[Rezension] „Die Zwerge 5: Der Triumph der Zwerge“ von Markus Heitz

Reiheninfo:

  1. „Die Zwerge“
  2. „Der Krieg der Zwerge“
  3. „Die Rache der Zwerge“
  4. „Das Schicksal der Zwerge“
  5. „Der Triumph der Zwerge“

Achtung, diese Rezension enthält einige wenige Spoiler zu den vorherigen Bänden.

Klappentext:

Der Krieg um das Geborgene Land scheint vorüber. Frieden kehrt ein und die Völker festigen ihre Freundschaft, um geeint jeder Gefahr zu trotzen. Doch die Elben schmieden in ihren alten Reichen einen bedrohlichen Bund. Und im Grauen Gebirge wird ein Menschenkind aus dem Jenseitigen Land gefunden, das die Sprache der Albae spricht. Auf wundersame Weise gewinnt das Mädchen die Gunst vieler Bewohner des Geborgenen Landes, während die Zwerge dem Neuankömmling misstrauisch gegenüberstehen. Als ein übermächtiger Feind im Gebirge gesichtet wird, stellt sich heraus, dass das Mädchen ein Geheimnis hat, das die Zukunft des Volkes der Zwerge verändern wird. Wird eine letzte Schlacht geschlagen werden müssen? Und handelt es sich bei dem zurückgekehrten Tungdil tatsächlich um den legendären Helden der Axtschwinger? (Quelle)

Meine Meinung:

„Der Name des Empfängers war deutlich eingepunzt.
‚Für Ingrimmsch‘, las er entgeistert.
Es fiel ihm nur ein Zwerg ein, der sich nach Phondrasôn begeben hatte und der wusste, dass es ihn gab.“ (S. 63)

Die Zwerge-Reihe von Markus Heitz gehört zu meinen liebsten Fantasy-Reihen überhaupt. Ich mag seine liebenswerten Charaktere, die Kämpfe und den immer mal wieder durchblitzenden Humor. Als klar war, dass es noch einen fünften Band geben würde, war ich natürlich total begeistert und es war selbstverständlich, dass ich ihn lesen würde.

Das geborgene Land scheint zunächst ruhiger und friedlicher als jemals zuvor. Die Albae sind geschlagen und die restlichen Völker tun alles, um ein friedliches Bündnis untereinander zu erreichen. Und doch droht wieder Gefahr: sowohl aus dem Inneren als auch von außerhalb der schützenden Mauern des geborgenen Landes. Viele freuen sich, dass gerade jetzt Tungdil aus Phondrasôn zurückkehrt. Andere zweifeln: Ist es dieses Mal der echte?

Es war wirklich schön, wieder ein Mal in das Geborgene Land zurückzukehren und gemeinsam mit einigen wohlbekannten und liebgewonnenen Zwergen Schlachten zu schlagen und gegen das Böse zu kämpfen. Ich weiß nicht genau, zum wie vielten Mal ich den angefangenen Witz von Ingrimmsch gelesen habe. Es ist wirklich ein toller Running-Gag, dass er ihn nie zuende erzählen darf.

„Ingrimmsch zwinkerte ihm zu. ‚Sag, kennst du den Witz vom Ork, der den Zwerg nach dem Weg fragt, und der Zwerg antwortet…'“ (S. 88)

Und doch hatte ich mir noch mehr das Gefühl von Zurückkommen erhofft, aber dafür lag sicherlich auch zu viel Zeit zwischen dem Erscheinen des vierten und des fünften Bandes. Eine Besonderheit bei Heitz‘ Büchern ist es ja, dass z.B. die Zwerge-Reihe und die Albae-Reihe ineinander greifen. Die Handlungen ergänzen und vervollständigen sich. Das bietet zum einen die Möglichkeit, immer mal wieder auf alte Bekannte zu treffen. Zum anderen aber hatte ich das Gefühl, mir würden hier und da kleine Einzelheiten fehlen, weil ich eben nur die ersten drei Bände der Albae-Reihe gelesen habe.

„Der Triumph der Zwerge“ folgt dem altbekannten und bewährten Muster aller Zwerge-Bände: Es gibt eine Bedrohung für den Frieden des geborgenen Reiches und die Zwerge stehen parat um diesen mit Kampfkraft und der nötigen Portion Gewieftheit zu verteidigen. Es war schön auf alte Bekannte zu treffen und noch ein Mal ein paar Lesestunden mit den bärtigen Helden zu verbringen. Für mich ist die Reihe hiermit aber abgeschlossen. Ich weiß nicht, ob Markus Heitz noch einen weiteren Band schreiben wird. Ich werde ihn dann aber nicht mehr lesen, denn man soll ja bekanntlich aufhören, wenn es am Schönsten ist. Ich habe diesen fünften Band gerne gelesen, auch wenn er mich nicht in Begeisterungsstürme versetzt hat, und vergebe 8 von 10 Sternen!

stern 8

Der Triumph der Zwerge – Markus Heitz – Klappbroschur – 656 Seiten – 16,99 € – ISBN: 978-3-492-70351-2 – erschienen: Februar 2015 (Piper)

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[Rezension] „Die Musik der Stille“ von Patrick Rothfuss

Klappentext:

Die Universität von Imre ist weithin bekannt für ihre Gelehrsamkeit. Die besten Köpfe zieht sie an, die Rätsel der Wissenschaft, des Handwerks und der Alchemie zu entschlüsseln. Aber tief unter dem lebendigen Treiben in ihren Hallen erstreckt sich ein Netz verlassener Räume und alter Gänge. Im Herzen dieses höhlenartigen Labyrinths lebt das Mädchen Auri. Das »Unterding« ist ihr Zuhause.

