[Rezension] „Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums“ von Benjamin Alire Sáenz

Klappentext:

Dante kann schwimmen. Ari nicht. Dante kann sich ausdrücken und ist selbstsicher. Ari fallen Worte schwer und er leidet an Selbstzweifeln. Dante geht auf in Poesie und Kunst. Ari verliert sich in Gedanken über seinen älteren Bruder, der im Gefängnis sitzt. Mit seiner offenen und einzigartigen Lebensansicht schafft es Dante, die Mauern einzureißen, die Ari um sich herum gebaut hat. Ari und Dante werden Freunde. Sie teilen Bücher, Gedanken, Träume und lachen gemeinsam. Sie beginnen die Welt des jeweils anderen neu zu definieren. Und entdecken, dass das Universum ein großer und komplizierter Ort ist, an dem manchmal auch erhebliche Hindernisse überwunden werden müssen, um glücklich zu werden!(Quelle)

Meine Meinung:

Schon nach wenigen gelesenen Seiten hatte ich das Gefühl, dass „Aristoteles und Dante“ ein ganz besonderes Buch ist. Nicht nur, weil ich bis dahin schon unzählige schöne Zitate gefunden hatte, sondern weil die Stimmung und die Figuren im Buch so greifbar waren. Ich spürte zum Beispiel ganz eindeutig die Liebe zwischen Ari und seiner Mutter, die Freundschaft zwischen den beiden Jungen war so offensichtlich, die tiefe Traurigkeit von Ari teilweise förmlich mit den Händen zu greifen.

„Klar, ich hatte alle möglichen Gründe für mein Selbstmitleid. Dass ich fünfzehn war, half auch nicht gerade. Fünfzehn zu sein, dachte ich manchmal, war die schlimmste Tragödie von  allen.“ (S. 18)

Ari hat keine Freunde – nicht einen einzigen. Und obwohl er weiß, dass seine Eltern ihn lieben, ist auch zu Hause nicht alles in Ordnung: Über seinen Bruder, der im Gefängnis sitzt, wird nicht gesprochen, und sein Vater hat ein Stück von sich selbst im Vietnamkrieg verloren. Doch dann lernt er Dante kennen, der all das zu sein scheint, was Ari nicht ist:

„Er war lustig konzentriert und leidenschaftlich. Er konnte wirklich leidenschaftlich sein. Und er hatte nichts Gemeines an sich. Mir war nicht klar, wie man in einer gemeinen Welt leben kann, ohne dass ein bisschen dieser Gemeinheit auf einen abfärbt. Wie konnte jemand ohne einen Hauch von Gemeinheit leben?“ (S. 23/24)

Für kurze Zeit färbt Dantes Sicht auf die Welt, seine offene und fröhliche Art auf Ari ab und er erlebt einige unbeschwerte Wochen. Doch als Leser ahnt man schon, dass die Geschichte nicht unendlich so weiter gehen kann: Ari und Dante haben in ihrer Freundschaft einige Klippen zu umschiffen. Sie müssen lernen, erwachsen zu werden und sich mit sich und den Geheimnissen des Universums auseinander zu setzen. Vor allem müssen sie erkennen, dass die größten Geheimnisse in den Menschen selbst zu finden sind.

Ich weiß nicht, ob ich schon jemals so ein schönes Buch gelesen habe. Wirklich! Die Sprache, die Personen und die Entwicklung, die sie durchmachen… Es geht mir an dieser Stelle wie Ari manchmal: Mir fehlen die Worte!

„Aristoteles und Dante“ ist ein unbeschreiblich tolles Buch und ich bin sehr froh, es entdeckt zu haben. Ich merke, dass meine Worte nicht ausreichen, um dieses Buch zu beschreiben. Ich weiß nur, dass es eines der besten ist, das ich je gelesen habe. Könnte ich mehr als 10 Sterne vergeben, würde ich es tun!

stern 10

„Aristoteles und Dante“ war 2015 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.

Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums – Benjamin Alire Sáenz – Hardcover – 384 Seiten – 16,99 € – ISBN: 978-3-522-20192-6 – erschienen: Juli 2014 (Thienemann) – Übersetzung: Brigitte Jakobeit – Altersempfehlung: ab 14 Jahren

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[Rezension] „Eine Woche, ein Ende und der Anfang von allem“ von Nina LaCour

Klappentext:

Auf nach Europa! Die Schule ist geschafft, jetzt werden Colby und Bev reisen, ein Jahr lang. Das bedeutet Abenteuer, Freiheit – und vielleicht Liebe? Darauf hofft zumindest Colby, der schon ewig in seine beste Freundin verknallt ist. Doch bevor die zwei losfliegen, geht es noch für eine Woche mit Bevs Girlband auf Tour durch Kalifornien, im alten VW-Bus von Colbys Onkel.
Was als cooler Roadtrip beginnt, wird zum Desaster, als Bev die Bombe platzen lässt: Sie will nicht mit nach Paris, sondern stattdessen studieren. Colby ist fassungslos. Wann hat Bev ihre Pläne geändert? Warum wusste er nichts davon? Und was zum Teufel soll er jetzt bloß anfangen – ohne sie? (Quelle)

