[Rezension] „Sieg der Könige“ von Michael Peinkofer

Reiheninfo:

  1. „Die Könige. Orknacht“
  2. „Kampf der Könige“
  3. „Sieg der Könige“

Klappentext:

Nach Jahrhunderten des Kampfes, des Sieges und der Niederlagen beginnt die alles entscheidende Schlacht um Erdwelt: Daghan von Ansun, Aryanwen, Balbok, Rammar und ihre Verbündeten setzen alles daran, den Untergang noch abzuwenden. Verfolgt von grausamen Schattendrachen, Kaldronen und Kriegern der Finsternis, müssen sich die Gefährten ein letztes Mal ihrem mächtigsten Feind stellen – dem Dunklen König.

Meine Meinung:

„Signale erklangen, der spröde Ton der Hörner, in die die Clanleute stießen, vereinte sich mit einem blechernen Klang zwergischer Kriegstrompeten zu einem infernalischen Heulen, das durch Mark und Bein ging und weithin zu hören war. Gleichzeitig setzte Trommelschlag ein, und Tausende von Kehlen verfielen in wildes Gebrüll.“ (S. 45)

Es ist soweit: Der finale Band der Könige-Reihe von Peinkofer ist erschienen und der finale Kampf gegen den Dunklen König beginnt. Und den können die Völker Erdwelts nur dann gewinnnen, wenn sie gemeinsam Seite an Seite kämpfen, ihre früheren Konflikte vergessen und Rivalitäten beiseite schieben.

Nachdem es etwa ein Jahr her ist, dass ich den zweiten Band gelesen hatte, fiel es mir kurz schwer, mich an die Details aus „Kampf der Könige“ zu erinnern. Doch hier macht es der Autor dem Leser sehr leicht und flicht kurze Rückblenden und Wiederholungen in das aktuelle Geschehen mit ein. So war der Einstieg leicht und ich war sehr schnell mitten in der Geschichte.

Wie in all seinen Büchern mag ich es, wie Michael Peinkofer schreibt: Ich mag seine Figuren, den Humor und die Art, wie sich die Geschichten aufbauen. Ohne Frage würde ich von ihm so ziemlich alles lesen. In diesem Band gab es mir stellenweise etwas zu viele Kampfszenen, aber das ist vermutlich in einem finalen Fantasyband einfach nötig.

In dem letzten Band einer Reihe geht es natürlich auch immer darum, Handlungsstränge zusammenzuführen und zu einem sauberen Abschluss zu bringen: In „Sieg der Könige“ laufen die verschiedenen Fäden, die Michael Peinkofer in den vorherigen Bänden gesponnen hat, tatsächlich geschickt zusammen. Für mich blieben keine offenen Fragen. Was mich allerdings etwas störte, war die Tatsache, dass der Autor, um unsere Helden zum Sieg zu führen, das ein oder andere Mal doch ziemlich tief in seine Trickkiste greifen musste.

„Sieg der Könige“ ist ein gelungener Abschluss einer toller Fantasytrilogie, in der Michael Peinkofer ein weiteres Mal beweist, dass man die Völker Erdwelts auch zusammenarbeiten lassen kann. Außerdem zeigt er, dass Highfantasy nicht notwendigerweise unglaublich kompliziert geschrieben werden und nicht ausschließlich aus Schachtelsätzen bestehen muss. Das ist etwas, was ich an ihm sehr schätze. In meinen Augen war dieser finale Band allerdings etwas schwächer als seine Vorgänger: Mir persönlich gab es zu lang andauernde Kampfszenen und zu viele kleine „Wunder“. Insgesamt gibt es von mir 7 von 10 Sternen.

stern 7

Sieg der Könige – Michael Peinkofer – Klappbroschur -576 Seiten – 16,99 € – ISBN: 978-3-492-70315-4 – erschienen: September 2015 (Piper)

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[Rezension] „Dunkeljäger“ von Alexey Pehov

DunkeljägerKlappentext:

Der Elf Lass lebt in einer vom Krieg zerrütteten Welt: Die mächtigen Elfenhäuser sind über einen alten Konflikt, dessen Ursprung kaum jemand mehr kennt, in scheinbar unüberwindbare Feindschaft geraten. In seinem Bemühen, zwischen den Häusern Frieden zu schaffen, wird Lass zur Hassfigur beider Seiten und muss fliehen. Doch nicht nur die Elfenkrieger sind ihm fortan auf den Fersen, auch Orks, Zwerge und Dämonen verfolgen ihre eigenen Ziele, um dem geschwächten Elfenreich den entscheidenden Schlag zu versetzen … (Quelle)

Meine Meinung:

Bücher von Alexey Pehov sind immer ein ganz besonderes Lesevergnügen, denn er schafft es jedes Mal auf’s Neue, Geschichten und Welten zu schaffen, die mir so noch nicht bekannt waren.

