[Rezension] „Jamies Quest: Aufgabe gesucht“ von Dominic & Cornelia Franke

Klappentext:

Von Merlin gesandt, erblüht unser Land durch des Wanderers helfende Hand.
Jamie kann nicht glauben, dass gerade er ein sagenumwobener Wanderer sein soll. Eigentlich wollte er nur sein neues Computerspiel starten, als er sich plötzlich in Brior wiederfindet. Von monströsen Spinnen verfolgt, fordert sein Abenteuer all seinen Mut, doch lauert auf Jamie ein weitaus größerer Feind … (Quelle)

Meine Meinung:

Ich lese selten Büchern von Self Publishern. Es kann gut sein, dass mir dadurch so manches Schätzchen durch die Finger geht, aber es gibt einfach auch sehr viel Mist auf dem Self Publisher Markt und vielen Büchern merkt man einfach an, dass sie nicht richtig lektoriert wurden. „Jamies Quest: Aufgabe gesucht“ klang allerdings ziemlich gut und hatte vor allem fast nur gute Rezensionen. Ich war also sehr gespannt, ob ich mich den positiven Stimmen nach dem Lesen anschließen würde.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir angenehm leicht: Als Leser beginnt man erst gemeinsam mit Jamie in der realen Welt, bis man sich dann schon nach kurzer Zeit mit ihm in Brior, einer mittelalterlich anmutenden Stadt voller fantastischer Wesen wiederfindet. In der Realität wird Jamie oft von seinen Mitschülern geärgert, sogar verprügelt und ist alles andere als ein Held. Hier in Brior wird er als der neue Wanderer gefeiert und mit Respekt behandelt, Wanderer bringen schließlich immer etwas Gutes mit sich. Diese Idee hat mir gut gefallen. Ich habe es Jamie sehr gegönnt, aus seinem Schattendasein der realen Welt heraustreten zu können und zu zeigen, was in ihm steckt.

Insgesamt finde ich den ganzen Plot ziemlich gut: Jamie landet in Brior und soll eine dort eine Aufgabe erledigen. Leider ist ihm nicht mitgeteilt worden, welche das ist. Während er nun also versucht herauszufinden, was eigentlich seine Aufgabe ist, um dann endlich in die Realität zurückkehren zu können, wird dem Leser schon bald klar, dass Jamie große Gefahren drohen: nicht nur durch die monsterhaft großen Spinnen, sondern auch durch seine engsten Vertrauten.

Manch einer mag es schon geahnt haben: Es kommt ein Aber. Ein großes Aber! So sehr mir die Grundidee und die einzelnen Charaktere (nicht nur Jamie, sondern vor allem auch Hannes) gefallen haben, so sehr fehlt leider auch ein vernünftiges Lektorat. Ich kann gar nicht genau den Finger darauf legen, was mich besonders gestört hat, aber die Geschichte und die Erzählweise sind einfach nicht rund. Manche Erzählstränge sind in meinen Augen zumindest in diesem Band noch unnötig, andere hätten mehr Erklärung benötigt. Der Schreibstil war manchmal recht holprig, ich bin insbesondere über die Einbindung der Gedanken von Jamie gestolpert.

Mein Fazit: Ich wünsche Dominic und Cornelia Franke (einer noch sehr jungen Autorin und ihrem Mann) von Herzen, dass sich ein Verlag für „Jamies Quest: Aufgabe gesucht“ interessiert, denn die Idee für die Handlung und die Welt in Brior und auch das Setting sind wirklich gut. Für meinen Geschmack war aber vieles noch zu unrund, sowohl inhaltlich als auch schreiberisch. Deswegen kann ich nur 5 von 10 Sternen geben.

stern 5

Hier gelangt ihr zu einer ausführlichen Leseprobe, um euch selbst eine Meinung zu machen.

Jamies Quest: Aufgabe gesucht – Dominic und Cornelia Franke – Taschenbuch – 374 Seiten – 13,99 € – ISBN: 978-3000469350 – erschienen: Oktober 2014 – Altersempfehlung: ab 14 Jahren

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