[Rezension] „Calpurnias faszinierende Forschungen“ von Jacqueline Kelly

Reiheninfo:

  1. „Calpurnias (r)evolutionäre Entdeckungen“
  2. „Calpurnias faszinierende Forschungen“

Klappentext:

Calpurnia liebt die Natur und träumt davon, Forscherin zu werden. Von ihrem Großvater hat sie gelernt, Pflanzen zu bestimmen und wissenschaftliche Instrumente einzusetzen. Gemeinsam mit ihrem jüngeren Bruder Travis versorgt sie hilfsbedürftige Tiere. Ein Gürteltier, ein Waschbär und ein Hundewelpe finden bei ihr ein Zuhause auf Zeit. Callie füttert und untersucht die Tiere, liest bei Darwin nach und vertieft ihre naturkundliche Bildung. Als ein Tierarzt in den Ort zieht, wird klar, dass sie genau die richtige Assistentin für ihn ist. Doch Veterinär ist ein Beruf für Jungen und Callie ist das einzige Mädchen in der Familie … (Quelle)

Meine Meinung:

Vor zwei Jahren hatte ich das große Vergnügen Calpurnia Virginia Tate kennenzulernen. Gemeinsam mit ihrem Großvater entdeckte sie in „Calpurnias (r)evolutionäre Entdeckungen“ ihre Liebe für die Natur – und setzte sich damit gegen ihre Eltern durch, die es viel lieber sehen würden, wenn Calpurnia nur Klavier spielen und nähen lernen würde. Vor einiger Zeit gab es für mich dann eine freudige Überraschung: Es gibt eine Fortsetzung zu Calpurnias Abenteuern!

„Warum solltest du denn studieren dürfen? Du bist doch bloß ein Mädchen. Du zählst doch fast gar nichts.“ (S. 170)

„Calpurnias fasziniernede Forschungen“ unterscheidet sich insofern von seinem Vorgänger, als dass dieses Jahr vor allem Tiere im Fokus des jungen Mädchens stehen. Außerdem spielt ihr jüngerer Bruder Travis eine größere Rolle. Travis ist herzallerliebst: Er kann nicht an einem hilfebdürftigen, verletzten Tier vorbei gehen, ohne es bei sich auf zu nehmen, zu hegen und pflegen. Und so ist Calpurnia als seine große Schwester immer wieder gezwungen, Tiere zu füttern, die eigentlich in die Wildnis gehören, und ihnen Namen zu geben – was absolut unwissenschaftlich ist, wie Calpurnia eigentlich weiß!

Als dann ein Tierarzt in den Ort zieht, ist Calpurnia von Anfang an fasziniert. Wie ein Schwamm saugt sie alle Informationen auf, die sie bekommen kann, und schon bald zeigt sich, dass sie eine begnadete Assistentin wäre. Da gibt es nurein Problem: Ein Mädchen kann keine Tierärztin werden. Calpurnia muss gegen die festgefahrenen Geschlechterrollen zu Beginn des 20. Jahrhunderts kämpfen – mal wieder …

„Für mich schien alles auf die eine Frage hinauszulaufen, die mir unablässig durch den Kopf ging: Bin ich nicht genauso intelligent wie meine Brüder? Die Antwort lautet: Nein.
Ich war intelligenter.
Und wenn ich meinen Weg durch diese Welt alleine gehen musste, dann war’s eben so. Ich würde ihn schon finden.“ (S. 171)

Wie schon der erste Band lebt auch dieses Buch vor allem durch Calpurnia selbst. Sie ist einfach eine tolle Protagonistin mit ihrem Wissensdurst und ihrer unbändigen Neugier, ihrer Liebe zur Natur und all ihren Lebenwesen. Beim Lesen wurde mir noch ein Mal richtig bewusst, was für ein Privileg es ist, dass ich lernen, studieren und arbeiten darf, was ich möchte, ohne dabei durch mein Geschlecht eingeschränkt zu sein; etwas, das für meine Generation fast schon selbstverständlich ist.

Jacqueline Kelly erzählt die Abenteuer von Calpurnia Virgina Tate in einem sehr ruhigen und entspannten Erzählton. Die einzelnen Kapitel wirken auf mich viel mehr wie kleine, unterhaltsame Anekdoten; die eigentliche Haupthandlung entwickelt sich eher langsam, was ich nur passend und realistisch finde. Doch die unaufgeregte Erzählweise führt nicht dazu, dass die Geschichte langweilig wird, dazu sind die Charaktere zu liebenswert und die einzelnen Entwicklungen dann doch zu interessant.

