[Geplauder] Von meiner aktuellen Leseflaute, den möglichen Gründen dafür und dem tollsten Mann der Welt

Ich würde wirklich gerne mal wieder eine Rezension oder über etwas Buchiges hier schreiben, aber leider komme ich nicht dazu. Aktuell lese ich so gut wie gar nicht. Das letzte Mal vor zwei Wochen beim Friseur, als ich darauf gewartet habe, dass die Farbe für meine Strähnchen einwirkt. Da musste ich sowieso still sitzen und hatte nichts anderes zu tun.

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Damit der Beitrag nicht so leer ist. 🙂

Woran das liegt? Ich glaube, das gibt es wirklich viele Gründe. Manche etwas blöder, manche etwas toller. Zum einen macht mir mein Rücken immer noch etwas zu schaffen. Der mag nach wie vor nicht gerne lange sitzen. Und so nutze ich fast alle „Sitz-Zeit“, um zu arbeiten.

Gerade gibt es in der Schule wirklich viel zu tun. Ich fühle mich überhäuft mit Aufgaben und habe oft gar keine Idee, wann und wie ich die alle erledigen soll. Zum Glück sind in drei Wochen Sommerferien und langsam wird der Berg an Arbeit zumindest ein klitzekleines Bisschen weniger.

Dann kommt noch dazu, dass mich mein aktuelles Buch irgendwie nicht so sehr fesseln kann. „Kompass ohne Norden“ von Neil Shusterman ist ja für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert, weswegen ich es mir auch von meinem allerliebsten Lieblingsbruder (Keine Sorge: Ich habe nur einen!) zum Geburtstag gewünscht habe. Leider komme ich mit der einen Erzählperspektive nicht so gut zurecht. Sie verwirrt mich total und fesselt mich gar nicht. Kann mir jemand sagen, ob das noch besser wird?

Ansonsten gibt es große Neuigkeiten: Der Herzensmann und ich haben ein Haus gekauft. Unser eigenes kleines Häuschen. Unfassbar. Und so tingeln wir gerade gefühlt in der Hälfte unserer freien Zeit von einem Notartermin zum nächsten, nur um dann wieder zum Unterschreiben von Verträgen zur Bank zu fahren. Aber: Wir werden ab Oktober ein eigenes Haus haben. Ein eigenes Haus!!! ❤

Der Herzensmann ist ein gutes Stichwort. Wir lagen gestern Abend gemeinsam im Bett und ich habe ein bisschen gejammert: „Ich möchte endlich mal wieder lesen. Endlich mal wieder lange genug sitzen können, um zu lesen.“
Er: „Ein Hörbuch ist da keine Alternative, ne?“
Ich: „Nein!“
Er: „Und wenn ich dir vorlese?“
Ich (etwas gnatschig): „Nein, leider auch nicht. Das ist ja auch nichts anderes als ein Hörbuch!“
Der tollste Mann der Welt: „Aber das Buch wäre in deiner unmittelbaren Nähe. Du könntest es riechen und hören wie die Seiten umgeblättert werden.“

Hach! ❤  ❤  ❤

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12 Gedanken zu „[Geplauder] Von meiner aktuellen Leseflaute, den möglichen Gründen dafür und dem tollsten Mann der Welt

  1. Oje, gute Besserung für deinen Rücken! Ich hoffe, der kommt bald wieder in Ordnung. Nicht lange sitzen zu können, ist wirklich nervig – vor allem, wenn man eigentlich lesen will. (Vielleicht solltest du’s mal im Stehen probieren? 😉 )

    Die Leseflaute hat mich gerade auch gepackt. Die letzten Wochen habe ich nur morgens und abends in der S-Bahn zum Buch gegriffen, jetzt habe ich zwei Wochen Urlaub, also fallen auch die Bahnfahrten weg. Aber so richtig stört es mich auch nicht, es gibt gerade viel „Haus-und-Garten-Kram“, den ich lieber mache. Das hast du ja dann auch bald alles vor dir. Herzlichen Glückwunsch zum Eigenheim! 🙂 Könnt ihr im Oktober dann direkt einziehen oder müsst ihr vorher noch renovieren? So oder so wird das sicher eine spannende Zeit. Wir wohnen jetzt seit zweieinhalb Jahren in unserem Häuschen und ich möchte es nicht mehr missen.

