[Rezension] „Die Auslese: Nur die Besten überleben“ von Joelle Charbonneau

Die AusleseReiheninfo:

  1. „Die Auslese: Nur die Besten überleben“
  2. engl. Titel: „Independent Study“ (auf dt. vorauss.: Oktober 2014)
  3. engl. Titel: „Graduation Day“ (auf dt. vorauss.: Oktober 2015)

Klappentext:

Nach den verheerenden Fehlern der Vergangenheit war sich die Gesellschaft einig, dass nur noch die Besten politische Macht ausüben dürfen. Von nun an sollten die Psychologen darüber urteilen, in wessen Händen die Zukunft des Landes liegen sollte. So entstand die Auslese.

Cia ist sechzehn und damit eine der Jüngsten, die zu den Prüfungen antreten, die darüber entscheiden, ob man für ein Amt geeignet ist. Zunächst ist sie von Stolz erfüllt – bis die erste Kandidatin stirbt! Jetzt breitet sich Angst aus, und Cia erkennt: Nur die Besten überleben … (Quelle)

Meine Meinung:

Wer den Klappentext liest und eine weitere Dystopie à la „Die Tribute von Panem“ oder „Die Auswahl“ erwartet, liegt richtig. Wer denkt, dass man dieses Buch deswegen nicht mehr lesen braucht, sollte sich schleunigst eines besseren belehren lassen.

Nur wenige Stunden nachdem Cia erfahren hat, dass auch sie zu den Prüfungen antreten darf, nimmt ihr Vater sie beiseite. Auch er hat vor Jahren die Auslese bestanden und durfte an der Universität studieren. Doch seine Ratschläge sind viel mehr Warnungen und machen Cia zu Recht Angst: „Trau niemandem!“

Klar, neu sind die Idee und die Geschichte nicht; und trotzdem weiß die Autorin den Leser an die Seiten zu fesseln. Ich habe das Buch beinahe inhaliert, war gespannt auf den Ausgang und erste kleine Auflösungen – denn es ist ja schon fast selbstverständlich, dass dies erst der erste Band einer Trilogie ist.

„Die Auslese“ ist in meinen Augen vor allem mit den Panem-Büchern zu vergleichen: eine rasante Prüfung, bei der es um Leben und Tod geht. Und obwohl der Inhalt nicht viel neues birgt, zeit Joelle Charbonneau, dass man das Rad nicht ständig neu erfinden muss, um eine spannende und fesselnde Geschichte zu verfassen. Solide 8 von 10 Sternen!

stern 8

Hier kommt ihr zur deutschen Website der neuen Reihe mit einigen Hintergrundinformationen und einer Leseprobe.

Die Auslese: Nur die Besten überleben – Joelle Charbonneau – Hardcover mit SU – 416 Seiten – 16,99 € – ISBN: 978-3-7645-3117-1 – erschienen: August 2013 (Penhaligon)

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„Spiegelriss“ von Alina Bronsky

SpiegelrissReiheninfo:

  1. “Spiegelkind”
  2. “Spiegelriss”
  3. – Titel noch unbekannt –

Achtung, diese Rezension kann Spoiler zum ersten Band enthalten!

Klappentext:

Sie sagen, der Wald ist verboten

Sie fürchten, er rückt immer näher

Aber du tust alles, um hineinzukommen

Sie nennen sich das Rudel und keiner traut dem anderen. Doch Juli ist froh, dass die abgerissenen Gestalten, die am Rand der Normalität leben, sie überhaupt aufgenommen haben. Nachdem ihr der Zugang zur Welt der Pheen verwehrt wird, hat sie keine Heimat mehr. Schlimmer noch, innerhalb der Normalität wird sie als letzte lebende Phee und gefährliche Mörderin gejagt. Verzweifelt versucht Juli, die Brücken zu ihrem früheren Leben wiederherzustellen. Doch bald muss sie erkennen, dass die Freunde von einst zu Feinden geworden sind und Verrat in der neuen Welt an der Tagesordnung ist. (Quelle)

Meine Meinung:

Vom ersten Teil dieser Trilogie war ich sehr begeistert. „Spiegelriss“ spielt inhaltlich drei Monate nach seinem Vorgänger und wirkt wie ein harter Bruch zu dem ersten Teil. In diesen drei Monaten hat sich viel verändert. Die gesellschaftlichen Strukturen haben sich umgekehrt, Chaos bricht aus, die Rolle von Juli ist die meiste Zeit eher unklar, Traum und Realität vermischen sich.

Ich war von diesem Buch schlichtweg irritiert. Ich bin mir unsicher, was die Autorin dem Leser mit der Entwicklung der Geschichte sagen möchte; weiß nicht, ob ich das Buch überhaupt verstanden habe, und bin mir sehr unsicher, ob ich es mochte. Merkwürdig. Jeder sollte sich selber ein Bild machen, aber ich rate dazu, sich darauf einzustellen, dass Bronsky bewusst mit den Erwartungen der Leser spielt und diese nicht erfüllt.

