[Rezension] „Die Zauberer“ von Michael Peinkofer

Die ZaubererReiheninfo:

  1. „Die Zauberer“
  2. „Die Zauberer: Die erste Schlacht“
  3. „Die Zauberer: Das dunkle Feuer“

Klappentext:

Der Große Krieg hat den Kontinent Erdwelt nahezu vernichtet. Inzwischen herrschen Elfenkönige gemeinsam mit dem Hohen Rat der Zauberer über das Land. Ihre Aufgabe ist es, den Frieden zu wahren. Doch finstere Verschwörer streben nach Macht. In diesen ungewissen Zeiten ruht die Hoffnung aller ausgerechnet auf drei jungen Novizen: der verführerischen Elfin Alannah, dem ehrgeizigen Elf Aldur und dem undurchsichtigen Menschen Granock. Ihre Ausbildung zum Zauberer hat gerade erst begonnen. Der Krieg aber steht unmittelbar bevor … (Quelle)

Meine Meinung:

Vor einiger Zeit schon hatte ich das Buch gelesen, nun, da ich den zweiten Teil lesen wollte, habe ich den ersten nochmal als Hörbuch gehört. Zum Glück, denn ich hatte doch schon viel vergessen.

Den ersten Teil des Buches nutzt Peinkofer, um die verschiedenen Charaktere einzuführen: Alannah und Granock waren mir auf Anhieb sympathisch, während Aldur erstmal sehr arrogant, hochnäsig und gemein daher kommt. Dass Granock der erste Mensch ist, der je eine Ausbildung zum Zauberer genossen hat, ist für den Leser von Vorteil, denn so kann man gemeinsam mit ihm die Welt der Elfen und des Hohen Rates entdecken.

Die drei Novizen stecken eigentlich noch mitten in ihrer Ausbildung, als Gerüchte um ein Massaker sie und ihre Meister in die Ferne nach Arun treiben. Und schon beginnt die erste schwere Aufgabe…

Die Geschichte, die Peinkofer erzählt, ist von Anfang bis Ende spannend. Interessant ist auch, dass man zwischendurch die Handlung auch aus dem Blickwinkel einiger Widersacher erfährt und so manchmal mehr weiß oder ahnt, als die Personen im Buch selber. Besonders schön fand ich die Idee, dass jeder Zauberer seine eigene besondere Gabe hat: So kann Granock beispielsweise die Zeit anhalten, Alannah gebietet über das Eis und Aldur über das Feuer.

„Die Zauberer“ ist ein wirklich interessanter Auftakt zu einem Epos über die Magier von Erdwelt. Johannes Steck gefällt mir als Sprecher von Fantasy-Geschichten auch hier wieder unheimlich gut. Seine Fähigkeit, den einzelnen Personen einprägsame und individuelle Stimmen zu verleihen, ist unglaublich. Ich vergebe sehr gute 7 von 10 Sternen, da ich vermutlich für die Folgebände Luft nach oben brauche.

stern 7

Die Zauberer – Michael Peinkofer – Taschenbuch – 592 Seiten – 9,99 € – ISBN: 9783492267328 – erschienen: Januar 2011 (Piper)

Hörbuchversion: Gekürzte Ausgabe – Sprecher: Johannes Steck – 10 Stunden 6 Minuten

[Hörbuch] „Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner“ von Kerstin Gier

Gelesen von Kerstin GierAuf der anderen Seite ist das Gras viel grüner

Inhalt:

Eigentlich ist Kati sehr glücklich mit Felix, aber der Alltag macht eben auch nicht vor der ganz großen Liebe halt. Und als dann der gutaussehende und so aufregende Mathias in ihr Leben kommt, fragt sich Kati, ob sie mit diesem nicht viel glücklicher wäre. Und schwupps: Durch einen Unfall hat Kati die Chance, ihr Leben noch einmal zu leben, sie startet ganz neu, vor fünf Jahren, an dem Tag, an dem sie Felix eigentlich kennengelernt hätte.

Meine Meinung:

Die Geschichten von Kerstin Gier sind einfach immer nett. „Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner“ reiht sich gekonnt in die Müttermafia-Erfolge der Autorin ein. Ich hatte das große Vergnügen, das ungekürzte Hörbuch, gelesen von Kerstin Gier höchstpersönlich, zu hören. Ich glaube, dies war nochmal ein besonderes Schmankerl, denn durch ihr Vorlesetalent, ihre Freude am Stimmenverstellen und ihrer sympathischen Art hat die Autorin die sowieso schon tolle Geschichte noch ein Stückchen lustiger gemacht. Für Fans von Marian Keyes!

