[Geplauder] Herbstferien

Hach ja – ich mag meinen Beruf ja sowieso meistens sehr gerne, aber in der Ferienzeit ist es besonders schön, Lehrerin zu sein. 😉
Meine To-do-Liste an Aufgaben ist zwar ganz schön lang, aber selbstverständlich habe ich auch viele wirklich schöne Dinge vor. So wollen einige Freunde und Bekannte getroffen werden und meinen liebsten Lieblingsbruder werde ich auch besuchen. Da der in Flensburg wohnt, gibt es dann hoffentlich mal wieder ein bisschen Meeresluft (oder zumindest Fördeluft) für mich zu schnuppern.

Außerdem hoffe ich, dass ich mal wieder mehr Ruhe zum Lesen finde. Ich habe mir überlegt, dass ich jeden Tag das Handy für etwa eine Stunde ganz beiseite legen und nur lesen werde. Ich weiß, dass das nach eher wenig klingt, es wäre für mich aber schon ein kleiner Erfolg. Von den Bücher, die sich bei mir noch in ungelesener Form stapeln, habe ich mir gerade mal die folgenden rausgesucht – zumindest für das Foto. Mal sehen, ob es nicht vielleicht ganz andere werden.

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„Jake Djones und die Hüter der Zeit“ lese ich aktuell und bin bereits bei der Hälfte. Bisher konnte es mich noch nicht zu 100% packen, aber das kommt hoffentlich noch. Auch mit „Das Erwachen des Feuers“ bin ich schon relativ weit, hab es dann aber erstmal beiseite gelegt, weil ich etwas Leichteres lesen wollte. Für Erwachsenenfantasy brauche ich meist mehr Konzentration.
Von Giancarlo Gemin habe ich schon „Milchmädchen“ gelesen und bin freue mich schon sehr auf sein neues Buch „Café Morelli“. Lian Hearn kennt man vor allem durch ihre Reihe „Der Clan der Otori“ bekannt geworden. Ihr neuestes Buch „Die Legenden der Shikanoko – Herrscher der acht Inseln“ sieht wunderschön aus. Mal sehen, ob es mich auch inhaltlich überzeugen kann.
Dass ich die Reihe um den eisernen Druiden Atticus sehr mag, ist nichts Neues.  Deswegen  musste gestern bei meinem kleinen Shoppingbummel der 7. Band „Erschüttert“ auf jeden Fall mit. Wie praktisch, wenn sich eine Freundin einen Büchergutschein wünscht und man – leider, leider – in die örtliche Buchhandlung gehen muss. Dass ich da nahezu gezwungen war, mir auch selbst etwas zu kaufen, kann doch vermutlich jeder verstehen, oder? ODER??? 😀

Es gibt übrigens auch noch zwei Bücher, die ich mir unbedingt in den nächsten Tagen noch kaufen möchte: „Phönix“ von Michael Peinkofer und „Hochgradig unlogisches Verhalten“ von John Corey Whaley.

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Seit ein paar Wochen habe ich übrigens ein neues Hobby. Gemeinsam mit einer lieben Freundin habe ich bei der VHS einen Portraitzeichenkurs belegt. Das Zeichnen macht mir unglaublich viel Spaß und so gab es gestern für mich nicht nur dieses tolle Skizzenbuch, sondern auch drei Kohlestifte. Mal sehen, ob ich damit umgehen kann. Bisher habe ich nur mit Bleistift gezeichnet. Wenn ich ein Portrait zeichne, kann ich darin unglaublich gut versinken – und dabei entspannen. Was will man mehr?

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Zwei meiner bisherigen Zeichnungen

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[Rezension] „Salzwassersommer“ von Sharon Dogar

SalzwassersommerInhalt:

Jedes Jahr im Sommer fährt Hal mit seinen Eltern und seinen beiden Schwestern nach Cornwall in das Sommerhaus der Familie. Doch dieses Jahr muss die Reise ohne Hals große Schwester Charlie stattfinden. Denn die liegt nach einem mysteriösen Unfall vor einem Jahr im Koma.

Auf der Insel angekommen lernt Hal ein nettes Mädchen kennen und wünscht sich nichts mehr, als einfach die Zeit mit ihr zu genießen. Doch eine innere Stimme drängt ihn dazu, nachzuforschen, was vor einem Jahr mit seiner Schwester passierte.

Meine Meinung:

Ich habe dieses Buch ganz bewusst im Urlaub an der Nordsee gelesen, in der Hoffnung mich so noch mehr in die Geschichte einfühlen zu können. Insbesondere weil die Atmosphäre und Landschaft sehr anschaulich beschrieben wird, gelang mir das sehr gut.

Die Geschichte wird aus zwei verschiedenen Perspektiven geschrieben. Einmal aus Hals Sichtweise, mal in der Gegenwart, mal in der Vergangenheit ein Jahr zu vor. Die andere Perspektive übernimmt die im Koma liegende Schwester Charlie. Ihre Berichte aus der Vergangenheit konnten mich noch gut überzeugen. Die Berichte aus der Gegenwart hingegen haben mich etwas irritiert. Zwischen Charlie und Hal gibt es nämlich eine sehr enge Verbindung, so dass Charlie durch Hals Augen hindurch die aktuellen Geschehnisse in Cornwall wahrnehmen kann und sogar ansatzweise mit Hal kommunizieren kann. Ich muss gestehen, dass mir das irgendwie etwas zu abgehoben war.

Das Rätsel an sich, nämlich die Suche nach einer Erklärung, warum Charlie damals verunglückte, ist spannend geschrieben. Allerdings gefiel mir persönlich die Aufklärung des ganzen am Ende nicht so gut.

Was ich allerdings als überaus gelungen finde, ist die Beschreibung der Beziehung zwischen Hal und Charlie. Hal steht als kleiner Bruder der selbstbewussten Charlie immer im Schatten seiner großen Schwester. Auch jetzt noch, als Charlie eigentlich gar nicht mehr da ist und nur im Koma liegt. Die Autorin schafft es meiner Meinung nach sehr überzeugend darzustellen, dass man seine große Schwester gleichzeitig lieben und hassen kann.

Ein Buch, das vor allem durch die feinen Personenbeschreibungen und die Beziehungen der Charaktere untereinander lebt. Dadurch, dass mir einige Aspekte zu abgehoben erscheinen, kann ich dem Buch aber leider nur 5 von 10 Sternen geben.

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Salzwassersommer – Sharon Dogar – Hardcover mit Schutzumschlag – 353 Seiten – ISBN-13: 978-3401062242 – erschienen: Januar 2008 (Arena)