Verwirrte 5 von 10 Sternen!

stern 5

Spiegelriss – Alina Bronsky – Hardcover mit SU – 261 Seiten – 14,99 € – ISBN-13: 978-3401067995 – erschienen: Januar 2013 (Arena) – Altersempfehlung: 14-15 Jahre (eher älter)

[Hörbuch] „Legend – Fallender Himmel“ von Marie Lu

Sprecher: Julian Greis / Patrycia ZiolkowskaLegend

Reihe:

  1. „Legend – Fallender Himmel“
  2. „Legend – Schwelender Sturm“
  3. dt. Titel ist noch unbekannt

Inhalt:

Day wird in der gesamten Republik gesucht, er ist quasi der Staatsfeind Nummer 1. Täglich gibt es Suchmeldungen über ihn, doch eigentlich weiß keiner, wie er aussieht. Man weiß nur, dass er dem System ein ums andere Mal entwischt ist und nun auf der Straße lebt.

An ihrer Universität ist auch June weit bekannt. Sie ist die einzige, die den Einstufungstest, den alle Zehnjährigen absolvieren müssen, mit voller Punktzahl beendet hat. Obwohl sie schon im Alter von 15 Jahren kurz vor dem Abschluss ihrer Militärausbildung steht, ist man dort nicht immer ganz zufrieden mit ihr: Sie ist zu trotzig, strebt immer höhere Leistungen an, lässt sich von nichts aufhalten und bricht dabei die ein oder andere Regel. Als ihr Bruder bei einem Einsatz ums Leben kommt, schwört June Rache und macht sich auf, um den Mörder zu finden: Day!

Meine Meinung:

Ich weiß nicht genau, ob ich froh oder traurig sein soll, dass ich die Geschichte von Day und June erst jetzt gehört habe. Froh, weil nun die Wartezeit bis zum Erscheinen des zweiten Bandes  nicht mehr so lang ist? Oder traurig, weil ich Day und June erst jetzt kennengelernt habe?

„Legend – Fallender Himmel“ ist eine großartige Dystopie, die sich für mich vor allem durch die wunderbar konzipierten Charaktere und die Figurenkonstellation von anderen Dystopien abhebt. June und Day sind beide auf ihrer Weise so stark und beeindruckt, klug und einfühlend. Und doch sind sie Gegenspieler, seit June geschworen hat, Day zu jagen.

„Ich werde dich finden. Ich werde die Straßen von Los Angeles nach dir durchkämmen. Jede Straße der Republik, wenn es sein muss. Ich werde dich in die Irre führen und überlisten, ich werde lügen, betrügen und stehlen, um dich zu finden, dich aus deinem Versteck zu locken und dich jagen, bis es keinen Ort mehr gibt, an den du fliehen kannst. Das verspreche ich dir: Dein Leben gehört mir.“ (Klappentext)

Die Handlung an sich ist simpel und doch fand ich sie unheimlich spannend. Schnell ist klar, dass June und Day, obwohl sie unerbittliche Gegner sind, einen gewissen Reiz aufeinander ausüben. Noch interessanter wird dies dadurch, dass die Geschichte abwechselnd aus der Sicht der beiden Protagonisten erzählt wird, so dass der Leser/Hörer immer etwas mehr weiß, als die beiden Hauptpersonen jeweils selbst.

Der erste Teil dieser Trilogie hat mir wirklich sehr gut gefallen. Natürlich gleichen sich die Dystopien auf dem aktuellen Markt alle ein wenig, aber diese hier hat das, was ich an Büchern so liebe: Tolle, mutige Charaktere.

Das Hörbuch:

Eigentlich höre ich meist nur Hörbücher von Büchern, die ich schon kenne. „Legend – Fallender Himmel“ war mir vorher unbekannt. Und obwohl dies eine leicht gekürzte Fassung ist, hatte ich nie das Gefühl, dass mir ein Stückchen Inhalt oder die nötige Atmosphäre fehlte.

Mir haben beide Sprecher – Day wird von Julian Greis gesprochen und Patrycia Ziolkowska spricht June – außerordentlich gut gefallen und sie haben den Personen noch mehr Tiefe und Facetten verliehen, vor allem, weil beide Sprecher in meinen Augen sehr wandlungsfähig sind und so die einzelnen Stimmungen, Gedanken und Gefühle von Day und June gut Ausdruck verleihen konnten. Das Hörbuch ist also insgesamt sehr empfehlenswert.

stern 9

Hier findet ihr eine nette deutsche Seite zu dem Buch, inklusive Trailer, Informationen über die Autorin und die beiden Hauptcharaktere.

