„Ziemlich beste Freunde. Ein zweites Leben“ von Phillipe Pozzo di Borgo

!! Abgebrochen !!Ziemlich beste Freunde

Von dem Film hat sicherlich jeder gehört. Er gehört für viele Leute jetzt schon zu ihrem Kino-Highlight 2012. Ich habe ihn erst nach dem Lesen gesehen, hatte aber viel Positives gehört.

Da war es für mich natürlich klar, dass ich, als eine Leserunde zu dem entsprechenden Buch angeboten wurde, mich direkt bewerben musste. Und juhu: Ich wurde sogar als eine der Gewinnerin ausgelost.

Leider war mir eines nicht klar: Der Part, der verfilmt wurde, macht im Buch nur einen geringen Teil aus; einen Teil, zu dem ich leider nie gekommen bin.

Ich habe das Buch mit der Erwartungshaltung begonnen, eine schöne, manchmal traurige Geschichte über die Freundschaft zweier so verschiedener Männer zu lesen. Doch das Buch bot etwas ganz anderes: In kurzer, sprunghaften Gedankenabschnitten erzählt der Autor von seinem Leben mit einer Querschnittslähmung. Ich gebe zu, dass ich nur die ersten fünfzig Seiten gelesen habe, dann konnte ich diesen abgehackten und doch sehr eigenwilligen Schreibstil nicht mehr lesen.

Vielleicht wird das Buch später besser? Vielleicht wird es schöner? Vermutlich bin ich auch einfach nur mit der falschen Erwartungshaltung an die Geschichte herangegangen. Auf jeden Fall wurden eben diese Erwartungen an eine nette, berührende Geschichte über eine besondere Freundschaft zunächst nicht erfüllt, so dass ich persönlich das Buch zumindest an all jene, die genau so etwas erwarten, nicht weiterempfehlen kann.

stern 1

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[Rezension] „Ayla und das Lied der Höhlen“ von Jean M. Auel

!! Abgebrochen !!Ayla

Reiheninfo:

  1. „Ayla und der Clan des Bären“
  2. „Ayla und das Tal der Pferde“
  3. „Ayla und die Mammutjäger“
  4. „Ayla und das Tal der großen Mutter“
  5. „Ayla und der Stein des Feuers“
  6. „Ayla und das Lied der Höhlen“

Klappentext:

Obwohl Ayla als junge Mutter alle Hände voll zu tun hat, lässt ihr die Heilerin und spirituelle Anführerin der Neunten Höhle eine gewaltige Ehre zuteilwerden: Sie nimmt Ayla als ihre Gehilfin an. Voll Eifer stürzt sich Ayla in die Jahre währende Ausbildung und die verschiedenen Reisen, die dazugehören. Doch die dauernde hohe Belastung zehrt auch an der Beziehung zu Jondalar, der sich vernachlässigt fühlt. Bis er sich verletzt von ihr abwendet. (Quelle)

Meine Meinung:

Jahre habe ich auf dieses Buch gewartet. Ich habe die Serie um das Steinzeitmädchen Ayla nur so verschlungen, habe Jondalar geliebt und die bisherigen Bände in rasender Geschwindigkeit hintereinander weg gelesen. Doch dann nach dem letzten Buch („Ayla und der Stein des Feuers“) kam die lange Wartezeit. Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich oft in Buchhandlungen nachgefragt habe, wann denn endlich, endlich der letzte Teil erscheinen würde. Als es jetzt, neun Jahre nach Erscheinen des fünften Bandes, endlich soweit war, habe ich mich riesig auf das Buch gefreut.

Leider muss ich sagen, dass ich sehr enttäuscht wurde. Beim Lesen hatte ich den Eindruck, dass die Autorin selber kaum noch Inhaltsstoff für den Abschlussband ihrer ansonsten grandiosen Erdkinder-Zyklus hatte: In vielfachen Rückblenden beschreibt sie immer wieder die bisherigen Abenteuer von Ayla und ihrem Gefährten Jondalar. Und auch in der Gegenwart passiert nicht viel. Ayla besucht eine Höhle nach der anderen, begutachtet die verschiedensten Höhlenmalereien und entdeckt die Heiligkeit und Verbindungen zur Großen Mutter. Von der auf dem Klappentext beschriebenen Handlung habe ich bisher nur die langen Reisen mitbekommen.