„Calpurnias faszinierende Forschungen“ gehört zu jenen Büchern, die mich begeistern und total glücklich zurücklassen, ohne dass ich wirklich sagen kann, woran das liegt. Die Autorin hat eine tolle Hauptfigur geschaffen und stellt ihr in diesem Buch mit ihrem jüngeren, tiervernarrten Bruder Travis noch eine reizende Begleitung an die Seite. Ich liebe es, gemeinsam mit Calpurnia Tiere zu retten, Würmer zu sezieren und für das Recht auf Bildung zu kämpfen. Ich kann nur hoffen, dass es noch einen dritten Band geben wird. 8 von 10 Sternen!

stern 8

Calpurnias faszinierende Forschungen – Jacqueline Kelly – Hardcover – 320 Seiten – 16,90 € – ISBN 978-3-446-24930-1  – erschienen: Juli 2015 (Hanser) – Übersetzung: Birgitt Kollmann – Altersempfehlung: ab 12 Jahren

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[Rezension] „Auf der richtigen Seite“ von William Sutcliffe

Klappentext:

Joshua lebt mit seiner Mutter und seinem Stiefvater in Amarias, einer künstlich errichteten Siedlung, an deren Rand eine schwerbewachte Mauer verläuft. Joshua hat gelernt, dass hinter der Mauer der Feind lebt, der Tag für Tag darauf lauert, die Siedler zu töten. Und dass die Mauer ihn und sein Volk beschützt.
Doch eines Tages findet Joshua einen Tunnel, der unter der Mauer hindurchführt. Er weiß, dass er so schnell keine Gelegenheit mehr bekommen wird, einen Blick auf die andere Seite zu werfen. Die Versuchung ist zu groß. Und von dem Moment an, als Joshua seinen Kopf aus dem Tunnel streckt, ist sein Leben nicht mehr so, wie es vorher war. (Quelle)

Meine Meinung:

Joshua ist schon lange unglücklich in Amarias, der künstlichen Siedlung, in der er seit dem Tod seines Vaters gemeinsam mit seiner Mutter und seinem hasserfüllten Stiefvater leben muss: Mit den Jungen aus seiner Schule kommt er nicht gut zurecht, mit seinem Stiefvater gerät er ständig aneinander und die Stadt an sich wirkt so wenig lebendig. Auf seiner Seite der Mauer patroullieren ständig Soldaten und was auf der anderen Seite ist, weiß er gar nicht so genau.
Als er eines Tages durch Zufall einen Tunnel entdeckt, der unter der Mauer durchführt, zögert Joshua nur kurz – und klettert dann durch den Tunnel. Auf der anderen Seite wirkt alles, obwohl es viele zerstörte und plattgewalzte Gebäude gibt, irgendwie lebendiger. Als er vor einer Jungenbande fliehen muss, erhält Joshua unerwartet Hilfe von einem Mädchen der anderen Seite. Komisch, dabei ist sie doch eigentlich böse und der Feind – oder doch nicht?

„Wann hörst du endlich auf mit diesem Blödsinn? Du weißt ganz genau, wer unsere Leute sind. Du und ich und Menschen wie wir. Unsere Freunde.“
„Aber ich habe Freunde auf der anderen Seite der Mauer. Und es gibt Menschen auf dieser Seite der Mauer, die ich hasse. Es wohnt jemand in diesem Haus, den ich hasse. Also wer sind dann meine Leute? Sag es mir.“
(S. 275)

Amarias ist eine fiktiv, genauso wie die dortige Mauer und doch weist der Autor selbst in einem Nachwort auf den Vergleich mit der Westbank im Westjordanland hin, die die Israelis von den Palästinensern trennt. Die Art und Weise, wie Sutcliffe diese Thematik aufgreift, Joshuas Sicht auf die Welt und die beiden Seiten der Mauer finde ich sehr gelungen. Der erst 13jährige Junge hat einen offenen und unvoreingenommenen Blick auf die Menschen in seinem Umfeld und beurteilt sie nach dem, was sie tun, und nicht danach, auf welcher Seite der Mauer sie leben. Der deutsche Titel für dieses Jugendbuch „Auf der richtigen Seite“ (engl. „The Wall“) finde ich gelungen provozierend. Gibt es eine richtige Seite?

Neben dieser Fragestellung geht es in dem Buch vor allem auch um Joshuas Entwicklung und die Abgrenzung von Liev, seinem Stiefvater. Immer wieder muss Joshua mit seinen Aggressionen und seinem Hass gegenüber allem, was nicht in Lievs Weltbild passt, umgehen und lernt erst langsam, sich gegen den so dominanten Stiefvater durchzusetzen. Auch Joshuas Mutter spielt in all ihrer Passivität eine große Rolle in der Geschichte.