Legend – Fallender Himmel – Marie Lu – 6 CD – 7:45 Stunden – 19,95 € – ISBN-13: 978-3942587372 – erschienen: September 2012 (Hörcompany) – Altersempfehlung: 13-16 Jahre

„Aufbruch: Partials I“ von Dan Wells

AufbruchInhalt:

„Das neugeborene Mädchen 485GA18M starb am 30. Juni 2076 um 6:07 Uhr morgens. Es war drei Tage alt. Seit dem Zusammenbruch betrug die durch-schnittliche Lebenserwartung eines menschlichen Säuglings sechsundfünfzig Stunden.

Man gab ihnen nicht einmal mehr Namen.“ (S. 9)

Die Menschheit hat einen großen Fehler gemacht: Um Kriege zu gewinnen, schuf sie menschenähnliche, aber viel stärkere Kampfmaschinen: die Partials. Doch diese wandten sich nach einigen Jahren gegen ihre Schöpfer und vernichteten sie durch einen tödlichen Virus. Nur wenige Menschen überlebten, können sich allerdings nicht weiter fortpflanzen: Ihre Babys sterben schon nach wenigen Tagen.

Kira, eine junge und ambitionierte Wissenschaftlerin, glaubt, die Lösung für dieses Problem in der Genstruktur der Partials gefunden zu haben und wagt das Unfassbare: Gemeinsam mit ein paar Freunden macht sie sich auf den Weg in das besetzte Gebiet der Partials, um dort Dinge zu entdecken, die alles verändern könnten…

Meine Meinung:

Was für eine geniale und wirklich neuartige Dystopie. Die Idee, die Umsetzung und vor allem die Tatsache, dass endlich mal keine Liebesgeschichte, sondern einfach nur die Rettung der Menschheit im Mittelpunkt steht, haben mich an diesem Buch wirklich sehr begeistert.

Dan Wells ist es gelungen, Bilder vor meinen Augen entstehen zu lassen, wie es selten ein anderer Autor geschafft hat. Und so bin ich gemeinsam mit Kira durch verlassene Straßen gewandert, habe mich hinter ausgebrannten und schon halb verrotteten Autos versteckt und hatte stets das Gefühl mittendrin zu sein.

Ich muss gestehen, dass mich die Schnelligkeit der Handlung am Anfang irritiert hat. Ich musste mich erst daran gewöhnen, dass alles sehr rasant und beinahe wie in einem Actionfilm abläuft.

Mir geht es beim Lesen oft so, dass ich ahne, was jetzt auf den nächsten 200 Seiten so grob passieren wird. So frei nach dem Motto: „Okay, jetzt müssen sie nach Mordor wandern und dort den Ring vernichten!“ Bei „Herr der Ringe“ dauert das – wie erwartet – ziemlich genau drei Bücher lang. Doch bei „Aufbruch: Partials I“ findet die komplette Handlung, die man als Leser vermutete, schon auf den kommenden 20 Seiten statt. Um bei dem Bild zu bleiben: Der Ring wird schon nach dem ersten Buch vernichtet, danach schließt sich eine ganz unerwartete Handlung an. Wie gesagt: für mich anfangs etwas irritierend.

Der riesengroße Vorteil hiervon ist jedoch offensichtlich: Die Geschichte wird nicht langweilig, verliert nie an Tempo und hält auch einige interessante Wendungen und Höhepunkte für den Leser parat.

Ein wenig gestört hat mich, dass manche Erkenntnisse, die Kira hat, für mich viel zu simpel waren. Kira, sowie andere hochgradig qualifizierte Wissenschaftler arbeiten seit Jahren an dem Problem des Gendefekts der Neugeborenen. Die entscheidende Entdeckung, die Kira im ersten Drittel der Geschichte macht, ist meiner Meinung nach etwas lachhaft und viel zu naheliegend. Doch obwohl ich mich zu dem Zeitpunkt im Buch wirklich darüber geärgert habe, überwiegt jetzt nach dem Lesen eindeutig die Begeisterung.

„Aufbruch: Partials I“ ist eine gelungen andersartige Dystopie, die durch ihr hohes Tempo und die bildhafte Schreibe des Autors an einen Actionfilm erinnert. Rasant schreitet man als Leser durch die Handlung und wird immer wieder von neuem überrascht. Ich fiebere jetzt schon dem nächsten Teil entgegen. 8 von 10 Sternen!

stern 8

Aufbruch: Partials I – Dan Wells – Hardcover – 512 Seiten – 16,99 € – ISBN-13: 978-3492702775 – erschienen: März 2013 (ivi) – Altersempfehlung: ab 14 Jahren

„Beta“ von Rachel Cohn

BetaKlappentext:

Elysia ist eine Beta, ein geklonter Teenager, und sie lebt als Dienerin der Menschen auf der paradiesischen Insel Demesne. Ihr einziges Ziel ist es, ihren »Eltern« zu gefallen – bis sie entdeckt, dass nichts so ist, wie es zu sein scheint. Die heile Welt auf der Insel wird von Klonen gestört, die Gefühle und eine eigene Meinung haben, sogenannten defekten Klonen. Und dann entdeckt Elysia, dass auch sie Gefühle hat. Sie verliebt sich und hat Erinnerungen an ihre First, den Menschen, von dem sie geklont wurde und der längst tot sein muss. Ist sie selbst defekt? Dies würde ihren Tod bedeuten, doch Elysia ist bereit zu kämpfen, für ihre Freiheit und für ihre Liebe zu dem geheimnisvollen Tahir … (Quelle)

Meine Meinung:

Wer glaubt, Dystopien müssten immer düster, grausam und dunkel sein, um den Leser in ihren Bann zu ziehen und zu ängstigen, der hat noch nicht „Beta“ gelesen.

Denn die Welt, in der „Beta“ spielt, ist perfekt. Erschreckend perfekt. Die Handlung spielt auf der Insel Demesne, die bis auf wenige Ausnahmen vom Rest der Welt abgeschottet ist. Nur wer viel Geld zahlen kann, bekommt hier eine Landegenehmigung. Das Meer von Ion, das die Insel umspielt, eben so wie die Luft sind künstlich verändert, besonders wohltuend für Seele und Körper.

Und in diese Welt hinein wird nun Elysia geschaffen, um den Schönen und Reichen zu dienen. Sie ist ein Klon und anders als die meisten Klone ist sie ein Produkt aus der ersten Testreihe von jugendlichen Klonen – eine Betaversion. Klone selber haben eigentlich keine Gefühle und vor allem keine Erinnerungen an ihre Firsts – die Menschen, deren Körper Vorlage für sie waren. Dass die Geschichte, um die es in diesem Buch geht, dennoch von Elysia selbst erzählt wird, ist also ein gelungener Widerspruch in sich, denn so wird dem Leser schnell klar, dass diese Beta nicht so ist, wie sie sein soll: Sie denkt, sie fühlt und sie erinnert sich.

Wenn man mich fragen würde, was ich an diesem Buch am allermeisten mochte, dann ist es ganz klar der Schreibstil. Ich habe schon zwei andere Bücher von Rachel Cohn gelesen, die sie in Zusammenarbeit mit David Levithan verfasst hat, und mag es, wie sie es immer wieder schafft, den Leser förmlich über die Seiten fliegen zu lassen. Bücher von Rachel Cohn sind grundsätzlich pure Unterhaltung.

Mit „Beta“ hat sie sich in ein ganz neues Genre gewagt, auch wenn es in dieser Geschichte unter anderem auch um die erste Verliebtheit geht. Und im Gegensatz zu vielen anderen Autoren hat es Frau Cohn geschafft, der Dystopie ein ganz eigenes Gewand zu verpassen. Es ist rosa, es ist wunderschön und vermeintlich perfekt. Doch was darunter verhüllt wird, will niemand sehen, denn es stiftet Unruhe.

Es gibt zwei Dinge, die ich trotz meiner Begeisterung an diesem Buch kritisieren muss. Zum einen bin ich immer wieder darüber gestolpert, wie plötzlich Elysia ihre Meinung ändert, gewisse Erkenntnisse bekommt, ohne dass sie sich zu diesen Dingen vorher schon mal Gedanken gemacht hat.

Zum anderen wusste ich beim Lesen vorher nicht, dass dies der erste Band einer Trilogie oder einer Reihe wird und war vom Ende etwas überrumpelt. Es wäre wirklich wünschenswert, wenn die Verlage mal anfangen würden, dies deutlicher zu kennzeichnen.

„Beta“ ist eine Dystopie, die nicht durch ihre Grausamkeit und Düsterheit aus der Masse hervorsticht, sondern durch ihre übertrieben Perfektion. Die Geschichte liest sich wundervoll und hat mich vom Anfang bis zum Schluss gut unterhalten. Das einzig wirkliche Manko war für mich insbesondere zum Schluss die gedankliche und emotionale Sprunghaftigkeit von Elysia. 7 von 10 Sternen.

stern 7

Beta – Rachel Cohn – Hardcover mit SU – 416 Seiten – 17,99 € – ISBN: 978-3-570-16164-7 – erschienen: Februar 2013 (cbt) – Altersempfehlung: ab 13 Jahren (mMn eher etwas älter)

„Kyria & Reb: Die Rückkehr“ von Andrea Schacht

Kyria Reb 2Reiheninfo:

  1. “Kyria & Reb: Bis ans Ende der Welt”
  2. “Kyria & Reb: Die Rückkehr”

Achtung: Die Rezension enthält Spoiler zum 1. Band!

