[Geplauder] Warum ich plötzlich ganz andere Bücher lese

Früher habe ich eigentlich nur Fiktion gelesen: vor allem Jugendbücher und Fantasy, manchmal Romane oder richtig gute Thriller. Seit mein Freund und ich zusammenwohnen, hat sich das allerdings geändert. Ich brauche zum Lesen absolute Ruhe und selbst dann fällt es mir oft schwer, mich auf ein anspruchsvolles High-Fantasy-Werk zu konzentrieren, ohne immer wieder mit den Gedanken abzuschweifen. Nun kommt es aber immer mal wieder vor, dass wir zusammen auf dem Sofa sitzen, mein Freund eine Serie guckt oder Playstation spielt und ich gerne zum Buch greifen möchte.

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Und ich glaube, genau das ist der Grund, warum ich plötzlich so gerne Bücher wie „Good Night Stories for Rebel Girls“ oder „Total verrückte Wörter“ lese. Man kann immer wieder kurze, in sich abgeschlossene Abschnitte – meist in Form von 2-3 Seiten – lesen und das Beste: Man kann darüber sprechen. So kommt es immer wieder vor, dass ich plötzlich „Wussstest du eigentlich, dass …?“ oder „Ach krass, …“ in den Raum werfe oder verzückt „Ohhh, das ist aber ein schönes Wort!“ seufze. (Wie begeistert mein Freund von diesen Unterhaltungen ist, soll an dieser Stelle nicht weiter thematisiert wird. 😀 )

Viele der von mir gekauften Bücher sind übrigens weiterhin für Kinder und Jugendliche geschrieben. Die sind dann noch leichtlesiger, aber trotzdem immer noch faszinierend und informativ.

Kennt ihr ähnliche Bücher, die in mein neues Beuteschema passen? Vielleicht zu interessanten Natur-, Landschafts- oder geschichtlichen Themen?

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9 Gedanken zu „[Geplauder] Warum ich plötzlich ganz andere Bücher lese

  1. Ich kann da ja den „Atlas der abgelegenen Inseln“ von Judith Schalansky empfehlen. Pro Insel sind es immer nur etwa 1-2 Seiten und manche Geschichten sind echt kurios.

    Oder auch – was ich aktuell gerade lese – „Das Buch der Schurken“, in dem es um Bösewichte in der Literatur geht (jeder wird auf 2 Seiten vorgestellt). Allerdings glaube ich, dass man relativ viele Klassiker und bekannte Gegenwartsliteratur gelesen haben muss, um an dem Buch tatsächlich eine Freude zu haben. Über die Bösewichte zu lesen, die man kennt, finde ich spannender und zudem gibt es auch Spoiler.

    Sehr nett ist auch noch „Das große Buch der Listen“ von David Wallechinsky und Amy Wallace. Bietet auf jeden Fall viel Gesprächsstoff. 🙂

    • Den „Atlas der abgelegenen Inseln“ hattest du meine ich, vor kurzem nochmal auf deinem Blog erwähnt – so am Rande. Auf jeden Fall hab ich da schon gedacht, dass das etwas für mich sein könnte. Das wandert direkt mal auf meine Wunschliste.
      Genauso wie „Das große Buch der Listen“ – große Listenliebe!!! ❤

      Bei dem Schurkenbuch bin ich mir unsicher. Es klingt zwar total unterhaltsam, aber ich glaube, dafür bin ich dann nicht belesen genug.

      Danke für die Tipps!

  2. Ich mag zum „kurzen“ Lesen gern Anthologien, wenn es Fiktion sein soll, oder Briefe von Personen, die mich interessieren. Für dich könnten die Briefe zwischen Astrid Lindgren und Louise Hartung etwas sein („Ich habe auch gelebt“), da bin ich gerade bei und finde es spannend den Austausch zwischen den beiden Frauen zu lesen, weil da so viel über ihre Persönlichkeit, ihre Gedanken und ihre Arbeit drinsteckt.

    • Anthologien waren bisher nicht so mein Fall. Aber der Briefwechsel ist auch eine gute Idee, dankeschön. Bisher habe ich mein Buch von Astrid Lindgren noch nicht gelesen, aber wenn ich das getan habe, kann es gut sein, dass ich mir auch noch „Ich habe auch gelebt“ zulege.

      Danke für den Tipp! 🙂

      • Ich mag Anthologien – auch um neue Autoren aus meinem Lieblingsgenre kennenzulernen, aber wenn sie dir nicht liegen, dann würde ich dir wirklich Briefe ans Herz legen. Eine weitere Veröffentlichung fürs kurze Lesen wären noch die (Kriegs-)Tagebücher von Astrid Lindgren – das sind auch kurze Einträge, allerdings sollte man meiner Meinung nach vor dem Lesen schon ein wenig über ihr Leben wissen. Ich mag sowohl an Tagebüchern als auch an Briefen, dass man mehr über die Zeit und über die privaten Gedanken einer Person erfährt. Das ist ein ganz anderes Erleben von „Geschichte“ als über öffentliche Berichte, Zeitungsartikel oder ähnliches.

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