Meine Meinung:

Es soll das beste Jahr seines Lebens werden: Die Schule ist vorbei und alle seine Mitschülern gehen direkt aufs College. Das haben Colby und seine beste Freundin Bev aber nicht vor. Schon seit Jahren planen die beiden, gemeinsam durch die Welt zu reisen. Doch bevor es losgeht, steht noch eine einwöchige Tour mit Bevs Freundinnen an, mit denen sie in einer Girlband singt. Doch dann passiert das, was Colby sich nie hat vorstellen können: Bev, für die er mehr als nur Freundschaft empfindet, gesteht ihm, dass sie sich doch heimlich an einem renominierten College beworben und einen Platz bekommen hat. Alle Träume von Colby zerplatzen wie eine Seifenblase. Nun muss er einen Weg finden, mit dieser Situation umzugehen.

„Was ist, wenn unsere Enttäuschungen und Zweifel nicht bedeutungslos oder beliebig sind? Was ist, wenn sich mehr dahinter verbirgt?“ (S. 147)

Von Nina LaCour habe ich vor einigen Jahren „Ich werde immer da sein, wo du auch bist“ gelesen. Das Buch hat mir damals sehr gut gefallen, so dass es außer Frage stand, dass ich auch dieses neue Werk der Autorin lesen würde. In beiden Büchern geht es darum, dass die Hauptperson mit einem Schicksalsschlag umgehen, sich finden und weiter entwickeln muss.

„Es ist hart.“
„Was ist hart“, frage ich.
Bev schüttelt den Kopf, als wäre die Antwort zu gewichtig, um sie in Worte zu fassen.
Schließlich sagt sie: „Erwachsen zu werden.“ (S. 202/203)

Gemeinsam mit der inneren Reise auf dem Weg zu sich selbst und seiner Zukunft begleiten wir Colby auf der richtigen Reise durch Californien – ein Roadtrip also, auf dem die vier die unterschiedlichsten Menschen und Geschichten kennenlernen. Anfangs war mir Bev eher unsympathisch, doch ist das vermutlich von der Autorin auch so gewollt. Im Laufe der Geschichte erfährt man nämlich Stück für Stück mehr über das toughe und scheinbar etwas gefühlskalte Mädchen, das plötzlich verletzlich und unsicher erscheint.

„Eine Woche, ein Ende und der Anfang von allem“ ist ein typischer Coming of Age-Roman. Colby muss erwachsen werden, muss herausfinden, wer er wirklich ist – so ganz ohne Bev. Der Autorin gelingt es sehr gut, das Roadtrip-Gefühl auf den Leser zu übertragen. Besonders gut haben mir die kleinen Weisheiten und klugen Worte gefalle, die es an vielen Stellen zu entdecken gibt. Insgesamt bekommt die Geschichte von mir 8 von 10 Sternen.

stern 8

Eine Woche, ein Ende und der Anfang von allem – Nina LaCour – Hardcover mit SU – 272 Seiten – 16,99 € – ISBN 978-3-551-58334-5 – erschienen: Juli 2015 (Carlsen) – Übersetzung: Brigitte Jakobeit – Altersempfehlung: ab 14 Jahren

[Rezension] „Tigermilch“ von Stefanie de Valesco

TigermilchKlappentext:

Nini und Jameelah leben in derselben Siedlung, sie sind unzertrennlich und mit ihren vierzehn Jahren eigentlich erwachsen, finden sie. Deswegen kaufen sie sich Ringelstrümpfe, die sie bis zu den Oberschenkeln hochziehen, wenn sie ganz cool und pomade auf die Kurfürsten gehen, um für das Projekt Entjungferung zu üben.
Sie mischen Milch, Mariacron und Maracujasaft auf der Schultoilette. Sie nennen das Tigermilch und streifen durch den Sommer, der ihr letzter gemeinsamer sein könnte […] (Quelle)

Meine Meinung:

„Manchmal weint Mama,wenn ich ihr die Haare kämme, aber ich tue so, als ob ich das nicht merke, ich glaube, das ist besser so. Jameelahs Mutter sagt, einen Schlafenden kann man aufwecken, aber jemanden, der nur so tut, als ob er schläft, den kriegt man niemals wach.“ (S. 37)