Inhalt:

Nachdem Kyria gemeinsam mit Reb in die Reservate geflohen ist und dort festgestellt hat, dass weder sie noch ihr verstorbener Vater an einem tödlichen Gendefekt leiden, bzw. gelitten haben, bricht sie wieder nach La Capitale auf, um ihre Mutter im Wahlkampf zu unterstützen und Nachforschungen über ihre Vergangenheit anzustellen. Wieso hat ihre Duenna versucht, sie umzubringen und wer hat damals ihren Vater vergiftet?

Meine Meinung:

Das Problem mit mehrbändigen Geschichten ist oft, dass zwischen dem Lesen der einzelnen Teile viel Zeit liegt und man als Leser das bisher Geschehene vergisst. Davor hatte ich auch bei diesem zweiten Teil ein bisschen Angst.

Doch Frau Schacht beugt dem vor, indem sie der Geschichte zwei wirklich kurze Kapitel voranstellt, in denen sie knapp noch einmal die Welt von NuYu erklärt und zusammenfasst, was bisher geschah. Manche mögen dies stilistisch nicht so gelungen finden, mir persönlich hat es sehr geholfen. Und wer den ersten Teil gerade erst gelesen hat, kann einfach die wenigen Seiten überblättern.

Und so war ich wieder mitten drin in der Geschichte um Kyria und Reb, die zunächst jeder für sich agieren. Kyria kehrt nach La Capitale zurück und versucht dort, ihre Mutter von den Sabotageakten und dem Verdacht, dass ihr Vater ermordet wurde, zu überzeugen. Reb wendet sich von seiner Vergangenheit – und damit auch von Kyria – ab und strebt danach, wie sein Vater ein erfolgreicher Wagenlenker zu werden. Doch ganz kann er Kyria auch nicht vergessen.

„In der Nacht hatte er von ihr geträumt, hatte ihr Lachen gehört und ihren warmen, weichen Körper an seiner Seite gespürt. Er vermisste sie so sehr.

Sie störte ihn entsetzlich.“ (S. 46)

Ich mag an der Geschichte, dass es eben nicht nur Kyria und Reb gemeinsam gibt, sondern dass auch beide selbstständig handeln und aktiv werden. So bekommt der Leser nicht nur eine Liebesgeschichte serviert, sondern sucht gemeinsam mit Kyria nach Antworten und versucht, eine noch nicht greifbare Verschwörung aufzudecken.

Andrea Schacht kann unheimlich gut mit wenigen Worten das Bild von Personen und Situation erschaffen. Oft hatte ich beim Lesen sehr konkrete Bilder vor Augen, habe Mimik und Gestik gesehen und hatte so das Gefühl, zur Geschichte passende Fotos präsentiert zu bekommen. Auch neue Charaktere oder welche, die erst jetzt wichtig werden, wie zum Beispiel Maie, die Anführerin der Amazonen, bekommen schnell Konturen und öffnen sich so dem Leser.

„Die Rückkehr“ ist eine gelungene Mischung aus Nachforschungen, Intrigen und Abenteuer auf der einen und einer Liebesgeschichte auf der anderen Seite. Ich habe das Buch beinahe verschlungen, mit Kyria mitgebangt und mitgerätselt und über Reb geschmunzelt, der krampfhaft versucht, Kyria zu vergessen. Diese Dystopie ist wirklich gelungen. 8 von 10 Sternen!

stern 8

Hier geht es zu einer Leseprobe.

Kyria & Reb 2- Die Rückkehr – Andrea Schacht – Hardcover mit SU – 17,99 € – 352 Seiten – ISBN: 978-3863960384 – erschienen: Januar 2013 (Egmont INK) – Altersempfehlung: 12 – 15 Jahre

„Die Ankunft. Cassia & Ky 3“ von Ally Condie

Die AnkunftReiheninfo:

Cassia & Ky:

  1. “Die Auswahl”
  2. “Die Flucht”
  3. “Die Ankunft”

Achtung: Diese Rezension enthält Spoiler!

Klappentext:

In den zerklüfteten Schluchten der Canyons hat Cassia nicht nur ihre große Liebe Ky wiedergefunden – sondern auch die Erhebung, eine Untergrundbewegung, die das System stürzen will. Als sich beide der Erhebung anschließen, müssen sie sich jedoch trennen. Ky wird auf einem Stützpunkt in einer Äußeren Provinz zum Piloten ausgebildet und Cassia in die Hauptstadt beordert. Dort trifft sie auf Xander, der als Funktionär für die Gesellschaft arbeitet. Kann sie sich ihm anvertrauen?

Als eine tödliche Seuche ausbricht und die gesamte Bevölkerung zu vernichten droht, muss Cassia eine Entscheidung treffen …(Quelle: Fischer)

Meine Meinung:

Was für ein Auf und Ab mit diesen Büchern…!

