[Montagsfrage] Was hältst du von literarischen Tattoos?

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Voraussetzung zur Beantwortung dieser Fragr soll sein, dass man davon ausgeht, man würde Tätowierungen grundsätzlich mögen. Tu ich sowieso. Ich hab ja schließlich selber vier Tätowierungen, keine davon ist allerdings literarisch. Ich könnte es mir aber für eine mögliche sechste Tätowierung (für die fünfte hab ich schon eine Idee) durchaus vorstellen, aber das müsste sich ergeben.
Mit literarischen Tattoos ist es genauso wie mit allen anderen: Es kommt immer drauf an. Gefällt mir das Motiv oder das Zitat? Ist es schön gestochen? Nehme ich dem Träger ab, dass er/sie das Tattoo hat, weil er/sie das Buch oder den Gedanken dahinter wirklich gerne mag, oder war es eine Mainstream-Entscheidung?
Grundsätzlich aber: Literarische Tattoos, immer her damit!

[Montagsfrage] Happy End erwünscht?

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Das ist ja mal eine interessante Frage, bei der ich auch sehr gespannt auf die Antwort der anderen Teilnehmer bin.

Also, natürlich freue ich mich, wenn es für meine liebgewonnenen Charaktere am Ende gut ausgeht, aber ich möchte mir dessen nicht zu sicher sein können. Auf dem Weg zum Happy End darf es gerne auch mal den ein oder anderen Verlust geben, den ich dann tränenreich betrauere (ich denke gerade an den ersten großen Verlust bei Harry Potter). Ich möchte nicht ein Buch lesen und mir ganz sicher sein können, dass alles rosaglitzernd mit Sternchen und Herzchen abläuft, dann ist ja keine Spannung mehr da.

Andererseits kann ich auch gut mit anderen Enden leben, sie lösen ja beim Leser viel mehr aus und bringen ihn zum Nachdenken, warum der Autor zum Beispiel seinen Figuren kein Happy End gönnt. Das ist ja meist realistischer, im wahren Leben gibt es nun mal auch nicht immer ein Happy End. Man kann vielleicht festhalten, dass es auch ein bisschen zum Buch passen muss: Ein wunderschön leichter Sommerliebesroman braucht natürlich eher ein Happy End, als ein aufrührendes Buch über Gewalt und Drogen.

Also: Ich bin da sehr flexibel und respektiere in den meisten Fällen die Entscheidung des Autors. Ob ein Happy End angebracht ist, hängt oft vom Genre ab, insbesondere bei Fantasybüchern möchte ich aber nicht , dass das Happy End zu offensichtlich und zu leicht erreicht wird.

Und ihr?

[Montagsfrage] Welche Bücher nehmt ihr mit in den Urlaub?

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Ich habe zwar als Referendarin sechs Wochen Sommerferien, aber so richtig in den Urlaub fahre ich dieses Jahr nicht.. Deswegen fiel es dieses Mal auch flach, dass ich mit Nanni ewig lange telefoniert und meine Urlaubsbücherliste zusammengestellt habe wie im letzten Jahr.

Allerdings werde ich wohl noch für eine Woche etwa in meine Heimat zur Familie fahren und dahin werden mich dann doch einige Bücher begleiten. Da ich aber mit dem Auto fahre, kann ich hemmungslos so viel mitnehmen, wie ich möchte, und muss mich nicht beschränken. Eine richtige Liste habe ich mir auch da nicht gemacht, aber ich schätze mal, dass mich folgende Bücher begleiten werden, wenn ich sie nicht schon vorher lese:

Urlaubslektüre

Mir ist übrigens klar, dass ich nicht all diese Bücher in der einen Woche lesen werde, denn meist bin ich zuhause so damit beschäftigt, Aktivitäten mit meiner Familie zu genießen, dass ich nur sehr wenig zum Lesen komme, aber so habe ich zumindest eine große Auswahl. Und die Bücher, die ich dann nicht schaffe, nehme ich dann einfach mit auf den nächsten Urlaubtrip nach Köln.