„Tigermilch“ ist kein leichtes Buch: sowohl inhaltlich als auch sprachlich. Schon auf den ersten Seiten erfährt man, dass Nini und Jameelah mit ihren vierzehn Jahren einiges tun, was nicht gut für sie ist: Sie trinken regelmäßig ihre Tigermilch, rauchen und  lassen sich von fremden Männern mit aufs Hotelzimmer nehmen. Auch der weitere Verlauf des Buches erzählt keine schöne Geschichte: Nini hat keine sorgende und liebevolle Familie hinter sich, stattdessen eine Mutter, die den ganzen Tag auf dem Sofa liegt und vor sich hinvegetiert. Jameelah und ihrer Mutter droht die Abschiebung: ein Problem, das Nini gar nicht so ganz greifen kann. Und dann passiert etwas Schreckliches in der Siedlung…

Ich finde den Roman insofern sprachlich schwierig, als dass die wörtliche Rede gar nicht gekennzeichnet ist. Es gibt keine Anführungszeichen oder ähnliches, die gesprochenen Sätze gehen direkt in die Ich-Erzählung von Nini über. Man gewöhnt sich zwar mit der Zeit daran, trotzdem frage ich mich aber, warum Stefanie de Valesco das so gemacht hat. Meine einzige Erklärung bisher: Das Lesen soll für mich nicht leicht sein, denn das Leben ist es für Nini und Jameelah ja auch nicht.

„Tigermilch“ zu lesen, war für mich nicht leicht. Das Thema ist nicht einfach, lässt einen auch nach dem Lesen nicht so leicht los und schockiert. Den Schreibstil fand ich anfangs sehr anstrengend, zum Ende hin hatte ich mich daran gewöhnt. Die besprochenen Themen sind sicherlich wichtig und realitätsnah, in ihrer Anhäufung erschienen sie mir aber etwas übertrieben. Insgesamt vergebe ich deswegen gute 6 von 10 Sternen!

stern 6

„Tigermilch“ war 2014 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.

Tigermilch – Stefanie de Valesco – Hardcover mit SU – 288 Seiten – 16,99 € – ISBN: 978-3-462-04573-4 – erschienen: August 2013 (KiWi)

[Doppelrezension] „Sannah & Ham“ von Tom Ellen & Lucy Ivison

Der Carlsen Verlag hat pünktlich zum Erscheinen von „Sannah & Ham“ eine Bloggeraktion ausgerufen. Und zwar konnte man sich gemeinsam mit einer guten Bloggerfreundin dafür bewerben, zu dem Buch eine Doppelrezension zu schreiben. Die Gelegenheit wollten Nanni und ich uns natürlich nicht entgehen lassen. Das Ergebnis sind zwei ganz verschiedene Rezensionen, die sich aber ziemlich gut ergänzen und zusammen einen sehr guten Einblick in das Buch bieten – finden wir zumindest. Lest selbst! 🙂
(Zuerst findet ihr meine und darunter dann Nannis Rezension.)


sannah & HamInhalt:

„Wir grinsten uns an und in mir stieg ein warmes, prickelndes Gefühl auf, wie man es manchmal hat, wenn man entdeckt, dass jemand, der einem sympathisch ist, das Gleiche denkt wie man selber.“ (S. 54)

Hannah und Sam lernen sich auf der Party von Hannahs bester Freundin Stella kennen – wenn man denn bei einem kurzen Gespräch auf dem Klo schon von kennenlernen sprechen kann. Doch beide fühlen sich zueinander hingezogen, finden alles so unkompliziert. Aber dann stürmt plötzlich Hannahs Freundin Grace ins Badezimmer, um Hannah lauthals mitzuteilen, dass Freddie, an den Hannah doch noch heute Abend ihre Jungfräulichkeit verlieren möchte, endlich auf der Party angekommen ist.
Und so nimmt das Leben seinen Lauf: Für Hannah und ihre Freundinnen und auch für Sam und seine Jungs ist es der Sommer nach den letzten Prüfungen, der Sommer vor dem Erwachsenwerden. Der Sommer, in dem sich Hannah und Sam mehr als ein Mal über den Weg laufen. Und doch wird es den ganzen Sommer brauchen, bis die beiden tatsächlich zusammen kommen und aus Hannah und Sam Sannah und Ham wird.

Meine Meinung:

Ich muss ganz ehrlich sagen, dieses Buch hatte es nicht leicht mit mir. Das Cover fand ich eher doof und den Titel auch. Und dann begann das Buch auch noch in der grässlichsten Jugendsprache, die man sich vorstellen kann. Die Mädchen redeten von ihren Mösen, die Jungen prahlten damit, wie viele Mädchen sie schon „gebangt“ hatten. So redet doch kein Jugendlicher!