Die kalte, trügerische Rationalität der Menschen, die über ihr leben, hat sie hinter sich gelassen und sie dringt tief in das Geheimnis der Dinge ein. Eine Geschichte voll betörender Bilder und magischer Spuren, wie sie nur Patrick Rothfuss erzählen kann. (Quelle)

Meine Meinung:

Lange haben viele Fantasy-Fans auf Neues aus der Feder von Patrick Rothfuss gewartet. „Die Musik der Stille“ ist aber nicht der lang ersehnte dritte Band der Königsmörder-Chronik, sondern eine kleine relativ isoliert erzählte Geschichte um Auri, die mysteriöse Freundin von Kvothe. Herr Rothfuss selbst schreibt zu Beginn des Buches, dass man die „Die Musik der Stille“ nicht lesen sollte, wenn man die ersten beiden Bände der Königsmörder-Chronik noch nicht kennt. Das sehe ich nicht ganz so. Meiner Meinung nach macht die Geschichte ohne die Vorgänger genauso viel (oder auch wenig) Sinn wie mit den Vorgängern.

„Die Musik der Stille“ ist ein besonderes Buch. Das hat Patrick Rothfuss auch selbst erkannt. Er schreibt in seiner Vorbemerkung: „Du solltest dir dieses Buch vielleicht nicht kaufen.“
Ehrlich gesagt: Ich kann diesen Hinweis nur doppelt unterstreichen. Das Buch ist definitiv seltsam. Es passiert kaum etwas, es gibt keine richtige Handlung und auch kein Ziel. Da Auri die ganze Zeit in ihrer eigenen Welt agiert, gibt es auch keine Interaktion und Kommunikation (eine kleine Ausnahme ist kaum erwähnenswert). Es gibt keinen Spannungsbogen – stattdessen viele Merkwürdigkeiten.

„Die Musik der Stille“ fasziniert trotzdem stellenweise durch schöne Sprache und sehr atmosphärische Beschreibungen. Mir persönlich hat das aber nicht ausgereicht. Ich habe die etwa 170 Seiten relativ zügig gelesen, aber habe daraus nichts mitgenommen. Mir lag Auri vorher nicht sonderlich am Herzen und die wenigen Tage, die ich jetzt gemeinsam mit ihr verbracht habe, haben mich ihr auch nicht näher gebracht.

Ich bin mir sicher, dass „Die Musik der Stille“ seine Leser finden wird. Es gibt sicherlich viele Fans von Rothfuss, die darauf warten, irgendetwas Neues von ihm zu lesen. Und einige dieser Leser werden sicherlich von Auri und ihrer ganz eigenen Welt oder aber von der poetischen Schreibe Rothfuss‘ begeistert sein. Ich persönlich konnte gar nichts mit der (nicht vorhandenen) Geschichte anfangen. Hier eine angemessene Anzahl an Sternen zu vergeben, finde ich sehr schwer. Ich entscheide mich letztendlich für 5 von 10, weil mein Eindruck sicherlich sehr subjektiv ist.

stern 5

Die Musik der Stille – Patrick Rothfuss – Hardcover mit SU – 173 Seiten – 17,95 € – ISBN: 978-3-608-96020-4 – erschienen: Februar 2015 (Klett-Cotta)

[Rezension] „Hochverrat: Greatcoats 2“ von Sebastien de Castell

HochverratReiheninfo:

  1. „Blutrecht“
  2. „Hochverrat“
  3. – Titel noch unbekannt –
  4. – Titel noch unbekannt –

Achtung, diese Rezension enthält Spoiler zum ersten Band!

Wer den ersten Band bereits gelesen hat, sich aber nicht mehr genau an die Inhalte erinnert, findet hier eine ausführliche Zusammenfassung.

Klappentext:

In einem Reich, das durch die Gier der Mächtigen zugrunde gerichtet wurde, kämpft Falcio val Mond, oberster Kantor der Greatcoats, unerschütterlich für Recht und Ordnung. Als ein grausames Verbrechen an einem Duke und seiner Familie verübt wird, nimmt der Krieger die Fährte des Mörders auf. Doch bald muss er erkennen, dass er das Opfer eines schrecklichen Verrats ist: Ein tödliches Gift jagt durch seine Venen. Plötzlich ist jeder Moment im Kampf gegen den Feind kostbarer denn je. Kann Falcio den Bürgerkrieg verhindern, der das Land ins Chaos zu stürzen droht? Oder wird der Tod ihn vorher zu sich holen? (Quelle)

Meine Meinung:

Nachdem Falcio und seine Gefährten es geschafft haben, allen Widersachern zunächst zu entkommen, befinden sie sich jetzt auf der Flucht vor Trin und ihren Männern. Denn Trin möchte, wie von ihr und ihrer Mutter von langer Hand geplant, auf den Thron von Tristia steigen. Aline, die 13-jährige, uneheliche Tochter des verstorbenen Königs ist da natürlich im Weg. Um Trin auf eine falsche Fährte zu locken, trennt sich Falcio schweren Herzens von Aline und macht sich mit Brasti, Kest und Valiana auf den Weg zu Herzog Isault, um um Unterstützung zu bitten. Hierbei begleitet sie die junge Frau Dariana, die den Feinden den Eindruck vermitteln soll, dass sich Aline doch der Truppe angeschlossen hat.

