[Rezension] „Garten der Wünsche“ von Kristina Valentin

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Kennt ihr das, wenn ein Buch einfach genau zur richtigen Zeit kommt? Wenn es so wunderbar zu eurer Stimmung passt, dass es einfach ein Herzensbuch werden muss? So ging es mir mit „Garten der Wünsche“. Vor einiger Zeit hat Mona von Tintenhain (Das klingt doch wie ein Adelstitel, oder?) das Buch auf ihrem Blog vorgestellt und mich damit total angesprochen.

„Waldbaden erdete.“ (S. 57)

Romys Leben ist total aus den Fugen geraten. So sehr wünscht sie sich ein Kind. Sie läuft von Termin zu Termin in der Kinderwunschklinik, nur noch den nächsten Zyklus und die nächste Chance im Kopf. Doch es will einfach nicht klappen. Sie ist unzureichend. Sie schafft es einfach nicht Mutter zu werden. Und dann trennt sie sich auch noch von ihrem Mann, der behauptet, auch unter der Situation zu leiden. Warum eigentlich? Schließlich ist sie doch diejenige, die am meisten mit ihrer Unzulänglichkeit zu kämpfen hat.

Wie durch ein Zufall hält sie plötzlich die Visitenkarte einer kleinen Pension in den Händen: „Klaras Pension“ in Lindenbühl. Viel mehr Informationen hat sie nicht, doch beschließt sie, sich dort eine Auszeit zu gönnen.

Lindenbühl und vor allem Klaras Pension mit dem riesigen urspünglichen Garten sind irgendwie magisch. Das weiß vor allem Klara und ihre Gäste spüren es Jahr für Jahr. Doch in diesem Jahr ist irgendetwas anders. Der alte Baum, der schon seit Ewigkeiten im Garten steht, verliert plötzlich einen Ast und die Beete werden von Brennnesseln überschwemmt. Und als dann auf dem Nebengrundstück noch ein großer gelber Bagger auftaucht, ist klar, dass Veränderungen anstehen …

„Die Natur war in der Lage, Menschen tief in ihrer Seele zu berühren. Genau darin lag ihre Heilkraft.“ (S. 74)

Es gibt Geschichten, die davon leben, dass man dem Ende entgegen fiebert, dass man wissen möchte, wie alles zusammenpasst oder wie ein Rätsel aufgelöst wird. Und es gibt Bücher wie „Der Garten der Wünsche“. Dem Leser ist schon recht früh klar, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln wird, und kann sie trotzdem genießen. Es geht nicht darum, von den Wendungen überrascht zu werden, sondern darum, die beiden starken Frauen, Romy und Klara, ein Stückchen ihres Lebens zu begleiten. Mit ihnen gemeinsam auf der Bank im Garten zu sitzen, mit ihnen in den Beeten zu graben, Erde an den Händen zu fühlen und abends mit dem wohligen Gefühl ins Bett zu gehen, wirklich etwas geschafft zu haben.

Die Blumen, die Bäume, Frau Amsel und die wilden Wiesen – hierum geht es in diesem wundervollen Buch. Und darum, bei sich anzukommen. Dinge zu akzeptieren und den Moment zu genießen. Achtsam zu sein mit sich und mit anderen. „Garten der Wünsche“ war für mich ein absolutes Wohlfühlbuch. 10 von 10 Sternen.

stern 10

Kristina Valentin ist übrigens das Pseudonym der Autorin Kristina Günak.

Garten der Wünsche – Kristina Valentin – Taschenbuch – 336 Seiten – 9,99 € – ISBN: 978-3-453-35961-1 – erschienen: Mai 2019 (Diana Verlag)

[Glücksmomente] Der eigene kleine Garten mit dem Lieblingsmann

Ich hatte euch ja in meinem letzten Geplauder schon erzählt, dass mein Freund zu mir zieht. Gemeinsam haben wir jetzt in den letzten zwei Wochen aus dem wirklich verwahrlosten Beet neben unserer Terrasse unseren eigenen kleinen Garten gestaltet – mit vielen Kräutern, Rosen, einem hoffentlich bald blühenden Fliederbusch, kleinen Zäunchen und vor allem mit ganz viel Liebe.

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Der Anfang – das pure Durcheinander!

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Harte Arbeit

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Ein Zwischenergebnis, das glücklich macht

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Hach ja …

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So schön!

