[Glücksmomente] Von Tannenbäumen, Lieblingsbüchern und Adventsbäumen

Ich lese zwar im Moment nicht so viel, dass ich euch mit spannenden Rezensionen unterhalten kann, aber ich habe mal wieder einige Glücksmomente zu teilen – ja, sogar mehrere.

Ich LIEBE Weihnachten und die Adventszeit. Richtig, richtig doll. Ich mag es, Plätzchen zu backen, Weihnachtslieder zu hören und schief mitzusingen und ich mag Weihnachtsdeko – am allerliebsten den Weihnachtsbaum. Früher gehörte das Schmücken des Tannenbaums am Morgen des Heiligabends gemeinsam mit meinem Bruder zu den schönsten Momenten an Weihnachten. Zum Glück habe ich einen Mann an meiner Seite, der zum einen Weihnachten auch gerne hat und zum anderen mich gerne glücklich sieht. Und so haben wir schon Anfang November begonnen, unsere Wohnung weihnachtlich zu dekorieren und ein paar Wochen später haben wir unseren ersten gemeinsamen Tannenbaum gekauft. Im Topf natürlich, damit er möglichst lange hält.

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Neulich war ich mit dem Lieblingsmann zum Schnitzelessen in Detmold (Mmmh, das ist fast schon ein eigener Glücksmoment). Auf dem Rückweg waren wir dann noch kurz in einer Buchhandlung, die gegenüber von unserem Parkplatz war. Und dort bin ich über ein Buch gestolpert, von dem ich gar nicht wusste, dass es gerade erschienen ist.

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Die Graphic Novel von einem meiner Lieblingsbücher: „Wer die Nachtigall stört“. Ich weiß noch genau, wie ich das Buch gemeinsam mit meiner Lieblingsnanni damals bei einem Lesemarathon gelesen habe und von der Geschichte total vereinnahmt war. Leider war das einzige im Buchladen vorrätige Exemplar an der Seite ziemlich eingedellt, so dass ich es dort nicht gekauft habe. Aber mittlerweile ist es bei mir angekommen und ich freue mich schon sehr darauf, in diesem Bücherschatz zu lesen und liebevoll über die Seiten zu streicheln.

Ich hatte oben schon erwähnt, dass mein Lieblingsmann mich gerne glücklich macht. (Was kann man sich eigentlich mehr wünschen, als einen Partner, der einen jeden Tag aufs Neue glücklich macht und selbst in den anstrengensten Momenten lächeln lässt?) Auf jeden Fall kam ich neulich nach Hause und in unserem Tannenbaum hing ein von ihm selbstgebastelter Adventskalender. Einige Tage später lagen sogar noch drei Adventsgeschenke darunter. Huiii. Ich bin schon sooo gespannt. Eine Woche noch, bis ich das erste Papierchen entrollen darf. ❤

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In diesem Sinne wünsche ich euch, dass die Adventszeit auch den ein oder anderen Glücksmoment für euch bereit hält. 🙂

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[Rezension] „Sophie Scholl: Die Comic-Biografie“ von Ingrid Sabisch und Heiner Lünstedt

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Den Namen „Sophie Scholl“ haben sicher die meisten schon ein Mal gehört. Vermutlich wissen auch die allermeisten, dass sie Mitglied der Widerstandsbewegung „Die weiße Rose“ war. Sophie kämpfte während des zweiten Weltkriegs unter anderem gemeinsam mit ihrem Bruder gegen den Nationalsozialismus. Im Februar 1943 wurde sie dabei entdeckt, wie sie Flugblätter in der Münchener Universität verteilte. Daraufhin wurde sie der Gestapo übergeben und kurz danach hingerichtet.

„Ich bin nach wie vor der Meinung, das Beste getan zu haben, was ich gerade jetzt für mein Volk tun konnte. Ich bereue daher meine Handlungsweise nicht und will die Folgen, die daraus erwachsen, auf mich nehmen.“ (S. 48)

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Eine Comic-Biographie kann natürlich nicht so im Detail informieren, wie es eine ausführliche und schriftliche Biographie kann. Was aber das vorliegende Buch durchaus kann, ist neugierig machen und einen groben Überblick über das Leben und die Denkweise dieser mutigen, tapferen jungen Frau zu geben. Die nötige historische Grundlage für das Buch entsteht durch den tatsächlichen Briefwechsel zwischen Sophie Scholl und ihrem Verlobten Fritz Hartnagel.