William Sutcliffe behandelt in „Auf der richtigen Seite“ zwei sehr spannende Themen und verknüpft diese gekonnt miteinander. Joshua ist ein toller, vielleicht für sein Alter etwas zu reifer, Ich-Erzähler, der eine unheimlich starke Entwicklung durchmacht und für das einsteht, an das er glaubt. Überzeugend und unaufgeregt beschreibt der Autor das Leben eines Jugendlichen, der nicht gewillt ist, die Welt nur schwarz-weiß wahrzunehmen. 8 von 10 Sternen!

stern 8

„Auf der richtigen Seite“ war 2015 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.

Hier gibt es Unterrichtsmaterial zu dem Buch.

Auf der richtigen Seiten – William Sutcliffe – Hardcover mit SU – 352 Seiten – 16,99 € – ISBN:  978-3-499-21231-4 – erschienen: September 2014 (Rowohlt) – Übersetzung: Christiane Steen

[Kurzer Leseeindruck] „Letztendlich sind wir dem Universum egal“ von David Levithan

Klappentext:

Jeden Morgen wacht A in einem anderen Körper auf, in einem anderen Leben. Nie weiß er vorher, wer er heute ist. A hat sich an dieses Leben gewöhnt und er hat Regeln aufgestellt: Lass dich niemals zu sehr darauf ein. Falle nicht auf. Hinterlasse keine Spuren.
Doch dann verliebt A sich unsterblich in Rhiannon. Mit ihr will er sein Leben verbringen, für sie ist er bereit, alles zu riskieren – aber kann sie jemanden lieben, dessen Schicksal es ist, jeden Tag ein anderer zu sein? (Quelle)

Mein Eindruck:

„Letztendlich sind wir dem Universum egal“ ist ein Jugendbuch ganz nach meinem Geschmack. Vordergründig lebt es vor allem durch eine sehr geniale Idee, die ich so bisher noch nicht kannte, und einer schönen, aber auch spannenden Liebesgeschichte. Leser, sowohl Jungen als auch Mädchen, können mit A mitfiebern, hoffen, bangen und sich verlieben.

Hintergründig verbirgt sich in der Geschichte eine tolle Moral: Es ist nicht wichtig, wie jemand aussieht oder welches Geschlecht er hat. Was einen Menschen ausmacht, ist das, was in ihm steckt. Ich mag es, dass sich dem (jugendlichen) Leser diese Weisheit nicht aufdrängt, sondern nur ganz beiläufig mitschwingt. Genauso wie es ganz nebenher sämtliche Arten von Jugendlichen gibt, in deren Körper A für einen Tag feststeckt: hübsche und weniger hübsche, nette und wirklich gemeine, geliebte und von ihren Eltern unbeachtete, hetero- und homosexuelle, schwarze und weiße Jugendliche. Die ganze Bandbreite!

Für dieses unterhaltsame und gleichzeitig kluge Jugendbuch gibt es von mir 8 von 10 Sternen!

stern 8

„Letztendlich sind wir dem Universum egal“ war 2015 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.

Letztendlich sind wir dem Universum egal – David Levithan – Hardcover mit SU – 400 Seiten – 16,99 € – ISBN: 978-3-8414-2219-4 – erschienen: März 2014 (Fischer) – Übersetzung: Martina Tichy

[Rezension] „Wenn ihr uns findet“ von Emily Murdoch

Klappentext:

Klamotten, Partys, Jungs und Schule: Diese Welt ist Carey und ihrer kleinen Schwester Jenessa völlig fremd. Die Geräusche des Waldes, das beengte und doch so vertraute Zusammenleben im Wohnwagen und die oft tagelange Abwesenheit ihrer Mom – das ist der Alltag der Mädchen, die in einem Trailer tief versteckt inmitten eines Naturschutzgebietes leben. Als Careys und Jenessas Vater die Mädchen zu sich und seiner neuen Familie holt, finden die Tage im Wald ein jähes Ende. Doch ihr altes Leben lässt sie noch nicht los.

Meine Meinung:

Carey und ihre kleine Schwester Jenessa wachsen im Wald auf. Mitten im Wald. Ihre Mutter ist psychisch krank und drogenabhängig. Immer wieder lässt sie ihre Töchter wochen- und teilweise monatelang alleine; mit nur wenigen Konservendosen als Essensreserve. Und so musste Carey schon früh erwachsen werden, viel zu früh: Sie sorgt für Nessa, bringt ihr Lesen und Schreiben bei, tröstet sie, wenn diese mal wieder nach ihrer Mutter schreit, und jagt Kaninchen und andere Tiere, um zumindest ab und an gehaltvolle Nahrung auf den Tisch zu bekommen.

Eines Tages dann, ihre Mutter ist mittlerweile über drei Monate weg, werden Carey und Nessa dann von einer Jugendamtsmitarbeiterin und ihrem Vater im Wald gefunden. Der Vater nimmt die beiden zu sich, wo sie mit seiner neuen Frau und Stieftochter gemeinsam ein normales Leben führen sollen. Doch das ist gar nicht so leicht, denn insbesondere Carey wird immer wieder von den Erinnerungen an ihr früheres Leben eingeholt.

