„Das Lied von Eis und Feuer 2: Das Erbe von Winterfell“ von George R. R. Martin

Das Erbe von WinterfellReiheninfo:

  1. “Die Herren von Winterfell”
  2. “Das Erbe von Winterfell”
  3. “Der Thron der Sieben Königreiche”
  4. “Die Saat des goldenen Löwen”
  5. “Sturm der Schwerter”
  6. “Die Königin der Drachen”
  7. “Zeit der Krähen”
  8. “Die dunkle Königin”
  9. “Der Sohn des Greifen”
  10. “Ein Tanz mit Drachen”

Weitere Bände sind in Arbeit.

Die Rezension kann leichte Spoiler zum ersten Teil enthalten!

Klappentext:

Eddard Stark, der Lord von Winterfell, ist dem Ruf seines Königs und alten Freundes Robert Baratheon gefolgt und hat seine kalte Heimat im hohen Norden verlassen, um als Hand – als Roberts Berater und Stellvertreter – zu dienen. Eddard ist ein geradliniger, tapferer und aufrechter Mann, der sich jeder Gefahr mit dem Schwert entgegenstellen würde – doch die Ränke der Mächtigen bei Hof sind nichts, was man mit einem Schwert bekämpfen kann. Auch dann nicht, wenn man die Hand des Königs ist … (Quelle: Blanvalet)

Meine Meinung:

Ich habe schon angekündigt, dass ich zu den Büchern immer nur – wenn überhaupt – kurze Leseeindrücke schreiben möchte, weil ich mich sonst nur wiederholen werde. Das kommt mir gerade sehr gut zupass, denn das Buch habe ich schon vor einigen Monaten gelesen und kann mich nicht mehr ganz detailliert erinnern.

Was ich noch weiß: Ich habe auch den zweiten Band voller Begeisterung gelesen. Langsam kommt das fantastische Element etwas mehr heraus, aber wirklich immer noch ziemlich dezent. Grundsätzlich liest sich auch dieser Teil noch wie ein spannender Mittelalterroman mit den typischen Intrigen, Kriegen und Bündnissen.

Was ich schon jetzt gleichzeitig zu schätzen und zu fürchten gelernt habe, ist die Tatsache, dass Martin mit seinen Charakteren absolut nicht zimperlich umgeht. So weiß man nie, wem welches Schicksal zustößt, was das Lesen unheimlich spannend macht (aber zuweilen auch traurig).

Insgesamt: ein toller zweiter Band, den ich gerne gelesen habe. Kurz und knapp vergebe ich wieder 8 von 10 Sternen.

stern 8

Das Lied von Eis und Feuer 2: Das Erbe von Winterfell – George R.R. Martin – Taschenbuch – 544 Seiten – 15,00 € – ISBN-13: 978-3442267811 – erschienen: März 2011

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„Vango – Zwischen Himmel und Erde“ von Timothée de Fombelle

VangoReiheninfo:

  1. „Vango – Zwischen Himmel und Erde“
  2. „Vango – Prinz ohne Königreich“

Klappentext:

Paris, 1934. Zusammen mit vierzig anderen weiß gekleideten Männern wartet Vango, 19 Jahre, ausgestreckt auf den Pflastersteinen vor Notre-Dame auf seine Priesterweihe. Doch dazu kommt es nicht. Vango muss fliehen. Mord wird ihm vorgeworfen. Eine waghalsige Verfolgungsjagd beginnt, die Vango über die Dächer von Paris bis an den Bodensee und an Bord eines Zeppelins nach Sizilien führt, weiter auf die äolischen Inseln seiner Kindheit und schließlich nach Schottland zu seiner großen Liebe, der geheimnisvollen Ethel. Immer auf der Flucht und getrieben von der Frage: Wer bin ich? Denn Vangos Herkunft ist auch ihm selbst ein Rätsel … und scheint doch der Schlüssel, um dahinterzukommen, wer genau ihm nachsetzt und vor allem warum seine Verfolger so umbarmherzig sind. (Quelle: Gerstenberg Verlag)

Meine Meinung:

Der Klappentext hörte sich für mich nicht wirklich spannend an. Auch dieses Buch habe ich eigentlich nur gelesen, weil es für den DJLP nominiert wurde. Zum Glück wurde es nominiert, denn sonst hätte ich ein wirklich grandioses Buch verpasst.

Schon nach wenigen Seiten war mir klar, dass hinter der Geschichte um Vango viel mehr steckte, als zunächst angenommen. Der Autor hat die wunderbare Fähigkeit, mit wenigen Worten unendlich viel auszudrücken. Er kreiert eindringliche Personen- und Situationsbeschreibungen und damit eine unheimlich einnehmende Atmosphäre.

