Abschlussband ihrer ansonsten grandiosen Erdkinder-Zyklus hatte: In vielfachen Rückblenden beschreibt sie immer wieder die bisherigen Abenteuer von Ayla und ihrem Gefährten Jondalar. Und auch in der Gegenwart passiert nicht viel. Ayla besucht eine Höhle nach der anderen, begutachtet die verschiedensten Höhlenmalereien und entdeckt die Heiligkeit und Verbindungen zur Großen Mutter. Von der auf dem Klappentext beschriebenen Handlung habe ich bisher nur die langen Reisen mitbekommen.

Vielleicht wollte die Autorin aber auch nur ihr vermutlich großes Wissen um die landschaftliche Beschaffenheit des prähistorischen Europas während der Eiszeit darlegen. Genauestens beschreibt sie nicht nur die Natur und die Lebens- und Essgewohnheiten, sondern auch Kleidung, Tier- und Pflanzenwelt.

Ich muss gestehen, dass ich in den vorherigen Bänden auch immer wieder die Schilderung von der sexuellen Spannung zwischen Ayla und Jondalar gelesen habe. In diesem letzten Band ist davon nichts mehr zu merken. Es gibt insgesamt wenig Interaktion zwischen den einzelnen Charakteren, die Dialoge wirkten auf mich gestellt.

Nachdem ich mich sehr lange an diesem Buch aufgehalten, es immer wieder für interessantere Bücher zur Seite gelegt und mich Seite für Seite durchgequält habe, habe ich es nun auf Seite 599 abgebrochen. Schade: Was lange währt, wird nicht immer gut! Vielleicht wird das Buch ja ab der 600. Seite grandios, vielleicht braucht man auch noch mehr Durchhaltevermögen als ich, aber bis zur Hälfte des Buches kann ich vom Lesen leider nur abraten!

stern 1

Ayla und das Lied der Höhlen – Jean M. Auel – Hardcover mit SU – 1120 Seiten – 27,99 € – ISBN-13: 978-3453265431 – erschienen: März 2011 (Heyne)

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