[Rezension] „Das Eherne Buch“ von Christian von Aster

Klappentext:

Aus den Händen seines Vaters empfängt Jaarn, der letzte Nachkomme des Hauses von Stahl, ein sagenumwobenes Schwert, mit dessen Hilfe er dem Reich Frieden bringen soll. Es trägt den Namen »Das Eherne Buch« und ist aus Geschichten geschmiedet. Fürsten und Räuber trachten nach dem Legendeneisen und bald heften sich die gefürchtetsten Meuchelmörder des Reiches an seine Fersen. Seiner Jugend und Unerfahrenheit zum Trotz liegt das Schicksal des Reiches allein in Jaarns Händen. Zwischen Gaunern und Gelehrten ist es ihm bestimmt, zum Helden zu werden. (Quelle)

Meine Meinung:

Als Jaarn, ein junger Bibliothekar, eines Nachts aufgeweckt wird, ahnt er noch nicht, dass sich sein Leben von Grund auf verändern wird: Er selbst soll der letzte Erbe des Hauses von Stahl sein, der Sohn des Fürsten. Und nur ihm kann es gelingen, mit Hilfe des Ehernen Buches der Welt Frieden zu bringen.

„Du wirst vorsichtig sein müssen, Freund und Feind werden schwer zu unterscheiden sein. Doch wenn es dir gelingt zu finden, was verlorenging, und das Eherne Buch dem Kriegsbringer zu Füßen zu legen, dann wird jener Gott zu dem Wort stehen, das er einst gab.“ (S. 28)

Das Eherne Buch: ein Schwert, ein Legendeneisen. Die Legende besagt, dass das Eherne Buch aus den verschiedenen Geschichten des Reiches geschmiedet wurde und der Welt Frieden bringen kann, wenn es dem Kriegsbringer zu Füßen gelegt wird. Bevor dies allerdings möglich ist, müssen zunächst die verloren gegangenen Geschichten gefunden werden.

Bevor Jaarn diese Neuigkeiten so richtig verdauen kann, wird er allerdings schon mitten in der Nacht entführt. Der Mann, der ihn mitnimmt, ist voller Narben, trägt keinen oder ganz viele Namen und behauptet Jaarns einziger Freund zu sein. Da Jaarn nichts anderes übrig bleibt, muss er dem Narbigen zunächst vertrauen. Ob das ein Fehler ist?

Ein Schwert, geschmiedet aus den Geschichten des Reiches: Die Idee, dass Wörter und Legenden den Frieden bringen können, gefällt mir gut. Die Umsetzung allerdings weniger. Christian von Aster entwirft zwar einige interessante Charaktere und Konflikte innerhalb der Geschichte, doch ist es ihm nicht gelungen, wirkliche Spannung aufzubauen. Der Verlauf der Geschichte interessierte mich zu wenig. Das einzige, was mich fesseln konnte, war das Geheimnis des Narbigen. Was oder wer steckt hinter diesem mysteriösen Mann? Um das zu erfahren, habe ich immer weiter gelesen.

„Das Eherne Buch ist kein schlechtes Buch. Allerdings konnte mich der Autor trotz spannender Nebencharaktere und einigem an Potenzial innerhalb der Handlung einfach nicht fesseln. Leider kann ich mich schon jetzt, wenige Wochen nach dem Lesen, nicht mehr an alle Einzelheiten erinnern. Man kann die Geschichte gut lesen – muss es aber nicht! Gute 5 von 10 Sternen!

stern 5

Das Eherne Buch – Christian von Aster – Klappbroschur – 347 Seiten – 17,95 € – ISBN: 978-3-608-93934-7 – erschienen: August 2015 (Klett-Cotta)

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4 Gedanken zu “[Rezension] „Das Eherne Buch“ von Christian von Aster

  1. Ich kann das gut nachvollziehen. Mir ist es mit „Der letzte Schattenschnitzer“ von diesem Autor ähnlich gegangen. Den habe ich sogar abgebrochen – nicht, weil ich ihn so schlecht gefunden hätte, sondern weil mich einfach der Verlauf der Geschichte nicht interessiert hat.

    • In anderen Rezensionen wird der Fokus noch stärker auf das vergeudete Potenzial gelegt. Es gibt in diesem Buch einige echt spannende Charaktere, die sehr besonders sind, aber leider einfach nicht ausreichend zum Zug kommen (bis auf den Narbigen). War das bei „Der letzte Schattenschnitzer“ auch so?

      • Hm, das kann ich nur schwer beurteilen, weil ich so viel gar nicht mal gelesen habe. Ich kann nur sagen, dass ich mit den tatsächlichen Hauptfiguren auf alle Fälle nicht sehr viel anfangen konnte.

  2. Pingback: Bücher | Vienna News

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