Die Publishers Weekly hat diesen Jugendroman mit den Worten kommentiert, dass man sich in diese Heldinnen sofort verlieben muss. Und das ist so wahr, dass ich mich der Meinung einfach anschließen muss. Von Carey und Nessa geht ein großer Charme aus. Die beiden, die die meiste Zeit ihres Lebens nur sich selbst hatten. Zu gerne würde man sie als Leser in den Arm nehmen. Ganz kurz nur und behutsam, denn Nähe, Liebe und Vertrauen von Erwachsenen sind sie nicht gewohnt.

Das Schicksal der beiden hat mich so gefesselt, dass ich mit dem Lesen gar nicht mehr aufhören mochte. Ich wollte die beiden unbedingt in Sicherheit wissen. Wollte mich davon überzeugen, dass es ihnen in ihrem neuen Heim gut geht, dass sie klar kommen. Denn da gibt es immer noch Zweifel und ein großes Geheimnis. Was hat damals in der Nacht der weißen Sterne dazu geführt, dass Jenessa ihre Sprache verloren hat?

Lange Zeit hat mich dieses Buch wirklich umgehauen und sprachlos immer weiter lesen lassen. Das Schicksal der Mädchen, aber auch die Hoffnung auf ein Zuhause, auf Liebe und Fürsorge haben mich total ergriffen. Zum Ende hin gehen mir manche Handlungsstränge allerdings etwas zu schnell, manche Zufälle finde ich nicht glaubhaft genug – zu passend. Das ist schade, denn das Buch an sich hätte diesen Teil der Geschichte (Carey lernt in der Schule einen Jungen kennen und fühlt sich schnell zu ihm hingezogen) nicht nötig gehabt. Ob die Entwicklung überhaupt realistisch ist, wage ich auch zu bezweifeln. Trotzdem vergebe ich 8 von 10 Sternen für eine sehr besondere Geschichte.

stern 8

„Wenn ihr uns findet“ wurde 2015 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.

Wenn ihr uns findet – Emily Murdoch – Hardcover mit SU – 304 Seiten – 15,99 € – ISBN: 978-3-453-53434-6 – erschienen: März 2014 (Heyne fliegt) – Übersetzung: Julia Walther – Altersempfehlung: ab 14 Jahren

[Rezension] „Klar ist es Liebe“ von Sandy Hall

Klappentext:

Lea und Gabe wären das perfekte Paar. Das erkennen alle um sie herum: der beste Freund, die Mitbewohnerin, ja sogar der Busfahrer und die Starbucks-Bedienung. Sie haben denselben College-Kurs belegt, sie bestellen das gleiche Essen, die mögen dieselben Filme. Aber obwohl die Luft zwischen ihnen knistert und alle Vorzeichen stimmen, scheinen sie den richtigen Augenblick immer zu verpassen. Werden Lea und Gabe es schaffen, trotzdem zueinanderzufinden? (Quelle)

Meine Meinung:

„Mir fallen besonders die beiden Schnuckelchen auf, die sich die ganze Zeit schöne Augen machen, wenn sie glauben, dass niemand es mitbekommt. Aber sobald der andere den Blick bemerkt, sehen sie weg.
Das ist so goldig, dass ich immer wieder zu ihnen hinsehen muss.“ (S. 29)

Auch Maxine, die über siebzig Jahre alte Kellnerin in einem Diner nahe des Colleges, merkt, dass Lea und Gabe ineinander verliebt sind und perfekt zueinander passen. Das merken übrigens alle, nur eben die beiden selbst nicht.

„Klar ist es Liebe“ erzählt die Liebesgeschichte zwischen Lea und Gabe, aber eben aus dem Blickwinkel anderer Personen (und Dinge). So erlebt man die Handlung aus der Sichtweise von Gabes Bruder oder Leas Mitbewohnerin, der Dozentin des Literaturkurses oder der Parkbank. Als ich vor dem Lesen gehört habe, wie das Buch und eben die Erzählweise aufgebaut ist, war ich total fasziniert. Das klang spannend und anders. Letztendlich ist das aber weniger spektakulär umgesetzt, als ich es vorher erwartet hatte. Da Lea und Gabe beide recht mitteilsam sind, weiß man doch zu jeder Zeit, was sie voneinander halten, fühlen und denken.

Und trotzdem ist das Buch ein perfektes Sonntags-Wohlfühlbuch: Die Geschichte ist, auch wenn sie an sich nichts besonderes ist, wirklich nett und es hat schon seinen Charme, sie zum Beispiel von einem Eichhörnchen oder von einem grummeligen Mitstudenten erzählt zu bekommen, der von den ständigen verliebten Blicken und den unbeholfenen Flirtversuchen mehr als genervt ist.