Aline hat mir beim Lesen unheimlich gefehlt. Klar, sie taucht immer mal wieder kurz auf, aber da wir die Geschichte aus der Sicht von Falcio verfolgen und Aline ihn nun mal nicht begleitet, hat sie in diesem Buch einen relativ kleinen Anteil. Als „Ersatz“ lernen wir Dariana kennen, die noch einige Geheimnisse offenbart: Sie ist ein sehr gute, aber auch unheimlich brutale und gnadenlose Kämpferin. Ich bin sehr gespannt darauf, zu erfahren, was sie so zynisch und hart hat werden lassen.

Schön ist, dass Brasti und Kest immer noch dabei sind, auch wenn ich gerne noch mehr der Neckereien und Wortduelle zwischen den drei Gefährten gelesen hätte. Was de Castell aber unheimlich gut gelingt ist, die tiefe Verbundenheit der Freunde darzustellen. Ich mag Geschichten, in denen es weniger um Liebe, als viel mehr um Freundschaft und das Wir-Gefühl geht.

Auch die Handlung bleibt spannend und dieses Mal, wie ich finde wenig vorhersehbar. Es gibt einige Entwicklungen, mit denen ich nicht gerechnet hätte und auf deren Auflösung ich schon gespannt bin. Außerdem gibt es noch einen weiteren Charakter, den ich jetzt schon ins Herz geschlossen habe (und das obwohl er ein Ritter ist, lieber Brasti). Ich hoffe sehr, dass er auch in den Folgebänden eine Rolle spielen wird.

„Hochverrat“ kann zwar nicht ganz an „Blutrecht“ heranreichen, das ist aber auch nicht weiter erstaunlich, denn der erste Band war einfach grandios. Auch das zweite Buch habe ich wieder sehr genossen, auch wenn mir der Wortwitz und die Rededuelle zwischen Falcio, Brasti und Kest etwas zu kurz gekommen sind. Ich freue mich, demnächst weiterlesen zu können, und vergebe 8 von 10 Sternen!

stern 8

Hochverrat: Greatcoats 2 – Sebastien de Castell – Klappbroschur – 352 Seiten – 16,99 € – ISBN: 978-3-492-70322-2 – erschienen: Dezember 2014 (Piper)

[Rezension] „Die Magie der tausend Welten. Die Begabte“ – Trudi Canavan

Die BegabteReiheninfo:

  1. „Die Begabte“
  2. engl.: „Angel of Storms“ (erscheint 2015)
  3. engl.: „Successor’s Son“ (erscheint 2016

Klappentext:

Der junge Archäologe Tyen entdeckt ein magisches Buch, in dem seit vielen Jahrhunderten das Bewusstsein einer Frau gefangen ist: Pergama war einst eine talentierte Buchbinderin, bis ein mächtiger Magier sie mit einem Zauber belegte und dazu verfluchte, für alle Zeit das Wissen der Welt in sich aufzunehmen. Und so weiß Pergama, dass Tyens Heimat und allen, die ihm am Herzen liegen, eine schreckliche Katastrophe droht. Allerdings kann sie Tyen nur helfen, wenn es ihm gelingt, den Fluch des Buches zu brechen. […] (Quelle)

Meine Meinung:

Trudi Canavan ist sicherlich fast allen Fantasylesern ein Begriff. Insbesondere ihre Trilogien „Die Gilde der Schwarzen Magier“ und „Sonea“ waren nicht nur in Deutschland sehr erfolgreich. Die „Das Zeitalter der Fünf“-Trilogie ist übrigens auch super, nur leider nicht so bekannt.

Nun hat die Autorin mit „Die Begabte“ endlich den Auftakt einer neuen Trilogie geschrieben, die in einer ganz anderen Welt, bzw. in anderen Welten spielt. Zunächst lernt man als Leser Tyen kennen, der ein magisches Buch names Pergama entdeckt. Pergama war früher Buchbinderin und Zauberin, bis sie von einem der mächtigsten Zauberer, der je gelebt hat, in ein Buch verwandelt wurde. Ich gebe zu, dass ich diese Vorstellung merkwürdig und gewöhnungsbedürftig fand. Pergama wird schnell von Tyen nicht mehr nur als Buch, sondern auch als Mensch gesehen. Er führt mit ihr regelmäßige Unterhaltungen, entwickelt langsam Gefühle für sie möchte sie davor schützen, einfach nur irgendwo weggesperrt zu leben. Ich konnte leider gar keine Beziehung zu Pergama aufbauen und auch Tyen, ein recht begabter Magier und Archälogiestudent, war mir oft sehr fremd, blieb konturlos und uninteressant.

