[Rezension] „Die Wunderübung“ von Daniel Glattauer

Die WunderübungInhalt:

Joana und ihr Mann Valentin streiten nur noch. Von der einstigen Liebe ist kaum noch etwas zu spüren. Und so lernen wir die beiden bei einem Paartherapeuten kennen, der anfangs mit einer Engelsgeduld versucht, auf die beiden einzugehen. Doch Joanas bissige und Valentins unbeteiligte Art machen es auch dem Therapeuten nicht leicht…

Meine Meinung:

Die wunderbare und so treffsichere Erzählweise von Daniel Glattauer habe ich durch „Gut gegen Nordwind“ kennen und lieben gelernt. Auch in „Die Wunderübung“ geht es um einen Mann und eine Frau, aber im Gegensatz zu Emmi und Leo befinden sie sich nicht am Anfang ihrer Liebe, sondern eher am Ende.

Valentin und Joana sind wunderbar dargestellt und auch der Paartherapeut – von Valentin anfangs ehrfürchtig „Herr Magister“ genannt – sorgte dafür, dass ich die meiste Zeit mit einem Schmunzeln auf dem Lippen las. „Die Wunderübung“ ist ein sehr kurzes, schmales Büchlein und umfasst nur einen Handlungszeitraum von etwas mehr als einer Stunde. Bis auf einige wenige Kurzinformationen enthält es nur Dialoge, also genauso wie eine Komödie – so auch der Untertitel dieses Buches.

Ich weiß gar nicht genau, ob ich von diesem Buch nun begeistert bin oder nicht: Auf der einen Seite beschreibt Glattauer das Ehepaar auf eine unheimlich treffsichere und bildliche Art, die gleichzeitig lustig und traurig ist, aber immer gut unterhält. Auf der anderen Seite ist mir die Geschichte einfach zu kurz, ähnelt mehr schon einer Anekdote und war für mich an einigen wichtigen Stellen sehr vorhersehbar. Ich hatte beim Lesen Freude, werde aber wohl kaum einen weiteren Gedanken an das Gelesene verschwenden. Für Nebenher mehr als in Ordnung, aber keine tiefer gehende Begeisterung: gute sechs Sterne!

stern 6

Die Wunderübung – Daniel Glattauer – Hardcover mit SU – 112 Seiten – 12,90 € – ISBN 978-3-552-06239-9 – erschienen: Februar 2014 (Hanser)

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4 Gedanken zu “[Rezension] „Die Wunderübung“ von Daniel Glattauer

    • Ne, er hat es auch nicht leicht, wobei er es mit diesem Buch hätte leicht haben können.
      Die Idee und die Art und Weise, wie er schreibt, sind nämlich wirklich gut. Allerdings gibt die Geschichte einfach nicht mehr her und ist deswegen nur eine ganz kurzfristige Unterhaltung, wirklich eine kleine Anekdote/Komödie. Das liest man sicherlich in 1,5 Stunden höchstens weg.

  1. Oh wie schade! Aber ich muss sagen bis jetzt haben mich nur „gut gegen Nordwind“ und „alle sieben Wellen“ begeistert. Bei seinen anderen Büchern war ich immer ein bisschen enttäuscht 😦
    Lg
    M

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