„Klar ist es Liebe“ ist nicht ganz so besonders, wie ich es vor dem Lesen erwartet habe. Und trotzdem habe ich es, gemütlich eingekuschelt in eine Decke, an einem Sonntagmorgen in einem Rutsch durchgelesen. Die Geschichte wird mir zwar nicht noch Jahre lang im Kopf herumschwirren, aber sie hat mir einige schöne Lesestunden beschert. Knappe 8 von 10 Sternen!

stern 8

Klar ist es Liebe – Sandy Hall – Klappbroschur – 272 Seiten – 14,99 € – ISBN: 978-3-7373-5209-3 – erschienen: August 2015 (Sauerländer) – Übersetzung: Maren Illinger – Altersempfehlung: ab 14 Jahren

[Rezension] „Königsschwur“ von Joe Abercrombie

Reiheninfo:

  1. „Königsschwur“
  2. „Königsjäger“
  3. engl.: „Half a War“

Klappentext:

Prinz Yarvi von Gettland ist ein Krüppel, ein Schwächling, ein Niemand. Mit nur einer funktionstüchtigen Hand geboren und von seinem Vater verachtet, muss er sich mit einem bedeutungslosen Diplomatenposten zufriedengeben. Als sein Vater und sein Bruder eines Tages brutal ermordet werden, überwindet Yarvi seine Schwäche und besteigt den Schwarzen Thron von Gettland. Und er legt einen Eid ab: denjenigen, der seine Familie getötet hat, zu finden und zur Rechenschaft zu ziehen! Doch dann wird Yarvi von seinen engsten Vertrauten verraten … (Quelle)

Meine Meinung:

Yarvi wurde mit nur einer funktionstüchtigen Hand geboren – für einen zukünftigen König undenkbar. Von seinem Vater wurde er meist ignoriert oder aber gedemütigt und auch seine Mutter hat kaum ein liebendes Wort für ihn. So gefiel es Yarvi ganz gut, als Gelehrter ausgebildet zu werden und dem Kampfplatz den Rücken zu kehren. Doch all seine Pläne werden zunichte gemacht, als sein Vater und sein Bruder überraschend ermordet werden. Yarvi, der nun König ist, schwört Rache – doch der Verrat kommt aus ganz unerwarteter Richtung…

Rache – kein ehrenwertes Motiv! Und doch kann man Yarvi sehr gut verstehen. Der Verrat, den er erleiden musste, ist hart und trifft ihn sehr. Nachdem er einen Anschlag auf sein Leben nur knapp überlebt, landet Yarvi mehr tot als lebendig im Meer und wird dort von Sklavenhändlern herausgefischt. Als Gefangener kann Yarvi wohl kaum seine Rache ausüben und so muss er geduldig sein – und über sich hinauswachsen.

Wenn man mich fragen würde, was mich an diesem Trilogieauftakt am meisten überzeugt hat, wäre meine Antwort ganz eindeutig: „Die Charaktere!“ Yarvi und die Gefährten, die er im Laufe der Geschichte kennenlernt, haben Ecken und Kanten, Geheimnisse und werden dadurch sehr schnell interessant. Hinter mancher rauen Schale steckt ein weicher und liebenswerter Kern. Und wie in Fantasyromanen so üblich macht sich ein kleiner Haufen bunt zusammengewürfelter Personen gemeinsam auf den Weg. Das Ziel der Reise ist an dieser Stelle klar: Rache an dem Mörder von Yarvis Vater!

Was mich während des Lesens etwas irritiert hat: Es gibt in der Geschichte keine fantastischen Elemente. Die Erzählweise ist zwar immer mal wieder angehaucht von Mythen und Gottheiten, aber ansonsten wartet man umsonst auf Magie oder fantastische Wesen. Das tut der Geschichte zwar keinen Abbruch, ich hatte aber dennoch etwas Anderes erwartet.

„Königsschwur“ ist der Auftakt zu einer neuen Fantasy-Reihe des renommierten Autors Joe Abercrombie und gleichzeitig das erste Buch, aber mit Sicherheit nicht das letzt, das ich von ihm lese. Es überzeugt durch ein geschickt angelegtes Setting und interessante, mitreißende Charaktere. Ich bin sehr gespannt, wie sich die Geschichte weiter entwickeln wird und werde die Reihe ganz bestimmt weiter verfolgen. 8 von 10 Sternen!

stern 8

Königsschwur – Joe Abercrombie – Klappbroschur – 368 Seiten – 14,99 € – ISBN: 978-3-453-31599-0 – erschienen: Januar 2015 (Heyne)

[Rezension] „Eine Woche, ein Ende und der Anfang von allem“ von Nina LaCour

Klappentext:

