„Sturm im Elfenland“ von Frances G. Hill

Sturm im ElfenlandKlappentext:

Im Elfenland herrscht Unruhe. Seit König Auberon die Ausübung von Magie verboten hat, regt sich im ganzen Reich Widerstand.

Das Leben der jungen Elfe Alana verläuft jedoch unbeschwert – bis eines Tages unerwarteter Besuch auf das Gut ihres Vaters kommt: Der junge Elf Ivaylo soll in Alanas Familie eine neue Heimat finden. Doch bald erkennt Alana, dass der geheimnisvolle Junge in den alten magischen Künsten bewandert ist… Was ist das Geheimnis des Sternensteins, den Ivaylo bei sich trägt? Und warum öffnen sich plötzlich überall im Elfenland gefährliche Dämonentore? (Quelle)

Meine Meinung:

Selten ist mir eine Rezension so schwer gefallen wie diese. Selten habe ich beim Lesen ein solches Auf und Ab erlebt wie bei „Sturm im Elfenland“.

Der Eindruck beginnt bekanntlich schon bei dem Cover. Mit den zarten Türkistönen erinnert es mich an ein Romantasy-Cover (ein Genre, was ich nicht so gerne lese). Allerdings wurde mir das Buch von einer Freundin empfohlen, die zum Beispiel auch Markus Heitz liest – meiner Meinung nach das Gegenteil von Romantasy. Welche Erwartungen werden nun also erfüllt?

Zunächst beginnt die Geschichte etwas holprig; sowohl inhaltlich, denn der Leser wird förmlich ins Geschehen hinein geschmissen, als auch sprachlich. Anfangs fielen mir immer wieder einige Textzeilen negativ auf: manche waren mir zu einfach geschrieben, andere klangen nach abgedroschenen Phrasen. Doch nach den ersten fünfzig Seiten hatte ich dieses Gefühl nicht mehr. Ob es an der Gewöhnung lag oder an der tatsächlichen Änderung des Schreibstil ist letztendlich einerlei.

Denn nun kam der Teil im Buch, der mir ausgenommen gut gefallen hat. Durch die Gefahr der vermehrt auftretenden Dämonentore werden zwei Parteien gezwungen zusammenzuarbeiten, die seit jeher in der Fantasygeschichte nicht unbedingt gut miteinander können: die Zwerge und die Elfen. Der im Klappentext benannte Sternenstein spielt hierbei eine große Rolle. Diese Idee und auch die Umsetzung sind wunderbar gelungen. Den gesamten Hauptteil über habe ich fast an einem Stück gelesen, so gebannt war ich von der Geschichte und den Charakteren. Insbesondere der in sich gekehrte, so wütende Ivaylo hat mir gut gefallen. Und der Zwerg Sverre ist für mich sowieso der heimliche Held der Geschichte.

Doch der Schluss war mir dann wieder etwas zu abgedreht. Hier steht die Idee der Dämonentore und der parallelen Dämonenwelt noch einmal ganz anders im Fokus, was mir persönlich weniger gut gefallen hat. Wer mich kennt, weiß dass ich mit neuartigen Ideen und Fantasyelementen immer so meine Probleme habe. Und um das Hochgefühl des Hauptteils wirklich noch umzukehren, passte plötzlich auch das Cover wieder zu den letzten Seiten. Soll heißen: Der Schluss ist stellenweise wirklich richtig kitschig, was in meinen Augen nicht zum Rest der Handlung passt.

Als Fazit bleibt zu sagen: ein holpriger Anfang, ein grandios spannender Hauptteil und ein Schluss, der so gar nicht meinen Geschmack getroffen hat. Ich bleibe also auch nach dem Schreiben des Leseeindrucks mit einem gemischten Gefühl zurück: vieles hat mir wirklich sehr gut gefallen, aber es gab dann doch zu viele kleine Aber’s. Insgesamt vergebe ich wegen des Lesevergnügens im Hauptteil noch 6 von 10 Sternen.

stern 6

Der Autorenname Frances G. Hill ist übrigens eines der Pseudonyme von Susanne Gerdom.

Sturm im Elfenland – Frances G. Hill – Hardcover mit SU – 464 Seiten – 19,95 € – ISBN: 978-3-7607-6373-6 – erschienen: Februar 2011 (ars edition)

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