Ganz anders verhielt es sich mit Rielle, der zweiten Hauptperson in diesem Buch. Wie: der zweiten Hauptperson? Davon ist im Klappentext doch gar nicht die Rede? Richtig! Ich war auch erst irritiert, als mit einem Mal die Geschichte um Tyen und Pergama unterbrochen und plötzlich eine ganz neue Story aus der Sicht von Rielle erzählt wurde. Rielle scheint in einer etwas weniger fortschrittlichen Welt als Tyen zu leben. Magie ist dort nur den Priestern vorbehalten. Es herrscht die klare Meinung, dass sich alle anderen, wenn sie denn Magie benutzen würden, damit beschmutzen und nicht mehr vor die Engel treten können.
Und genau das ist für Rielle ein Riesenproblem, denn sie kann Magie sehen. Und wer Magie sehen kann, kann sie auch ausüben. Um die Engel nicht zu erzürnen, ist sie sehr darauf bedacht, keine Magie zu benutzen, doch das nicht so einfach wie gedacht. Vor allem nicht, als sie den aufstrebenden Künstler Izare kennenlernt….

Die beiden Geschichten um Tyen und Rielle werden immer abwechselnd erzählt. Mir ging es leider so, dass immer dann, wenn ich gerade  in der Geschichte drin war, die Perspektive gewechselt wurde. Perspektive ist hier allerdings gar nicht der richtige Begriff, denn das würde bedeuten, dass es sich um eine Geschichte mit mehreren Perspektiven handelt. Allerdings haben die beiden Handlungen wirklich gar nichts miteinander zu tun und ich kann noch nicht vermuten, wie sie zusammenhängen. Spielen sie überhaupt zur gleichen Zeit? Werden sich Tyen und Rielle jemals begegnen?

„Die Begabte“ ist die langersehnte Neuerscheinung aus der Feder von Trudi Canavan. Wie alle ihre Bücher ist auch diese Geschichte gut zu lesen und spannend. Allerdings war ich durch die merkwürdige Zweiteilung der Handlung etwas irritiert und konnte mich mit Tyen und Pergama nicht so richtig identifizieren. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich das aber im zweiten Band noch ändert, wenn die beiden Geschichten hoffentlich noch auf irgendeine Art und Weise zusammengeführt werden. Das erste Buch dieser neuen Trilogie hat auf jeden Fall noch Entwicklungspotenzial, allerdings bin ich mir sehr sicher, dass die Autorin dieses im Folgeband auch nutzen wird. 7 von 10 Sternen!

stern 7

Die Magie der tausend Welten. Die Begabte – Trudi Canavan – Hardcover mit SU – 672 Seiten – 19,99 € – ISBN: 978-3-7645-3105-8 – erschienen: NOvember 2014 (Penhaligon)

[Rezension] „Dunkeljäger“ von Alexey Pehov

DunkeljägerKlappentext:

Der Elf Lass lebt in einer vom Krieg zerrütteten Welt: Die mächtigen Elfenhäuser sind über einen alten Konflikt, dessen Ursprung kaum jemand mehr kennt, in scheinbar unüberwindbare Feindschaft geraten. In seinem Bemühen, zwischen den Häusern Frieden zu schaffen, wird Lass zur Hassfigur beider Seiten und muss fliehen. Doch nicht nur die Elfenkrieger sind ihm fortan auf den Fersen, auch Orks, Zwerge und Dämonen verfolgen ihre eigenen Ziele, um dem geschwächten Elfenreich den entscheidenden Schlag zu versetzen … (Quelle)

Meine Meinung:

Bücher von Alexey Pehov sind immer ein ganz besonderes Lesevergnügen, denn er schafft es jedes Mal auf’s Neue, Geschichten und Welten zu schaffen, die mir so noch nicht bekannt waren.

In diesem Fall lernen wir Lass, einen Elfen, und ein Welt kennen, die von Luftschiffen, bzw. Kampflugzeugen (Aeroplanen) geprägt ist. Lass ist ein naher Verwandter der derzeitigen, sehr srukpellosen Elfenherrscherin. Nachdem er sie aber zuletzt nicht mehr unterstützt hat, muss er mit einem Aeroplan, das wie alle Aeroplane von Dämonen betrieben wird, fliehen. Der Klappentext suggeriert an dieser Stelle, dass Lass für das Elfenreich und dessen Bestehen kämpft. Tatsächlich aber befindet er sich eigentlich nur dauerhaft auf der Flucht vor seinen elfischen Verfolgern und versucht auf entfernten Inseln unerkannt zu überleben und Geld zu verdienen. Warum er allerdings plötzlich so penetrant von Margudiern, echsenhaften Wesen, verfolgt wird, weiß er auch nicht so genau.

So sehr mich dieses Buch begeistert hat, so sehr hat es mich auch verwirrt. Das liegt zum einen daran, dass der Inhalt dem Klappentext nicht wirklich entspricht und auch nicht immer einen roten Faden aufweist. Zum anderen ist mir nicht klar ist, ob dieses Buch ein Einzelband ist oder nicht. Laut dem Piper Verlag ist „Dunkeljäger“ bisher als Einzelband geplant, liest sich aber eher so wie der Auftakt zu einer neuen Reihe. Zwar ist ein Teil der Geschichte am Ende des Buches abgeschlossen, allerdings bleiben auch noch ganz viele Dinge offen, ungeklärt und unerzählt. Ich würde mich sehr freuen, demnächst mehr von Lass zu lesen.