Der erste Teil hat mir so gut gefallen, dass ich mir danach das Hörbuch gekauft und das mit der gleichen Begeisterung gehört habe. Ich mochte die Idee und die zarte und sanfte Erzählweise. Der zweite Teil konnte mich dann nicht so wirklich begeistern. Ich habe den Grunderzählton vom Vorgänger vermisst. Die Hauptprotagonisten Cassia und Ky gingen mir sogar gewaltig auf die Nerven. Aber ich wollte doch trotzdem wissen, wie die Geschichte zu Ende geht.

Nachdem der zweite Band in den Canyons spielte, finden wir uns nun zumeist in der Gesellschaft wieder. Cassia wurde von der Erhebung nach Central geschickt, wo sie weiterhin ihren Aufgaben als Sortiererin nachkommen soll. Ky befindet gemeinsam mit Indie auf einem Pilotenstützpunkt und Xander arbeitet als Funktionär, bzw. als Medic. Die Kapitel werden abwechselnd aus ihren Blickwinkeln erzählt.

Erstaunlicherweise gefielen mir die Kapitel aus Xanders Sicht am meisten. Im ersten Teil mochte ich ihn am wenigsten. Cassia war dort noch meine absolute Heldin und ich mochte ihre ruhige Erzählstimme. Und Ky war eben der geheimnisvolle, spannende Protagonist, in den sich nicht nur Cassia verlieben könnte. Doch mittlerweile finde ich Xander am spannendsten, denn er hat die interessanteste Wandlung durchgemacht. Cassia hat mich das komplette Buch hindurch nur gelangweilt und Ky war mir irgendwie egal.

Und das ist dann auch mein Stichwort für die gesamte Geschichte: Sie war mir egal. Es drängte mich gar nicht mehr danach, die Antwort auf offene Fragen zu bekommen. Die Vorgänge und Wendungen waren aus meiner Sicht belanglos. Ich kann es wirklich nicht anders in Worte fassen.

„Die Ankunft“ gefiel mir nicht besonders gut, aber auch nicht besonders schlecht. Die Handlung plätschert so dahin, nach und nach werden ein paar offene Fragen geklärt. Der Schreibstil gefiel mir wieder etwas besser als im zweiten Teil, aber berührt hat er mich trotzdem nicht. Bestimmt stehe ich mit meiner Meinung alleine da, aber mir war das Buch egal. Deswegen gebe ich auch ganz mittelmäßige 5 von 10 Sternen.

stern 5

Die Ankunft – Cassia & Ky 3 – Ally Condie – Hardcover mit SU – 608 Seiten – 16,99 € – ISBN: 978-3-8414-2151-7 – erschienen: Januar 2013 (Fischer)

„Die Flucht. Cassia & Ky 2“ von Ally Condie

Die FluchtReiheninfo:

Cassia & Ky:

  1. “Die Auswahl”
  2. “Die Flucht”
  3. “Die Ankunft”

Diese Rezension enthält Spoiler zum ersten Teil!

Inhalt:

Etwa drei Monate sind vergangen seit Ky gewaltsam in die äußeren Provinz geschafft wurde, um dort dem Feind der Gesellschaft weiß zu machen, dass auch die Randgebiete noch bevölkert sind. Zusammen mit zwei Mitgefangenen – Vick und Eli – plant Ky irgendwann die Flucht in die Canyons.

Cassia ist seitdem in verschiedenen Arbeitslagern gewesen und wartet verzweifelt auf die Chance irgendwie in die äußeren Provinzen gelangen zu können, um dort ihre Suche nach Ky fortsetzen zu können. Eines Tages ergibt sich tatsächlich genau diese Chance und gemeinsam mit Indie gelingt auch Cassia die Flucht.

Werden Cassia und Ky sich wieder finden? Wird ihre Liebe dann immer noch so groß sein wie zuvor? Und welche Rolle spielt Xander?

Meine Meinung:

„Hinter uns höre ich eine laute Explosion. Sie klingt anders als das Feuer des Feindes und ertönt nicht weit weg im Dorf, sondern dicht hinter uns auf der Ebene.

‚Was war das?‘, fragt Eli.

‚Lauf!‘, brüllen Vick und ich gleichzeitig und klettern schneller voran, aufgeschürft, blutend und zerschunden. Gehetzt.“ (S. 107)

Ich habe dieses Zitat herausgesucht, weil es die Stimmung von „Die Flucht“ sehr gut wiedergibt. Beim Lesen habe ich oft das Gefühl gehabt, einen Actionfilm zu sehen: Die Sätze sind oft kurz, manchmal fast ein bisschen abgehakt. Ebenso die Absätze. In kurzen Szenen bekommt der Leser einen Einblick in die Flucht von Cassia und Indie auf der einen Seite und Ky, Vick und Eli auf der anderen Seite.

Während der erste Teil mich besonders durch seine sanfte Erzählweise beeindruckt hat, wird jetzt gemeinsam mit der Landschaft und der Handlung auch die Atmosphäre und die Schreibe der Autorin rauer und schneller.