Ich war anfangs also eher skeptisch eingestellt, aber dann Seite für Seite hatte mich das Buch immer mehr. Die Sprache war nicht mehr ganz so künstlich aufgesetzt (oder fiel mir zumindest nicht mehr auf), die Charaktere waren interessant: insbesondere Hannahs Verhältnis zu ihrer besten Freundin, die immer besser, schöner und beliebter ist als Hannah. Plötzlich konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, wollte wissen, wie es mit Hannah und Sam weitergehen würde, obwohl ich das Ende ja schon kannte. Wollte dabei sein, wenn sich die beiden endgültig fanden. Und vor allem wollte ich miterleben, wie sich Hannah endlich mal gegenüber Stella behaupten würde.

Die beiden Autoren, die übrigens schon seit der 6. Klasse miteinander befreundet sind, verleihen jeweils Hannah und Sam abwechselnd ihre Stimme. Ein mittlerweile beliebtes Erzählmittel in Jugendbüchern. Und auch hier führt es dazu, dass man wahlweise Hannah oder Sam gerne schütteln und rufen würde: „Was erzählst du da für ein Mist, er/sie mag dich doch auch. Ihr könntet doch sofort miteinander glücklich werden!“ – aber dann wäre die Geschichte eben auch schon nach wenigen Seiten zuende und würde gar nicht mehr so viel Platz für alles andere haben.

Die Geschichte von Hannah und Sam ist nämlich wirklich schön und doch steht sie für mich gar nicht unbedingt im Vordergrund. Für mich geht es in diesem Buch viel mehr darum, dass Sam und vor allem Hannah ein Stückchen erwachsen werden und erkennen, dass das nichts damit zu tun hat, ob man nun noch vor dem College seine Jungfräulichkeit verliert oder nicht, sondern viel mehr damit, sich selbst besser kennenzulernen, zu wissen, wer man ist und was man wirklich will.

„Sannah & Ham“ ist nicht einfach nur eine wunderschöne Liebesgeschichte, sondern viel mehr als das. Es ist ein Buch über das Erwachsenwerden, eine Geschichte von Freundschaft und der Suche nach sich selbst. Und obwohl ich anfangs von der sehr aufgesetzten Jugendsprache etwas genervt war, konnte mich das Buch Seite für Seite von sich überzeugen.  8 von 10 Sternen!

stern 8


Sannah & Ham englisches Cover

Das UK-Cover

 

„Neue Jungs kennenlernen ist ein Thema, über das wir ständig reden. Und es steht ganz oben auf unserer To-do-Liste.“

Jungs kennen lernen, am Wunsch-College aufgenommen werden und die Wichtigkeit der richtigen Klamotten. Themen, die Hannah und ihre Freundinnen Grace, Stella und Tilly beschäftigen. Mädchensachen eben. Und wie ist das bei Jungs? College ebenfalls, klar. Das ist wichtig für die Zukunft. Und sonst so? Partys, feiern und die Jungfräulichkeit verlieren. Ganz wichtig, um erwachsen zu werden. Ein Setting, das den Leser zurückversetzt in die Jugend. Erzählt aus den Perspektiven von Hannah und Sam, deren einzelne Lebensgeschichten sich immer wieder überschneiden. Zum ersten Mal auf einem Klo…

„ ‚Ich finde Abklatschen gut’, sagte ich. ‚Das ist nett und unverbindlich und man kommt nicht so in Verlegenheit. Außer wenn man Probleme mit der Handkoordination hat und den anderen voll ins Gesicht klatscht oder so…’“

Es ist der Sommer, in dem Hannah, ihre Freundinnen und auch Sam und seine Freunde, wichtige Schritte ins Erwachsenenleben unternehmen. In dem sie den ersten Grundstein für ihre Zukunft legen. Sie stehen kurz davor aufs College zu wechseln und ebenso dicht daran sich zum ersten Mal richtig zu verlieben. Keine leichte Aufgabe, wie Hannah und Sam feststellen müssen. Viel zu viele Fettnäpfchen stehen vor dem ersten Kuss, ja sogar dem ersten Wort, denn das muss schon passend gewählt sein. Außerdem muss man viel Mut haben. Mut neuen Situationen zu begegnen und das Vertrauen zu haben sich einem anderen Menschen zu öffnen.

„Für sie war es ein Missverständnis, weiter nichts. Aber für mich fühlte sich der ganze Sommer falsch an – da steckte mehr dahinter als nur Sam.“

Es ist nicht einfach diese Schritte zu gehen. Auch Freundschaften verändern sich. Entwickeln sich weiter oder verlieren sich. Auch, wenn man die Chance hat, noch einen anderen Abzweig zu wählen oder auch mal ein paar Schritte zurückzugehen, ist es nun soweit den Weg in die Zukunft zu beschreiten. Das Abenteuer beginnt.