Vielleicht wollte die Autorin aber auch nur ihr vermutlich großes Wissen um die landschaftliche Beschaffenheit des prähistorischen Europas während der Eiszeit darlegen. Genauestens beschreibt sie nicht nur die Natur und die Lebens- und Essgewohnheiten, sondern auch Kleidung, Tier- und Pflanzenwelt.

Ich muss gestehen, dass ich in den vorherigen Bänden auch immer wieder die Schilderung von der sexuellen Spannung zwischen Ayla und Jondalar gelesen habe. In diesem letzten Band ist davon nichts mehr zu merken. Es gibt insgesamt wenig Interaktion zwischen den einzelnen Charakteren, die Dialoge wirkten auf mich gestellt.

Nachdem ich mich sehr lange an diesem Buch aufgehalten, es immer wieder für interessantere Bücher zur Seite gelegt und mich Seite für Seite durchgequält habe, habe ich es nun auf Seite 599 abgebrochen. Schade: Was lange währt, wird nicht immer gut! Vielleicht wird das Buch ja ab der 600. Seite grandios, vielleicht braucht man auch noch mehr Durchhaltevermögen als ich, aber bis zur Hälfte des Buches kann ich vom Lesen leider nur abraten!

stern 1

Ayla und das Lied der Höhlen – Jean M. Auel – Hardcover mit SU – 1120 Seiten – 27,99 € – ISBN-13: 978-3453265431 – erschienen: März 2011 (Heyne)

[Rezension] „Vom Glück, ein Briefträger zu sein“ von Charlotte Weitze

!!! Abgebrochen !!!Vom Glück, ein Briefträger zu sein

Inhalt:

BriefträgerKaspar ist überglücklich. Er hat endlich eine Stelle als Briefträger gefunden, die er auch annehmen kann. Kaspar ist nämlich Albino und kann nicht dem Sonnenlicht ausgesetzt werden. Und so ist die Stelle in einem kleinen Ort in Skandinavien, an dem so gut wie nie die Sonne scheint, für Kaspar perfekt.

Meine Meinung:

Ja, genau, diese kurze Inhaltsangabe, die auch den Anfang des Buches ziemlich gut beschreibt, klingt eigentlich gut. Der Beginn der Geschichte las sich auch recht angenehm, zwar musste ich auch hier und da aufgrund der Handlung und des Schreibstils stocken, doch etwa bis zur Hälfte des Buches, also bis zur Seite 100 war alles noch relativ normal. Die Geschichte entwickelte sich mehr oder weniger fröhlich dahin, alles war noch relativ realistisch. Doch dann mit einem Mal wurde es sehr, sehr merkwürdig. Neben wirren Träumen und/oder Tagträume der Hauptperson, hohlen Geisterschafen mit einem enorm schnell wachsenden Fell, von den Toten auferstandenen Postboten, kam es zu für mich absolut unnachvollziehbaren Morden und die Geschichte nahm ihren Lauf. Eigentlich hatte ich vor, das Buch trotzdem zu Ende zu überfliegen, doch ca. 40 Seiten vor Schluss muss ich aufgeben. Zu abstrus und merkwürdig ist die Handlung geworden.

Absolut nicht empfehlenswert, auch wenn es sich so anhört. Ich tu mich sehr schwer hier überhaupt einen Stern zu geben. (Und lasst euch auch nicht durch das schöne Cover täuschen!)

stern 1

[Rezension] „Kissing the Rain“ von Kevin Brooks

!!! Abgebrochen!!!Kissing the Rain

Inhalt:

Der übergewichtige Mike – genannt Moo – beobachtet auf „seiner“ Autobahnbrücke eine Auseinandersetzung zwischen zwei Autofahrern, zunächst drängt der eine den anderen von der Straße, dann kommt es zur Schlägerei. Moo wird wichtiger Zeuge der Polizei, doch versucht diese ihm Dinge einzureden, die er gar nicht gesehen hat. Denn einer der beiden Autofahrer ist ein gesuchter Krimineller und der soll jetzt wohl als schuldig dargestellt werden. Moo hat aber etwas anderes gesehen.

