[Geplauder] Umzugswahnsinn mit gutem Ende

Sooo, in den letzten Wochen war es eher still auf meinem Blog. Das hatte dieses Mal auch einen wirklich guten Grund: Ich hatte euch ja schon mal berichtet, dass mein Herzensmann und ich ein Häuschen gekauft haben.

Am 29.9. sollte es dann endlich soweit sein: Mit den Vorbesitzern war die Übergabe für 16 Uhr abgestimmt. Wir waren beide total aufgeregt. Immer wieder fragten wir uns: „Und, wie aufgeregt bist du auf einer Skala von 1-10?“ Gleichzeitig haben wir Pläne geschmiedet: „Wir machen erst schnell die Übergabe und dann sind wir endlich alleine in unserem Haus. Dann machen wir noch ein Foto von uns vor der Haustür und dann … dann genießen wir unser Häuschen.“ In meinem Kopf sollte das ein wunderschöner Tag werden.

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Als wir dann um 16 Uhr beim Haus ankamen, zerplatze diese schöne Wunschvorstellung wie eine Seifenblase: Die Vorbesitzer waren gar nicht zu Hause (nur die Kinder), das Erdgeschoss und der Keller waren noch mit Möbel und vor allem mit Müll. Wie kann man nur so viel Müll ansammeln? Ein wütendes und überhaupt nicht gewinnbringendes Telefonat mit den Vorbesitzern später war klar: Wir haben ein Problem. Morgens hatten wir uns schon einen Transporter gemietet, der voll mit Vinyl, Trittschalldämmung, einer schweren Massivholzkommode usw. Die ganzen Sachen wollten wir heute noch in UNSER Haus bringen. Das Haus, das uns übrigens schon seit August gehörte und für das die Vorbesitzer nur noch zwei Monate Nutzungsrecht bekommen hatten.

Ich kürze ein bisschen ab: Nach ganz viel Traurigkeit, Stress, Sprachlosigkeit und Unverständnis konnten wir dann um 20:45 Uhr die Übergabe machen – und mussten ganz viele Kompromisse eingehen. Das Haus wurde in einem Zustand an uns übergeben, den wir im Nachhinein nicht hätten akzeptieren dürfen. Aber wir waren froh: Die Vorbesitzer waren endlich aus unserem Haus!!!

In den nächsten 2,5 Wochen – in denen wir natürlich beide krank geworden sind – haben wir so gut es ging, geackert und geschuftet. Wir haben Vinyl verlegt, Wände gestrichen, Fußleisten angebracht und Möbel aufgebaut. Unzählige Möbel aufgebaut. Vor 4 Tagen war dann der Umzug, für den wir uns zum Glück ein Umzugsunternehmen gegönnt haben. Nun sind unsere Möbel in unserem Haus und wir haben mittlerweile fast alle Spuren der Vorbesitzer beseitigt. Mit jeder schmutzigen Wand, die wir überstrichen haben, mit jedem gammeligen Kellerregal, was wir rausgetragen haben, wurde unser Haus ein Stückchen mehr zu unserem.

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Wir sind zwar noch nicht ganz fertig, aber heute ist der erste Tag, an dem ich mich guten Gewissens mal wieder mit dem Laptop hinsetzen und ein bisschen bloggen mag. Und wenn ich durch das Haus gehe (wusstet ihr eigentlich, wie sehr man Muskelkater hat, wenn man ständig vom Keller ins Dachgeschoss gehen muss???), fühle ich mich schon sehr wohl. Immer mehr Räume und Ecken werden fertig. Nachher baue ich noch das letzte neue Bücherregal auf und dann kann es ans Einräumen gehen. Und dann: Ja, dann bin ich wirklich angekommen.

Denn: Zuhause ist da, wo meine Bücher sind! 🙂

Wenn ich dann die Regale einsortiert habe und unser Wohnzimmer nicht mehr komplett voll mit den verschiedensten Werkzeugen steht, dann bekommt ihr auch nochmal ein paar Fotos. 🙂

P.S.: Ja, am Rande habe ich mitbekommen, dass Frankfurter Buchmesse war und der Jugendliteraturpreis vergeben wurde. Aber wirklich nur am Rande, denn ausnahmsweise gab es tatsächlich mal wichtigeres.

 

[Geplauder] Von meiner aktuellen Leseflaute, den möglichen Gründen dafür und dem tollsten Mann der Welt

Ich würde wirklich gerne mal wieder eine Rezension oder über etwas Buchiges hier schreiben, aber leider komme ich nicht dazu. Aktuell lese ich so gut wie gar nicht. Das letzte Mal vor zwei Wochen beim Friseur, als ich darauf gewartet habe, dass die Farbe für meine Strähnchen einwirkt. Da musste ich sowieso still sitzen und hatte nichts anderes zu tun.

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Damit der Beitrag nicht so leer ist. 🙂

Woran das liegt? Ich glaube, das gibt es wirklich viele Gründe. Manche etwas blöder, manche etwas toller. Zum einen macht mir mein Rücken immer noch etwas zu schaffen. Der mag nach wie vor nicht gerne lange sitzen. Und so nutze ich fast alle „Sitz-Zeit“, um zu arbeiten.

Gerade gibt es in der Schule wirklich viel zu tun. Ich fühle mich überhäuft mit Aufgaben und habe oft gar keine Idee, wann und wie ich die alle erledigen soll. Zum Glück sind in drei Wochen Sommerferien und langsam wird der Berg an Arbeit zumindest ein klitzekleines Bisschen weniger.

Dann kommt noch dazu, dass mich mein aktuelles Buch irgendwie nicht so sehr fesseln kann. „Kompass ohne Norden“ von Neil Shusterman ist ja für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert, weswegen ich es mir auch von meinem allerliebsten Lieblingsbruder (Keine Sorge: Ich habe nur einen!) zum Geburtstag gewünscht habe. Leider komme ich mit der einen Erzählperspektive nicht so gut zurecht. Sie verwirrt mich total und fesselt mich gar nicht. Kann mir jemand sagen, ob das noch besser wird?

Ansonsten gibt es große Neuigkeiten: Der Herzensmann und ich haben ein Haus gekauft. Unser eigenes kleines Häuschen. Unfassbar. Und so tingeln wir gerade gefühlt in der Hälfte unserer freien Zeit von einem Notartermin zum nächsten, nur um dann wieder zum Unterschreiben von Verträgen zur Bank zu fahren. Aber: Wir werden ab Oktober ein eigenes Haus haben. Ein eigenes Haus!!! ❤

Der Herzensmann ist ein gutes Stichwort. Wir lagen gestern Abend gemeinsam im Bett und ich habe ein bisschen gejammert: „Ich möchte endlich mal wieder lesen. Endlich mal wieder lange genug sitzen können, um zu lesen.“
Er: „Ein Hörbuch ist da keine Alternative, ne?“
Ich: „Nein!“
Er: „Und wenn ich dir vorlese?“
Ich (etwas gnatschig): „Nein, leider auch nicht. Das ist ja auch nichts anderes als ein Hörbuch!“
Der tollste Mann der Welt: „Aber das Buch wäre in deiner unmittelbaren Nähe. Du könntest es riechen und hören wie die Seiten umgeblättert werden.“

Hach! ❤  ❤  ❤