[Reihenrezension] „Bigtime“ von Jennifer Estep

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Reiheninformation:

  1. „Karma Girl. Bigtime 1“
  2. „Hot Mama. Bigtime 2“
  3. „Jinx. Bigtime 3“ (erscheint am 3.4.2018)
  4. „A Karma Girl Christmas. Bigtime 3.5“ (bisher nur auf englisch erschienen)
  5. „Nightingale. Bigtime 4“ (bisher nur auf englisch erschienen)
  6. „Fandemic. Bigtime 5“ (bisher nur auf englisch erschienen)

 Bigtime – Die Stadt der Superhelden und Superschurken

Zugegebenermaßen – das Ganze hier eine Reihenrezension zu nennen, obwohl ich bisher nur die ersten beiden Bände gelesen habe, ist etwas mutig. Allerdings finde ich es bei Büchern einer Reihe immer schwierig, jeden Titel einzeln zu rezensieren. Und trotzdem möchte ich euch auch diese Reihe von Jennifer Estep schon jetzt vorstellen.

Wie die Überschrift schon sagt, spielt die Handlung in einer Zeit, in der jede Stadt mindestens einen eigenen Superhelden und einen Superschurken hat. Manche größere Städte wie Bigtime haben sogar mehrere.

Hauptperson des ersten Bandes ist Carmen, eine Zeitungsreporterin. Am Tag ihrer Hochzeit musste Carmen feststellen, dass ihr Verlobter ein Superheld ist. Und ihre Trauzeugin eine Superschurkin. Und dass die beiden Supersex miteinander haben. Seitdem hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, Superhelden zu demaskieren. Und Carmen ist erfolgreich. Superheld um Superheld wird von ihr erkannt und seine wahre Identität veröffentlicht. Den Superschurken ergeht es nicht besser. Doch in Bigtime kommt Carmen an ihre Grenzen: Wer steckt hinter den Fearless Five und wer verbirgt sich hinter dem Trio der Terrible Trinity? Dass Carmen dann noch von der Trinity entführt und für deren Zwecke missbraucht wird, erschwert ihr die Arbeit genauso sehr wie die Tatsache, dass sie sich zu einem der Superhelden der Fearless Five sehr hingezogen fühlt …

Bigtime

Klingt das für euch etwas kitschig und klischeehaft? So ging es mir zumindest. Die Bigtime-Reihe ist anders als die bisherigen deutschen Bücher von Jennifer Estep nicht bei Piper ivi veröffentlicht worden, sondern im Erwachsenenprogramm des Verlages. Das hat vermutlich vor allem mit den vielen leidenschaftlichen Sexszenen zu tun, die es in den Büchern gibt. Diese klingen zwar eher nach einem billigen Groschenroman, sind aber auf jeden Fall unterhaltsam:

„Johnny tauchte in mich ein, als sei ich ein köstliches Dessert, das nur darauf wartete, von ihm verputzt zu werden. Seine Zunge. Seine Finger. Streichelnd. Liebkosend.“ (Hot Mama. Bigtime 2, S. 156)

Eigentlich ging es mir beim Lesen durchgängig so: Die Handlung ist manchmal etwas seicht und die Demaskierung der Superhelden und – schurken gelang mir häufig schneller als z.B. Carmen. Nichtsdestrotz habe ich mich gut unterhalten gefühlt und direkt nach dem ersten Band zum nächsten Teil gegriffen, der dann übrigens nicht mehr Carmen als Hauptperson hat. Soweit ich das bisher erkennen kann, bekommt jedes Buch eine eigene Protagonistin. Das war für mich zwar etwas gewöhnungsbedürftig, brachte dann aber auch nette Abwechslung.

Ich habe „Karma Girl“ und „Big Mama“ wirklich gerne gelesen. Und obwohl ich nicht voll und ganz begeistert bin, freue ich mich schon auf das Erscheinen von „Jinx“ – dem dritten Band der Bigtime-Reihe. Bisher vergebe ich 7 von 10 Sternen!

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Karma Girl – Jennifer Estep – Taschenbuch – 400 Seiten – 12,99 € – ISBN: 978-3-492-28037-2 – erschienen: April 2017 (Piper) – Übersetzung: Vanessa Lamatsch 
Hot Mama – Jennifer Estep – Taschenbuch – 400 Seiten – 13,00 € – ISBN: 978-3-492-28038-9 – erschienen: Oktober 2017 (Piper) – Übersetzung: Michaela Link

 

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[Reihenrezension] „Mythos Acedemy 1-6“ von Jennifer Estep

Reiheninfo:

  1. „Frostkuss“
  2. „Frostfluch“
  3. „Frostherz“
  4. „Frostglut“
  5. „Frostnacht“
  6. „Frostkiller“

Meine Meinung:

Nachdem Gwens Mutter verstirbt, muss Gwen auf ein Internat gehen. Doch die Mythos Acedemy ist kein normales Internat, sondern eine Schule, in der Kriegerinnen und Krieger ausbildet werden, die irgendwann gegen den bösen Gott Loki kämpfen sollen. Und so sitzt Gwen nun Seite an Seite mit Spartanern, Wallküren und Kelten, die alle perfekt im Kämpfen ausgebildet sind. Neben ihnen fühlt sich Gwen eher fehl am Platze, denn ihre Gypsy-Gabe scheint eher unspektakulär: Sie kann beim Berühren eines Gegenstandes oder einer Person Erinnerungen, Gefühle und Gedanken wahrnehmen. Und doch wird Gwens Rolle im Kampf gegen Loki und seine Gefolgschaft eine sehr bedeutende werden …

Nachdem ich von Jennifer Estep die „Black Blade“-Reihe gelesen habe, wollte ich unbedingt mehr leichtlesige Jugendfantasy und die habe ich bekommen. Gwen ist (zumindest in den ersten Bänden) eine ähnlich sympathische Hauptfigur wie Lila. Stur, selbstbewusst und mit einem starken Willen versehen. Das Setting fand ich zunächst etwas ungewöhnlich und gewöhnungsbedürftig, habe mich dann aber schnell an die Vorstellung gewöhnt, dass es viele Wesen, Menschen und Götter der Mythologie in dieser Geschichte wirklich gibt.