Welches dieser Bücher spricht euch am meisten an? Welches würdet auch ihr mit in den Urlaub nehmen?

[Montagsfrage] Am Stück oder häppchenweise?

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Leider immer mehr häppchenweise… 😦 Ich kann mich nur noch vage daran erinnern, wann ich zuletzt ein Buch wirklich am Stück gelesen habe. Ich glaube bei „Bäume reisen nachts“ war es mal so, ich bin mir aber auch gar nicht sicher. Das liegt zum einen daran, dass ich einfach oft viel zu viel zu tun habe, um ein Buch am Stück zu lesen, und zum anderen daran, dass ich oft einfach sehr müde und erschöpft bin. Das heißt, dann, wenn ich mal Zeit dazu hätte, ein Buch am Stück zu lesen (abends, am Wochenende), dann schlafe ich regelmäßig dabei ein – egal wie gut und spannend das Buch ist.

Dabei liebe ich es, ein Buch am Stück zu lesen und wirklich komplett in der Geschichte zu versinken. Mit den Büchern von Monika Feth geht das immer sehr gut.

Ich achte aber immer darauf, dass die Häppchen nicht zu klein werden. Ich weiß, dass viele in jeder freien Minute das Buch in die Hand nehmen, um 3-5 Seiten zu lesen. Das mache ich nicht, denn damit zerlese ich mir das Buch. Es sind eigentlich schon immer Happen, die ich zu mir nehme. 😉

Aber: In etwa einem Monat fangen die Sommerferien in NRW an, da werd ich einfach die ersten Tage nur schlafen, um dann hoffentlich wach genug zu sein, um das ein oder andere Buch in einem Stück zu verschlingen. 😀

[Montagsfrage] Autor oder Autorin? Von wem lest ihr mehr Bücher?

Montagsfrage neuer BannerLustig! Als ich die Frage gesehen habe, konnte ich sie erstmal gar nicht beantworten, denn ich achte ehrlich gesagt so gut wie gar nicht auf das Geschlecht des Autors. Ich bin dann mal meine aktuelle Leseliste durchgegangen, da halten sich Männlein und Weiblein total die Waage. Weil ich aber wirklich neugierig bin, durchstöbere ich auch noch meine Leseliste von 2013.

Gelesen habe ich insgesamt 63 Bücher, 28 Bücher sind von Autoren geschrieben, 2 von einem gemischten Doppel und entsprechend 33 von Autorinnen. Also: Bei mir hält sich das ziemlich die Waage. So grob kann man sagen: Meine Jugendbücher sind meistens eher von Autorinnen geschrieben, die Fantasybücher un Krimis eher von Autoren.

Letztendlich ist es mir ziemlich egal, ob Mann oder Frau: hauptsache begabt! 😀

[Montagsfrage] Welche fünf Bücher stehen ganz oben auf deiner Wunschliste

Montagsfrage neuer BannerEin Stöckchen geht gerade in den Bloggerkreisen rund und auch mir wurde es zugeworfen und zwar von DieJai von Live.Love.Read. Und außerdem hat Nina genau diese Frage jetzt als Montagsfrage gestellt, was mir sehr gut passt, weil ich die Frage sowieso noch beantworten wollte.

Zähle fünf Bücher auf, die ganz oben auf deiner Wunschliste stehen, die aber keine Fortsetzungen von Büchern sind, die du schon gelesen hast. Sie sollen also ganz neu für dich sein.

Unter „ganz oben“ versteh ich jetzt einfach mal „zuletzt hinzugefügt“, denn wenn ich all die Bücher auch noch danach sortieren sollte, wie dringend ich sie gerne hätte (unbedingt, unbedingter, am unbedingtesten?), wäre der Post hier vermutlich morgen noch nicht fertig!

