„Ready Player One“ von Ernest Cline

Ready Player OneInhalt:

Im Jahre 2044: Die Welt, wie wir sie kennen droht vollkommen zu verfallen: Umweltkatastrophen, Energiekrisen und Armut. Zum Glück gibt es noch die OASIS – eine virtuelle Realität, in den sich die Menschheit flüchtet; so auch der 18jährige Wade. Dort ist er, wie viel andere auch, auf der Jagd nach einem besonderen Schatz, dem so genannten Easter Egg, das vom Gründer und Entwickler der OASIS dort versteckt wurde. Als er, fünf Jahre nach Veröffentlichung des Rätsels, als erster einen Hinweis entdeckt, wird Wade plötzlich berühmt. Allerdings bringt ihn das auch in Gefahr, nicht nur in der OASIS, sondern auch in der realen Welt. Ein Wettlauf mit der Zeit – und einem beinahe allmächtigem Gegner – beginnt…

Meine Meinung:

Der Einstieg in die Geschichte um Wade oder Parzival, wie er sich in der OASIS nennt, ist etwas ungewöhnlich. Cline hat ein Setting geschaffen, das auf der einen Seite erschreckend weit entfernt von der heutigen Welt, andererseits aber durchaus vorstellbar ist.

Der Schreibstil des Ich-Erzählers ist auch eher ungewöhnlich. So benutzt er gerade zu Anfang des Buches viele Fußnoten, Klammern und weitere kleine Erläuterungen. Als Leser habe ich mich durch die vielen, unkompliziert eingeschobenen Informationen und Erklärungen aber direkt angesprochen gefühlt. Die Sprache ist manchmal etwas derb, ohne Details zu beschönigen, jugendlich, wirkt aber dennoch nicht künstlich.

Es gibt nur Kleinigkeiten, die mich wirklich gestört haben: so mutiert Wade von einer zur nächsten Seite vom schüchternen Einzelgänger in ein wahres Chat-Flirttalent. Ich bin beim Lesen wirklich drüber gestolpert und das darf meiner Meinung nach nicht sein.

Ansonsten habe ich das Buch wirklich gern gelesen, auch wenn es mich zunächst nicht ganz so wie erwartet gepackt hat, was aber auch an der Tatsache liegen kann, dass ich wenig Zeit und dadurch ein kleines Lesetief hatte.

Besonders für Leser, die in den 80er Jahren groß geworden sind oder zumindest einige Filme, Comics oder Erzählungen aus dieser Zeit kennen, bietet „Ready Player One“ ein ganz besonderes Schmankerl: der Mitbegründer der OASIS war nämlich (genauso wie der Autor selber) ein großer Fan der 80er, so dass die gestellten Aufgaben und Rätsel Spiele wie „Pacman“, Serien wie „Knight Rider“ oder Filme wie „Die Ritter der Kokosnuss“ aufgreifen.

Die letzten 200 Seiten – einem wahren Showdown gleich – ließen mich mit dem Wunsch zurück, eine Fortsetzung zu dem Buch zu lesen. Ich vermute zwar, dass die Geschichte an sich zuende erzählt ist, aber trotzdem steckt im Schluss und in den Figuren selber Potenzial für eine weitere spannende Story. Ernest Cline ist auf jeden Fall ein Autor, den ich mir merken werde. Ich vergebe 7 von 10 Sternen.

stern 7

Ready Player One – Ernest Cline – Hardcover mit SU – 512 Seiten – 19,99 € – ISBN-13: 978-3764530907 – erschienen: März 2012 (Penhaligon)

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