„Zum ersten Mal seit ich denken konnte, hatte ich absolut keine Ahnung, was das Leben noch für mich bereithielt. Und das war klasse.“

Lucy Ivison und Tom Ellen haben ein Debüt geschaffen, das mit locker leichter Sprache, witzigen Elementen und sympathischen Protagonisten zu fesseln weiß. Es hat mir so viel Spaß gemacht den beiden Autoren, die abwechselnd aus Hannahs und Toms Perspektive erzählen, zu folgen, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte und fast in einem Rutsch durchgelesen habe. Es gab die ein oder andere Handlung, die mich ein bisschen genervt hat und die Geschichte war auch anders, als ich es zunächst erwartet hatte, aber dennoch mochte ich die Liebesgeschichte zwischen Hannah und Sam, ihre Stolpersteine aus Freundschaft und Erwachsenwerden richtig gern. Eine Empfehlung für Alle, die sich noch mal in ihre Jugendzeit versetzen lassen möchten, für Alle, die charmante Lovestorys mögen und für diejenigen, die den Sommer einfach nicht gehen lassen können.

„ ‚Es ist ein altes thailändisches Sprichwort, das bedeutet: ’Der Vogel, der am höchsten fliegt, wird nie im Käfig enden.’ Ich finde es gut, weil es mich daran erinnert, dass man immer zu den Sternen greifen muss, um frei zu bleiben.’“

Sannah & Ham – Tom Ellen & Lucy Ivision – Klappbroschur – 400 Seiten – 14,99 € – ISBN: 978-3-551-52066-1  – erschienen: August 2014 (Carlsen) – Altersempfehlung: ab 14 Jahren

[Rezension] „Pampa Blues“ von Rolf Lappert

Pampa BluesInhalt:

Ben ist sechzehn Jahre alt – fast siebzehn, würde er sagen – und lebt alleine mit seinem schon sehr senilen Großvater in einem kleinen Dorf namens Wingroden, dessen Anagramm sehr passend „Nirgendwo“ ist.

Bens Vater ist schon vor vielen Jahren in Afrika gestorben, seine Mutter tourt als Jazzsängerin durch Europa. Und außer seinem Großvater hat Ben in dem kleinen, verlassen Dorf nur ein paar mehr oder weniger alte Männer als Gesellschaft; unter anderem Maslow.

Maslow hat die (wie er selber findet) grandiose Idee, Touristen und Reporter nach Wingroden zu locken, indem er den Dorfbewohnern vorgaukelt, Ufos zu sehen. Ben glaubt nicht an diesen Plan, aber dann kommt alles anders…

Meine Meinung:

Pampa, Dorf, Nirgendwo: Wingroden!

Ben lebt wirklich in der Pampa und ist zu recht sehr von seinem Leben genervt, denn als Sechzehnjähriger sollte man besseres zu tun haben, als sich um seinen alten Großvater zu kümmern und abends mit ein paar fast eben so alten Männern Bier zu trinken.

Eigentlich träumt er davon, nach Afrika zu reisen, dem Kontinent, den sein Vater so liebte:

„Meine Mutter hat mir von einer ihrer Tourneen eine CD mit Naturgeräuschen mitgebracht, zum Beispiel das Plätschern eines Bachs, Vogelzwitschern und die Rufe von Affen. Meine Lieblingsstellen sind natürlich die mit dem Löwengebrüll, dem Elefantentrompeten und dem Hyänengebell. Wenn ich mir das anhöre, passiert etwas ganz eigenartiges mit mir. Ich spüre großes Glück und noch größere Sehnsucht. Gleichzeitig wird mein Herz schwer, wie ein Schwamm, der sich vollsaugt, bis kein Tropfen mehr hineinpasst.“ (S. 71)

„Pampa Blues“ ist ein Jugendroman, der sehr wortgewaltig ist und viele Themen anschneidet, ohne dass man sich als Leser wie überfahren vorkommt: Es geht um die Einsamkeit, um Familie, Freundschaft, Träume, Wünsche und die erste Liebe.

Ich habe das Buch wirklich gern gelesen. Grundsätzlich passiert nicht viel, aber die Langsamkeit der Geschichte, die zumindest in der ersten Hälfte des Buches vorherrscht, spiegelt sehr schön die Langsamkeit des Dorfes wieder. Beeindruckt hat mich der Autor vor allem mit seiner Fähigkeit, mit Worten wahre Schätze zu formen. Ich vergebe 8 von 10 Sternen.

stern 8

„Pampa Blues“ war 2013 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.