Speechless„Speechless“ von Hannah Harrington

Neuigkeiten verbreiten, über andere reden – Gossip-Girl Chelsea liebt es. Als sie auf einer Party Zeugin einer intimen Situation wird, erzählt sie natürlich allen davon. Mit schrecklichen Folgen: Ihr Freund Noah wird so zusammengeschlagen, dass er im Koma landet; die Polizei ermittelt, und Chelsea wird von allen gemieden. Um ihren Fehler nicht zu wiederholen, legt sie ein Schweigegelübde ab, genau wie der buddhistische Mönch, über den sie gelesen hat. Einen Monat will sie schweigen, in der Schule und zu Hause. Manche hassen sie dafür – aber plötzlich öffnen sich in ihrer stillen Welt Türen: zu einem wunderbaren Jungen, zu Menschen, die ihr verzeihen könnten. Vorausgesetzt, sie kann sich selbst verzeihen. (Quelle)

Räuberhände„Räuberhände“ von Finn-Ole Heinrich

In seinem ersten Roman „Räuberhände“ erzählt Finn-Ole Heinrich die Geschichte von Janik und Samuel, deren intensive Freundschaft durch ein einschneidendes Erlebnis auf eine harte Probe gestellt wird. Alles, was sie bisher verbunden hat, scheint durch wenige Minuten in Frage gestellt zu sein.
Zusammen wollten sie sich in Istanbul auf die Suche nach einem freien und selbstbestimmten Leben begeben. Dabei lässt ihre Herkunft sie auch in der Ferne nie ganz los: Janiks liberale Eltern, die so viel richtig machen, dass es beinah unerträglich ist; Samuels Mutter Irene, die Pennerin, die dennoch voller Stolz auf ihren Sohn blickt. In Istanbul hofft Samuel, seinen unbekannten Vater zu finden. Doch ist das nach allem, was geschehen ist, überhaupt noch möglich?
(Quelle)

Lieb Lucy„Liebe Lucy“ von Julie Sarkissian

„Die beste Person, der du ein Geheimnis erzählen kannst, bist du selbst“
Lucy ist ein ungewöhnliches Mädchen mit einem ungewöhnlichen Blick auf die Welt. Die Leute schütteln den Kopf über sie, sie ist viel zu langsam und immer fehlen ihr die Wörter. Aber dafür hat sie ja Jennifer, das sprechende Küken in ihrer Schürzentasche. Leider verhält sich Lucy nicht immer so, wie es ihrer Mutter gefallen würde, sie hat einfach kein gutes Benehmen. Deshalb lebt sie auf die Farm von Mister und Missus, einem älteren Ehepaar. Hier trifft sie Samantha, ein schwangeres Mädchen. Die beiden freunden sich an – auch wenn Samantha nicht immer die Wahrheit über ihre Vergangenheit erzählt. Dafür sagt sie die Dinge so, dass Lucy sie versteht. Nach und nach finden die beiden heraus, dass Mister und Missus ein finsteres Geheimnis haben. Als Samanthas Baby kurz nach der Geburt verschwindet, verspricht Lucy, es wiederzufinden, und „ein Versprechen ist etwas, das du niemals vergessen darfst, nicht einmal, wenn du so tust, als hättest du es vergessen.“ Also macht sie sich auf die abenteuerliche Suche nach Samanthas Baby. (Quelle)

Der Thron von Melengar„Der Thron von Melengar: Riyria 1“ von Michael J. Sullivan

Royce, ein gewiefter Dieb, und sein fast ehrenhafter Partner Hadrian betreiben ein einträgliches Geschäft mit Aufträgen des korrupten Adels. Ihr Diebesbund trägt den Namen »Riyria« und sie leben ziemlich gut dabei. Bis eines Tages ein Unbekannter die beiden anheuert, ein berühmtes Schwert zu stehlen. Was zunächst nach einem ganz gewöhnlichen Job aussieht, stellt sich jedoch als Falle heraus. Sie werden noch in derselben Nacht als Mörder des Königs verhaftet und in den Kerker geworfen. Als sie mit Hilfe der Prinzessin entkommen können, entdecken Royce und Hadrian eine Verschwörung, bei der es um noch viel mehr als nur um den Thron des recht kleinen Königreichs »Melengar« geht. (Quelle)

…oh, ich merke gerade, dass es nur vier sind, aber mehr schaffe ich zeitlich gerade nicht.

