[Geplauder] Jahresrückblick 2018

Geliebt

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Wie auch schon das letzte Jahr stand auch dieses Jahr für mich ganz im Zeichen der Liebe. Ich bin im Mai mit meinem Herzensmann zusammengezogen. Natürlich gab es hier und da kleine Unstimmigkeiten, aber insgesamt fühlt sich das Zusammenwohnen nur richtig und schön an. Das Gefühl, zu lieben und geliebt zu werden, ist ein tolles (wenn auch manchmal etwas beängstigendes) Gefühl.

Gemacht

Ich war in diesem Jahr zwei Mal im Urlaub: ein Mal mit meinem Bruder in Dänemark und ein Mal mit meinem Herzensmann in Berlin. Beide Male hatte ich eine tolle Zeit, wobei ich sagen muss, dass mich die Natur deutlich mehr lockt als die Großstadt.

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Ich habe einige Zeit mit Freunden bei Spieleabenden verbracht, dabei viel gelacht und festgestellt, dass ich mir deutlich öfter Zeit zum Spielen nehmen möchte. Insgesamt haben mein Herzensmann und ich aber in diesem Jahr viel mehr gerätselt als ferngesehen. Das war schön.

Insbesondere im Frühjahr und Sommer habe ich viel Zeit in unserem kleinen Gärtchen verbracht, Unkraut gejätet, Kräuter geerntet. Schön.

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Mit einer lieben Freundin gehe ich ganz regelmäßig zum Rudelsingen. Habt ihr davon schon mal gehört? Ich zitiere mal: „In lockerer Atmosphäre treffen sich Menschen jeden Alters und singen gemeinsam Hits und Gassenhauer von damals bis heute. Dabei werden sie live vom Sänger und Pianisten begleitet. Die Texte werden per Beamer an die Wand projiziert.“ Ich singe furchtbar gerne und furchtbar schief. In einer so großen Runde fällt das aber gar nicht auf, sondern macht einfach nur Spaß.

Entdeckt

Insbesondere das Puzzlen habe ich für mich (wieder)entdeckt. Ich habe das schon immer gerne gemacht, sowohl als Kind, als auch als Jugendliche und Erwachsene. Und immer wieder stelle ich fest, wie sehr es mich entspannt zu puzzlen. Neuerdings hat auch der Herzensmann immer mal wieder Lust, mitzumachen, so dass wir uns neulich sogar an ein 2000er Puzzle gewagt haben.

Durch eine gemeinsame Aktivität mit Freunden sind der Herzensmann und ich zu einem Anfängerkurs im Bogenschießen gekommen. Das hat uns wirklich Spaß gemacht. Vielleicht ist es ein neues Hobby für 2019.

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Zunächst mit meiner Klasse, aber dann später auch mit einer Freundin war ich beim Bouldern. Während ich beim ersten Mal eigentlich nur Begleitperson war, haben wir beim zweiten Mal einen Anfängerkurs gemacht. Und obwohl ich das Ganze noch sehr aufregend und vor allem anstrengend finde, haben wir uns für das kommende Jahr vorgenommen, jeden Monat ein Mal zu bouldern.

Gewünscht

Ich habe mir oft gewünscht, mehr Zeit, mehr Muße und manchmal auch mehr Motivation zu haben. Ich würde gerne wieder mehr und regelmäßiger lesen. Aber auch das Wandern und Zeichnen ist in diesem Jahr viel zu kurz gekommen. Für 2019 wünsche ich mir, dass es mir besser gelingt, meine schulische Arbeit zwar gut zu machen, sie aber nicht zu sehr mit in die Freizeit nehmen zu müssen.

Außerdem wünsche ich mir regelmäßig, dichter am Meer zu wohnen. ❤ Das Schöne ist aber: Ich habe zwar den ein oder anderen Wunsch und nehme mir für 2019 auch ein paar Sachen vor (z.B. mehr Sport zu machen), aber grundsätzlich bin ich glücklich und zufrieden.

Gedacht

Sehr oft hat mich das Thema Toleranz und Empathie beschäftigt. Ich kann nicht verstehen, wie man pauschal eine Gruppe von Menschen abwerten kann, ohne die einzelnen Personen zu kennen. Der aktuell in Deutschland oft vorhandene Rassismus erschreckt mich, macht mich wütend, traurig und nachdenklich. Wobei ich glaube, dass die nicht nur die Politik, sondern auch die Gesellschaft mehr hinterfragen sollte, welche Bedürfnisse hinter der Facette von Rassisten stecken.

Gleichzeitig fällt mir auf, dass es manchmal zum Beispiel im Zuge von Feminismus zu einer Abwertung „der Anderen“ kommt. So mag sicherlich der Grundgedanke hinter dem Hashtag #menaretrash kein falscher sein, trotzdem finde ich ihn absolut unpassend gewählt. Allgemein gilt für mich: Ich muss niemanden abwerten, nur um selbst glücklich und zufrieden zu sein. Und: Ich beurteile Menschen aufgrund ihres Handelns und ihrer Einstellungen und nicht aufgrund ihrer Hautfarbe, Nationalität, ihres Glaubens, Geschlechts oder sexuellen Gesinnung. Weder in die eine noch in die andere Richtung.