Auf nach Europa! Die Schule ist geschafft, jetzt werden Colby und Bev reisen, ein Jahr lang. Das bedeutet Abenteuer, Freiheit – und vielleicht Liebe? Darauf hofft zumindest Colby, der schon ewig in seine beste Freundin verknallt ist. Doch bevor die zwei losfliegen, geht es noch für eine Woche mit Bevs Girlband auf Tour durch Kalifornien, im alten VW-Bus von Colbys Onkel.
Was als cooler Roadtrip beginnt, wird zum Desaster, als Bev die Bombe platzen lässt: Sie will nicht mit nach Paris, sondern stattdessen studieren. Colby ist fassungslos. Wann hat Bev ihre Pläne geändert? Warum wusste er nichts davon? Und was zum Teufel soll er jetzt bloß anfangen – ohne sie? (Quelle)

Meine Meinung:

Es soll das beste Jahr seines Lebens werden: Die Schule ist vorbei und alle seine Mitschülern gehen direkt aufs College. Das haben Colby und seine beste Freundin Bev aber nicht vor. Schon seit Jahren planen die beiden, gemeinsam durch die Welt zu reisen. Doch bevor es losgeht, steht noch eine einwöchige Tour mit Bevs Freundinnen an, mit denen sie in einer Girlband singt. Doch dann passiert das, was Colby sich nie hat vorstellen können: Bev, für die er mehr als nur Freundschaft empfindet, gesteht ihm, dass sie sich doch heimlich an einem renominierten College beworben und einen Platz bekommen hat. Alle Träume von Colby zerplatzen wie eine Seifenblase. Nun muss er einen Weg finden, mit dieser Situation umzugehen.

„Was ist, wenn unsere Enttäuschungen und Zweifel nicht bedeutungslos oder beliebig sind? Was ist, wenn sich mehr dahinter verbirgt?“ (S. 147)

Von Nina LaCour habe ich vor einigen Jahren „Ich werde immer da sein, wo du auch bist“ gelesen. Das Buch hat mir damals sehr gut gefallen, so dass es außer Frage stand, dass ich auch dieses neue Werk der Autorin lesen würde. In beiden Büchern geht es darum, dass die Hauptperson mit einem Schicksalsschlag umgehen, sich finden und weiter entwickeln muss.

„Es ist hart.“
„Was ist hart“, frage ich.
Bev schüttelt den Kopf, als wäre die Antwort zu gewichtig, um sie in Worte zu fassen.
Schließlich sagt sie: „Erwachsen zu werden.“ (S. 202/203)

Gemeinsam mit der inneren Reise auf dem Weg zu sich selbst und seiner Zukunft begleiten wir Colby auf der richtigen Reise durch Californien – ein Roadtrip also, auf dem die vier die unterschiedlichsten Menschen und Geschichten kennenlernen. Anfangs war mir Bev eher unsympathisch, doch ist das vermutlich von der Autorin auch so gewollt. Im Laufe der Geschichte erfährt man nämlich Stück für Stück mehr über das toughe und scheinbar etwas gefühlskalte Mädchen, das plötzlich verletzlich und unsicher erscheint.

„Eine Woche, ein Ende und der Anfang von allem“ ist ein typischer Coming of Age-Roman. Colby muss erwachsen werden, muss herausfinden, wer er wirklich ist – so ganz ohne Bev. Der Autorin gelingt es sehr gut, das Roadtrip-Gefühl auf den Leser zu übertragen. Besonders gut haben mir die kleinen Weisheiten und klugen Worte gefalle, die es an vielen Stellen zu entdecken gibt. Insgesamt bekommt die Geschichte von mir 8 von 10 Sternen.

stern 8

Eine Woche, ein Ende und der Anfang von allem – Nina LaCour – Hardcover mit SU – 272 Seiten – 16,99 € – ISBN 978-3-551-58334-5 – erschienen: Juli 2015 (Carlsen) – Übersetzung: Brigitte Jakobeit – Altersempfehlung: ab 14 Jahren

[Rezension] „Der Rithmatist“ von Brandon Sanderson

Reiheninfo:

  1. „Der Rithamtist“
  2. engl.: „The Aztlanian“ (erscheint vorauss. 2016)

Klappentext:

Wie wird man Magier, wenn man nicht zaubern kann? Mit diesem Problem kämpft Joel tagtäglich, denn nichts wünscht er sich sehnlicher, als ein Rithmatist, ein berühmter Kreidemagier, zu werden. Doch so sehr er sich auch bemüht, seine Kreidefiguren bleiben leblos – bis zu dem Tag, an dem plötzlich das Schicksal aller Rithmatisten auf Joels Schultern ruht. Einem Tag, an dem eine lange verborgene Gabe in ihm erwacht … (Quelle)

Meine Meinung:

„Kreidlinge. Sie wurden aus Formlinien entwickelt und bildeten den Kern eines jeden rithmatischen Angriffs. Nalizar zeichnete schnell und zielstrebig und erschuf Kreidlinge, die an kleine Drachen erinnerten. Sie besaßen Flügel und hatten biegsame Hälse. Sobald er den ersten vollendet hatte, erwacht er bebend zum Leben und flog über den Boden zu Professor Fitch.“ (S. 24)

Etwas komplett Neues zu schreiben, ein Thema zum Mittelpunkt einer Geschichte zu machen, das es so vorher noch nie gegeben hat – sowas scheint nicht einfach zu sein. Dazu gibt es einfach schon viele Ideen und Geschichten. Und doch hat Brandon Sanderson es mit diesem Buch geschafft.

