[Rezension] „Hiobs Brüder“ von Rebecca Gablé

Hiobs BrüderInhalt:

Der junge Simon wird aufgrund seiner Fallsucht (Epilepsie) von Mönchen in eine Inselfestung gesperrt. Dort ist er nicht allein, sondern umgeben von vielen anderen „Krüppeln“, „Verrückten“ und „Besessenen“, wie nicht nur die Mönche sie nennen. So trifft Simon auf zum Beispiel auf Losian, der sein Gedächtnis verloren hat, auf King Edmund, der sich für einen längst verstorbenen Märtyrerkönig hält oder auf die Zwillinge Wulfric und Godric, die zusammengewachsen sind.

Doch dann beendet ein Sturm, der die Festung zum Einsturz bringt, die Gefangenschaft der Gefährten. Das Leben in Freiheit birgt allerdings auch einige Gefahren für die Gruppe der Verstoßenen, besonders als Losian nach und nach erfährt, wer er wirklich ist.

Meine Meinung:

Dieses Buch der zu Recht beliebten Autorin Rebecca Gablé ist mal wieder ein Meisterwerk. Es spielt etwas weniger in der großen Politik Englands, wie es viele ihrer anderen Bücher tun. Gerade dies hat mir besonders gut gefallen, denn so konnte ich endlich auch mal die Handlung verstehen. 😉

Mit Liebe zum Detail hat Gablé ganz unterschiedliche Figuren geschaffen, die der Leser begleiten kann. Das Buch hat zwei Hauptpersonen, nämlich Simon und Losian, deren Geschichten mehr oder weniger miteinander verstrickt sind. Doch auch die Geschichte der restlichen Gefährten wird immer wieder aufgegriffen. Ich meine beim Lesen gespürt zu haben, wie sehr die Autorin ihre einzelnen Figuren mag, denn sie hat es geschafft, (fast) alle mit ihren kleinen Macken und Eigenheiten liebenswert zu machen.

Schon von den anderen Büchern von Frau Gablé war ich restlos begeistert, aber ich habe das Gefühl, dieses könnte sich zu einem neuen Lieblingsbuch entwickeln. Eine klare Leseempfehlung!!! Überschwängliche 10 von 10 Sternen!

stern 10