[Buchgeflüster hoch zwei] Ein Protagonist für jede Lebenslage

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In jedem Buchgeflüster widmen Nanni und ich uns einem Thema aus der Buchwelt. Beim letzten Mal haben wir uns ausgiebig mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis beschäftigt, dieses Mal geht es um männliche Protagonisten, die unser Herz höher schlagen lassen! ❤

Croy

Wenn wir ein Fantasy-Wesen wären:

Croy ist den Lesern von „Splitterwelten“ von Michael Peinkofer mit Sicherheit ein Begriff. In dieser Welt gibt es nicht nur Menschen, sondern auch Animalen wie Croy. Er ist ein Pantheride, trägt immer zwei gekreuzte Dolche vor der Brust, ist eben einfach tierisch stark und trägt das Herz am rechten Fleck.

Die geniale Künstlerin Iris Compiet hat ihn für das Buch gezeichnet und wunderbar getroffen.

Wenn wir ein Burgfräulein wären:

Wenn man in Wikipedia das Wort „ritterlich“ nachschlägt, dann müsste man dort als Erklärung eigentlich „Robin of Waringham“ finden. Der Held aus „Das Lächeln der Fortuna“, einem Historienepos aus der Feder von Rebecca Gablé, hat all das, was ein heldenhafter Mann haben muss: er ist hilfsbereit, mutig, stark, treu, steht für seine Freunde ein und hat ein Händchen für Pferde.

Wenn wir ziemlich böse wären:

Das Gegenstück dazu könnte Jorg, „Der Prinz der Dunkelheit“ sein. Bei unserem Kennenlernen war er gerade einmal 15 Jahre alt und wirkte wie mindestens 30. Er ist brutal, selbstgefällig, arrogant und egoistisch. Seine Klappe größer als sein Pferd und seine Zunge schärfer als sein Dolch. Er will nicht gemocht werden. Und trotzdem gibt es da einen hellen Schein der durchschimmert und die Anziehungskraft enorm groß werden lässt.

Wenn wir heiratsbereit wären:

Dürften wir uns einen Mann zum Heiraten aussuchen, so wäre es Leo Leike aus „Gut gegen Nordwind“. Leo ist belesen, charmant, humorvoll und einfach durch und durch liebenswert – insbesondere immer dann, wenn er wieder eine Flasche Wein zu viel getrunken hat und endlich mal etwas mehr von seinen Gefühlen preisgibt. Seine beste Eigenschaft: Er kann mich Worten umgehen! Und „Schreiben ist wie küssen, nur ohne Lippen. Schreiben ist küssen mit dem Kopf.“ (S. 88)

Wenn wir ein Good-Girl wären:

Alex Fuentes, der Mann, der viele Frauenherzen höher schlagen lässt. Sein Bad Boy Image und sein durchtrainierter Körper lassen den Latino, der so sehr für seine Familie einsteht, unwiderstehlich wirken.

Wenn wir 16 wären:

Jace aus „City of Bones“, der Protagonist, den man einfach lieben muss. Seine vorwitzige Art, sein frecher Charme und das Wissen, wie er mit Mädels umgehen muss um sie zu erobern, machen ihn zum Teenieschwarm schlechthin. Zudem ist er noch mutig und für die Menschen, die ihm am Herzen liegen, ist er bereit so manches Risiko einzugehen.

Wenn wir 60 wären:

In Mr. Spiro haben wir uns erst vor kurzem verliebt und zwar in dem wundervollen „Wörter auf Papier“. Mr. Spiros Haus ist von oben bis unten vollgestopft mit Büchern, die er aus aller Welt mitgebracht hat. Doch das ist noch nicht einmal seine beste Eigenschaft, denn vor allem schätzen wir ihn dafür, dass er so eloquent, weise und einfach liebenswert, dazu voller Interesse am Leben und anderen Menschen. Wenn wir einmal 60 wären, würden wir uns einen Mann wie ihn an unserer Seite wünschen.

http://adamreese2006.deviantart.com/

Arlen Strohballen aus der Feder von DeviantArt-Künstler Adam Cresswell

Wenn wir einen Wunsch frei hätten:

Arlen Strohballen oder auch der Tätowierte Mann sollte mittlerweile allen Lesern von Nannis und meinem Blog bekannt sein. Er ist der Held aus der Dämonen-Reihe von Peter V. Brett und Mittelpunkt vieler Gespräche zwischen Nanni und mir. Wenn wir nicht gerade damit beschäftigt sind, uns darüber zu streiten, wie genau Arlen Strohballen nun aussieht oder wer von uns ihn eigentlich am meisten verdient (Ich natürlich!), schwärmen wir ausgiebig von ihm, seinen Tätowierungen, seinem Pferd, seinem Körper… 😉

Welcher Protagonist lässt eure Herzen höher schlagen? Welche Auswahlkriterien sind für euch wichtig? Ist es eher der Held oder könnt ihr euch auch für Anti-Helden begeistern?

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[Rezension] „City of Bones“ von Cassandra Clare

City of BonesReiheninfo:
The Mortal Instruments/Chroniken der Unterwelt:

  1. „City of Bones“
  2. „City of Ashes“
  3. „City of Glass“
  4. „City of Fallen Angels“
  5. „City of Lost Souls“
  6. „City of Heavenly Fire“ (auf dt. 2014)

Inhalt:

Die 15-jährige Clary ist abends mit ihrem besten Freund Simon in einem Club. Dass sie dort Zeugin eines Mordes wird, hatte sie nicht vermutet. Dass das Opfer ein Dämon und die Täter Dämonenjäger sind, noch weniger. Als dann auch noch ihre Mutter entführt wird, dringt Clary tiefer in die Welt der Dämonenjäger ein, als sie es sich jemals hätte vorstellen können.

Gemeinsam mit Jace, dem kühlen und von sich selbst überzeugten Dämonenjäger, versucht sie, dass Geheimnis um die Vergangenheit ihrer Mutter und ihrer eigenen Vergangenheit zu lösen.

Meine Meinung:

Der erste Teil der Mortal-Instrument-Trilogie (Dt.: Chroniken der Unterwelt) ist spannende Urban Fantasy, wie sie im Buche steht. In mitten der „normalen“ Welt leben Dämonen, Vampire, Werwölfe, Hexenmeister und noch viele andere magische Wesen. Diese können aber von den normalen Menschen nicht gesehen werden. Cassandra Clare hat eine Welt geschaffen, die mich schnell in ihren Bann gezogen hat. Die Idee, dass unsere Welt von magischen Wesen bevölkert ist, ich sie nur nicht sehen kann, kann ich mir sehr gut vorstellen.

Anfangs fand ich das Buch etwas vorhersehbar, doch dies änderte sich zum Schluss rapide, so dass den Leser einige Überraschungen erwarten. Es war aufregend, lustig, spannend und manchmal auch traurig gemeinsam mit Clary und ihren Gefährten nach Clarys Mutter zu suchen. Zum Glück habe ich den zweiten Teil der Trilogie schon hier liegen („City of Ashes“).

Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, der gerne (Jugend-)Fantasy liest, insgesamt gibt es von mir 9 von 10 Sternen, in der Hoffnung, dass Teil 2 und 3 die 5-Sterne-Marke knacken können.

stern 9

Anmerkung: Nach der an sich abgeschlossenen Trilogie schrieb die Autorin noch weirtere drei Bände (s.o.).