In diesem Fall lernen wir Lass, einen Elfen, und ein Welt kennen, die von Luftschiffen, bzw. Kampflugzeugen (Aeroplanen) geprägt ist. Lass ist ein naher Verwandter der derzeitigen, sehr srukpellosen Elfenherrscherin. Nachdem er sie aber zuletzt nicht mehr unterstützt hat, muss er mit einem Aeroplan, das wie alle Aeroplane von Dämonen betrieben wird, fliehen. Der Klappentext suggeriert an dieser Stelle, dass Lass für das Elfenreich und dessen Bestehen kämpft. Tatsächlich aber befindet er sich eigentlich nur dauerhaft auf der Flucht vor seinen elfischen Verfolgern und versucht auf entfernten Inseln unerkannt zu überleben und Geld zu verdienen. Warum er allerdings plötzlich so penetrant von Margudiern, echsenhaften Wesen, verfolgt wird, weiß er auch nicht so genau.

So sehr mich dieses Buch begeistert hat, so sehr hat es mich auch verwirrt. Das liegt zum einen daran, dass der Inhalt dem Klappentext nicht wirklich entspricht und auch nicht immer einen roten Faden aufweist. Zum anderen ist mir nicht klar ist, ob dieses Buch ein Einzelband ist oder nicht. Laut dem Piper Verlag ist „Dunkeljäger“ bisher als Einzelband geplant, liest sich aber eher so wie der Auftakt zu einer neuen Reihe. Zwar ist ein Teil der Geschichte am Ende des Buches abgeschlossen, allerdings bleiben auch noch ganz viele Dinge offen, ungeklärt und unerzählt. Ich würde mich sehr freuen, demnächst mehr von Lass zu lesen.

Und obwohl ich während des Lesens aus den oben genannten Gründen oft etwas irritiert war und obwohl Pehov mit neuen Wesen und Rassen nur so um sich wirft, habe ich die Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite genossen. Lass ist eine absolut sympathische Hauptfigur und seine Abenteuer, die vielfach in der Luft ausgetragen wurden, habe ich einfach sehr gerne gelesen. Wie in all seinen Bücher überzeugt mich der Autor vor allem durch seine Charaktere. Besonders angetan war ich von Ogg, einem Ork, der nach einiger Zeit mehr oder weniger gezwungener Maßen an Lass‘ Seite kämpft. Ja, das soll man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Ein Elf und ein Ork, die gemeinsam kämpfen – und das auf einem Aeroplan! Ich sag ja: Die Geschichten, die Pehov schreibt, sind so noch nie da gewesen.

„Dunkeljäger“, das neueste Werk von Alexey Pehov, hat durchaus seine kleinen Schwachstellen und konnte mich dennoch beinahe restlos überzeugen. Der nicht immer vorhandene rote Faden und die Ungewissheit, ob es sich um einen Einzelband oder einen Reihenauftakt handelt, werden ausgeglichen durch spannende Abenteuer, tolle Charaktere und dem Gefühl eine Geschichte zu lesen, die es so definitiv noch nicht gibt. Ich vergebe 9 von 10 Sternen!

stern 9

Dunkeljäger – Alexey Pehov – Klappbroschur – 432 Seiten – 16,99 € – ISBN: 978-3-492-70299-7 – erschienen: Oktober 2014 (Piper)

[Rezension] „Die Zauberer“ von Michael Peinkofer

Die ZaubererReiheninfo:

  1. „Die Zauberer“
  2. „Die Zauberer: Die erste Schlacht“
  3. „Die Zauberer: Das dunkle Feuer“

Klappentext:

Der Große Krieg hat den Kontinent Erdwelt nahezu vernichtet. Inzwischen herrschen Elfenkönige gemeinsam mit dem Hohen Rat der Zauberer über das Land. Ihre Aufgabe ist es, den Frieden zu wahren. Doch finstere Verschwörer streben nach Macht. In diesen ungewissen Zeiten ruht die Hoffnung aller ausgerechnet auf drei jungen Novizen: der verführerischen Elfin Alannah, dem ehrgeizigen Elf Aldur und dem undurchsichtigen Menschen Granock. Ihre Ausbildung zum Zauberer hat gerade erst begonnen. Der Krieg aber steht unmittelbar bevor … (Quelle)

Meine Meinung:

Vor einiger Zeit schon hatte ich das Buch gelesen, nun, da ich den zweiten Teil lesen wollte, habe ich den ersten nochmal als Hörbuch gehört. Zum Glück, denn ich hatte doch schon viel vergessen.