[Montagsfrage] Gibt es Situationen, in denen du nicht lesen kannst?

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Oh ja!!! Viele sogar!!!

Fangen wir mal an mit Hintergrundgeräuschen: Die nerven mich ziemlich schnell, sei es Musik, andere Leute, das regelmäßige Stampfen einer Waschmaschine im Schleudergang… ich bin da ziemlich – äh – pingelig! Vor einigen Monaten hatte ich noch kein Auto und musste regelmäßig längere Strecken mit dem Zug fahren. Dafür gab es dann auch ganz spezielle Zugfahrbücher (fesselnd, sprachlich aber nicht zu anspruchsvoll, keine Fantasy), die ich trotz des Lärmpegels in so einem IC lesen konnte.

Außerdem kann ich ganz schlecht lesen, wenn ich gestresst bin und viele Gedanken im Kopf habe. Also Gedanken à la „Ich muss noch das erledigen und daran muss ich auch noch denken und, oh Gott, bis morgen muss das noch gemacht werden…“. Leider bin ich unter der Woche fast immer in diesem Stadium, wo ich mir dann nur noch ne Serie anschmeiße und irgendwann einschlafe. Mehr geht dann meist nicht.

Außerdem habe ich es in letzter Zeit wirklich oft, dass ich nach dem Beenden eines guten Buches kein neues anfangen mag. Ich kann mich dann einfach für keines entscheiden, finde alle meine Bücher doof und sowieso und überhaupt. 😀 Ein nerviger Zustand!

Ihr seht: Eigentlich ist es ein totales Wunder, dass ich überhaupt jemals zum Lesen komme. 😉

[Montagsfrage] Gehst du gerne auf Lesungen?

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Joar, schon, das kommt aber auch ein bisschen darauf an. Es geht mir bei einer Lesung weniger darum, ein Teil des Buches vorgelesen zu bekommen, sondern etwas vom Autor oder der Autorin zu erfahren und im besten Fall gut unterhalten zu werden. Besonders positiv habe ich da eine eher kleinere, aber sehr lustige Lesung von Kerstin Gier und die Lesung von Josephine Angelini im letzten Jahr im Rahmen der lit.COLOGNE im Kopf. Beide waren total sympathisch und ich habe es einfach sehr genossen, Teil so einer Veranstaltung zu sein.

[Montagsfrage] Gibt es ein Buch, das du aus Prinzip (noch) nicht gelesen hast?

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Hier fällt die Antwort dies Mal recht kurz aus: Nein! Denn ein Buch aus Prinzip nicht zu lesen, zum Beispiel weil alle anderen es lesen, ist genauso albern wie ein Buch zu lesen, eben weil alle anderen es lesen.

Allerdings kommen mir während des Tippens die Gedanken, dass ich zum Beispiel rechtsradikale und menschenverachtende Bücher aus Prinzip nicht lesen würde, eben weil sie gegen meine Prinzipien und Grundsätze verstoßen. Andererseits könnte ich mir auch Extremsituationen vorstellen, in denen es Sinn macht, auch solche Bücher zu lesen, um im Gespräch zum Beispiel mit rechtsradikalen Jugendlichen zu wissen, wovon die anderen überhaupt sprechen.

[Montagsfrage] Hast du schon mal einen Ort besucht, nur weil er in einem Roman vorkommt?

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Die kurze Antwort wäre: „Nein!“

Die etwas ausführlichere: Ich war vor über zehn Jahren mit meinem Vater in England. Dort waren wir unter anderem in Salisbury und haben dort die Kathedrale besucht, die wohl Vorbild für das Buch „Die Säulen der Erde“ von Ken Follett war. Mein Vater hatte das Buch kurz vorher gelesen und war entsprechend beeindruckt, ich selbst eher gelangweilt. Als ich einige Zeit später das Buch gelesen habe, habe ich mich über mich selbst geärgert… 😉