Und obwohl ich während des Lesens aus den oben genannten Gründen oft etwas irritiert war und obwohl Pehov mit neuen Wesen und Rassen nur so um sich wirft, habe ich die Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite genossen. Lass ist eine absolut sympathische Hauptfigur und seine Abenteuer, die vielfach in der Luft ausgetragen wurden, habe ich einfach sehr gerne gelesen. Wie in all seinen Bücher überzeugt mich der Autor vor allem durch seine Charaktere. Besonders angetan war ich von Ogg, einem Ork, der nach einiger Zeit mehr oder weniger gezwungener Maßen an Lass‘ Seite kämpft. Ja, das soll man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Ein Elf und ein Ork, die gemeinsam kämpfen – und das auf einem Aeroplan! Ich sag ja: Die Geschichten, die Pehov schreibt, sind so noch nie da gewesen.

„Dunkeljäger“, das neueste Werk von Alexey Pehov, hat durchaus seine kleinen Schwachstellen und konnte mich dennoch beinahe restlos überzeugen. Der nicht immer vorhandene rote Faden und die Ungewissheit, ob es sich um einen Einzelband oder einen Reihenauftakt handelt, werden ausgeglichen durch spannende Abenteuer, tolle Charaktere und dem Gefühl eine Geschichte zu lesen, die es so definitiv noch nicht gibt. Ich vergebe 9 von 10 Sternen!

stern 9

Dunkeljäger – Alexey Pehov – Klappbroschur – 432 Seiten – 16,99 € – ISBN: 978-3-492-70299-7 – erschienen: Oktober 2014 (Piper)

[Rezension] „Aquarius“ von Thomas Finn

AquariusKlappentext:

Bei den Bergungsarbeiten an einer alten Seemine geschieht ein Unglück: Die Mine explodiert. Als Berufstaucher Jens Ahrens wieder zu Bewusstsein kommt, findet er sich in einem Keller wieder, gefangen mit anderen Männern, die unter Drogen gesetzt und so wehrlos gemacht wurden. Nur mit Mühe kann er sich befreien und flüchtet nach Egirsholm, eine kleine, wohlhabende Küstensiedlung. Diese aber wird zum Schauplatz rätselhafter Todesfälle. Menschen ertrinken – und das sogar auf der Landstraße oder in ihrem Haus! Etwas geht vor sich, in das Jens so schnell und tief hinab gesogen wird, dass er sich nicht mehr entziehen kann. Das Meer ist unruhig. Und es ist wütend. (Quelle)

Meine Meinung:

„Aquarius“ ist ein Mistery Thriller.
Grundsätzlich lese ich keine Mystery Thriller und mag sie auch nicht besonders.
Ich fand „Aquarius“ genial.

Diese drei Aussagen sollen deutlich machen, wie gut dieses Buch ist und wie toll Thomas Finn schreiben kann. Denn er hat es tatsächlich geschafft, mich ein Stückchen von diesem Genre zu überzeugen.

Vielleicht stellt sich jetzt zunächst die Frage, warum ich dieses Buch überhaupt gelesen habe, wenn es mich doch gar nicht so sehr zu Mystery Thriller hinzieht. Das liegt vor allem daran, dass ich Thomas Finn auf der Frankfurter Buchmesse live erleben durfte und von ihm und allem, was er zu diesem Buch erzählte, begeistert war. Ich glaube, besonders beeindruckt hat mich seine Schilderung, wie genau er für seine Bücher grundsätzlich und für „Aquarius“ im Speziellen recherchiert hat. Und wenn zu diesem Zeitpunkt noch Überzeugungsarbeit nötig gewesen wäre, dann tat die Tatsache, dass die Handlung in der Nähe meiner Heimatstadt Husum spielt, ihr Übriges.

Zurück zum Buch: Man merkt der Geschichte wirklich die lange und genaue Recherchezeit an. Finn verknüpft gekonnt alte Sagen und Mythen mit der heutigen Zeit. Er beschreibt Schauplätze und den besonderen Schlag Menschen glaubwürdig. Und wenn mir morgen jemand erzählen würde, dass es Sirenen tatsächlich gibt, dann wäre ich gar nicht mal abgeneigt, der Person zu glauben.

Ich hoffe, dies liest sich nicht so, als würde das Buch eine Aneinanderreihung verschiedener Sagen und historischer Fakten sein, denn dem ist nicht so. „Aquarius“ ist unheimlich spannend und mitreißend geschrieben. Ich konnte das Buch wirklich nicht aus der Hand legen und das – das möchte ich an dieser Stelle nochmal betonen – , obwohl es ja gar nicht unbedint meinem üblichen Lesefutter entsprach.

Kurz und knapp (Ich habe nämlich das Gefühl, gar nicht richtig in Worte fassen zu können, wie gut ich dieses Buch fand): „Aquarius“ ist super! Es glänzt durch Spannung, Innovation (endlich mal keine Zwerge, Drachen, Elfen, sondern Sirenen), sympathische Charaktere und dem Gefühl, dass sich der Autor wirklich gut mit dem Thema auseinander gesetzt hat. Ich bin schon auf der Suche nach dem nächsten Buch des Autors und vergebe erstmal gute 9 von 10 Punkten.

stern 9

Hier findet ihr übrigens einen sehr spannenden Werkstattbericht des Autors.