Den ersten Teil des Buches nutzt Peinkofer, um die verschiedenen Charaktere einzuführen: Alannah und Granock waren mir auf Anhieb sympathisch, während Aldur erstmal sehr arrogant, hochnäsig und gemein daher kommt. Dass Granock der erste Mensch ist, der je eine Ausbildung zum Zauberer genossen hat, ist für den Leser von Vorteil, denn so kann man gemeinsam mit ihm die Welt der Elfen und des Hohen Rates entdecken.

Die drei Novizen stecken eigentlich noch mitten in ihrer Ausbildung, als Gerüchte um ein Massaker sie und ihre Meister in die Ferne nach Arun treiben. Und schon beginnt die erste schwere Aufgabe…

Die Geschichte, die Peinkofer erzählt, ist von Anfang bis Ende spannend. Interessant ist auch, dass man zwischendurch die Handlung auch aus dem Blickwinkel einiger Widersacher erfährt und so manchmal mehr weiß oder ahnt, als die Personen im Buch selber. Besonders schön fand ich die Idee, dass jeder Zauberer seine eigene besondere Gabe hat: So kann Granock beispielsweise die Zeit anhalten, Alannah gebietet über das Eis und Aldur über das Feuer.

„Die Zauberer“ ist ein wirklich interessanter Auftakt zu einem Epos über die Magier von Erdwelt. Johannes Steck gefällt mir als Sprecher von Fantasy-Geschichten auch hier wieder unheimlich gut. Seine Fähigkeit, den einzelnen Personen einprägsame und individuelle Stimmen zu verleihen, ist unglaublich. Ich vergebe sehr gute 7 von 10 Sternen, da ich vermutlich für die Folgebände Luft nach oben brauche.

stern 7

Die Zauberer – Michael Peinkofer – Taschenbuch – 592 Seiten – 9,99 € – ISBN: 9783492267328 – erschienen: Januar 2011 (Piper)

Hörbuchversion: Gekürzte Ausgabe – Sprecher: Johannes Steck – 10 Stunden 6 Minuten

„Artemis Fowl: Das magische Tor“ von Eoin Colfer

Das magische TorReiheninfo:

  1.  „Artemis Fowl“
  2. „Artemis Fowl: Die Verschwörung“
  3. „Artemis Fowl: Der Geheimcode“
  4. „Artemis Fowl: Die Rache“
  5. „Artemis Fowl: Die verlorene Kolonie“
  6. „Artemis Fowl: Das Zeitparadoxon“
  7. „Artemis Fowl: Der Atlantis-Komplex“
  8. „Artemis Fowl: Das magische Tor“

Achtung, die Rezension kann leichte Spoiler zu den vorherigen Bänden enthalten.

Inhalt:

Nach seiner Genesung vom Atlantis Komplex ist Artemis endlich wieder ganz der Alte. Und das ist auch gut so, denn Opal Koboi schmiedet schon wieder neue Pläne. Durch einen Trick kann sie sich aus ihrem Gefängnis befreien und verbündet sich mit uralten, sehr gefährlichen Mächten. Dies Mal droht das Ende der Welt…

Meine Meinung:

Nachdem ich vom letzten Band („Artemis Fowl: Der Atlantis Komplex“) etwas enttäuscht war, war ich nun sehr gespannt, was sich Eoin Colfer für den finalen Band dieser so speziellen und fantastischen Reihe überlegt hat.

Ich muss gestehen, ich bin sehr froh, dass Artemis nicht mehr am Atlantis-Komplex leidet. Ein Artemis Fowl in Höchstform mit genialen Einfällen, einem trocknen Humor und erstaunlicherweise sogar ein paar Gefühlen ist mir einfach am liebsten. Dass unsere alten Freunde wie Holly, Butler und Mulch Diggums auch wieder von der Partie sind, war natürlich sehr schön.

Insgesamt reiht sich das Buch bei seinen gelungenen Vorgängern ein: Es ist dramatisch, es ist spannend, lustig und am Ende sogar ein bisschen rührselig; aber natürlich nicht zu sehr, denn es geht ja schließlich um das eigentlich recht nüchterne und eher gefühlskalte Superhirn Artemis.

