[Rezension] „Siran 1: Die Königskinder“ von Tara C. Meister

SiranReiheninfo:

  1. „Siran: Die Königskinder“
  2. „Siran: Im Reich der Wächter“ (erscheint am 31.3.2014)
  3. – Titel noch unbekannt –

Klappentext:

Als das Reich Eylania von einem Halbgott der Unterwelt angegriffen wird, steht Jens Heimat der Bedrohung hilflos gegenüber. Der junge Mann flieht mit einigen Freunden, den Feind im Nacken – der nicht von ihm ablassen will. Die Jagd beginnt. Ihre Reise führt durch die Vergangenheit, ihr Ziel ist die Zukunft.

In weiter Ferne spürt auch die Königstochter, wie sich etwas um sie herum verändert, langsam, ungesehen, aber unaufhaltsam. Die Ereignisse überschlagen sich, alles droht außer Kontrolle zu geraten. Und während die Lebenden um Hilfe schreien, beginnt der Tote wieder zu flüstern. Aber wer wird wagen zu kämpfen, nun, da der uralte Hass geweckt wurde? Und wo ist der Siran, der Auserwählte, wenn sein Volk ihn ruft? (Quelle)

Meine Meinung:

„Endlich durch!“ Das habe ich schon lange nicht mehr beim Beenden eines Buches gedacht, doch bei diesem war genau das der Fall.

Ich bin gerade hin und her gerissen. Ich möchte an dieser Stelle keinen Verriss schreiben. Insbesondere nicht, seit ich weiß, dass die Autorin, als sie das Buch schrieb, erst 15 Jahre alt war. Ja, dafür ist es gut. Es ist fantasievoll und enthält ab und an auch wirklich schöne Sätze. Aber ich habe dieses Buch als vollwertigen Fantasyroman gelesen und in diesem Fall kann ich leider ganz deutlich sagen: Ich mochte es nicht!

Die Geschichte ist unausgereift und liest sich noch wie ein Manuskript. Die Kapitel sind meist sehr kurz, so als würden sie eben nur Zusammenfassungen für die eigentliche Endfassung enthalten. Die Autorin springt zwischen den einzelnen Handlungsgeschehen hin und her, es passiert unheimlich viel, aber nichts davon so intensiv, dass es mich wirklich mitreißen konnte. Die Charaktere waren oft nicht überzeugend, viel zu flach und an manchen Stellen einfach unglaubwürdig. Die Interaktion zwischen ihnen wirkte zu gewollt. Einige Plotfehler taten dann ihr übriges dazu, dass ich wenig Freude beim Lesen hatte.

Schade, denn die Grundidee an sich ist nicht schlecht, eine gute und gründliche Überarbeitung hätte vielleicht geholfen, aus diesem doch ziemlich unausgegorenen Erstlingswerk eine gute Geschichte zu machen. So kann ich leider nur 3 von 10 Sternen geben.

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Das Buch wurde 2014 für den SERAPH nominiert.

Siran 1: Die Königskinder – Tara C. Meister – Taschenbuch – 264 Seiten – 9,80 € – ISBN-13: 978-3867404716 – erschienen: März 2013 (Buchverlag Kempen)
Altersempfehlung: ab 12 Jahren

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[Rezension] „What I Saw and How I Lied“ von Judy Blundnell

what-i-sawInhalt:

Kurz nach dem zweiten Weltkrieg kommt endlich Evies Stiefvater nach Hause. Die Welt scheint endlich wieder in Ordnung zu sein und Evie fährt mit ihrer Mutter und ihrem Stiefvater in den Urlaub. Doch schon bald ist Evie davon genervt, dass ihre wunderschöne Mutter sie immer noch wie ein Kind behandelt, denn auch sie möchte endlich als junge Frau wahrgenommen werden. Als dann auch noch der geheimnisvolle Peter, ein ehemaliger Soldat, auftaucht, nimmt die Handlung ihren Lauf. Evie verliebt sich in Peter, der gemeinsam mit ihrem Stiefvater gedient hat. Doch Peter scheint ihren Eltern Angst zu machen. Was ist damals im Krieg geschehen? Evie muss sich bald entscheiden, auf welcher Seite sie wirklich steht…

Meine Meinung:

Wenn ich an einem dünnen Buch von gerade mal 260 Seiten mehr als zwei Monate lese, ist das selten ein gutes Zeichen. Und so war es leider bei diesem Buch:

Ich kann leider gar nicht genauso benennen, woran es für mich an diesem Buch haperte. Doch ich glaube, mir hat einfach eine ganze Menge gefehlt: Die Handlung hat mich absolut nicht gefesselt, war mir an manchen Stellen schon fast zu abstrus. Ich mochte die Charaktere nicht: besonders Evie wirkte auf mich wie ein unreifes Mädchen, das gerne schon viel erwachsener sein möchte.

Ganz zum Ende hin kommt ein kleines bisschen Spannung auf und der Handlungsverlauf wird endlich mal interessant. Aber auch dann kann ich oftmals Evies Beweggründe zu handeln nicht verstehen.