Begeisterte 9 von 10 Sterne!

stern 9

Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner – Kerstin Gier – ungekürzte Ausgabe – 7 Stunden 41 Minuten – 23,25 € – erschienen: Dezember 2011 (Audible)

[Hörbuch] „Legend – Fallender Himmel“ von Marie Lu

Sprecher: Julian Greis / Patrycia ZiolkowskaLegend

Reihe:

  1. „Legend – Fallender Himmel“
  2. „Legend – Schwelender Sturm“
  3. dt. Titel ist noch unbekannt

Inhalt:

Day wird in der gesamten Republik gesucht, er ist quasi der Staatsfeind Nummer 1. Täglich gibt es Suchmeldungen über ihn, doch eigentlich weiß keiner, wie er aussieht. Man weiß nur, dass er dem System ein ums andere Mal entwischt ist und nun auf der Straße lebt.

An ihrer Universität ist auch June weit bekannt. Sie ist die einzige, die den Einstufungstest, den alle Zehnjährigen absolvieren müssen, mit voller Punktzahl beendet hat. Obwohl sie schon im Alter von 15 Jahren kurz vor dem Abschluss ihrer Militärausbildung steht, ist man dort nicht immer ganz zufrieden mit ihr: Sie ist zu trotzig, strebt immer höhere Leistungen an, lässt sich von nichts aufhalten und bricht dabei die ein oder andere Regel. Als ihr Bruder bei einem Einsatz ums Leben kommt, schwört June Rache und macht sich auf, um den Mörder zu finden: Day!

Meine Meinung:

Ich weiß nicht genau, ob ich froh oder traurig sein soll, dass ich die Geschichte von Day und June erst jetzt gehört habe. Froh, weil nun die Wartezeit bis zum Erscheinen des zweiten Bandes  nicht mehr so lang ist? Oder traurig, weil ich Day und June erst jetzt kennengelernt habe?

„Legend – Fallender Himmel“ ist eine großartige Dystopie, die sich für mich vor allem durch die wunderbar konzipierten Charaktere und die Figurenkonstellation von anderen Dystopien abhebt. June und Day sind beide auf ihrer Weise so stark und beeindruckt, klug und einfühlend. Und doch sind sie Gegenspieler, seit June geschworen hat, Day zu jagen.

„Ich werde dich finden. Ich werde die Straßen von Los Angeles nach dir durchkämmen. Jede Straße der Republik, wenn es sein muss. Ich werde dich in die Irre führen und überlisten, ich werde lügen, betrügen und stehlen, um dich zu finden, dich aus deinem Versteck zu locken und dich jagen, bis es keinen Ort mehr gibt, an den du fliehen kannst. Das verspreche ich dir: Dein Leben gehört mir.“ (Klappentext)

Die Handlung an sich ist simpel und doch fand ich sie unheimlich spannend. Schnell ist klar, dass June und Day, obwohl sie unerbittliche Gegner sind, einen gewissen Reiz aufeinander ausüben. Noch interessanter wird dies dadurch, dass die Geschichte abwechselnd aus der Sicht der beiden Protagonisten erzählt wird, so dass der Leser/Hörer immer etwas mehr weiß, als die beiden Hauptpersonen jeweils selbst.

Der erste Teil dieser Trilogie hat mir wirklich sehr gut gefallen. Natürlich gleichen sich die Dystopien auf dem aktuellen Markt alle ein wenig, aber diese hier hat das, was ich an Büchern so liebe: Tolle, mutige Charaktere.

Das Hörbuch:

Eigentlich höre ich meist nur Hörbücher von Büchern, die ich schon kenne. „Legend – Fallender Himmel“ war mir vorher unbekannt. Und obwohl dies eine leicht gekürzte Fassung ist, hatte ich nie das Gefühl, dass mir ein Stückchen Inhalt oder die nötige Atmosphäre fehlte.

Mir haben beide Sprecher – Day wird von Julian Greis gesprochen und Patrycia Ziolkowska spricht June – außerordentlich gut gefallen und sie haben den Personen noch mehr Tiefe und Facetten verliehen, vor allem, weil beide Sprecher in meinen Augen sehr wandlungsfähig sind und so die einzelnen Stimmungen, Gedanken und Gefühle von Day und June gut Ausdruck verleihen konnten. Das Hörbuch ist also insgesamt sehr empfehlenswert.

stern 9

Hier findet ihr eine nette deutsche Seite zu dem Buch, inklusive Trailer, Informationen über die Autorin und die beiden Hauptcharaktere.