Ich bin mit dem Finale der Reihe sehr zufrieden und mir hat das Buch direkt Lust gemacht, die anderen Bände noch ein Mal zu lesen oder sie als Hörbuch zu hören. Colfer hat einfach eine Fantasyreihe geschaffen, die seinesgleichen sucht.

„Artemis Fowl: Das magische Tor“ ist der krönende Abschluss der Fantasyreihe um das Fowl’sche Genie, seinen Leibwächter Butler, seine Elfenfreundin Holly und den ewig hungrigen Zwerg Mulch. Da die Geschichte wieder gewohnt humorvoll, spannend und voller innovativer Ideen ist, hat sie mich für den etwas schwächeren Vorgänger entschädigt und lässt mich mit dem Gefühl zurück, dass Eoin Colfer zu den ganz Großen unter den Fantasyautoren gehört. Ich vergebe 8 von 10 Sternen.

stern 8

Artemis Fowl: Das magische Tor – Eoin Colfer – Hardcover mit SU – 336 Seiten – 19,99 € – ISBN-13: 978-3471350966 – erschienen: März 2013 (List) – Altersempfehlung: 12-15 Jahre

„Sturm im Elfenland“ von Frances G. Hill

Sturm im ElfenlandKlappentext:

Im Elfenland herrscht Unruhe. Seit König Auberon die Ausübung von Magie verboten hat, regt sich im ganzen Reich Widerstand.

Das Leben der jungen Elfe Alana verläuft jedoch unbeschwert – bis eines Tages unerwarteter Besuch auf das Gut ihres Vaters kommt: Der junge Elf Ivaylo soll in Alanas Familie eine neue Heimat finden. Doch bald erkennt Alana, dass der geheimnisvolle Junge in den alten magischen Künsten bewandert ist… Was ist das Geheimnis des Sternensteins, den Ivaylo bei sich trägt? Und warum öffnen sich plötzlich überall im Elfenland gefährliche Dämonentore? (Quelle)

Meine Meinung:

Selten ist mir eine Rezension so schwer gefallen wie diese. Selten habe ich beim Lesen ein solches Auf und Ab erlebt wie bei „Sturm im Elfenland“.

Der Eindruck beginnt bekanntlich schon bei dem Cover. Mit den zarten Türkistönen erinnert es mich an ein Romantasy-Cover (ein Genre, was ich nicht so gerne lese). Allerdings wurde mir das Buch von einer Freundin empfohlen, die zum Beispiel auch Markus Heitz liest – meiner Meinung nach das Gegenteil von Romantasy. Welche Erwartungen werden nun also erfüllt?

Zunächst beginnt die Geschichte etwas holprig; sowohl inhaltlich, denn der Leser wird förmlich ins Geschehen hinein geschmissen, als auch sprachlich. Anfangs fielen mir immer wieder einige Textzeilen negativ auf: manche waren mir zu einfach geschrieben, andere klangen nach abgedroschenen Phrasen. Doch nach den ersten fünfzig Seiten hatte ich dieses Gefühl nicht mehr. Ob es an der Gewöhnung lag oder an der tatsächlichen Änderung des Schreibstil ist letztendlich einerlei.

Denn nun kam der Teil im Buch, der mir ausgenommen gut gefallen hat. Durch die Gefahr der vermehrt auftretenden Dämonentore werden zwei Parteien gezwungen zusammenzuarbeiten, die seit jeher in der Fantasygeschichte nicht unbedingt gut miteinander können: die Zwerge und die Elfen. Der im Klappentext benannte Sternenstein spielt hierbei eine große Rolle. Diese Idee und auch die Umsetzung sind wunderbar gelungen. Den gesamten Hauptteil über habe ich fast an einem Stück gelesen, so gebannt war ich von der Geschichte und den Charakteren. Insbesondere der in sich gekehrte, so wütende Ivaylo hat mir gut gefallen. Und der Zwerg Sverre ist für mich sowieso der heimliche Held der Geschichte.

Doch der Schluss war mir dann wieder etwas zu abgedreht. Hier steht die Idee der Dämonentore und der parallelen Dämonenwelt noch einmal ganz anders im Fokus, was mir persönlich weniger gut gefallen hat. Wer mich kennt, weiß dass ich mit neuartigen Ideen und Fantasyelementen immer so meine Probleme habe. Und um das Hochgefühl des Hauptteils wirklich noch umzukehren, passte plötzlich auch das Cover wieder zu den letzten Seiten. Soll heißen: Der Schluss ist stellenweise wirklich richtig kitschig, was in meinen Augen nicht zum Rest der Handlung passt.

