[Rezension] „Rain: Das tödliche Element“ von Virginia Bergin

Klappentext:

Samstag, Partyabend. Ruby und ihre Freunde feiern ausgelassen bis in die Nacht. Was keiner ahnt: Es wird das letzte Mal sein. Ruby wird ihre Freunde niemals wiedersehen. Und sie wird auch Caspar zum ersten und letzten Mal geküsst haben. Denn in dieser Nacht kommt der giftige Regen, der ein tödliches Virus bringt. Die Menschheit rast ihrem Untergang entgegen. Wer nicht gleich stirbt, kämpft mit allen Mitteln ums Überleben. Freunde werden zu Feinden, Kinder zu Waisen, Nachbarn zu Gesetzesbrechern. Auch Ruby ist von einem Tag auf den anderen völlig auf sich allein gestellt. (Quelle)

Meine Meinung:

Es gibt Bücher, bei denen möchte man gerne nach wenigen Seiten aufhören zu lesen. „Rain: Das tödliche Element“ war für mich eines dieser Bücher. Ich habe es aber nicht abgebrochen – und bin total froh darum!

Der Anfang der Geschichte ist wirklich hart, was an dem Schreibstil liegt. Die Geschichte wird aus der Sicht von Ruby erzählt, die ihre Leser zwischendurch immer mal wieder anspricht. „Kommentierende Ich-Erzählung“ nennt man das wohl, habe ich neulich gehört. Dieser Erzählstil liegt mir grundsätzlich eher nicht, hier habe ich ihn aber als besonders plump und wenig gelungen empfunden. Ich war wirklich kurz davor, das Buch abzubrechen, habe es dann aber doch nicht getan. Zum Glück, denn mit einem Mal hatte mich die Handlung gepackt und zwar auf eine Art und Weise, die ich nur selten erleben.

In dem Buch geht es darum, dass mit einem Mal der Regen giftig ist. Wird man auch nur minimal von ihm getroffen, stirbt man einen qualvollen Tod. Und so ist schnell nicht nur der Regen gefährlich, sondern auch alle Gewässer, die Pflanzen usw. Besonders wertvoll ist entsprechend das Trinkwasser. Die Menschen plündern Supermärkte und Häuser von verstorbenen Nachbarn, nur um an etwas Trinkbares zu gelangen. Und plötzlich während des Lesens – es regnete übrigens – erwischte ich mich dabei, meine eigenen Wasservorräte zu überprüfen… um mich dann selbst etwas zu belächeln.

Und so bleibe ich etwas hin- und hergerissen, wie ich „Rain“ nun entgültig finde: Bin ich genervt von dem Erzählstil? Oder bin ich begeistert, weil mir die Handlung (und anscheinend dann doch auch die Schreibweise der Autorin) so gefesselt hat? Ich bin mir entsprechend auch noch nicht sicher, ob ich den Folgeband lesen werde, denn dies ist der Auftakt zu einer Trilogie (so zumindest ist mein Stand der Dinge).

„Rain: Das tödliche Element“ ist ein Buch, das mich etwas zwiegespalten zurücklässt: Einerseits fand ich die kommentierende Ich-Erzählung etwas anstrengend, andererseits hat mich die Handlung wirklich mitgerissen. Die Geschichte ist auf jeden Fall ein interessanter Auftakt einer neuen Dystopie-Apokalypse-Reihe, die ich im Auge behalten werde. Insgesamt vergebe ich knappe 7 von 10 Sternen.

stern 7

Rain: Das tödliche Element – Virginia Bergin – Hardcover mit SU – 416 Seiten – 16,99 € – ISBN: 978-3-7373-5155-3 – erschienen: Februar 2015 (Fischer) – Altersempfehlung: ab 14 Jahren

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2 Gedanken zu “[Rezension] „Rain: Das tödliche Element“ von Virginia Bergin

  1. Ich persönlich fand ja Rubys Verhalten und ihre Persönlichkeit wesendlich nervtötener, als den Schreibstil. Obwohl diese Lautmalereien ala KABUMM auch nicht hätten sein müssen.

    Schöne Rezension, =)
    Liebe Grüße Sandra von Miss Page-Turner

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