Pampa Blues – Rolf Lappert – Klappbroschur –  256 Seiten – 14,90 € – ISBN-13: 978-3446238954 – erschienen: Februar 2012 (Hanser)
Altersempfehlung: 14-17 Jahre

[Rezension] „Allein unter Schildkröten“ von Marit Kaldhol

allein unter SchildkrötenKlappentext:

6. Mai, 03:10 Uhr

Unmöglich, einzuschlafen, unmöglich, wach zu bleiben. Die Zeit in meinem Körper und die äußere Zeit stimmen nicht mehr überein. Bin heute schon wieder nicht zur Schule gegangen. Keiner ruft an, keiner merkt, dass ich nicht da bin. (Quelle)

Meine Meinung:

Dieses Buch hat mich verwirrt. Und zwar so sehr, dass ich schon vor dem Schreiben der Rezi die Rezension von DieJai gelesen habe, was ich normalerweise nicht mache. Sie schreibt etwas, was ich auf jeden Fall unterstütze: Möchtet ihr dieses Buch lesen, informiert euch so wenig wir möglich über den Inhalt. Damit würdet ihr euch sonst einiges kaputt machen.

Es ist sehr schwer, etwas zu dem Buch zu sagen, ohne zu viel vorweg zu nehmen, deswegen kommt hier auch nur ein kleiner Eindruck:

Das Buch besteht aus kurzen Tagebucheinträgen und Erinnerungen, manchmal nicht mehr als ein bis zwei Sätze lang. Diese Tagebucheinträge stehen sehr isoliert für sich und bekommen auch im Laufe des Buches kaum einen größeren Gesamtzusammenhang.

Das Buch ist nicht schlecht, es ist sogar auf seine Weise wirklich brillant. Nur unterhält es nicht, soll es vermutlich auch gar nicht.

Wer also wie ich gestern auf der Suche nach einem unterhaltsamen Jugendbuch ist, sollte nicht zu „Allein unter Schildkröten“ greifen. Wer sich aber auf ein sehr spezielles, literarisches Buch einlassen kann und bereit für die bewegende Geschichte von Mikke ist, für den könnte dieses Buch doch etwas sein. Ich finde es sehr schwer, hier eine Bewertung zu vergeben, gebe aber dennoch 6 von 10 Sternen.

stern 6

Dieses Buch war 2013 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.

Allein unter Schildkröten – Marit Kaldhol – Klappbroschur – 136 Seiten – 12,99 € – ISBN-13: 978-3939435471 – erschienen: Februar 2012 (mixtvision)
Altersempfehlung: ab 14 Jahren

[Rezension] „Die überaus talentierte Miss Hempel“ von Sarah Shun-Lien Bynum

U1sen_netto_fj_2012_128x209.inddKlappentext:

Ihre Schüler lieben sie über alles. Nicht, weil sie Sexualkunde so plastisch unterrichtet. Sondern, weil Betarice Hempel die erste Lehrerin ist, die sie als eigenständige Menschen begreift. Miss Hempel weiß, wie es ist, jung zu sein, aber vor allem, was es bedeutet, es immer weniger zu sein. Deshalb rät sie ihren Schülern, die Sterne vom Himmel zu pflücken. Denn nur in der Jugend kann man alles sein: Astronom, Bühnenstar oder Athlet. Und danach? Miss Hempel wird auch geliebt, weil sie ihren Schülern ins Erwachsensein hilft, in dieses undefinierbare Dasein, das verführerisch von Ferne leuchtet. Sie macht ihnen Mut, das Jungsein in sich zu bewahren und auch dann noch die Butthole Surfers zu hören, wenn sie schon lange nicht mehr angesagt sind.

Meine Meinung:

Als ich den Klappentext zu diesem Buch gelesen habe, war ich mir sicher, dass dies ein Buch exakt für mich ist. Ich bin selber Lehrerin und hoffe, meinen Schülern ein bisschen davon mit auf den Weg zu geben, was auch Miss Hempel in ihren Schülern sieht.

Nachdem ich den etwas holprigen und abrupten Anfang in die Geschichte überwunden habe, kam ein Abschnitt des Buches, den ich wirklich sehr genossen habe. Ich mag den Umgang von Miss Hempel mit den Jugendlichen, ich mag, welche Gedanken sie sich macht und wie begeisterungsfähig sie ist.

Ihre Behandlung und Beschreibung des Romans „This Boy’s Life“ hat mich eben diesen auf meine Wunschliste setzen lassen.

Zitate wie diese hier habe ich geliebt:

„[Ms Hempel erklärt:] ‚Jeder tut als Kind interessante Dinge.‘

‚Und schlechte Dinge – wie Toby“‚

‚Und schlechte Dinge. Wie wir alle – auch wenn es nicht alle zugeben.‘

Die Kinder warteten kurz, als müssten sie der Höflichkeit halber so tun, als verdauten sie die Information erst.

‚Haben Sie schlechte Dinge getan, Ms Hempel?‘

Das hätte sie kommen sehen müssen.