Als Fazit bleibt zu sagen: ein holpriger Anfang, ein grandios spannender Hauptteil und ein Schluss, der so gar nicht meinen Geschmack getroffen hat. Ich bleibe also auch nach dem Schreiben des Leseeindrucks mit einem gemischten Gefühl zurück: vieles hat mir wirklich sehr gut gefallen, aber es gab dann doch zu viele kleine Aber’s. Insgesamt vergebe ich wegen des Lesevergnügens im Hauptteil noch 6 von 10 Sternen.

stern 6

Der Autorenname Frances G. Hill ist übrigens eines der Pseudonyme von Susanne Gerdom.

Sturm im Elfenland – Frances G. Hill – Hardcover mit SU – 464 Seiten – 19,95 € – ISBN: 978-3-7607-6373-6 – erschienen: Februar 2011 (ars edition)

[Rezension] „Artemis Fowl: Der Atlantis-Komplex“ von Eoin Colfer

Artemis Fowl 7Reiheninfo:

  1.  „Artemis Fowl“
  2. „Artemis Fowl: Die Verschwörung“
  3. „Artemis Fowl: Der Geheimcode“
  4. „Artemis Fowl: Die Rache“
  5. „Artemis Fowl: Die verlorene Kolonie“
  6. „Artemis Fowl: Das Zeitparadoxon“
  7. „Artemis Fowl: Der Atlantis-Komplex“
  8. „Artemis Fowl: Das magische Tor“

Achtung: Diese Rezension enthält Spoiler zu  den vorherigen Bänden!

Inhalt:

Artemis hat einen großen Plan: Er will sein gesamtes Vermögen in ein Projekt stecken, das die Welt retten soll. Das klingt so gar nicht nach Artemis? Richtig! Artemis ist in diesem Buch auch nicht so ganz er selbst, denn er leidet an der psychischen Krankheit „Atlantis-Komplex“, die Wahnvorstellungen, Zwänge und sogar Persönlichkeitsspaltungen mit sich bringen kann.

Die Persönlichkeitsstörung von Artemis tritt zu einem äußerst ungünstigen Zeitpunkt auf, denn nicht nur die Leitung der ZUP, sondern auch andere Teile des Erdvolkes werden von einer zunächst unbekannten Macht bedroht.

Meine Meinung:

Endlich ist er da: der siebte Teil der Artemis Fowl-Reihe. Ich habe zwar erst vor kurzem begonnen, diese Reihe zu lesen, aber eingefleischte Fans warten seit etwa einem Jahr auf Neuigkeiten von Artemis und dem Erdvolk.

In diesem Buch hat der Leser das große Glück, mit all den lieb gewonnenen Figuren ein neues Abenteuer a la Artemis Fowl zu bestreiten. Nicht nur Butler, der im sechsten Teil eine etwas kleinere Rolle innehatte, ist wieder mit dabei. Er hat dieses Mal auch endlich wieder seine Schwester Juliet an seiner Seite.

Und auch genau diese beiden Figuren machen für mich das Highlight der Geschichte aus. Butlers überlegene, logisch denkende Art gepaart mit dem jugendlichen Übermut und dem Charme seiner Schwester bescheren dem Leser einige lustige Stellen.

Leider kommt der Humor ansonsten in meinen Augen etwas zu kurz. Während des Lesens der ersten sechs Bände, insbesondere der letzten, musste ich immer wieder laut lachen. Und der Sprachwitz, der Humor und die liebenswerten Eigenschaften waren genau das, was für mich den Charme der Bücher ausgemacht hat. In diesem Buch habe ich höchstens ab und an mal geschmunzelt. Und das obwohl Mulch Diggums, der sonst immer für einen Lacher gut ist, mit von der Partie ist.

Neben den lustigen Szenen lebt diese Reihe durch ihre immer wieder actionreiche Handlung. Dadurch dass Artemis allerdings an einer Persönlichkeitsstörung leidet, kann er sein Genie, das ja oft genug zur Rettung der (Unter-)Welt beigetragen hat, nicht immer ganz entfalten.

In vielerlei Hinsicht ist der siebte Teil dieser Reihe also anders als seine Vorgänger: weniger Humor, weniger Fowl’sches Genie. Trotzdem heißt das nicht, dass es sich nicht gelohnt hat, dieses Buch zu lesen. Ich habe mich durchaus unterhalten gefühlt und meine leichte Kritik ist als Meckern auf hohem Niveau.

