„Die Legenden der Albae: Vernichtender Hass“ von Markus Heitz

Die Legenden der Albae 2Reiheninfo:

  1. „Legenden der Albae: Gerechter Zorn“
  2. „Legenden der Albae: Vernichtender Hass“
  3. „Legenden der Albae: Dunkle Pfade“
  4. Titel und Erscheinungsdatum noch unbekannt

Achtung: Diese Rezension enthält Spoiler zum ersten Band!

Inhalt:

„Keine Armee vollbrachte Größeres!“, sprach er inbrünstig. „WIR haben die Unterirdischen niedergeworfen und vernichtet. Und WIR werden die Elben niederwerfen und nicht nur sie vernichten, sondern alles, was von ihnen existiert. Nichts darf mehr an sie erinnern. WIR sind ihr TOD!“ (S. 21)

Auf diese Art feuern Sinthoras und Caphalor ihre Albae-Truppen an. Die beiden Nostàroi sind unbestrittene Helden, doch ob das immer so bleiben wird?

Sinthoras und Caphalor haben gemeinsam mit ihrem Albae-Heer und den Verbündeten den steinernen Torweg überwunden, nun soll das restliche Tark Draan – oder das Geborgene Land, wie die Bewohner es nennen – erobert werden. Die Karten stehen gut, doch schon bald droht unerwartete Gefahr und nicht nur der Feldzug gegen die Elben, auch das heimische Albae-Reich ist in Gefahr.

Meine Meinung:

Ich muss ganz ehrlich sagen: Es fällt mir nach wie vor schwer, mit den Albae mitzufiebern, denn sie sind nun mal absolut keine Sympathieträger. Szenen, wie die folgende, lassen mich heimlich wünschen, dass doch die Elben die große Schlacht um das Verborgene Land gewinnen mögen:

„Auf den Feldern arbeiteten weiß gekleidete Elben, holten die Ernte ein, warfen das Korn auf lange Wagen und transportierten es zu einem Fluss, an dem sich eine Mühle an die nächste reihte. Dem Klang nach wurde in den Scheunen gedroschen. Gelegentlich sah man nach Morana, sie wurde mit einem erhobenen Arm gegrüßt.

Die Albin erwiderte die freundliche Geste mit Hass. Die Vernunft hinderte sie daran, ihr Schwert zu ziehen und durch die Ähren zu jagen, um die Elben niederzustrecken. Die goldene Ebene wird man bald Blutebene nennen, wenn wir mit euch fertig sind, schwor sie stumm.“ (S. 165)

Und doch kam ich im zweiten Teil der Albae-Trilogie besser mit den Hauptpersonen zurecht, als es beim Vorgänger der Fall war. Es gibt eben doch einige Albae, die etwas weniger grausam als andere sind. Und man gewöhnt sich an die Blutdurst, den Knochenschmuck und die Nachtmahle mit den leuchtenden Augen und spitzen Zähnen.

Allerdings verteilt sich die Handlung auch auf viele Nebenschauplätze, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. So stehen nicht nur die Albae im Fokus, sondern auch andere Rassen.

Grundsätzlich habe ich beim Lesen festgestellt, dass man die Bücher von Markus Heitz dann am besten genießen kann, wenn man viele Seiten am Stück lesen kann. Nur denn gelingt es mir wirklich, die detaillierten Beschreibungen zu würdigen und in der komplexen Handlung zu versinken.

Am Ende des Buches gibt Heitz einen kleinen Ausblick auf den dritten Teil. Dieser Ausblick macht mich als Leserin von „Die Zwerge“ auf jeden Fall neugierig (die Handlung von „Dunkle Pfade“ ist zwischen dem dritten und vierten Zwerge-Band angesiedelt), lässt mich aber auch ein bisschen unbefriedigt zurück, denn ich vermute, dass viele Handlungsstränge aus diesem Band nicht weitergeführt werden.

„Vernichtender Hass“ hat mir sehr viel besser gefallen als „Gerechter Zorn“. Das lag vor allem daran, dass ich mich mit diesen doch nicht so leicht zu mögenden Charakteren angefreundet habe. Aber auch die Handlung auf den vielen Nebenschauplätzen hat mir gut gefallen. Ich bin gespannt, was mich im dritten Teil erwartet. 8 von 10 Sternen für spannende und mitreißende Fantasy-Unterhaltung.

stern 8

Die Legenden der Albae: Vernichtender Hass – Markus Heitz – Klappbroschur – 652 Seiten – 16,99 € – ISBN-13: 978-3492701976 – erschienen: Augsut 2011 (Piper)

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