Meine Meinung:

Ich habe ja erst vor kurzem „The Road of the Dead“ vom selben Autor gelesen und war auch ziemlich begeistert. Deswegen hatte ich mich eigentlich auf das Buch gefreut. Die Geschichte scheint auch tatsächlich nicht uninteressant zu sein. Doch schon auf der zweiten Seite war ich absolut vom Schreibstil des Buches genervt. Im Buch „Zehnte Klasse“ habe ich noch leicht bemängelt, dass mir der Stil zu bewusst jugendlich geraten war. Trotzdem war das Buch noch gut zu lesen.

In „Kissing the Rain“ ist der bewusst jugendliche Schreibstil viel, viel, viel schlimmer. Ich habe bis etwa Seite 120 durchgehalten. Danach musste ich das Buch einfach aus der Hand legen.

Hier ein kleiner Eindruck:

„Ich wünsch mir, ich hätt nie da oben gestanden … wär nie in die Sache REINGEZOGEN worden…

Echt, DAS isses, was ich mir wünsch. Nix gesehn, von nix was mitgekriegt. Ich? Hätt meine Klappe halten solln.

HAB NULL GESEHN, KLAR?“ (S. 9)

Dazu muss ich sagen, dass dieser Schreibstil nicht nur an manchen Stellen, zum Beispiel der wörtlichen Rede, sondern, weil das Buch in der Ich-Erzählhaltung geschrieben ist, durchgehend auftritt!Für mich nicht zum Aushalten! Also,ich vergebe jetzt  1 von 10 möglichen Sternen. 😦

stern 1

[Rezension] „Eine respektable Leiche“ von Peter Robinson

Eine respektable LeicheReiheninfo:

Inspector-Banks-Romane:

  1. “Augen im Dunkeln”
  2. “Eine respektable Leiche”
  3. “Ein unvermeindlicher Mord”
  4. “Verhängnisvolles Schweigen”
  5. “In blindem Zorn”
  6. “Das verschwundene Lächeln”
  7. “Die letzte Rechnung”
  8. “Der unschuldige Engel”
  9. “Das blutige Erbe”
  10. “In einem heißen Sommer”
  11. “Kalt wie das Grab”
  12. “Wenn die Dunkelheit fällt”
  13. “Ein seltener Fall”
  14. “Kein Rauch ohne Feuer”
  15. “Eine seltsame Affäre”
  16. “Im Sommer des Todes”
  17. “Wenn die Dämmerung naht”

Inhalt:

Im zweiten Teil der Inspektor Banks-Reihe wird Harry Steadman ermordet – ein Mann, der anscheinend durch und durch ein guter Mensch war und keine Feinde hat. Banks findet kaum Mordmotive oder Verdächtige. Die einzigen Hinweise und Zusammenhänge scheinen in die Vergangenheit zu weisen.

Doch dann stellt sich heraus, dass die Schülerin Sally bei einem nächtlichen Treffen mit ihrem Freund einen möglichen Hinweis entdeckt haben könnte. Kann Banks den Fall jetzt lösen.

Meine Meinung:

Uff, an diesem Buch habe ich endlos lange gelesen. An keiner einzigen Stelle hat mich die Geschichte gepackt. Ich hab letztendlich nur noch gelesen, um das Buch durchzubekommen. Auch das Ende tat wenig, um mich zu entschädigen.

Nachdem ich den ersten und letzten Teil dieser Reihe gelesen hatte, freute ich mich schon, eine neue Krimireihe für mich entdeckt zu haben. Aber dies wird vorerst mein letztes Buch von Peter Robinson bleiben.

Schade! Nur 1 von 10 möglichen Sternen. 😦

stern 1