Trotzdem kann ich im Vergleich zu den Vorgängern diesem Buch nur 6 von 10 möglichen Sternen geben, wünsche mir aber trotzdem auf jeden Fall einen Nachfolger!

stern 6

Artemis Fowl: Der Atlantis-Komplex – Eoin Colfer – Hardcover – 336 Seiten – 19,99 € – ISBN-13: 978-3471350614 – erschienen: März 2011 (List)

[Rezension] „Artemis Fowl: Das Zeitparadoxon“ von Eoin Colfer

Artemis Fowl 6Reiheninfo:

  1.  „Artemis Fowl“
  2. „Artemis Fowl: Die Verschwörung“
  3. „Artemis Fowl: Der Geheimcode“
  4. „Artemis Fowl: Die Rache“
  5. „Artemis Fowl: Die verlorene Kolonie“
  6. „Artemis Fowl: Das Zeitparadoxon“
  7. „Artemis Fowl: Der Atlantis-Komplex“
  8. „Artemis Fowl: Das magische Tor“

Achtung: Diese Rezension enthält Spoiler zu  den vorherigen Bänden!

Inhalt:

Angeline Fowl, die Mutter von Artemis, ist von einer seltenen, eigentlich schon längst gebannten Seuche befallen. Ihr bleiben nur noch wenige Tage zum Leben und das einzige Heilmittel ist das Sekret einer ausgestorbenen Lemuren-Art. Genau der Lemuren-Art die Artemis selber acht Jahre zuvor ausgerottet hat.

Für Artemis gibt es nur einen Weg, er muss gemeinsam mit Holly in die Vergangenheit reisen und sein jüngeres Ich daran hindern, den letzten lebenden Lemuren zu töten. Dabei trifft Artemis auf einen Gegner, der ihm intellektuell ebenbürtig ist, aber keine Moral besitzt: sich selbst!

Meine Meinung:

Hach, ich muss sagen: Mir fällt es schwer, diesen sechsten Teil der Artemis Fowl-Reihe zu rezensieren und zu bewerten. Es gibt sehr viele Dinge, die mir nicht so gut gefielen und einige wenige, die mich wiederum total begeistert haben.

Zunächst zu den Kritikpunkten: Ich habe bei diesem Buch das Gefühl, dass der Autor seine Reihe unbedingt fortsetzen wollte, ihm aber nichts neues mehr einfiel. Kein bisheriger Gegner war Artemis ebenbürtig, deswegen lässt er ihn einfach gegen sich selbst antreten. Zugegebener Maßen hat diese Idee auch seinen Reiz. Besonders weil dem Leser noch einmal die positive charakterliche Entwicklung von Artemis deutlich gemacht wird. Doch genau an dieser Stelle stellt sich für mich eine wichtige Frage. Was ist mit dem letzten, Artemis beinahe ebenbürtigen Gegner, wo zum Teufel ist Minerva aus dem letzten Teil? Ich hatte eigentlich darauf gehofft, dass diese gerade neu entflammte Beziehung zwischen den beiden jugendlichen Genies erneut aufgegriffen wird, aber Minerva wird leider mit keinem Wort erwähnt.

Außerdem ist mir vieles in diesem Teil etwas zu viel: Die Action ist übertrieben, die Pläne sind mir ein Stückchen zu verdreht und vor allem ist mir Artemis in diesem Teil wirklich zu schlau. Aber das ist sicherlich Geschmackssache.

Das Gute ist: Dieses Buch strotzt mal wieder vor Humor und genialen Sprüchen. Ich habe schon lange nicht mehr so viel und so laut beim Lesen vor mich hin gekichert und gelacht. Der Humor entsteht vor allem durch den wirklich genialen Schreibstil des Autors, durch die tollen Charakterzüge der Figuren und durch die vielen Abenteuer, die alle miteinander durchgemacht haben. Wirklich ein eindeutiger Pluspunkt!

Ingesamt kann ich diesem Buch aber leider trotzdem nicht mehr als 7 von 10 möglichen Sternen geben, da sich die Handlung nicht großartig von den ersten Bänden unterscheidet, eher noch an unnötiger Action zulegt und etwas zu gewollt wirkt. Schade!

stern 7

[Rezension] „Artemis Fowl: Die verlorene Kolonie“ von Eoin Colfer

Artemis Fowl 5Reiheninfo:

  1.  „Artemis Fowl“
  2. „Artemis Fowl: Die Verschwörung“
  3. „Artemis Fowl: Der Geheimcode“
  4. „Artemis Fowl: Die Rache“
  5. „Artemis Fowl: Die verlorene Kolonie“
  6. „Artemis Fowl: Das Zeitparadoxon“
  7. „Artemis Fowl: Der Atlantis-Komplex“
  8. „Artemis Fowl: Das magische Tor“

Achtung: Diese Rezension enthält Spoiler zu  den vorherigen Bänden!