Eine weitere Änderung ist, dass nicht mehr nur aus Cassias Sicht berichtet wird, sondern die Kapitel abwechseln von ihr und Ky erzählt werden. Das gefällt mir prinzipiell gut, denn auch Kys Gedanken sind wichtig für den Verlauf der Geschichte. Andererseits hat dieser ständige Wechsel für mich noch mehr zur Unruhe des Buches beigetragen.

Natürlich war es trotzdem schön, wieder etwas von Cassia und Ky zu lesen, wieder in die Welt der Gesellschaft abzutauchen und beim Lesen über die Seiten zu fliegen. Ich habe das Buch in nur wenigen Tagen verschlungen und kann den finalen Band, in dem sich sicherlich einige Fragen und Geheimnisse klären werden, kaum erwarten.

Allerdings ist der zweite Teil von Cassia & Ky ganz anders als der erste. Die ruhige Erzählweise wurde ersetzt durch eine beinahe actiongeladene Schreibe der Autorin, die spektakulär und wie in einzelnen Filmsequenzen die Flucht von Cassia und Ky vor der Gesellschaft schildert. Wem welcher Erzählstil mehr liegt, muss jeder selber entscheiden.

Mir persönlich hat „Die Auswahl“ besser gefallen. Deswegen vergebe ich für „Die Flucht“ 7 von 10 Sternen.

stern 7

Die Flucht. Cassia & Ky 2 – Ally Condie – Hardcover mit SU – 464 Seiten – 16,99 € – ISBN-13: 978-3841421449 – erschienen: Januar 2012 (Fischer) – Altersempfehlung: 14-17 Jahre

„Die Bestimmung – Tödliche Wahrheit“ von Veronica Roth

Die Bestimmung Tödliche WahrheitReiheninfo:

  1. “Die Bestimmung”
  2. “Die Bestimmung – Tödliche Wahrheit”
  3. engl. Titel: “Allegiant”

Achtung: Diese Rezension enthält gewaltige Spoiler zum ersten Teil!!

Klappentext:

Drei Tage ist es her, seit die Ken mithilfe der ferngesteuerten Ferox-Soldaten unzählige Altruan umgebracht haben. Drei Tage, seit Tris‘ Eltern starben. Drei Tage, seit sie selbst ihren Freund Will erschossen hat – und aus Scham und Entsetzen darüber schweigt. Mit den überlebenden Altruan haben Tris und Tobias sich zu den Amite geflüchtet – doch dort sind sie nicht sicher, denn der Krieg zwischen den Fraktionen hat gerade erst begonnen. Wieder einmal muss Tris entscheiden, wo sie hingehört – selbst wenn es bedeutet, sich gegen die zu stellen, die sie am meisten liebt. Und wieder einmal kann es nur Tris in ihrer Rolle als Unbestimmte gelingen, die Katastrophe abzuwenden… (Quelle)

Meine Meinung:

„Die Bestimmung“ war eines meiner absoluten Highlights in diesem Jahr: mitreißend und spannend von Anfang bis zum Ende, eine neuartige Idee in der Dystopienvielfalt. Umso höher waren meine Erwartungen an den Nachfolger.

Vielleicht waren meine Erwartungen etwas zu hoch, das macht es dem Buch auch nicht unbedingt leicht.

Kaum kam das „Die Bestimmung – Tödliche Wahrheit“ bei mir an, wollte ich es sofort lesen. Doch nach fast einem Jahr zwischen den beiden Bänden, hatte ich schon sehr viel vergessen. Da es kaum mal einen Rückblick gab, habe ich die ersten Seiten eher etwas verwirrt gelesen und das Buch dann erst ein Mal beiseite gelegt. Das scheint wohl mehreren so gegangen zu sein, zumindest gibt die Autorin selber auf ihrer Homepage eine kurze Zusammenfassung der Geschehnisse im ersten Band und eine Auflistung der wichtigsten Person.

Danach fiel mir der Wiedereinstieg ziemlich leicht und ich war gespannt, wie es in der Welt von Tris und Tobias weitergehen würde. Doch ich muss sagen: Es geht gar nicht so viel weiter. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte – sowohl von der Handlung an sich als auch vom Schreibstil her – streckenweise etwas dahinplätscherte. Die Atemlosigkeit, die ich beim Lesen des ersten Teils durchgehend hatte, stellte sich hier nicht wieder ein.

Es soll mich niemand falsch verstehen: Hätte ich „Die Bestimmung“ nicht schon gelesen und hätte entsprechend hohe Erwartungen, hätte ich dieses Buch vielleicht uneingeschränkt super gefunden. So finde ich es immer noch gut, habe aber ein paar Kritikpunkte und bin eben nicht so restlos begeistert wie vom ersten Teil.

