„Als gäbe es einen Himmel“ von Els Beerten

2135_Beerten_Verrat_HK_6 (2).pdfKlappentext:

Jef träumt davon, ein Held zu werden, am liebsten gemeinsam mit seinem besten Freund Ward. Seine Schwester Renée braucht keine Helden. Sie liebt Ward, sein betörendes Spiel auf dem Saxophon und seinen samtenen Blick. Aber es ist 1943. Mitten im Krieg. An der Ostfront wird ein knallharter Krieg gegen die Russen geführt. Die Deutschen erleiden große Verluste und brauchen dringend tapfere junge Männer, um ihnen zu helfen.

Für die Jungen eine Traumchance, ein Held zu werden. Für Volk und Vaterland. Für eine bessere Welt. Ward zieht lieber heute als morgen los. Aber nicht alle denken so. (Quelle: Amazon)

Meine Meinung:

Ich habe dieses Buch gelesen, weil es zum einen auf der Nominiertenliste des Deutschen Jugendliteraturpreises stand, zum anderen, weil meine Freundin Nanni dieses Buch geliebt hat.

Nach den ersten Seiten, die ich gelesen hatte, war ich alles andere als begeistert. Eher etwas irritiert und verwirrt. Denn das Buch ist nicht nur durch zahlreiche Zeitsprünge, sondern auch durch die vielen verschiedenen Erzählperspektiven gekennzeichnet, deren Wechsel nicht durch zum Beispiel passende Kapitelüberschriften angekündigt werden. So habe ich manchmal schon ein oder zwei Seiten eines neuen Kapitels gelesen, bis ich gemerkt habe, dass es nicht von Jef, sondern von Ward oder Jefs jüngerem Bruder erzählt wurde.

Doch nach und nach, mit steigender Seitenzahl, konnte mich das Buch dann doch gefangen nehmen. Die Grundidee, die sich hinter der Geschichte verbirgt, finde ich nämlich sehr spannend. Es geht um junge Männer aus Flandern, die sich, um ihr Land zu schützen, den deutschen Soldaten im Zweiten Weltkrieg anschließen. Es geht aber auch um die Liebe zweier junger Menschen, um die Liebe zwischen Geschwistern und besten Freunden, um Mord, Treue und Verrat. Denn: So vielschichtig die Erzählperspektiven sind, so vielschichtig ist die Geschichte auch inhaltlich.

Einzig und allein der Schluss, den ich mir persönlich anders gewünscht hätte, gefiel mir nicht so gut. Ansonsten ist dieses Buch erfrischend anders: sowohl in seiner Erzählstruktur als auch in seinem Umgang mit dem Thema des Zweiten Kriegs. „Als gäbe es einen Himmel“ ist ein lesenswertes Buch – nicht nur für jugendliche, sondern auch für erwachsene Leser.

stern 8

Als gäbe es einen Himmel – Els Beerten – Hardcover mit SU – 624 Seiten – 19,95 € – ISBN-13: 978-3841421357 – erschienen: Juni 2012 (Fischer) – Altersempfehlung: 12-16 Jahre

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s