Inhalt:

Artemis hat ein besonders interessantes Phänomen des Erdreichs entdeckt. In mehr oder weniger unregelmäßigen Abständen kommen für wenige Sekunden Dämonen auf die Oberwelt. Einst lebten die Dämonen auf einer Insel fest verankert in Raum und Zeit, doch dann löste sich die Insel aus dem normalen Raum-Zeitkontinuum und fliegt unkontrolliert in den Dimensionen hin und her. Dämonen werden allerdings durch den Mond zur Erde hin angezogen, so dass es immer wieder die oben beschriebenen kurzen Erscheinungen einzelner Dämonen auf der Erde gibt.

Der Jungdämon Nummer 1, der zu seinem Leidwesen sich partout nicht zu einem ausgewachsenen Dämon entwickelt, beschließt eines Tages eine Reise durch Raum und Zeit zu wagen… und landet direkt in den Armen von oberirdischen Entführern. Artemis, Butler und Holly, die Zeuge dieser Entführung waren, nehmen die Verfolgung auf.

Meine Meinung:

Eben hatte Herr Colfer es geschafft, mich mehr und mehr von dieser Fantasy-Reihe zu begeistern, und dann führt er Dämonen ein. Dämonen? Die haben doch in den vorigen Büchern auch nie eine Rolle gespielt. Naja, ich muss ja zugeben: Der Jungdämon Nummer 1 scheint echt niedlich zu sein… so undämonisch.

Trotzdem hat mir der fünfte Teil nicht so gut gefallen, wie seine Vorgänger. Mir war die Handlung etwas zu abgehoben, diese Loslösung des Raum-Zeit-Kontinuums.

Positiv hervorzuheben ist allerdings, dass Artemis eine intelligente, junge Gegenspielerin erhält, mit der er sich messen kann. … und die er auch nicht wirklich unsympathisch findet, denn der liebe Artemis kommt langsam, aber sicher in die Pubertät.

Ein Buch, was ich zwar wirklich schnell und gerne bis zum Ende gelesen habe, was mich aber nur mittelmäßig begeistert hat: 7 von 10 Sternen.

stern 7

[Rezension] „Artemis Fowl: Die Rache“ von Eoin Colfer

Artemis Fowl 4Reiheninfo:

  1.  „Artemis Fowl“
  2. „Artemis Fowl: Die Verschwörung“
  3. „Artemis Fowl: Der Geheimcode“
  4. „Artemis Fowl: Die Rache“
  5. „Artemis Fowl: Die verlorene Kolonie“
  6. „Artemis Fowl: Das Zeitparadoxon“
  7. „Artemis Fowl: Der Atlantis-Komplex“
  8. „Artemis Fowl: Das magische Tor“

Achtung: Diese Rezension enthält Spoiler zu den vorherigen Bänden!

Inhalt:

Mal wieder wird die Welt des Erdvolks bedroht. Dies Mal nicht von Artemis oder einem anderen Oberirdischen, sondern von einer Unterirdischen selbst: von der Wichtelin Opal Koboi, die schon aus Band 2 bekannt ist. Nachdem Artemis und seine Gefährten Opals Plan durchschaut und diese gestürzt hatten, hat sich Opal nun ein Jahr lang durch Meditation selbst ins Koma versetzt und die Zeit genutzt, um einen Racheplan gegen all ihre Widersachen zu schmieden. Nicht nur Artemis, Holly, Foaly und Commander Root sind in Gefahr, sondern alle Unterirdischen. Denn Opal plant einen Krieg zwischen den Unterirdischen und den Oberirdischen anzuzetteln.

Holly, die aufgrund einer List Opals von der ZUP als Verräterin gesehen wird, versucht Artemis und Butler, die sich immer noch nicht an das Erdvolk erinnern können, zu retten und gleichzeitig einen Plan zur Durchkreuzung von Opals Plänen zu erdenken.

Meine Meinung:

Um das Beste an diesem Buch gleich vorweg zu nehmen: Ich habe bisher bei keinem anderen „Artemis Fowl“-Band so viel gelacht wie in diesem hier. Gerade weil Artemis und Butler sich anfangs nicht an das Erdvolk erinnern können, kommt es zu einigen wirklich sehr lustigen Szenen. Aber auch während der ganzen Geschichte hindurch stehen die flotten Sprüche von Mulch Diggums, Holly oder Foaly im Vordergrund. Herrlich!