Legend – Fallender Himmel – Marie Lu – 6 CD – 7:45 Stunden – 19,95 € – ISBN-13: 978-3942587372 – erschienen: September 2012 (Hörcompany) – Altersempfehlung: 13-16 Jahre

[Hörbuch] Ich. darf. nicht. schlafen.“ von S. J. Watson

Gelesen von Andrea SawatzkiIch darf nicht schlafen

Inhalt:

Als Christine aufwacht, kann sie sich an nichts mehr erinnern. Beim Blick in den Spiegel erschrickt sie, hatte sie doch eine sehr viel jüngere Frau erwartet. Ihr Mann erzählt ihr, dass sie bei einem Unfall ihre Erinnerungen verloren hat und jedem Morgen nach dem Aufstehen nicht mehr weiß, was sie am Tag zuvor erlebt hat. Eine schreckliche Aussicht!

Doch dann erhält sie einen Anruf von ihrem Psychologen, der sie – wie jeden Tag – daran erinnert, dass sie Tagebuch führt. Beim Lesen erfährt Christine einiges über die letzten Wochen, doch wirft das Tagebuch auch Fragen auf. Fragen, die ihr ganzes Leben beeinflussen könnten.

Meine Meinung:

Zunächst liest sich der Inhalt dieser Geschichte wie ein typischer Thriller: Frau mit Gedächtnisverlust sucht nach ihrer Vergangenheit.

Das Besondere an diesem Buch: Christine hat nicht einfach nur ihrer Vergangenheit vergessen, sondern vergisst nach dem Schlafen auch jedes Mal auf neue ihre Gegenwart. Ein Gedanke, der gleichzeitig schockiert und fasziniert.

Die Geschichte an sich ist durch einige Zeitsprünge gekennzeichnet. Die Rahmenhandlung findet in der Gegenwart statt und wird unterbrochen durch die Tagebucheinträge, die Christine nach und nach liest. So weiß der Leser/Hörer immer genauso viel wie die Hauptperson. Auch ich war mir lange unklar, in welche Richtung sich die Handlung entwickeln würde.

Insgesamt war das Hörbuch nett zu hören, aber auch nichts besonderes. Ein großes Highlight ist natürlich Andrea Sawatzki, die mal wieder mehr als überzeugt. Ich glaube, ich würde mir selbst das Telefonbuch vorlesen lassen, wenn Frau Sawatzki das tun würde.

Wer Lust auf einen netten Thriller für zwischendurch hat, der den Leser wie die Hauptperson lange Zeit vor ein Rätsel stellt, der greife bitte zu „Ich. darf. nicht. schlafen.“. Ich vergebe 6 von 10 Sternen.

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Ich. darf. nicht. schlafen. – S.J. Watson – Leserin: A. Sawatzki – autorisierte Lesefassung – 16,95 € – ISBN: 978-3-8398-1105-4 – 6 CDs – 469 Minuten – erschienen: September 2011 (Argon)

[Hörbuch] „Indigosommer“ von Antje Babendererde

indigosommer-hoerbuchGelesen von Muriel Baumeister und Phillip Baltus

Inhalt:

Smilla ist gerade die ersten Tage als Austauschschülerin in den USA, als ihre beiden Gastgeschwister zu einem Surftrip nach „La Push“ aufbrechen. Smilla schließt sich der Surferclique an, muss dann aber feststellen, dass sie irgendindigosommer-hoerbuchwie nicht zu den alkohol- und jointskonsumierenden Jugendlichen passt. Viel mehr wird sie von dem Indianerjungen Conrad angezogen, doch ein dunkles Geheimnis überschattet den Aufenthalt im Surferparadies…

Meine Meinung:

Eine schöne Geschichte, ein schönes Hörbuch. Die Handlung an sich war zwar zu großen Teilen vorhersehbar, aber trotzdem nett und unterhaltsam. Mir hat das (Hör-)Buch zwar nicht so gut gefallen wie „Libellensommer“, aber trotzdem freue ich mich schon jetzt auf „Die verborgene Seite des Mondes“, was noch bei mir im Regal steht.

Das erste Mal ein Hörbuch mit zwei verschiedenen Lesern, da die Kapitel sowohl aus Smillas, als auch aus Conrads Sicht geschildert werden. Ich konnte Muriel Baumeister besser zuhören, als ihrem männlichen Gegenpart, der meiner Meinung nach eine schon zu erwachsene Stimme hatte, um Conrad lesen zu können. Trotzdem haben beide die Geschichte gut rübergebracht.

stern 7