Gerade in der heutigen Zeit, während der aktuellen politischen Situation, in der es scheinbar mehr und mehr in Ordnung ist, auch als Politiker rechte Parolen zu äußern, zeigt die Lebensgeschichte von Sophie Scholl, wie wichtig es ist, laut zu sein, seine Meinung zu äußern und zu gewissen Werten und Idealen zu stehen!

Wer bisher noch nicht so viel von Sophie Scholl weiß, aber Interesse an dem Leben einer tapferen Widerstandskämpferin hat, für den ist diese Comic-Biographie sicherlich ein guter Einstieg. Mich hat das Buch neugierig gemacht. Außerdem bin ich dankbar, dass es Menschen wie Sophie Scholl gibt, die mutig für das einstehen, woran sie glauben.

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Sophie Scholl: Die Comic-Biographie – Ingrid Sabisch und Heiner Lünstedt – Hardcover – 59 Seiten – 19,95 € – ISBN 978-3-86873-807-0 – erschienen: September 2015 (Knesebeck)

[Rund um’s Buch] Graphic Novel gesucht!

u1_978-3-10-397253-5Angeregt durch die vielen tollen Bilder in „Good Night Stories for Rebel Girls“ und dem Portrait über Malala, hatte ich plötzlich Lust, mal wieder eine Graphic Novel auszuprobieren. Irgendwie hatte ich gedacht, es würde zu Malalas Geschichte eine Graphic Novel geben, aber irgendwie bin ich da noch nicht so recht fündig geworden.

Während meiner Suche bin ich aber über das Graphic Diary „Das Tagebuch der Anne Frank“ gestolpert und musste es sofort kaufen. Ich habe heute direkt 50 Seiten davon gelesen und mag es schon sehr.

Nun meine Frage an euch: Welche Graphic Novels kennt und würdet ihr mir empfehlen? Ich freue mich sehr auf eure Tipps!

[Kurzer Leseeindruck] „Wie ein leeres Blatt“ von Boulet & Pénélope Bagieu

Wie ein leeres BlattKlappentext:

Die junge Pariserin Eloise kommt eines Abends auf einer Bank zu sich und weiß nicht mehr, wer sie ist. Langsam erforscht sie ihr eigenes, leider viel zu banales Leben, in dem sie sich weder als Geheimagentin noch als Klon ihrer Selbst oder als Verbrecherin entpuppt. Ohne je herauszufinden, was ihr zugestoßen ist, ergreift sie die Chance und betrachtet ihr Leben noch einmal neu – wie ein leeres Blatt. (Quelle)

Mein Eindruck:

Dieses Buch habe ich mir bestellt, weil es für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2014 nominiert ist. Als ich es im Buchladen abgeholt habe, habe ich erstaunt festgestellt, dass es sich um eine Graphic Novel handelt, also um einen Roman, der im Comicstil illustriert ist. Ich war ganz gespannt, denn dies war meine erste Graphic Novel.

Die Geschichte an sich auf der einen Seite kurz erzählt: Eloise findet sich eines Abends auf einer Bank wieder und weiß nichts mehr über ihre Identität. Im Laufe der Geschichte, versucht sie also mehr über sich selbst und ihre Vergangenheit herauszufinden. Auf der anderen Seite untermalen die Illustrationen von Pénélope Bagieu die Geschichte so wunderbar und vermitteln ganz viel Atmosphärische und Gefühle. Da hat mir ziemlich gut gefallen, auch wenn ich mir mehr Handlung gewünscht hätte.

„Wie ein leeres Blatt“ hat mich überrascht: nicht nur damit, dass es eine Graphic Novel ist, sondern vor allem auch durch das besondere Ende, das mich erst irritiert, dann aber begeistert hat. Der Comicstil birgt in meinen Augen sowohl Vor- als auch Nachteile: Durch die wunderschönen Zeichnungen wird die Stimmung der Geschichte auf eine tolle Weise transportiert, allerdings ist die Geschichte rein inhaltlich dadurch nicht so umfassend, wie ich es mir gewünscht hätte.

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„Wie ein leeres Blatt“ war 2014 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.

Wie ein leeres Blatt – Boulet & Pénélope Bagieu – Flexocover mit Gummiband – 208 Seiten – 17,90 € – ISBN: 978-3-551-75109-6 – erschienen: März 2013 (Carlsen) – Altersempfehlung: ab 14 Jahren