Trotzdem hat das Buch eindeutig auch seine traurigen Stellen und was der Autor mit einem meiner Lieblingscharaktere gemacht hat, finde ich gar nicht lustig.

Die Geschichte an sich wiederholt sich natürlich von Buch zu Buch: Es besteht eine Bedrohung, die nur durch die Genialität von Artemis, dem kühlen Kopf von Butler, dem technischen Genie Foalys, der praktischen Denkweise Hollys und den typischen Zwergeneigenschaften von Mulch gelöst werden kann. Und obwohl die Handlung an sich stets die gleiche bleibt, üben die Bücher einen unheimlich großen Reiz auf mich aus.

Einzig und allein der Schluss hat mir dieses Mal nicht so gut gefallen. Was der Autor aus diesem allerdings im nächsten Buch macht, kann ich jetzt natürlich noch nicht sagen.

Ich gebe diesem Buch wie auch seinem Vorgänger 9 von 10 Sternen.

stern 9

[Rezension] „Artemis Fowl: Der Geheimcode“ von Eoin Colfer

Artemis 3Reiheninfo:

  1.  „Artemis Fowl“
  2. „Artemis Fowl: Die Verschwörung“
  3. „Artemis Fowl: Der Geheimcode“
  4. „Artemis Fowl: Die Rache“
  5. „Artemis Fowl: Die verlorene Kolonie“
  6. „Artemis Fowl: Das Zeitparadoxon“
  7. „Artemis Fowl: Der Atlantis-Komplex“
  8. „Artemis Fowl: Das magische Tor“

Achtung: Diese Rezension enthält Spoiler zu den ersten Bänden!

Inhalt:

Artemis Fowl hat bei seinem letzten Besuch in der Unterwelt Technologie aus den Händen von dem genialen Zentaur Foaly entwendet und versucht nun, einen Mafiaboss damit zu erpressen. Doch entgegen aller Erwartungen scheitert dieser Plan: Die für oberirdische Verhältnisse bahnbrechende Technologie wird entwendet und die Existenz der Unterirdischen droht aufzufliegen. Viel schlimmer aber noch: Butler wird lebensbedrohlich verletzt und liegt im Sterben. Artemis sieht nur eine Chance, alles zum Guten zu wenden: er kontaktiert Holly. Gemeinsam tüfteln sie einen riskanten Plan aus, um die Welten vor der Unvernunft des Mafiabosses zu retten.

Meine Meinung:

Jaaa, ich gestehe: Ich bin infiziert. Die Serie hat mich voll gepackt. Nach der ersten Skepsis und der folgenden leichten Begeisterung finde ich Artemis Fowl und seine ober- und unterirdischen Gefährten nun richtig toll. Und vermutlich muss ich mich stark zurück halten, die Folgebände, die ja alle schon lesebereit hier liegen, nicht innerhalb kürzester Zeit wegzulesen.

Im dritten Teil dieser Jugendfantasyreihe verbessert sich all das, was mir vorher noch gefehlt hat: Ich kenne und liebe mittlerweile (fast) alle Charaktere. (Ja, mit Mulch tu ich mich immer noch schwer, aber er hat ja noch einige Bücher Zeit, um mein Herz zu gewinnen.) Und das ist genau das, was mir an Reihen so gefällt, man kennt die Eigenschaften der einzelnen Personen, bekommt ihre Entwicklung mit und denkt sich oft: „Ach ja, das war jetzt wieder typisch Artemis!“ Die eigentliche Handlung der Geschichte wird für mich teilweise zur Nebensache, wobei ich schon mit den Protagonisten mitgefiebert und teilweise doch sehr um sie gebangt habe. Etwas schade fand ich, dass zwei meiner Lieblingscharaktere in diesem Buch eine sehr kleine Rolle spielen. Dafür aber habe ich ja jetzt Juliet wieder, die schon in erstem Teil vorkommt und die ich im zweiten Band vermisst habe.

Ich überlege und grübel, was mir an diesem Buch nicht gefallen hat. Am zweiten Teil habe ich kritisiert, dass er teilweise etwas langatmig war. Das kann ich über diesen hier gar nicht sagen. Die Handlung bleibt immer spannend und lustig, zu schnell war ich am Ende der Geschichte angekommen.

Und so kann ich nur sagen, dass der vierte Teil sicherlich sehr bald folgen wird und ich diesem Buch 9 von 10 möglichen Sternen gebe.

stern 9