Aquarius – Thomas Finn – Klappbroschur – 416 Seiten – 16,99 € – ISBN: 978-3-492-70337-6 – erschienen: Oktober 2014 (Piper)

[Rezension] „Kampf der Könige“ von Michael Peinkofer

Kampf der KönigeReiheninfo:

  1. „Die Könige: Orknacht“
  2. „Kampf der Könige“
  3. – Titel bisher noch unbekannt –

Klappentext:

Mit „Die Könige“ führte Michael Peinkofer seine Leser in die düstere Ära der Geschichte des Kontinents Erdwelt. Nun kehren die Helden um den Krieger Dag und seine Gefährtin Aryanwen zurück, um die nächste Schlacht zu schlagen: Das Reich ist zersplittert. Alchemisten betreiben dunkle Magie, und die Stadt Tirgas Winmar erzittert unter der Schreckensherrschaft des Dunklen Königs. Dag und Aryanwen ziehen durch das Land auf der Suche nach ihrem Kind, das sie einst den Orks Balbok und Rammar anvertrauten. Doch vor ihnen liegt nicht nur ein gefahrvoller Weg, sondern auch das finsterste Geheimnis Erdwelts … (Quelle)

Meine Meinung:

Hach! Peinkofer zu lesen, ist einfach immer toll! Ich mag seine Art, Highfantasy mit Humor zu verknüpfen, ich mag seine so verschiedenen Helden und vor allem, dass nicht eine Rasse die Gute ist. Auch in „Kampf der Könige“ gibt es wie im Vorgänger einige Hauptdarsteller: so beispielsweise natürlich die Orks Balbok und Rammar mit ihrem Ziehkind Alannah, dessen Eltern Dag und Aryanwen und die tapferen zwergischen Widerstandskämpfer.

Ich mochte schon den ersten Band „Orknacht“ total gerne, aber dieser zweite Teil, der bei vielen Trilogien nicht so gut gelingt, konnte mich noch mehr begeistern. Das lag zum einen sicherlich daran, dass die Handlung richtig flott vorangeht und zum Beispiel Dag, Aryanwen und Dwethan auf die beiden Orks treffen, was zu vielen lustigen Situationen führt. Zum anderen habe ich in der Zwischenzeit die ersten drei Ork-Bücher des Autors gelesen und konnte es genießen, wie sehr er die in Erdwelt spielenden Bücher miteinander verknüpft. Man kann die Reihen (Die Zauberer – Die Orks – Die Könige) definitiv auch unabhängig voneinander lesen, aber wenn man die Hintergründe und die Vergangenheit der Charaktere kennt, ist das ein besonderes Vergnügen.

Was ich an den Büchern von Peinkofer mag, ist, dass die Mittelteile seiner Trilogien so gelungen sind. Bei anderen Autoren habe ich oft das Gefühl, sie schreiben den zweiten Band nur, um zum dritten zu kommen. In „Kampf der Könige“ schreitet die Handlung aber richtig voran und findet zumindest teilweise auch schon einen Abschluss, so dass man das Buch mit dem Gefühl, ein Stückchen gesiegt zu haben, beiseite legt. Da den Völkern von Erdwelt aber immer noch Gefahr droht, fiebere ich dem dritten Band natürlich schon sehr entgegen.

Kurz und knapp: Fantasybücher von Michael Peinkofer sind für mich ein Muss! Gekonnt verknüpft er typische Themen der Highfantasy mit seinem ganz eigenen Humor, der vor allem durch die beiden Orkbrüder in die Geschichte gebracht wird, und verleiht dem Kampf gegen das Böse dadurch einen ganz frischen Wind. Ich vergebe sehr gute 8 von 10 Sternen!

stern 8

Kampf der Könige – Michael Peinkofer – Klappbroschur – 544 Seiten – 16,99 € – ISBN: 978-3-492-70211-9 – erschienen: September 2014 (Piper)

[Rezension] „Verflucht – Ära der Götter 1“ von Ben Peek

VerfluchtReiheninfo:

  1. „Verflucht“
  2. „Gefallen“ (erscheint im März 2015)
  3. – Titel bisher noch unbekannt –

Klappentext:

Fünfzehntausend Jahre nach der verheerendsten Schlacht, die die Welt je gesehen hat: Der Krieg der Götter ist vorüber, doch ihre Körper haben die Zeiten überdauert. Sie liegen verstreut über dem Antlitz der Welt in einem ewig währenden Todeskampf. Zugleich erwachen manche Menschen mit seltsamen, magischen Fähigkeiten, die der Kraft der sterbenden Götter entsprungen sind. Unter ihnen die junge Kartographin Ayae, die durch Feuer nicht verletzt werden kann. Dies macht sie zum Ziel einer grausamen Armee, die in ihr Heimatland einfällt. Gemeinsam mit dem unsterblichen Zaifyr muss Ayae erfahren, dass das Erbe der Alten gefährlicher ist, als sie alle ahnten. Und dass die Ära der Götter möglicherweise noch lange nicht vorüber ist … (Quelle)

Meine Meinung:

Fantasyneuerscheinungen aus dem Piper Verlag sind für mich grundsätzlich Must-Have’s, bisher wurde ich noch nie enttäuscht. Und auch der Auftakt zur neuen Trilogie „Ära der Götter“ von Ben Peek sah mehr als vielversprechend aus: ein tolles Cover und ein Klappentext, der neugierig machte.

Leider muss ich direkt sagen, dass das Buch meine Erwartungen nicht erfüllen konnte. Fast die kompletten knapp 450 Seiten lesen sich so, als würden sie erst den Grundstein für die eigentliche Geschichte legen. Es wird unheimlich viel erklärt und es gibt viele Zeitsprünge, die dazu dienen, die Vergangenheit näher zu erläutern.