Gelesen

Gelesen habe ich in diesem Jahr (fast) 40 Bücher. Zugegeben: Das vierzigste Buch lese ich aktuell und ich weiß noch nicht genau, ob ich es heute noch beenden werde. Wie auch schon in den Jahren davor habe ich vor allem Jugendbücher und Fantasy gelesen. Neuerdings reizen mich aber auch kurzweilige Sachbücher (für Kinder). Gerade erst gestern habe ich mir vier solche Bücher bestellt und werde dann in neuem Jahr etwas über das Weltall, große Archäologen und Entdecker und speziell über Alexander von Humbold lernen. Ich freue mich schon drauf.

Mein Buchhighlights in diesem Jahr waren die folgenden Bücher:

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Geguckt

Mein Herzensmann ist ein absoluter Fernsehmensch und so kommt es, dass auch ich wieder öfter Filme und Serien gucke. In diesem Jahr hat uns vor allem die SitCom „The Middle“ begeistert. Wir ❤ Sue Heck. Außerdem gucken wir gerade „True Blood“. Ich liebe die Serie wegen der spannenden Cliffhanger, der Herzensmann mag sie, weil ich sie mag, und weil nie klar ist, ob manche Szenen gewollt oder ungewollt trashig sind.

Außerdem haben wir seit ein paar Monaten diese Movie-Bucket-List und sind fleißig am Gucken. Mein bisheriges Highlight war bisher „The Green Mile“, aber auch „Gangs of New York“ war überraschend gut.

Parallel dazu gucken wir auch noch die Filme aus dem Marvel Universum. Ich lieeebe Groot!

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8 Gedanken zu „[Geplauder] Jahresrückblick 2018

  1. Ich finde es so schön, wie glücklich und zufrieden du in deinem Jahresrückblick klingst! Viel Zeit mit dem Herzensmann, gutes Zusammenleben und lauter schöne Momente und Erlebnisse – möge dieses Jahr für dich mindestens ebenso gut laufen, wenn es um all diese Dinge geht! 🙂

    Was deine Zeilen zum Thema Rassismus angeht: Ich glaube, dass es viel leichter ist eine ganze Menschengruppe vorzuverurteilen, gerade weil man da keine individuellen Eindrücke hat. Sobald man ein Gesicht, einen Namen, Vorlieben und Abneigungen kennt muss man sich schließlich eingestehen, dass das Gegenüber gar nicht so viel anders ist als man selber.

    Ich drücke dir fest die Daumen, dass du in diesem Jahr mehr Zeit findest fürs Wandern, fürs Lesen und all die anderen Tätigkeiten, die dir gut tun und die neben der Arbeit so schnell zu kurz kommen.

    • Schön, dass du dich so mit mir freuen kannst. Das wärmt mein Herz. 🙂

      Zu dem Thema Rassismus hast du auf jeden Fall Recht: Wenn man das Individuum kennt, fällt es schwerer, die so einfachen Vorurteile und stereotype aufrecht zu erhalten. Nicht umsonst gibt es insbesondere in Städten mit vielen verschiedenen Nationen und Kulturen oft am wenigsten Fremdenhass. Oft ist es die Angst vor dem Unbekannten. Oder die dankbare Möglichkeit für einen Schuldigen an dem eigenen Elend.

      Und zu deinem letzten Wunsch: Ich werde berichten, ob es mit dem mehr Lesen und mehr Wandern klappt. 😀

      • Das ist doch selbstverständlich! Es gibt so selten schöne Nachrichten, da freue ich mich umso mehr, wenn jemand so viele schöne Dinge erlebt hat und davon erzählt. 🙂

        Mir ist erst in den letzten Jahren aufgefallen, wie gut es mir anscheinend getan hat, dass ich von klein auf in einer sehr „gemischten“ Gesellschaft aufgewachsen bin. In meiner Bielefelder Grundschulklasse waren Schüler aus verschiedenen Ländern (Russland, Polen, Türkei, Mexiko), durch die Kasernen war es auch relativ normal, dass ich PoC auf der Straße sah – das gehörte für mich alles zum Alltag und war nie so wirklich fremd.

        Mach das! 🙂

      • Ja, ich glaube, dass das tatsächlich ein großer Vorteil ist. Ich bin in einer 22.000 Einwohnerstadt im Norden groß geworden. Da gab es lange Zeit z.B. relativ wenige farbige Menschen. Das war für mich dann immer eine Sensation, wenn ich in Großstädten mal mehrere gesehen habe. 😀
        Ansonsten gab es bei mir aber auch einige Schüler aus der Türkei und Russland.

        Liebe Grüße 🙂

  2. Das klingt nach einem großartigen und abwechslungsreichen Jahr 2018. Ich hoffe, dass du 2019 mit mindestens ebenso vielen schönen Momenten füllen kannst!
    Bouldern wollte ich auch längst mal probieren, habe es aber bisher noch nicht auf die Reihe bekommen. Und Rudelsingen klingt toll! Ich singe ja sehr gerne und überlege schon seit einer Weile, mir wieder einen Chor zu suchen, aber so ein zwangloses gemeinsames Singen würde mir auch Spaß machen.

    • Hast du mal geguckt, ob es so etwas wie das Rudelsingen auch bei euch in Österreich gibt? Deutschlandweit ist es mittlerweile ziemlich verbreitet. Sollte es das geben und solltest du tatsächlich mal hingehen, freue ich mich, wenn du mal berichtest, wie es dir gefallen hat. 🙂

      • Ich hab bislang nichts gefunden. Letztendlich weiß ich eh nicht, ob es das richtige für mich wäre, weil ich leider jeden auch nur ansatzweise schiefen Ton höre und dabei furchtbar leide, aber es klingt trotzdem sehr spaßig.

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