Nach einem etwas schwierigen Einstieg entwickelt sich der zweite Teil dieser Reihe zu einem soliden Mittelband dieser Trilogie. Mir persönlich fehlte der absolute Höhepunkt in der Handung. Außerdem wäre ich gerne etwas mehr in der Geschichte vorangeschritten. Nichtsdestotrotz habe ich das Buch gerne gelesen. Ich freue mich auf den Abschluss dieser Reihe und vergebe gute 7 von 10 Sternen.

stern 7

Die Bestimmung – Tödliche Wahrheit – Veronica Roth – Hardcover mit SU – 512 Seiten – 17,99 € – ISBN-13: 978-3570161562 – erschienen: Dezember 2012 (cbt) – Altersempfehlung: ab 14 Jahren

[Rezension] „Die Verratenen“ von Ursula Poznanski

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  1. „Die Verratenen“
  2. „Die Verschworenen“

Klappentext:

Sie ist beliebt, privilegiert und talentiert. Sie ist Teil eines Systems, das sie schützt und versorgt. Und sie hat eine glänzende Zukunft vor sich – Rias Leben könnte nicht besser sein.

Doch dann wendet sich das Blatt: Mit einem Mal sieht sich Ria einer ihr feindlich gesinnten Welt gegenüber und muss ums Überleben kämpfen. Es beginnt ein Versteckspiel und eine atemlose Flucht durch eine karge, verwaiste Landschaft.

Verzweifelt sucht Ria nach einer Erklärung, warum ihre Existenz plötzlich in Trümmern liegt. Doch sie kann niemandem mehr vertrauen, sie ist ganz auf sich allein gestellt. (Quelle)

Meine Meinung:

Ich war ja ein wenig skeptisch, als ich hörte, dass Ursula Poznanski mit ihrem neuen Buch gleich zwei Trends der Jugendbuchszene folgen würde: Zum einen ist „Die Verratenen“ der erste Band einer Trilogie, zum anderen handelt es sich bei dieser Reihe um eine Dystopie.

Ich hatte ein wenig Angst, dass das Buch nicht mehr so grandios wie z.B. „Erebos“ sein würde. Ehrlich gesagt hätte ich es besser wissen müssen: Natürlich war auch dieses Buch wirklich richtig gut.

Zwar birgt der Dystopie-Anteil jetzt nichts bahnbrechend Neues, aber die Gewinnerin des DJLP 2011 hat es durch ihren spannenden Schreibstil, eine gut konstruierte Story und vor allem durch ihre genial konzipierten Charaktere geschafft, mich von der ersten bis zur letzten Seite in ihren Bann zu ziehen.

Hauptperson der Geschichte ist Ria, eine der Elitstudenten innerhalb des Systems. Rias Schwerpunkt ist die Rhetorik und Überzeugungsarbeit. Eine Heldin mit einer solch ungewöhnlichen Eigenschaft kannte ich bisher noch nicht, doch gefiel sie mir außerordentlich gut. Ria hat einen scharfen Verstand und weiß diesen einzusetzen. Nebenher ist sie nicht nur selber im Bereich der Überzeugungsarbeit ein Genie, sondern weiß auch die Körpersprache anderer zu lesen. Alles deutet darauf hin, dass sie später als Beraterin einer hohen Persönlichkeit tätig werden könnte. Doch dann belauscht Ria ein Gespräch, in dem nicht nur sie, sondern noch fünf andere Jugendliche des Verrates bezichtigt werden…

Ein Vorfall zwingt die sechs ganz unterschiedlichen Charaktere zur gemeinsamen Flucht, auf die der Leser sie begleitet. Schnell wurde nicht nur mir, sondern auch Ria klar, dass es einen Verräter geben muss. Möglicherweise weilt dieser sogar unter den sechs Fliehenden. Sehr geschickt streut die Autorin hier und da ein paar Zweifel, so dass ich mir beim Lesen nie sicher war, wem ich trauen konnte und wem nicht.

Ich liebe die Bücher von Ursula Poznanski. Sie schafft es einfach immer wieder aufs Neue mich zu fesseln und an den Seiten kleben zu lassen. Mit „Die Verratenen“ – dem ersten Teil einer Dystopie-Reihe – ist ihr ein weiterer Geniestreich gelungen. Zwar ist das dystopische Setting jetzt nicht gänzlich unbekannt und neu, aber die Geschichte ist wirklich spannend und die Charaktere interessant und vielfältig. Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Teil, der voraussichtlich im Herbst 2013 erscheinen wird. 9 von 10 Sternen für ein tolles Jugendbuch!

stern 9

Hier findet ihr eine Hörprobe des Hörbuchs und hier geht es zur Leseprobe.

Die Verratenen – Ursula Poznanski – Hardcover mit SU – 460 Seiten – 18,95 € – ISBN-13: 978-3785575468 – erschienen: Oktober 2012 (Loewe) – Altersempfehlung: 14-17 Jahre