[Rezension] „Café Morelli“ von G. R. Gemin

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Vor wenigen Minuten habe ich die letzten Seiten von „Café Morelli“ gelesen – und zwar mit Tränen der Rührung in den Augen. Hinter diesem wunderschönen Cover verbirgt sich ein echtes Herzensbuch.

Das Café Morelli ist schon seit vielen Generationen in Joes Familie. Schon seit sein Urgroßvater vor Jahren aus Italien nach Wales gekommen ist, um dort Arbeit zu finden. Doch mittlerweile läuft das Café nicht mehr richtig. Und so überlegt Joes Mutter, das Café zu verkaufen. Doch Joe liebt das Café und lässt nichts unversucht, um das Erbe seiner Familie zu retten …

Ich kann gar nicht ganz in Worte fassen, was dieses Buch so wundervoll macht. Ich glaube, es ist die Hoffnung, die die Geschichte vermittelt. Du musst nur fest genug an etwas glauben, dann wird es dir auch gelingen. Es ist aber auch das Gefühl von einem schönen Miteinander, davon, dass man sich gegenseitig helfen muss, um wirklich glücklich zu sein. Es ist die Tatsache, dass in diesem Buch, die heutige Geschichte so gekonnt mit der Geschichte von Joes Urgroßvater verknüpft wird, der im zweiten Weltkrieg plötzlich inhaftiert wird, nur weil er Italiener ist. Und nicht zuletzt ist dieses Buch vermutlich so berührend, weil man das Herzblut spürt, das G. R. Gemin in die Geschichte gesteckt hat.

Herzensbücher bekommen selbstverständlich 10 von 10 Sternen!

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Café Morelli – G. R. Gemin – Hardcover mit SU – 272 Seiten – 17,50 € – ISBN: 978-3-551-56043-8 – erschienen: September 2017 (Königskinder) – Übersetzung: Gabriele Haefs

 

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[Rezension] „Maria, ihm schmeckt’s nicht“ von Jan Weiler

Maria, ihm schmeckt's nichtInhalt:

Als der Ich-Erzähler beschließt, um die Hand seiner Freundin Sara anzuhalten, ahnt er noch nicht, dass er damit in eine italienische Großfamilie einheiraten wird. Insbesondere Schwiegervater Antonio, vor dem er erst ein wenig Angst hatte, fasziniert ihn. Und das beruht auch auf Gegenseitigkeit. Antonio liebt ihn: „Iste eine liebe Jung“. Toni erzählt ihm auf einer gemeinsamen Italienreise seine bewegte, interessante und lustige Vergangenheit.

Meine Meinung:

Ich kann gut verstehen, warum dieses Buch so beliebt ist: Es lässt sich leicht lesen, die typischen Eigenarten der Deutschen und Italiener werden ohne Rücksicht auf eventuelle Vorurteile auf die Schippe genommen und mit Antonio hat der Leser einen wahren Charaktertypen als Hauptfigur.

Trotzdem konnte mich das Buch nicht fesseln. Ich habe zwar einige Male gelacht, aber für meine Verhältnisse eher wenig. Insgesamt hat mir Handlung im Buch gefehlt. Schön fand ich allerdings den Schlussteil, in dem Jan Weiler etwas ernstere Töne anschlägt und die Schwierigkeiten eines Gastarbeiters in Deutschland beschreibt.

Dieses Buch ist sicherlich für viele Leute lustig, doch trifft es zu wenig meinen Humor, leider nur gut gemeinte 5 von 10 Punkten.

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