    „Kompass ohne Norden“ fand ich anfangs auch eher anstrengend und hätte es fast wieder weggelegt. Wurde im letzten Drittel aber etwas besser, die wirren Zwischensequenzen werden dann auch weniger konfus. Insgesamt fand ich aber nicht, dass man das Buch uuunbedingt gelesen haben muss, auch wenn es mal was anderes war.

    Liebe Grüße
    Jasmin

    • Oh, interessant zu sehen, wie du „Kompass ohne Norden“ empfunden hast. Ich habe schon etwas an mir gezweifelt, ob ich vielleicht nicht tiefgründig genug für dieses Buch bin. 😀

      Ich habe übrigens tatsächlich drüber nachgedacht, mir für das neue Arbeitszimmer dann einen höhenverstellbaren Tisch anzuschaffen. Mal gucken, wie es meinem Rücken bis dahin geht.

      P.S.: Zum Haus an sich schreibe ich gleich extra nochmal was, weil du nicht die einzige warst, die danach gefragt hat.

      Liebe Grüße,
      Tine

  2. Bei dir ist ja gerade richtig viel los – kein Wunder, dass die Ruhe zum Lesen fehlt. Auch wenn ich es schade finde, dass dich Hörbücher nicht packen können, weil das wirklich eine gute Möglichkeit für „rumlaufen und trotzdem eine Geschichte genießen können ist“. Aber das Angebot von deinem Liebsten ist toll gewesen! Mein Mann und ich haben uns in den ersten Monaten unseres Zusammenlebens gegenseitig Sonntagmorgens im Bett vorgelesen und das sehr genossen. 🙂

    Meine Lösung bei Büchern, die mich so gar nicht packen, ist ja der Abbruch. Zumindest wenn sich das Buch so sehr irritiert, dass du keinerlei Lust zum Weiterlesen hast. Man muss nicht bei jedem Titel mitreden können, auch wenn es schade ist, dass du es dir extra hast schenken lassen.

    Die Hausneuigkeiten sind sehr cool! Ich hoffe, ihr habt das passende Häuschen gefunden, in Zukunft keinen Ärger mit eventuellen Altlasten der Vorbesitzer und sehr, sehr viel Freude mit dem Eigenheim! Müsst ihr noch viel daran tun oder werdet ihr mit „einmal streichen und Möbel reinstellen“ erst einmal fertig sein und könnt dann langfristig in Ruhe schauen, welche Veränderungen ihr noch vornehmen wollt?

    • Ich mag Hörbücher eigentlich nur beim Puzzlen – und dabei sitze ich ja auch. Wegen des Umzugs werde ich dann ab demnächst eine etwas längere Strecke zur Arbeit haben. Ich hoffe, dass ich mich ab dann etwas mehr für Hörbücher oder Podcasts begeistern kann.

      Ich mag es eigentlich nicht so gerne, Bücher abzubrechen, gerade weil es eben ein Geschenk war. Mal sehen: Vielleicht mache ich noch einen Anlauf und wenn es mich dann nicht gepackt hat, dann eben nicht …

      Zum Haus an sich schreibe ich gleich extra nochmal was, weil du nicht die einzige warst, die danach gefragt hat.

    • Das gegenseitige Vorlesen im Bett hört sich übrigens toll an. Ich mag das an sich auch und finde es total lieb von meinem Freund. Aber es ersetzt einfach trotzdem kein eigenes Lesen ganz für sich allein.
      Und was mir ja vor allem fehlt, ist, die MÖGLICHKEIT dazu zu haben. 😀

      • Puzzeln ist eine gute Hörbuchbeschäftigung! Bei laufen die sonst noch neben dem Handarbeiten, der Hausarbeit (und früher bei der Gartenarbeit). *g* Ich drücke die Daumen, dass dir der Arbeitsweg demnächst etwas Hörvergnügen verschafft.

        Das war auch total schön. Inzwischen sind wir leider davon abgekommen, weil unser Sonntagmorgen einfach sehr unterschiedlich abläuft. Ich brauche eine Anlaufphase und mein Mann nutzt die Zeit, um mal in Ruhe für sich etwas zu machen. *g* Und ja, ich verstehe dich, aber es wäre besser als gar nicht lesen, oder?

