[Rezension] „Göttlich verdammt“ von Josephine Angelini

Göttlich verdammtReiheninfo:

  1. „Göttlich verdammt“
  2. „Göttlich verloren“
  3. „Göttlich verliebt“

Klappentext:

Die 16-jährige Helen lebt bei ihrem Vater auf Nantucket – und langweilt sich. Ihre beste Freundin Claire hofft, dass nach den Ferien endlich etwas Aufregendes passiert. Der Wunsch geht in Erfüllung, als die Familie Delos auf die Insel zieht. Alle sind hin und weg von den äußerst attraktiven Neuankömmlingen. Nur Helen spürt von Anfang an großes Misstrauen. Gleichzeitig plagen sie plötzlich düstere Albträume, in denen drei unheimliche Frauen Rache nehmen wollen. Es scheint eine Verbindung zwischen ihnen und Lucas Delos zu geben. Was dahintersteckt, erfährt Helen erst nach und nach… (Quelle)

Meine Meinung:

Nachdem so ziemlich jeder dieser Buch gelesen hat und es überall eigentlich positive Rezensionen bekommen hat – so scheint es mir zumindest –, musste ich das Buch auch unbedingt lesen.

In „Göttlich verdammt“ geht es um griechische Götter, Figuren aus Sagen und Mythen, alles angesiedelt in einer ganz realen Welt. Klingt ein bisschen wie die „Percy Jackson“-Reihe von Rick Riordan, liest sich letztendlich aber ganz anders. Während Rick Riordan über eine humorvolle Schiene eher Jugendliche im Alter von 10-14 Jahren anspricht, ist die Zielgruppe von Angelini sicherlich etwas älter. Und das nicht nur, weil zum Beispiel von Sex und sexuellem Verlangen zwar nie aufdringlich und eher nebenbei, aber ganz selbstverständlich geredet wird.

Das Buch wird oftmal mit der „Bis(s)-Reihe“ verglichen und ich wage es jetzt ganz vorsichtig, diesen Vergleich zu bestätigen. Ich habe beim Lesen, ohne von diesem Vergleich zu wissen, oft Parallelen in den Nebencharakter gesehen. Lucas hat wie Edward eine große Familie und die Geschwister lassen sich meiner Meinung nach teilweise eins zu eins auf Alice, Jasper, Emmet und Co übertragen. Das tut der Geschichte allerdings keinen Abbruch, denn gerade die ausgereiften Nebenfiguren mit ihren eigenen Persönlichkeiten haben das Buch für mich zu einem absoluten Lesevergnügen gemacht.

Im Gegensatz zu Bella ist Helen allerdings alles andere als ein kleines unsicheres Mädchen, denn obwohl Helen sich in großen Menschenmengen unwohl fühlt und es hasst, die volle Aufmerksamkeit von vielen Menschen auf sich zu spüren, hat sie eine starke Persönlichkeit, weiß genau, was sie will und entdeckt im Laufe des Buches immer mehr unglaubliche Fähigkeiten. Und obwohl dies alles wirklich gut und überzeugend erklärt wird, ist mir Helen teilweise etwas zu perfekt gewesen.

Kommen wir zu einem weiteren Kritikpunkt: Ich habe eine noch nicht endgültige Fassung des Buches gelesen und kann deswegen keine Pauschalaussage treffen, aber mir persönlich war der Schreibstil an vielen Stellen zu wischiwaschi-jugendlich, was aber möglicherweise auch an der Übersetzung liegen kann.

Trotzdem habe ich das Buch wirklich verschlungen, denn die Handlung ist äußerst spannend geschrieben. Ich wollte wissen, was es mit Helens Fähigkeiten auf sich hatte, wie es mit Helen und Lucas weitergeht und letztendlich, wie die Autorin das große Gesamte auflöst. Ich will weiter lesen!

Von mir gibt es 7 von 10 Sternen und damit eine Leseempfehlung an alle, die in die mystische, spannende und sehr komplexe (Liebes)-Geschichte von Helen und Lucas eintauchen wollen.

stern 7

Göttlich verdammt – Josephine Angelini – Hardcover – 494 Seiten – 19,95 € – ISBN-13: 978-3791526256 – erschienen: Mai 2011 (Dressler) – Altersempfehlung: 14-17 Jahre

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