‚Nun. Denkt logisch. <Alle> schließt mich mit ein, oder nicht?‘

Gierig beugten sich die Kinder vor: ‚Welche schlechten Dinge denn?‘ Die Hinterbeine ihrer Stühle hoben sich.“ (S. 50)

Doch Miss Hempel unterstützt nicht nur die Jugendlichen im Erwachsenwerden, sondern muss sich auch selber noch damit auseinander setzen. Und genauso wie Miss Hempel schwebt auch die Handlung – wenn man denn überhaupt von einer solchen sprechen kann – in der Luft: Es war mir oft unklar, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln sollte und würde. Die unterschiedlichsten Themen wurden angesprochen und dies zumindest für mein Dafürhalten zu zusammenhangslos. Einige Themen haben mich kaum bis gar nicht interessiert.

Vielleicht habe ich das Buch auch nicht in seiner vollen Komplexität verstanden, denn es ist doch mehr „höhere Literatur“ als ich sonst lese.

Im Großen und Ganzen stehe ich dem Buch nach dem Lesen sehr zwiegespalten gegenüber: In den Passagen, in denen es um die Lehrerin Miss Hempel und ihr Verhältnis zu ihren Schülern ging, habe ich das Buch förmlich in mich aufgesogen, musste schmunzeln und habe einmal fast meine Haltestelle in der Bahn verpasst. Der Rest des Buches konnte mich allerdings so gar nicht begeistern und hat mich streckenweise sogar gelangweilt. Und so vergebe ich 4 von 10 Sternen.

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Die überaus talentierte Miss Hempel – Sarah Shun-lien Bynum – Hardcover mit SU – 233 Seiten – 19,99 € – ISBN-13: 978-3100096395 – erschienen: März 2012 (Fischer)

[Rezension] „Eine wie Alaska“ von John Green

Eine wie AlaskaInhalt:

Miles ist 16 und hat kaum Freunde. Das ändert sich schlagartig, als er auf ein Internat wechselt. Dort lernt er nicht nur seinen Zimmergenossen und zukünftigen besten Freund Chip – genannt Colonel – kennen, sondern auch die bezaubernde, wenn auch etwas launische Alaska, in die sich Miles auf den ersten Blick verliebt.

Miles fängt an richtig zu leben, er raucht, er plant Streiche, er bekommt seine erste Freundin und ist so richtig mittendrin, bis plötzlich ein entscheidendes Ereignis alles verändert.

Meine Meinung:

Vor kurzem habe ich von John Green „Paper Towns“ (dt. „Margos Spuren“) gelesen und war hin und weg von diesem Buch. Doch wurde mir direkt von mehreren Seiten gesagt, dass „Eine wie Alaska“ noch besser sein soll.

Direkt auf den ersten Seiten war ich in der Handlung gefangen. Ich liebe den Humor des Autors, der insbesondere in der ersten Hälfte des Buches zum Ausdruck kommt. Auch Miles und seine Freunde, die auf ihre uncoole Art total cool sind, waren mir schnell sympathisch.

Mein Problem war da eher, dass ich Alaska nicht so unbedingt in mein Herz schließen und deswegen auch Miles‘ Schwärmereien nicht unbedingt so nachvollziehen konnte.

Schon zu Beginn des Buches wird dem Leser klar, dass etwas Großes passieren wird. Die Kapitelüberschriften gleichen einem Countdown. So ist das erste Kapitel zum Beispiel mit „einhundertsechsunddreißig Tage vorher“ überschrieben und als Leser fragt man sich natürlich, was denn am Tag Null passieren wird. Doch ehrlich gesagt hat sich bei mir keine all zu große Spannung aufgebaut.

Ohne das große Ereignis nennen zu wollen, ist es nicht ganz einfach die zweite Hälfte des Buches zu charakterisieren. Ich kann vielleicht nur so viel sagen, dass ab dann ein etwas ernsterer und teilweise fast schon philosophischer Ton angeschlagen wird, der mir persönlich weniger zugesagt hat als die erste Hälfte. Trotzdem konnte mich die Handlung auch nicht zu Tränen rühren, wie es mir prophezeit wurde. Und dass obwohl ich eigentlich jemand bin, der öfter und auch gerne mal ein kleines Tränchen beim Lesen verdrückt.

Im Großen und Ganzen muss ich sagen, dass mich „Eine wie Alaska“ längst nicht so überzeugt hat, wie es mir vorhergesagt wurde. Ich hätte gerne mehr von dem Humor und dem Roadtrip-Feeling aus „Paper Towns“ gehabt. Das soll nicht heißen, dass ich die Geschichte nicht gerne gelesen hätte, aber gerade im Vergleich mit meinem ersten John Green kann ich diesem hier nur 7 von 10 Sternen geben.

stern 7

Eine wie Alaska – John Green – Taschenbuch – 304 Seiten – 8,95 € – ISBN-13: 978-3423624039 – erschienen: Juni 2009 (DTV)

[Rezension] „Paper Towns“ von John Green

PapertownsInhalt:

Quentin und Margo waren zu Kindertagen nicht nur Nachbarn, sondern auch gute Freunde. Jetzt sind beide fast mit der Highschool fertig und haben eigentlich kaum noch was miteinander zu tun. Margo gehört zu den Coolen, während Quentin zwar auch seine Clique hat, aber Margo immer nur aus der Ferne bewundern kann.