[Sonntagsgeplauder] 23.8.2015

Buchgeplauder

Auch diese Woche bin ich leider recht wenig zum Lesen gekommen. Der Schulanfang ist einfach stressig. Ständig muss man sich mit irgendwem treffen, um sich abzusprechen, weitere Konferenzen standen auf dem Plan. Zwei Bücher sind es aber dennoch geworden: Zum einen „Hennamond“ von Fatam B. Das Buch habe ich schon seit Jahren von einer Freundin geliehen. Es ist die Autobiografie einer kurdischen Frau, die in zwei Welten aufgewachsen ist: auf der einen Seite stehen ihre Erfahrungen der frühen Kindheit in einem kleinen Dorf in der Türkei, sowie die kurdischen Werte und Normen, die ihre Familie lebt. Auf der anderen Seite lebt sie seit ihrem 9. Lebensjahr in Deutschland und ist auch von der westlichen Welt und ihrem starken Drang nach Unabhängigkeit und Gleichberechtigung geprägt.
Dann habe ich gestern und heute noch das neue Buch von Nina LaCour gelesen: „Eine Woche, ein Ende und der Anfang von allem“. Hierzu wird es auf jeden Fall auch eine Rezension geben: Es ist eine Geschichte, die in mir etwas besonderes ausgelöst hat. Wie lange dieses Gefühl allerdings anhalten wird, weiß ich noch nicht.

Rezensiert habe ich in der letzten Woche zwei Bücher: „Am Ende des Alphabets“ von Fleur Beale und „Das Apgfelkuchenwunder oder die Logik des Verschwindens“ von Sarah Moore Fitzgerald.

Auch diese Woche sind neben drei Unterrichtsmaterialien zum Thema Wattenmeer auch andere Bücher bei mir eingezogen. Zum einen habe ich von meiner Freundin Sarah ein ganz liebevolles nachträgliches Geburtstags- und Examenspäckchen bekommen mit einem tollen Brief, einem sehr passenden Stempel mit dem Schriftzug „Be happy“ und zwei sehr passenden Sachbüchern:

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Ein Buch für die Gärtnerin in mir // Ein Bastelbuch für die Herbst- und Wintertage

Außerdem habe ich mich über zwei tolle Neuerscheinungen gefreut. Ich hoffe, ich finde ganz bald die Zeit, sie zu lesen. Insbesondere über „Klar ist es Liebe“ lese ich bisher nur Positives. Und Fantasy aus der Hobbit Presse ist auch fast immer mein Fall:

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„Klar ist es Liebe“ // „Das eherne Buch“

Lebensgeplauder

Wie ich oben schon angedeutet habe, ist es gerade eher stressig. Dadurch dass ich das letzte Wochenende in Köln war, bin ich mit den Vorbereitungen kaum hinterher gekommen und oft, sobald ich zuhause war, totmüde eingeschlafen. Trotzdem gab es auch viel Schönes: Am Donnerstag habe ich mich mit zwei ehemaligen Kollegen getroffen und war mit ihnen sehr lecker essen. Und Freitag und Samstag habe ich mich meinem Beet gewidmet. Hossa, ist Gartenarbeit anstrengend. Und das auch bei einem so kleinem Beet wie meinem: Erstmal habe ich das zahlreiche Unkraut gejätet, habe alles umgegraben, zwei kleine Wege mit Holzfliesen ausgelegt und dann Gemüse gepflanzt.

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Vorher (schon halb gejätet) und nachher

Wenn nur die Hälfte davon wächst, würde ich mich schon sehr freuenund könnte demnächst zwei verschiedene Salatsorten, Porree, Radieschen, Rosenkohl und Kohlrabi genießen. Auch die hässlichen Pflanzringe habe ich mit winterharten Herbstblumen bestückt.

Bloggereigeplauder

Die Frankfurter Buchmesse steht demnächst wieder an und Phillip hat sich durch die verschiedenen Programme geklickt und einen ganz interessanten Überblick über Lesungen, Signierstunden usw. gepostet.

Sarah hat einen wunderbaren Text darüber verfasst, warum sie gerne schreibt: Kurze Leseeindrücke, aber eben auch mehr, denn das Schreiben macht sie glücklich.

Tina hat die ersten drei deutschen Bände der Sturmlicht Chroniken von Brandon Sanderson rezensiert, ein Autor, der mich bisher mit seinen Jugendbüchern begeistert hat. Ob ich mich auch mal an seine Erwachsenenbücher wage?