Rithmatisten duellieren sich mt Kreide, in dem sie komplizierte Verteidigungskreise, Wirklinien, Kreidlinge und vieles mehr auf den Boden zeichnen. Joel ist von den einzelnen Strategien sehr fasziniert. Interessiert nimmt er alles an Wissen auf, das er bekommen kann. Auch zeichnerisch ist er nicht unbegabt. Nur erwachen seine Kreidlinge einfach nicht zum Leben – Joel ist nämlich leider kein Rithmatist, sondern wird nur an der gleichen Schule wie diese unterrichtet.

Doch als mit einem Mal einer der Rithmatistenschüler spurlos verschwindet und alles darauf hindeutet, dass rithmatische Zeichnungen und wilde Kreidlinge im Spiel waren, steckt Joel mittendrin…

Wie schon in „Steelheart“ konnte mich der Autor auch hier mit der Grundidee, seiner kurzweiligen Schreibweise und den Charakteren begeistern. Joel ist kein typischer Held: Er ist eben kein Rithmatist, kommt anders als seine Mitschüler aus schlichten Verhältnissen und wird auch nicht im Laufe der Geschichte urplötzlich total beliebt. Das hat mir wirklich gut gefallen.

Die Handlung an sich ist nicht unbedingt besonders: Schüler verschwinden, das Verbrechen muss aufgeklärt werden und Joel befindet sich plötzlich im Mittelpunkt der Ermittlungen. Das Ende hingegen ist ziemlich komplex und ich fand es stellenweise etwas verwirrend. Ich denke, dass ich den Schluss, bevor ich den zweiten Teil lesen werde (und das werde ich), noch ein Mal lesen muss, um wirklich alle Informationen parat zu haben.

„Der Rithmatist“ ist ein mehr als gelungener Auftaktband zu einer neuen Jugendfantasyreihe von Brandon Sanderson. Mich hat vor allem die originelle Idee der Rithmatie, also der Kreidemagie, begeistert. Die Geschichte liest sich leicht und wird nicht langweilig. Einzig und allein der Schluss war mir etwas zu verwirrend und komplex – vielleicht hätte ich ihn aber einfach auch langsamer lesen sollen. Ich freue mich auf das Erscheinen des Folgebands und vergebe 8 von 10 Sternen.

stern 8

Der Rithmatist – Brandon Sanderson – Hardcover mit SU – 432 Seiten – 14,99 € – ISBN: 978-3-453-26986-6 – erschienen: Juli 2015 (Heyne fliegt) – Übersetzung: Jürgen Langowski – Altersempfehlung: ab 12 Jahren

[Kurzer Leseeindruck] „Das Juwel: Die Gabe“ von Amy Ewing

Klappentext:

Violet Lasting ist etwas Besonderes. Sie kann durch bloße Vorstellungskraft Dinge verändern und wachsen lassen. Deshalb wird sie auserwählt, ein Leben im Juwel zu führen. Sie entkommt bitterer Armut und wird auf einer großen Auktion an die Herzogin vom See verkauft, um bei ihr zu wohnen. Eine faszinierende, prunkvolle Welt erwartet sie. Doch das neue Leben fordert ein großes Opfer von ihr: gegen ihren Willen und unter Einsatz all ihrer Kraft soll sie der Herzogin ein Kind schenken.
Wie soll Violet in dieser Welt voller Gefahren und Palastintrigen bestehen? Als sie sich verliebt, setzt sie nicht nur ihre eigene Freiheit aufs Spiel. (Quelle)

Mein Eindruck:

Lila, glitzernd, eine junge Frau in einem Ballkleid: Das Cover von „Das Juewel: Die Gabe“ wirkt so, als wäre die Geschichte eher seicht und kitschig. Zum Glück ist dem gar nicht so. Amy Ewing hat mich mit dem fantastisch-dystopischen Setting und vor allem durch Violet als sympathische Ich-Erzählerin ziemlich schnell in den Bann gezogen. Die Entwicklung der Geschichte ist zwar stellenweise etwas vorhersehbar, wird allerdings nie langweilig und endet mit einer für mich absolut überraschenden (und sehr genialen) Wendung der Handlung, so dass ich am liebsten direkt weitergelesen hätte, der zweite Band erscheint allerdings im Englischen erst im Oktober 2015.