Das ganze ändert sich, als Margo eines Nachts an Quentins Fenster klopft und ihn auf einen Ausflug entführt, der für Quentin alles ändert. Doch am nächsten Tag ist Margo verschwunden. Gemeinsam mit seinen Freunden versucht Quentin die Spuren, die Margo anscheinend für ihn hinterlassen hat, zu verstehen und sie zu finden.

Meine Meinung:

Mein erster John Green und mit Sicherheit nicht mein letzter!

Überall höre ich, dass die Leute den Autor toll finden, aber „Paper Towns“ (dt. „Margos Spuren“) nicht sein bestes Buch ist. Ich frage mich: Wie toll müssen denn dann die anderen Bücher sein?

Ihr seht: Ich bin total begeistert und das, obwohl mir das Ende nicht hundertprozentig gefallen hat. Und dass ich Bücher trotz eines nicht ganz zufrieden stellenden Endes toll finde, hat absoluten Seltenheitswert.

„Paper Town“ einzuordnen ist wirklich schwierig. Es ist eine gelungene Mischung aus Jugend-Teenie-Buch und Abenteuer-Detektiv-Roadmovie-Roman gewürzt mit einer satten Prise an Humor, garniert mit ganz viel Weisheit.

Für mich hat das Buch vor allem durch seine sympathischen Hauptfiguren und durch den wirklich grandiosen Humor gewonnen. Ich habe mich nicht nur einmal vor lauter Lachen verschluckt.

Ich finde, dass es John Green außerordentlich gut gelungen ist, den Leser mit in die Geschichte zu ziehen. Ich wollte genauso wie Quentin wissen, warum Margo verschwunden ist, war genauso wie er total aufgeregt, manchmal aber auch nachdenklich. Ich mag seine Freunde und möchte gerne mit ihnen gemeinsam ein tolles Abenteuer erleben.

Wirklich faszinierend ist, wie der Autor es schafft, in so ein Buch auch noch sensible Themen wie die Identifikationsfindung, Selbst- und Fremdwahrnehmung einzubinden, ohne dass es anstrengend wird oder den Lesefluss stört.

Für das für mich nicht vollends befriedigende Ende gibt es von mir einen Stern Abzug: 9 von 10 Sternen also und damit eine absolute Leseempfehlung.

stern 9

Anmerkung: Der deutsche Titel lautet „Margos Spuren“.

Paper Towns – John Green – Taschenbuch – 320 Seiten – 8,40 € – ISBN-13: 978-0142414934 – erschienen: September 2009 (Speak Verlag

[Rezension] „Zehnte Klasse“ von Joseph Weisberg

Zehnte KlasseInhalt:

Jeremy kommt nach den Sommerferien in die zehnte Klasse. Endlich ist er kein Freshman mehr. Im letzten Jahr gefiel ihm vor allem das kreative Schreiben in der Schule gut. Und so schreibt er einen Aufsatz über sein zehntes Schuljahr: über neue und noch neuere Freunde, über Mädchen in Kimonos, über Rückenmassagen und den unglaublich tollen Anblick von Titten.

Meine Meinung:

Uff, mir fällt es wirklich schwer, dieses Buch zu bewerten. Einerseits ist es ziemlich anstrengend zu lesen, denn der Schreibstil ist bewusst sehr, sehr jugendlich gehalten. Insgesamt ist das zwar realistisch geworden, aber doch vielleicht etwas zu realistisch. Ein weiterer etwas nervender Punkt sind die vielen Tagträume, die die Hauptperson Jeremy ständig hat und die auf mehren Seiten lang detailliert beschrieben werden. Ich denke, jeder Mensch hat diese Tagträume, in denen er für zehn Minuten mal der Held ist. Aber meine Tagträume bleiben dabei meist relativ realistisch und beinhalten nicht unbedingt Außerirdische, die Russenmafia oder ähnliches. 😦

Wenn man von diesen Punkten mal absieht, ist es schon interessant aus der Sicht eines Zehntklässlers das Leben geschildert zu bekommen. Nach einiger Zeit gewöhnt man sich an den jugendlichen Schreibstil und kann die meist interessante Geschichte genießen.

Trotzdem: Wirklich umgehauen hat mich das Buch leider nicht.  Ich gebe dem Buch gerade noch 6 von 10 Sternen.

stern 6