Obwohl die Geschichte in vielen kleinen Zeitsprüngen geschildert wird, ist das Einordnen der einzelnen Kapitel nie schwer. Sie sind alle immer mit Jahreszahlen überschrieben und auch ohne diese, findet man als Leser leicht die richtige Zeit und den richtigen Zusammenhang. Die Zeitsprünge haben mich also gar nicht gestört. Im Gegenteil: Sie tragen nur zur Spannung und zu dem Gefühl bei, einzelne Puzzle-Teile zusammenzusetzen.

Was mich an dem Buch am meisten fasziniert hat, ist die Tatsache, dass es sich so gar nicht in eine der typischen Genre-Schubladen stecken lässt. Es ist gleichzeitig Roman und Jugendbuch, Kriegsgeschichte und Abenteuerroman, Krimi und Liebesgeschichte. Und eigentlich noch vieles mehr! Und so habe ich Seite um Seite mit Vango mitgefiebert, war mit ihm gemeinsam auf der Suche nach der Vergangenheit und dem Grund für seine Verfolgung.

Ich bin vollauf begeistert von diesem tollen, vielschichtigen Buch und kann nur jedem raten, es auch zu lesen. Denn so komplex wie es ist, spricht es sicherlich eine große Bandbreite an Lesern an. Ich freue mich auf den zweiten und finalen Band „Vango – Prinz ohne Königreich“ und auf die „Tobie Lolness“-Reihe, die ich schon oft gesehen, aber bisher nicht diesem Autor zugeordnet habe. 9 von 10 Sternen.

stern 9

Dieses Buch wurde 2012 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.

Vango – Zwischen Himmel und Erde – Timothée de Fombelle – Hardcover – 400 Seiten – 16,95 € – ISBN-13: 978-3836953658 – erschienen: März 2012 (Gerstenberg) – Altersempfehlung: ab 12 Jahre

„Das Lied von Eis und Feuer 1: Die Herren von Winterfell“ von George R. R. Martin

Die Herren von WinterfellReiheninfo:

  1. „Die Herren von Winterfell“
  2. „Das Erbe von Winterfell“
  3. „Der Thron der Sieben Königreiche“
  4. „Die Saat des goldenen Löwen“
  5. „Sturm der Schwerter“
  6. „Die Königin der Drachen“
  7. „Zeit der Krähen“
  8. „Die dunkle Königin“
  9. „Der Sohn des Greifen“
  10. „Ein Tanz mit Drachen“

Weitere Bände sind in Arbeit.

Inhalt:

„Der Winter naht!“

So heißt es bei den Starks auf Winterfell, wenn wieder düstere Zeiten anstehen. Und das scheint wirklich der Fall zu sein, der Winter naht tatsächlich. Zunächst wird Ned von seinem König in die Hauptstadt befohlen, um als seine rechte Hand tätig zu werden. Doch dort droht ihm mehr Gefahr als Ruhm. Und diese Gefahr scheint vor allem von Seiten der Königin auszugehen. In einem Netz voller Intrigen ist nie klar, wem man wirklich trauen kann.

Meine Meinung:

Jetzt ist es endlich soweit. Diese Fantasy-Reihe wollte ich schon lange lesen, nun ist endlich der richtige Zeitpunkt gekommen. Da es im Deutschen bisher zehn Bände zu dieser Reihe gibt, habe ich mir vorgenommen, die Rezensionen eher knapp zu halten. Vielleicht kann ich so vermeiden, mich zu oft zu wiederholen.

Als ich das Buch aufschlug, habe ich noch kurz überlegt, was ich über diese Reihe überhaupt weiß: Mir war klar, es ist eine Fantasy-Reihe, aber ich wusste überhaupt nicht, worin das fantastische Element überhaupt besteht. Im ersten Band wird es meiner Meinung nach auch nur angedeutet und so bin ich wirklich sehr gespannt auf die Umsetzung in den nächsten Bänden.

Martin kann wirklich toll erzählen. Er schafft ein sehr komplexes Gebilde an interessanten Personen, Handlungssträngen, spannenden Settings und politischen Gegnern. Besonders fasziniert bin ich davon, wir der Autor es schafft, in mir Sympathien für verschiedene Protagonisten zu erwecken, um mir dann ein paar Seiten später deutlich zu machen, dass eben diese erbitterte Gegner sind. Spannend!

Ich bin begeistert und freue mich auf die folgenden Bände. Der zweite ist schon bestellt und wird hoffentlich bald ankommen, die Bände drei und vier habe ich heute vorsichtshalber schon mal in einer Buchhandlung mitgenommen. Es soll ja kein Engpass entstehen.

Ich vergebe erstmal 8 von 10 Sternen für den interessanten Einstieg in eine neue, mittelalterlich angehauchte (Fantasy-)Welt. Die zwei Sterne ziehe ich nur ab, um für die folgenden Bände noch Luft nach oben zu haben, denn ich vermute, die werde ich brauchen.

stern 8

Das Lied von Eis und Feuer 1: Die Herren von Winterfell – George R.R. Martin – Taschenbuch – 576 Seiten – 15,00 € – ISBN-13: 978-3442267743 – erschienen: Dezember 2010 (Blanvalet)