  3. Ich schließe mich meinen Vorrednerinnen an: Herzlichen Glückwunsch zum Eigenheim! 😀
    Mich interessiert natürlich auch, ob ihr noch viel machen müsst oder ob das Häuschen direkt bezugsfertig ist. Wichtig ist natürlich ein Lesezimmer – ist ja klar 😉

    Und auch beim Thema „Bücher, die einen nicht so wirklich mitreißen“ sehe ich das ähnlich: Es gibt so wahnsinnig viele und wahnsinnig gute Bücher auf dieser Welt, warum sollte man sich also mit einem Buch abmühen, das einen offensichtlich nicht so wirklich begeistert. Ich mag Bücher-abbrechen eigentlich auch nicht. Aber angesichts all der ungelesenen Bücher in meinen Regalen denke ich mir immer häufiger „Nee, das ist es einfach nicht, also Schluss damit“, wenn ich dann doch mal ein Buch in der Hand halte, das mich einfach nicht überzeugen oder unterhalten kann. Und wenn ich wirklich so richtig was dran auszusetzen habe, dann breche ich mittlerweile wirklich einfach ab – ganz ohne schlechtes Gewissen, selbst wenn es ein Geschenk war. Konnte der Schenkende ja schließlich auch nicht wissen.

    LG!

    • Du hast ja eigentlich total Recht in Bezug auf das Abbrechen der Bücher. Gerade weil auch wirklich viele tolle Bücher auf mich warten. Und mich das ja nicht nur die Lesezeit an sich, sondern auch die Leseflautenzeit kostet. Hmpf! Mal gucken.

      Zum Haus an sich schreibe ich gleich extra nochmal was, weil du nicht die einzige warst, die danach gefragt hat.

  4. Vielen Dank für’s mitfreuen und neugierig sein.
    Wir werden ab Oktober ins Haus können und dann Mitte Oktober umziehen. Zum Glück ist es ein sehr neues Haus (Baujahr 2002), so dass wir nur hier und da ein paar Kleinigkeiten machen müssen, wie z.B. die ein oder andere Wand streichen oder Laminat verlegen. Viel mehr ist es nicht. Im nächsten Jahr werden wir unseren (wirklich kleinen) Garten komplett umgestalten, aber da bietet sich der Frühling viel mehr an als der Oktober. 🙂

    Und jaaa: Das komplette Dachgeschoss (ca. 40 qm) wird mein Reich werden und ich werde es zum Arbeits- und Lesezimmer einrichten. ❤

    • Oh, das klingt gut! Siebzehn Jahre sind wirklich kein Alter für ein Haus und ein paar Schönheitsreparaturen muss man ja bei jedem Umzug einrechnen – umso schöner, dass ihr die dann für euer eigenes Heim vornehmen könnt.

      Ein 40qm Arbeits- und Lesezimmer?! Was für ein Luxus! (Wenn ich mich an die Fotos von deiner aktuellen Wohnung richtig erinnere, dann ist das ein unglaublicher Platzgewinn, oder?) Ich freu mich auf jeden Fall für euch! 🙂

      • Oha, ich habe dir ja noch gar nicht geantwortet. 😦
        Ja, das ist auf jeden Fall absoluter Luxus, für den ich auch sehr dankbar bin.
        Ja, unsere jetzige Wohnung ist zwar nicht klein (85 qm), aber da verdoppeln wir uns schon fast. Außerdem wird ENDLICH der Kleiderschrank nicht mehr im Schlafzimmer stehen, so dass ich mir nicht mehr schon abends meine Klamotten für den nächsten Tag raussuchen muss, um meinen Freund morgens nicht zu stören. DAS wird Luxus! 😀

      • *schmunzel* Da merkt man, dass ihr noch nicht so viele Jahre zusammenlebt wie wir. Wir können inzwischen beide weiterschlafen, wenn der andere aufsteht, weil die Geräusche, die der andere macht, so vertraut sind. Ich wache morgens nur auf, wenn mein Mann mir was erzählt (und die Hälfte der Zeit erinnere ich mich beim Aufstehen nicht mehr daran, was er mir erzählt hat). 😉

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