Auch während der Handlung in der Gegenwart streut der Autor immer mal wieder ein paar Rückblenden ein. Dies war wirklich sehr verwirrend, weil ich manchmal nicht direkt wusste, welcher Zeit ich die Gedanken und Beschreibungen zuordnen sollte. Es war wirklich schwer, den Überblick zu behalten.

Außerdem kam der Autor mit der Handlung nicht wirklich auf den Punkt, mir fehlte der bekannte rote Faden, das Ziel beim Lesen. Etwas mehr Gradlinigkeit hätte der Geschichte nicht geschadet. An dieser Stelle erinnerte mich das Buch ein wenig an „Das Licht hinter den Wolken“ von Plaschka.

Was ich am Klappentext besonders verlockend fand, war, dass es eine weibliche Heldin geben sollte. Das kommt in Fantasyromanen immer noch eher selten vor – so zumindest mein Eindruck.

„‚Nein‘, sagte Olcea leise. ‚Ich kann mit meinem Blut von den Kräften der Toten zehren, aber was du in die hast, ist Schöpferkraft, die Macht, die alles entstehen ließ, was wir sind, und dieser Macht kann jemand wie ich nichts anhaben.'“ (S. 149)

Ayae ist also nicht nur eine spannende, sondern auch mächtige Heldin, denn sie trägt als Verfluchte einen Teil eines Gottes in sich, und weiß in Ansätzen ebenso zu begeistern wie der unsterbliche Zaifyr oder der Hauptmann der Söldnertruppe Nacht Bueralan Le. In Ansätzen! Leider bekommen all die toll angelegten Figuren keinen Tiefgang, was vielleicht auch daran liegt, dass sich der Autor mit seinen Handlungssträngen, Innovationen und Rückblicken verzettelt.

„Verflucht“ ist kein schlechtes Buch. Trotz der Kritik habe ich es relativ zügig gelesen. Aber es ist leider absolut auch kein gutes Buch. Es braucht viel zu lange, um in die Gänge zu kommen. Ich möchte keine 400 Seiten lesen, bis ich weiß, worauf die Handlung wohl in den folgenden beiden Bänden hinauslaufen wird. Es kann gut sein, dass sich die Geschichte noch interessant entwickelt, das Potenzial hat sie auf jeden Fall. Ich werde es allerdings nur noch von anderen erfahren, denn dies ist vorerst mein letztes Buch des Autors. Ich vergebe 4 von 10 Sternen.

stern 4

Verflucht – Ära der Götter 1 – Ben Peek – Taschenbuch – 448 Seiten – 12,99 € – ISBN: 978-3-492-26971-1 – erschienen: Juli 2014 (Piper)

[Rezension] „Blutrecht: Greatcoats 1“ von Sebastien de Castell

Greatcoats - BlutrechtReiheninfo:

  1. „Blutrecht“
  2. „Hochverrat“ (erscheint im September 2014)

Klappentext:

Falcio ist der Anführer der Greatcoats. In der Kunst des Kampfes ebenso geschult wie im Gesetz des Reiches Tristia, ziehen die Greatcoats als reisende Gesetzeshüter durchs Land, um Gerechtigkeit zu bringen und das Wort des Königs zu verbreiten. Sie sind Helden. Oder vielmehr waren sie es, bis sie tatenlos zusahen, wie die dunklen Herzöge von Tristia das Königreich übernahmen und den Kopf des Königs auf einen Pfahl spießten. Nun bewegt sich Tristia am Rande des Untergangs, und die Barbaren an den Grenzen warten nur darauf, ins Land einzufallen. Die Herzöge reigieren mit Willkür und Chaos, und die Greatcoats sind weit verstreut, gebrandmarkt als Verräter, Diebe und Mörder. Ihren legendären Uniformen sind nur noch Fetzen, die an eine ruhmreiche Vergangenheit erinnern. Alles, was ihnen geblieben ist, ist ein letztes Versprechen, dass sie ihrem getöteten König gaben. Das Versprechen, eine letzte Mission zu erfüllen. Doch wenn sie damit Erfolg haben wollen, müssen sie sich wieder vereinen – oder miterleben, wie die Welt um sie herum in Feuer untergeht … (Quelle)

Meine Meinung:

Kennt ihr das, wenn ihr ein Buch eigentlich gar nicht weiter lesen möchtet; nicht, weil es schlecht ist, sondern weil ihr einfach nicht wollt, dass es endet? So ging es mir mit „Blutrecht“ dem ersten Band der Greatcoats-Reihe.

Die Greatcoats (benannt nach ihren mit langen Mänteln, die sie vor Angriffen schützen) waren vor einigen Jahren noch die Hüter der Gesetze, sie waren der lange Arm des Königs und sollten den Bürgern Gerechtigkeit bringen. Ihr Motto: „Richte gerecht, reite schnell, kämpfe hart“, wobei der Kampf immer die letzte Möglichkeit darstellen soll. Doch als der König von seinen Herzogen ermordet wird, müssen sich die Greatcoats auflösen und verstreuen sich in alle Winde. Nur Falcio, der erste der Greatcoats, und seine beiden besten Freunde Brasti und Kest bleiben zusammen, durchstreifen die Lande und suchen nach dem Vermächtnis des Königs, das es angeblich geben soll…

Und auf dieser Reise begleiten wir Falcio und seine Freunde. Die drei sind gefallene Helden, einstmals geliebt und verehrt werden sie jetzt als „Lumpenmäntel“ beschimpft. Und schnell offenbart sich der besondere Charme des Buches: der Humor! Der Ton zwischen den dreien untereinander ist ziemlich rau und trieft oft vor Ironie und Sarkasmus. So etwas mag ich sehr! Außerdem sind sich Falcio, Brasti und Kest selten einig, so dass sich wunderbare Wortduelle ergeben.

