[Rezension] „Inside the Cage“ von Matt Whyman

Inside the CageInhalt:

Eigentlich wollte Carl doch nur zeigen, dass er als Hacker in eines der bestgesicherten Gebäude der USA einbrechen kann. Dass er kurze Zeit später in einem Gefangenenlager am Polarkreis sitzen würde, unter unwürdigen Bedingungen eingesperrt mit Selbstmordattentätern und Serienmördern, damit hätte er nicht gerechnet. Zudem stellt sich schnell heraus, dass nicht nur die Wärter brutal und grausam mit ihm umgehen, sondern dass auf eine noch nicht erklärliche Weise ein falsches Spiel mit ihm getrieben wird. Und wer ist das einzige Mädchen direkt im gegenüberliegenden Käfig? Warum schaut sie ihn so an, als würde sie ihn kennen, ignoriert ihn aber ansonsten?

Meine Meinung:

Ein US-Gefangenenlager am Polarkreis, kälteste Minusgrade, gesuchte Schwerverbrecher und sadistische Wärter – mittendrin: Carl, der siebzehnjährige Hacker, dem das undenkbare gelungen ist, nämlich sich in Fort Knox – einem Lager für Goldbarren – einzuhacken.

Dieses Szenario liest sich einerseits wie aus einem spannenden Actionfilm, andererseits konnte ich mir beim Lesen auch sehr gut vorstellen, dass die Handlung, so oder in leicht abgewandelter Form, tatsächlich irgendwo auf der Welt geschieht. Packend und erschreckend zugleich.

Die ersten Seiten des Buches dienen dazu, die Basis für die Geschichte zu legen, sie bringen den Leser mit einem klapprigen Flugzeug ins Gefangenenlager, lassen auch ihn die eisige Kälte spüren und setzen ihn den gleichen Grausamkeiten aus wie Carl.

Bis die Handlung und damit die Spannung mich so richtig gepackt hat, hat es allerdings etwas gedauert, aber das Warten lohnt sich. Denn als gar nicht mehr so klar ist, wem Carl vertrauen kann und wem nicht, spitzt sich die Handlung auch schon zu.

„Die ganze Zeit über war ich der Meinung gewesen, ich wäre in den Händen der Guten. Jetzt scheint sich mir die Trennungslinie nicht mehr so scharf ziehen zu lassen. Ich habe Gutes und Böses auf beiden Seiten erlebt, und das macht es so schwierig rauszufinden, wem man trauen kann.“ (S. 232)

Wie in einem guten Jugendthriller kommt es vor allem im Mittelteil zu jeder Menge überraschenden Wendungen. Ich bin zu dem Zeitpunkt nur so über die Seiten hinweg geflogen. Konnte gar nicht schnell genug alles lesen.

Insgesamt also ein spannender, realistischer Jugendthriller, der nicht umsonst das Prädikat „21st century thrill“ trägt: durch das Hacker-Thema und das menschenunwürdigen Gefangenenlager so aktuell wie nie zuvor. Einen Stern muss ich für den etwas schleppenden Anfang und das Ende abziehen, das mir einfach inhaltlich nicht so zugesagt hat. Trotzdem würde ich dieses Buch vor allem Jungen sehr ans Herz legen, denn es kann den spannenden Actionthriller aus dem Fernsehen sehr wohl ersetzen. 7 von 10 möglichen Sternen.

stern 7

Inside the Cage – Matt Whyman – Taschenbuch – 380 Seiten – 8,95 € – ISBN-13: 978-3407742506 – erschienen: Juli 2011

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