Ich weiß, dies ist eine absolut aussageschwache Rezension, doch mir fällt leider zu dem Buch nicht mehr ein, als dass es mir nicht gefallen hat. Ich vergebe 3 von 10 Sternen.

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Anmerkung: Ich weiß, dass andere dieses Buch um einiges besser bewertet haben. Außerdem gewann das Buch den „National Book Award“. Deswegen lest euch vielleicht auch nochmal eine andere Rezension durch. Es mag sein, dass das Buch einen tieferen Sinn hat, der schlichtweg an mir vorbeigegangen ist.

What I Saw and How I Lied – Judy Blundnell – Taschenbuch mit SU – 262 Seiten – 8,99 € – ISBN-13: 978-1407114958 – erschienen: Juli 2009 – Altersempfehlung: 13-18 Jahre

[Rezension] „Hexendreimaldrei“ von Claudia Toman

HexendreimaldreiInhalt:

Olivia ist wütend, traurig und allein. Allein auf einer Toilette in der Kirche, in der ihr Traumann gleich heiraten wird… nur leider nicht sie, sondern eine andere. Als ihr plötzlich und unerwartet ein Feerich im rosa Tütü erscheint und einen Wunsch zugesteht, handelt sie ohne nachzudenken. Und schon ist ihr Traumann ein Frosch!

Um ihn zurückverwandeln zu können, muss Olivia nach London reisen, auf den Spuren Shakespeares wandeln und sich mit der Hexenvereinigung auseinandersetzen.

Meine Meinung:

Dieses Buch habe ich gelesen, weil meine Freundin Nanni, die normalerweise einen sehr guten Buchgeschmack hat, es mit vier von fünf Sternen benotet hat. An diesem Buch scheiden sich dann mal wieder unsere Geister. Was sie absolut originell und urkomisch fand, finde ich einfach nur merkwürdig. Klar, ein paar nette Passagen gibt es in diesem Buch. Die Autorin versucht meiner Meinung nach einen ähnlichen Stil wie beispielsweise Kerstin Gier in ihren Frauenromanen oder wie Marian Keyes einzuschlagen. Dies gelingt ihr auch, aber eben nur ganz selten. Das ganze Drumherum, die eigentliche Geschichte, hat mich nur genervt.

Erzählt wird abwechselnd aus der Vergangenheit, in der sich Olivia und ihr Traumprinz kennengelernt haben, und in der Gegenwart, in der Olivia mit ihrem zum Frosch verwandelten Traumprinzen in London ist. Was eigentlich recht spannend klingt, hat mich nur immer wieder aus der Geschichte herausgerissen.

Dazu kommt, dass ich mit Märchen nichts anfangen kann, zu abstrus und zu „zufällig“ erscheint mir die Handlung. Das Glück ist Olivia die ganze Zeit hold, Zufälle über Zufälle führen sie schließlich ans Ziel. Eigentlich hab ich die ganze Zeit beim Lesen nur gehofft, dass das Buch schnell zuende ist. Ähm, ja… Bevor ich mich hier weiter aufrege:

Ich gebe dem Buch 3 Sterne und freue mich auf das nächste, denn es kann eigentlich nur besser werden. 😀

stern 3

[Rezension] „Die Sünde der Engel“ von Charlotte Link

Die Sünde der EngelInhalt:

Zum Inhalt lässt sich an dieser Stelle schwer etwas sagen, ohne viel zu verraten…

Im Mittelpunkt der Handlung steht eine etwas zerrüttete Familie: Die Mutter hatte ewig eine Affäre mit ihrer großen Liebe. Der Vater versucht zu verdrängen. Die beiden mittlerweile erwachsenen Zwillingssöhne wissen von dieser Affäre. Einer der beiden Söhne befindet sich in einer psychiatrischen Klinik, weil er ein Verbrechen begangen hat.

Durch eine Reihe von Ereignissen schlägt die Vergangenheit wieder hoch und zeigt, welche enormen Auswirkungen sie auch auf die Gegenwart haben kann.

Meine Meinung:

Charlotte Links Bücher sind recht eindeutig entweder in die Sparte der Gesellschaftsromane oder in die Reihe der psychologischen Spannungsromane einzuordnen (sagt zumindest auch Wikipedia 🙂 ). Den ersten Typ der Bücher von dieser Autorin lese ich gar nicht gerne, den zweiten allerdings schon. „Die Sünde der Engel“ ist einer von diesen und so habe ich seit Jahren mal wieder ein Buch von Frau Link gelesen. Leider muss ich sagen, dass das Cover das beste am ganzen Buch ist. Eigentlich passiert sehr wenig, weswegen es mir auch schwer fiel, zum Inhalt mehr zu schreiben. Die Auflösung der Geschichte war mir schon viel zu früh klar, so dass ich das Buch auch mit wenig Spannung gelesen habe.

Eindeutig ein sehr schwacher Roman der Autorin, eigentlich aus dem Jahr 1995, der nun seit 2009 in neuem Gewand (sprich: neuem Cover) zum Kauf angeboten wird.

Leider nur 3 von 10 Sternen für diesen handlungsarmen und leicht durchschaubaren Roman von Frau Link.

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