Neben diesen kommen natürlich auch die wirklichen Duelle nicht zu kurz. Hier merkt man sehr deutlich, dass der Autor selber als Kampf-Choreograph gearbeitet hat, denn beim Lesen hat man das Beschriebene sehr bildlich vor Augen, sieht förmlich die Angriffe und Ausweichmanöver.
Während die Greatcoats nur mit ihren Händen und Waffen kämpfen, gibt es in der Welt von Tristia auch Magie, die Falcio nicht ohne Grund verhasst ist: Er hat ihr meist nur wenig entgegenzusetzen und so gibt es für unsere Helden auch gefährliche Gegner, ohne die eine Geschichte doch sehr langweilig wäre.

„Blutrecht: Greatcoats 1“ lebt von seinen heldenhaften Charakteren, seinem Wortwitz und spektakulären Kampfszenen. Wer mal ein etwas anderes Fantasybuch lesen und in eine Geschichte in der Art der drei Musketiere eintauchen möchte, dem sei dieses Buch sehr ans Herz gelegt. Ich selber fiebere schon sehr dem Erscheinen des zweiten Bandes entgegen, denn mich haben die Greatcoats auch lange nach dem Lesen nicht wirklich losgelassen. 10 von 10 Sternen!

stern 10

Blutrecht: Greatcoats 1 – Sebastien de Castell – Klappbroschur – 448 Seiten – 16,99 € – ISBN-13: 978-3492703215 – erschienen: Mai 2014 (Piper)

[Rezension] „Taberna Libraria: Die Magische Schriftrolle“ von Dana S. Eliott

Taberna LibrariaReiheninfo:

  1. „Taberna Libraria: Die Magische Schriftrolle“
  2. „Das Geheimnis von Pamunar“ (erscheint im Herbst 2014)
  3. – Titel noch unbekannt –
  4. – Titel noch unbekannt –

Klappentext:

Ursprünglich wollten die Freundinnen Silvana und Corrie nur eine ganz normale Buchhandlung eröffnen. Doch der alte Laden, den sie im beschaulichen Woodmoore erstehen, hütet ein Geheimnis: In seinem Keller liegt ein Portal zu einer anderen Welt, in der sich übernatürliche Geschöpfe tummeln und Magie höchst real ist. Und so sind körperlose Stimmen und seltsame Buchbestellungen erst der Anfang von einem Abenteuer, bei dem Corrie und Silvana sich den Plänen eines finsteren Magiers entgegenstellen müssen. (Quelle)

Meine Meinung:

Auch dieses Buch habe ich gelesen, weil es für den SERAPH 2014 nominiert war. Die beiden Autorinnen Sandra Dageroth und Diana Kruhl (Dana S. Eliott ist nur ihr Pseudonym) entführen den Leser in ihrem Debüt in die fantastische Parallelwelt von Amaranthina im Reich der Hundert Inseln.

Die beiden Freundinnen haben sich gerade dazu entschlossen, den Buchladen in Woodmoore zu kaufen und stehen kurz vor ihrer Eröffnung, als sie merkwürdigen Besuch erhalten. Ein Mann steht plötzlich und unvermittelt in ihrer Küche und möchte ihnen unbedingt etwas Wichtiges mitteilen. Doch dazu kommt es nicht mehr, denn plötzlich wird der Buchladen überfallen und alle drei müssen fliehen. Silvana und Corrie staunen nicht schlecht, als sie plötzlich nach einer Reise durch ein geheimes Portal von einem Faun in Empfang genommen werden.

Wenn man Freude an diesem Buch haben möchte, muss man für die verschiedensten fantastischen Wesen offen sein, denn davon wimmelt es in der Geschichte nur so. Ansonsten liest sich der erste Teil der vierteilig geplanten Reihe gar nicht so anders als ein normaler Roman, der nur eben voller Magie, bösen Dämonen und Rätseln ist.

Vor allem Corrie freundet sich erstaunlich schnell mit dem Gedanken an die fantastische Parallelwelt an und macht sich neugierig daran, alles zu entdecken, was Amaranthina so zu bieten hat. Und so stecken die beiden Freundinnen bald schnell in einem Abenteuer, in dem sie sich einen der bösesten Zauberer zum Feind gemacht haben…

„Taberna Libraria“ lässt sich angenehm leicht lesen und hat mich gut unterhalten. In meinen Augen ist es zwar kein typisches Fantasybuch, wie ich es angesichts der Nominierung für den SERAPH vermutet hätte, aber die Geschichte um die beiden Freundinnen und ihre etwas anderen Bekannten hat mir gut gefallen. Ich vergebe zufriedene 7 von 10 Sterne und bin auf den nächsten Band gespannt.

stern 7

Taberna Libraria: Die Magische Schriftrolle – Dana S. Eliott – Taschenbuch – 512 Seiten – 9,99 € – ISBN: 978-3-426-51438-2 – erschienen: Dezember 2013 (Knaur)