„Das Juwel: Die Gabe“ ist ein toller Reihenauftakt hinter dem sich mehr verbirgt, als ich es zunächst vermutet hatte. Die Geschichte ist spannend und leichtlesig und von der Grundidee her tatsächlich neu. 8 von 10 Sternen.

stern 8

Das Juwel: Die Gabe – Amy Ewing – Hardcover mit SU – 448 Seiten – 16,99 € – ISBN: 978-3-8414-2104-3 – erschienen: August 2015 (Fischer) – Übersetzung: Andrea Fischer – Altersempfehlung: 14-17 Jahre

[Rezension] „Das Apfelkuchenwunder oder die Logik des Verschwindens“ von Sarah Moore Fitzgerald

Klappentext:

Ein wunderbares Buch über das Anderssein, über wahre und falsche Freundschaft und darüber, dass die Rettung manchmal von unerwarteter Seite kommt:

Oscar ist Megs bester Freund. Er hat ein besonderes Gespür für seine Mitmenschen und ist mit seinem Apfelkuchen stets zur Stelle, wenn er gebraucht wird. Doch als er selbst Hilfe braucht, ist Meg am anderen Ende der Welt. Und auch sonst ist niemand für ihn da. Oscar verschwindet spurlos – und alle befürchten das Schlimmste. Alle, bis auf Meg. Sie ist fest entschlossen, herauszufinden, was wirklich passiert ist … (Quelle)

Meine Meinung:

Meg und Oscar sind seit ihrer Kindheit befreundet: Sie sind Nachbarn und ihre Zimmer liegen so, dass sie sich von Fenster zu Fenster unterhalten können. Oscar hat in seinem Zimmer einen Ast liegen, mit dem er  an Megs Fenster kratzen und sie aufwecken kann – für Meg das schönste Geräusch auf der Welt. Um so schlimmer ist es für sie, als ihre Eltern beschließen, für einige Monate nach Neuseeland zu ziehen und ihr Haus unterzuvermieten.

„Oscar hatte ein unverstelltes, fröhliches Lächeln mit Grübchen. Dieses Lächeln war nur eine von tausend tollen Sachen an ihm.“ (S. 35)

Das Buch beginnt mit einem Trauergottesdienst für Oscar, der fast einer Beerdigung gleicht, denn Oscar ist spurlos verschwunden und so ziemlich jeder glaubt, dass er tot ist. Meg und ihre Eltern sind sofort, nachdem sie die Nachricht gehört haben, zurückgekehrt und nun versucht Meg zu begreifen, was in den letzten Monaten ihrer Abwesenheit eigentlich tatsächlich passiert ist…

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Meg und von Oscar, der tatsächlich nicht tot ist, erzählt. Und da es einige Missverständnisse zwischen den beiden gab, ergibt sich für den Leser auch nur durch die beiden Perspektiven das Gesamtbild.

„Ich habe es nicht geschafft, mich umzubringen. Und als mir klar wurde, dass ich nicht einmal das richtig hinkriege, beschloss ich, das Zweitbeste zu tun: fortzubleiben und so zu tun, als wäre ich tot. Ein Teil von mir sehnte sich allerdings nach einer Weile danach, dass jemand kommen und mich finden würde.“ (S. 21)

Eine Freundin von mir beschrieb das Buch mit märchenhaft, was ich spontan verneint habe. Mittlerweile stimme ich ihr aber in manchen Bereichen zu: Die Geschichte und vor allem Oscars sind einfach magisch, denn Oscar hat die Fähigkeit zu spüren, wann Menschen seine Hilfe benötigen: Er backt dann einen Apfelkuchen und schon beim ersten Bissen wissen die Menschen, dass alles wieder gut werden wird. Auch böse Hexen und vor allem eine gute Fee gibt es in dieser Geschichte: Sie sehen nur ganz anders aus, als man es vermutet.

„Das Apfelkuchenwunder oder die Logik des Verschwindens“ ist die magische und stellenweise tatsächlich etwas märchenhafte Version einer Geschichte über eine ganz besondere Freundschaft, über Liebe und Intrigen. Mich konnte vor allem Oscar mit seinem sanften, aber sehr selbstbewussten Charakter begeistern. Insgesamt vergebe ich 8 von 10 Sternen.

stern 8

Das Apfelkuchenwunder oder die Logik des Verschwindens – Sarah Moore Fitzgerald – 256 Seiten – 14,99 € –  ISBN: 978-3-7373-5196-6 – erschienen: August 2015 (Fischer) – Übersetzung: Adelheit Zöfel – Altersempfehlung: ab 12 Jahren