„Der Weg in die Schatten“ von Brent Weeks

Der Weg in die SchattenReiheninfo:

Schatten-Trilogie:

  1. „Der Weg in die Schatten“
  2. „Am Rande der Schatten“
  3. „Jenseits der Schatten“

Klappentext:

Durzo Blint ist ein gefährlicher Mann, ein unübertroffener Meister in der Kunst des Tötens. Doch für den Gassenjungen Azoth ist der gefürchtete Meuchelmörder die einzige Chance, am Leben zu bleiben – denn der allgegenwärtige Hunger und die Schrecken der Straße würden für Azoth über kurz oder lang den sicheren Tod bedeuten. Doch Durzo Blint ist in der Auswahl seiner Lehrlinge äußerst wählerisch – und es ist gut möglich, dass der Weg in die Schatten einen weit höheren Preis fordert, als Azoth es sich je vorstellen konnte … (Quelle)

Meine Meinung:

„Leben ist leer. Wenn wir Leben nehmen, nehmen wir nichts von Wert. Blutjungen sind Auftragsmörder. Das ist alles, was wir tun. Das ist alles, was wir sind. Es gibt keine Poeten in dem bitteren Geschäft“, erklärte Blint. (S. 101)

”Der Weg in die Schatten” ist kein einfaches Buch. Die Hauptperson ist Azoth: ein Junge, der in der Gosse aufwächst und unter den Anführern sehr zu leiden hat. Um dem zu entgehen, beschließt er, ein Blutjunge (also ein Assassin) zu werden. Das ist natürlich nicht unbedingt eine Entwicklung, die einen Hauptcharakter sympathisch macht. Und Brent Weeks macht es dem Leser auch nicht leicht, indem er Azoth zu einem Robin Hood der Blutjungen werden lässt. Im Gegenteil, es ist klar, dass Azoth nur dann erfolgreich werden kann, wenn ihm die Leben, die er nimmt, nicht wichtig sind.

Es ist trotzdem – oder vielleicht auch gerade deswegen? – eine Handlung, die mitreißt. Die Hoffnung, dass sich Azoth doch irgendwann richtig zwischen Gut und Böse entscheidet, lässt den Leser Seite um Seite lesen…

Die Geschichte an sich ist sehr vielschichtig und so gibt es verschiedene Handlungsstränge und ziemlich viele Personen, deren Namen und Motive man sich merken muss. Das macht das Lesen nicht immer ganz einfach, aber auch umso interessanter, da die Handlung selten bis gar nicht vorhersehbar ist.

Mein einziger Kritikpunkt ist der Schluss, denn der war mir dann zu verworren und zu komplex. Ehrlich gesagt weiß ich auch jetzt nach dem Beenden des Buches gar nicht sicher, ob ich wirklich alles ganz richtig verstanden, alle Täuschungsmanöver und Finten als solche erkannt und alle Wendungen richtig mitbekommen habe.

Dieser erste Band der Schatten-Trilogie hat mich von Brent Weeks als Autor überzeugt. Der Mann kann definitiv schreiben und den Leser auch über viele Seiten ans Buch fesseln. Ein etwas bitterer Nachgeschmack bleibt durch den zu unübersichtlichen Schluss und einigen Wendungen, mit denen ich mich erstmal anfreunden muss. Trotzdem werde ich sicherlich auch den zweiten Band lesen, wenn es mich auch nicht sofort in die nächstgelegene Buchhandlung zieht. Ich vergebe gerne 7 von 10 Sternen.

stern 7

Der Weg in die Schatten – Brent Weeks – Klappbroschur – 704 Seiten – 15,00 € – ISBN-13: 978-3442266289 – erschienen: Dezember 2009 (Blanvalet)

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