[Geplauder] Eine große Liebe: Das Meer

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Wie Träume liegen die Inseln
Im Nebel auf dem Meer.
(Aus: „Meeresstrand“ von Theodor Storm)

Laut und leise.
Stürmisch und wogend.
Spiegelglatt glitzernd.
Rau und unverzeihlich.
Mächtig und unbändig.
Brausend, wild und mit brechenden Wellen.
Sanft, plätschernd und tröstend.

Das Meer ist so vielfältig wie die Stimmungen von Menschen. Auf viele Menschen übt es eine besondere Faszination aus. Auf mich als Mädchen von der Nordsee natürlich sowieso. Deswegen ziert auch der obige Ausschnitt aus dem Gedicht von Theodor Storm, der wie ich aus Husum kommt, meinen Unterarm.

Ich liebe das Meer mit all seinen Facetten, Farben und Gerüchen. Denn eines schafft das Meer immer:

Mich innerlich ganz friedlich machen. Meinen Herzschlag verlangsamen.
Immer im Takt der ankommenden Wellen.

Wenn man den Sand sägen hört
und das Schlurfen der kleinen Steine
in langen Wellen
soll man aufhören zu sollen
und nichts mehr wollen wollen nur Meer
Nur Meer
(Aus: „Meer“ von Erich Fried)

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5 Gedanken zu „[Geplauder] Eine große Liebe: Das Meer

  1. Oh, ich verstehe dich so gut! Wenn ich am Meer bin, habe ich immer das Gefühl „nach Hause“ zu kommen und fühle mich ganz wunderlich. Es ist dann, als würde ich innerlich ganz still werden und bei mir ankommen. So ist es mir jetzt auch in Oslo wieder gegangen und seit ich wieder zurück bin, spüre ich eine ständige Sehnsucht.
    Leider habe ich kein Meer in der Nähe und ich bin daher auch viel zu selten am Meer. Vielleicht ist das mit ein Grund, weshalb ich es nicht schaffe, mich richtig in Wien zu verwurzeln (ich schrecke vor allem zurück, was mich dauerhaft an die Stadt binden könnte).

    • Ja, „nach Hause kommen“ trifft es ziemlich gut.
      Schade, dass dir das in Wien so fehlt. In Bielefeld gibt es auch nichts vergleichbares, aber ich bin dann ja schon häufiger in der Heimat und kann ein bisschen auftanken.

      Könntest du dir denn vorstellen, ganz nach Oslo, bzw. Norwegen allgemein, zu ziehen?

      • Ja und nein. Einerseits ist das etwas, worüber ich nachdenke, seit ich 2005 dort studiert habe. Andererseits tu ich mir sehr schwer mit Fremdsprachen und Norwegisch ist da keine Ausnahme – und es würde mir auch schwerfallen, meine Freunde in Wien zurückzulassen. Ich würde aber zumindest gern nochmal für einen längeren Zeitraum dort leben.

  2. Jetzt hab ich beim Lesen eine richtige Gänsehaut bekommen und das will bei dem Wetter schon etwas heißen 😉
    Ich verstehe dich sehr gut, mir geht es am Meer genauso, und ich bin nicht mal in der Nähe vom Wasser aufgewachsen. Für mich hat es etwas unglaublich Beruhigendes, am Wasser zu sein und den Wellen zuzusehen und zuzuhören. Die Füße ins Wasser zu halten. Die Muscheln und Steine unter den Füßen zu spüren. Dieses leise Schwappen, das man hört. Die Möwen! – Ich liebe Möwen und ihr Geschrei. Die Weite, die da vor einem liegt, wenn man den Blick in die Ferne gehen lässt.
    Ich brauche gar keinen Strandurlaub, denn das ist meistens gar nicht meins, da stundenlang in der Sonne zu liegen. Aber so mal eine Weile am Strand zu sitzen oder zu stehen, muss einfach sein, wenn ich in Richtung Wasser fahre.

    • Huii, Gänsehaut bei dem Wetter – da fühle ich mich ja schon fast ein bisschen magisch. 😀

      Ich mag Möwengekreische auch wirklich sehr gerne. Und dazu das Rauschen des Meeres und der Salzgeruch. Viel mehr braucht es nicht, um mich glücklich zu machen.

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