„Wir beide, irgendwann“ von Jay Asher & Carolyn Mackler

Wir beide irgendwannInhalt:

Es ist das Jahr 1996, weniger als die Hälfte aller amerikanischer Highschoolschüler haben schon das Internet benutzt und Facebook wurde noch nicht erfunden. Umso verwirrter ist die 16-jährige Emma, als sich nach der Installation von AOL plötzlich eine Seite namens „Facebook“ öffnet und sie darauf ein Foto von einer Frau entdeckt, die ihr ungemein ähnlich sieht und auch noch genauso heißt wie sie. Emma ist auf ihren eigenen Facebookaccount gestoßen – 15 Jahre in der Zukunft.

Eigentlich reden Emma und Josh nach einem peinlichen Kussversuch seitens Josh nicht mehr viel miteinander, doch dieses Geheimnis kann sie nur mit ihrem ehemals besten Freund teilen: Und so klicken sich die beiden gemeinsam durch die Zukunft und müssen feststellen, dass diese für Emma – im Gegensatz zu Josh – gar nicht rosig aussieht. Allerdings findet Emma schnell heraus, dass Handlungen in der Gegenwart zu Veränderungen in ihrem Facebookprofil führen. Doch lässt sich die Zukunft so wirklich steuern?

Meine Meinung:

„Tote Mädchen lügen nicht“ von Jay Asher war ein Riesenerfolg. Umso gespannter war ich auf sein zweites Buch, das er gemeinsam mit Carolyn Mackler geschrieben hat. Ich kann beruhigt sagen: Diese neue Geschichte ist genauso fesselnd wie sein Debüt, aber dennoch ganz anders.

Auf lockere und leichte Weise beschäftigen sich die Autoren mit Fragen wie „Wie beeinflussen wir die Zukunft und wie die Zukunft uns?“ und „Gibt es so etwas wie Schicksal?“. Die unterhaltsame Rahmenhandlung einer ganz normalen amerikanischen Highschool und den Sorgen und Wünschen von Jugendlichen dürfen dabei natürlich nicht fehlen.

Es ist sehr amüsant, jetzt im Jahre 2012 dieses Buch zu lesen und ein ziemlich genaues Bild vor Augen zu haben, wie Emma und Josh Facebook erkunden. Beim Lesen mancher Sätze musste ich doch sehr schmunzeln:

„‚Warum steht da, dass sie dreihundertzwanzig Freunde hat?‘, fragt Josh. ‚So viele Freunde hat doch kein Mensch!'“ (S. 44)

Die Geschichte wird in kurzen Kapiteln abwechselnd aus der Sicht von Emma und Josh erzählt, was immer dann besonders unterhaltsam war, wenn ihre Sicht auf ein und dasselbe Ereignis ganz unterschiedlich ausfällt. Gerade ihr Gefühlsleben macht die Freundschaft zwischen Emma und Josh so kompliziert und beim Lesen wollte ich die beiden am liebsten schütteln und ihnen zurufen: „Seht ihr es denn nicht, ihr beide… ihr sollt zusammen kommen!“

„Wir beide, irgendwann“ ist so schön, dass ich mich während des Lesens dabei beobachtet habe, wie ich das Buch und die noch zu lesenden Seiten sehnsüchtig angesehen und mir gewünscht habe, die Geschichte um Emma und Josh würde nie enden. Ein absolut kurzweiliger Jugendroman, der seine 9 von 10 Sternen voll und ganz verdient. Einziges Manko: Man hat die knapp 400 Seiten viel zu schnell gelesen.

stern 9

Wir beide, irgendwann – Asher & Mackler – Hardcover mit SU – 400 Seiten – 17,99 € – ISBN-13: 978-3570161517 – erschienen: August 2012 (cbj) – Altersempfehlung: 12-15 Jahre (und durchaus auch älter)

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