Dass mich die Reihe gefesselt hat, kann man schon daran erkennen, dass ich alle sechs Bände innerhalb kürzester Zeit nacheinander gelesen habe. Trotzdem muss ich sagen: Wenn die Geschichte nur in vier Büchern erzählt worden wäre, hätte ich das auch nicht schlimm gefunden. Manche Themen wiederholen sich einfach etwas zu häufig. Trotzdem habe ich gerne Zeit mit Gwen und ihren Freunden verbracht und kann die Reihe durchaus weiterempfehlen. Vielleicht sollte man aber etwas zwischendurch noch das ein oder andere Buch lesen. 🙂

[Rezension] „Black Blade: Das eisige Feuer der Magie“ von Jennifer Estep

Reiheninfo:

  1. „Black Blade: Das eisige Feuer der Magie“
  2. „Black Blade: Das dunkle Herz der Magie“ (noch nicht erschienen)
  3. – Titel und Erscheinungsdatum noch unbekannt –

Klappentext:

Die 17-jährige Lila Merriweather verfügt über außergewöhnliche Talente. Sobald sie einem Menschen in die Augen blickt, kann sie in dessen Seele lesen. Zudem beherrscht die Waise sogenannte Übertragungsmagie – jede auf sie gerichtete Magie macht sie stärker. Doch Lila hält ihre magischen Fähigkeiten geheim, denn sie hat einen nicht ganz ungefährlichen Nebenjob: Sie ist eine begnadete Auftragsdiebin. Das Leben der freiheitsliebenden jungen Frau gerät allerdings aus den Fugen, als sie eines Tages den Sohn eines mächtigen magischen Familienclans vor einem Anschlag rettet und prompt als dessen neue Leibwächterin engagiert wird. Plötzlich muss sich Lila in der magischen Schickeria der Stadt zurechtfinden, wo Geheimnisse und Gefahren an jeder Ecke auf sie warten – ebenso wie ihre große Liebe. (Quelle)

Meine Meinung:

Jennifer Estep ist durch ihre beiden Reihen „Mythos Academy“ und „Elemental Assassin“ sicherlich schon einigen Lesern bekannt. Für mich persönlich war der erste Band ihrer neuen Reihe „Black Blade“ auch mein allererstes Buch überhaupt von ihr. Und so viel kann ich schon verraten: Es wird definitiv nicht das letzte Buch der Autorin gewesen sein, das seinen Weg in meine Regale findet.

Hauptperson ist Lila Merriweather, die sich als magisch begabte Auftragsdiebin durchs Leben schlägt. Ihre Mutter wurde vor einigen Jahren ermordet, die genaueren Umstände erfahren wir im Laufe der Geschichte. Lila ist seitdem ziemlich verschlossen und lässt kaum jemanden an sich heran. Denn wenn man keine Gefühle zulässt, kann man auch nicht verletzt werden.

Genau das war der Grund, warum ich Lila anfangs etwas unsympathisch fand. Sie wirkte auf mich sehr abgebrüht und kaltherzig. Und trotzdem konnte ich mich schon gleich zu Beginn des Buches nicht von den Seiten lösen, denn abgesehen von ihrer Verschlossenheit ist Lila eine tolle Protagonistin: Sie besitzt nicht nur einige ganz besondere und streng geheime magische Talente, sie ist auch ansonsten eine echte Kämpferin. Weibliche, toughe Fantasy-Heldinnen kann es meiner Meinung nach nicht genug geben.

Die Geschichte an sich ist im Bereich der Urban-Fantasy angesiedelt: Mitten in der normalen Welt gibt es die verschiedensten Monster und magiebegabte Menschen. Die Monster stellen für Lila allerdings das kleinste Problem dar. Viel schwieriger ist es, in ihrer Heimatstadt niemanden auf die Füße zu treten. Cloudburst Fall wird nämlich von verschiedenen Familien regiert und die kann man sich schon recht mafiaähnlich vorstellen …

Ich liebe Geschichten, in denen ich versinken kann. „Black Blade: Das eisige Feuer der Magie“ ist genauso eine Geschichte. Die Handlung, die Charaktere, die Schreibweise der Autorin: Hier hat einfach alles gepasst, ohne dass ich genau sagen kann, warum mich dieses Buch so gefesselt hat.

„Black Blade: Das eisige Feuer der Magie“ stellt für mich die perfekte Urban-Fantasy dar: eine toughe Heldin, ein Hauch von Romantik, erbarmungslose Kämpfe und – vor allem – gute Unterhaltung! Jennifer Estep hat einen neuen Fan! 9 von 10 Sternen!

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Black Blade: Das eisige Feuer der Magie – Jennifer Estep – Klappbroschur – 368 Seiten – 14,99 € – ISBN: 978-3-492-70328-4 – erschienen: Oktober 2015 (ivi) – Übersetzung: Vanessa Lamatsch  – Altersempfehlung: 14-17 Jahre