[Momentaufnahme] Warum ich das Lesen so liebe!

Weil es mich glücklich macht.
Weil es mich traurig macht.
Weil es mich fühlen lässt.
Weil es mich die letzten Seiten eines Buches lächelnd und weinend gleichzeitig lesen lässt.

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[Sonntagsgeplauder] 25.10.2015

Buchgeplauder

Ja, die Ferien sind wieder vorbei. Das merke ich leider auch an meinem Lesepensum. Dass ich eine neue Serie für mich entdeckt habe, tut dann ihr übriges 😀

Seit dem letzten Sonntag habe ich „Glück ist eine Gleichung mit 7“ von Holly Goldberg Sloan ( ❤ ) und „Lockwood & Co: Die raunende Maske“ von Jonathan Stroud (auch toll) gelesen.

Aktuell lese ich „Battlemage: Tage des Krieges“ von Stephen Aryan. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, wie gut es mir gefällt, weil ich noch eher am Anfang bin. Aber ich glaube, es kann gut werden.

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Auch diese Woche sind neue Bücher bei mir angekommen. Bei „Fireflight“ von Sanderson handelt es sich um die langersehnte Fortsetzung zu „Steelheart“. „Der Rat der Wächter“ (Link zum Verlag) von Hartley klingt nach einer Mischung aus Narnia und Percy Jackson. Ich freu mich total darauf!

"Firefight" // "Der Rat der Wächter"

„Firefight“ // „Der Rat der Wächter“

Rezensiert habe ich übrigens in dieser Woche „Das Eherne Buch“ und „Layers“, außerdem habe ich einen kleinen Bericht zu meinem Buchmessebesuch geschrieben.

Lebensgeplauder

Die Woche startete genauso anstrengend, wie es vor den Ferien aufgehört hatte. Das hat leider dazu geführt, dass ich jetzt endgültig krank geworden bin. Langsam wird es aber besser: Schlaf, Serien und Nichtstun hilft einfach am besten.

Ich liebe übrigens den Herbst. Mein Kerzenverbrauch ist gerade unglaublich. Aber es gibt doch kaum etwas gemütlicheres als Lesen mit heißem Kakao und Kerzenlicht.

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Ansonsten gibt es diese Woche nichts besonderes zu berichten, einfach weil ich die Tage krank zu Hause verbracht habe. Eigentlich wollte ich eine liebe Freundin und ehemalige Mitbewohnerin besuchen, aber das mussten wir leider verschieben.

Bloggereigeplauder

Mara ist ja beruflich bedingt nach Hamburg umgezogen und hat dort eine neue Heimatbuchhandlung gefunden.

Mareike hat ein total süßes Kinderbuch rezensiert: „Herr Lotti findet ein Paket“.

Binea schwärmt ganz begeistert von „Liebe ist was für Idioten. Wie mich.“.

Moena zeigt uns in ihrer Momentaufnahme, was in Berlin für Leute getan wird, die Zug oder U-Bahn fahren müssen und kein Buch dabei haben. Toll!

[Montagsfrage] Am Stück oder häppchenweise?

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Leider immer mehr häppchenweise… 😦 Ich kann mich nur noch vage daran erinnern, wann ich zuletzt ein Buch wirklich am Stück gelesen habe. Ich glaube bei „Bäume reisen nachts“ war es mal so, ich bin mir aber auch gar nicht sicher. Das liegt zum einen daran, dass ich einfach oft viel zu viel zu tun habe, um ein Buch am Stück zu lesen, und zum anderen daran, dass ich oft einfach sehr müde und erschöpft bin. Das heißt, dann, wenn ich mal Zeit dazu hätte, ein Buch am Stück zu lesen (abends, am Wochenende), dann schlafe ich regelmäßig dabei ein – egal wie gut und spannend das Buch ist.

Dabei liebe ich es, ein Buch am Stück zu lesen und wirklich komplett in der Geschichte zu versinken. Mit den Büchern von Monika Feth geht das immer sehr gut.

Ich achte aber immer darauf, dass die Häppchen nicht zu klein werden. Ich weiß, dass viele in jeder freien Minute das Buch in die Hand nehmen, um 3-5 Seiten zu lesen. Das mache ich nicht, denn damit zerlese ich mir das Buch. Es sind eigentlich schon immer Happen, die ich zu mir nehme. 😉

Aber: In etwa einem Monat fangen die Sommerferien in NRW an, da werd ich einfach die ersten Tage nur schlafen, um dann hoffentlich wach genug zu sein, um das ein oder andere Buch in einem Stück zu verschlingen. 😀

[Montagsfrage] Gibt es Situationen, in denen du nicht lesen kannst?

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Oh ja!!! Viele sogar!!!

Fangen wir mal an mit Hintergrundgeräuschen: Die nerven mich ziemlich schnell, sei es Musik, andere Leute, das regelmäßige Stampfen einer Waschmaschine im Schleudergang… ich bin da ziemlich – äh – pingelig! Vor einigen Monaten hatte ich noch kein Auto und musste regelmäßig längere Strecken mit dem Zug fahren. Dafür gab es dann auch ganz spezielle Zugfahrbücher (fesselnd, sprachlich aber nicht zu anspruchsvoll, keine Fantasy), die ich trotz des Lärmpegels in so einem IC lesen konnte.

Außerdem kann ich ganz schlecht lesen, wenn ich gestresst bin und viele Gedanken im Kopf habe. Also Gedanken à la „Ich muss noch das erledigen und daran muss ich auch noch denken und, oh Gott, bis morgen muss das noch gemacht werden…“. Leider bin ich unter der Woche fast immer in diesem Stadium, wo ich mir dann nur noch ne Serie anschmeiße und irgendwann einschlafe. Mehr geht dann meist nicht.

Außerdem habe ich es in letzter Zeit wirklich oft, dass ich nach dem Beenden eines guten Buches kein neues anfangen mag. Ich kann mich dann einfach für keines entscheiden, finde alle meine Bücher doof und sowieso und überhaupt. 😀 Ein nerviger Zustand!

Ihr seht: Eigentlich ist es ein totales Wunder, dass ich überhaupt jemals zum Lesen komme. 😉

[Geplauder] Einfach mal wieder lesen…

Ich habe immer noch Ferien und eigentlich hatte ich für den Tag heute was ganz anderes geplant: ins Fitnessstudio oder eine größere Runde walken, zu DM, endlich den Schreibtisch aufräumen und meine Steuererklärung machen, am aufgeräumten Schreibtisch puzzlen…
Aber heute morgen hatte ich plötzlich total Lust, endlich mal wieder einen Lesetag zu machen. Und solchen „Gelüsten“ sollte man ja grundsätzlich nachgeben 😉

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[Rezension] „Die souveräne Leserin“ von Alan Bennett

Die souveräne LeserinInhalt:

Schuld sind die königlichen Hunde! Denn nur weil die Hunde den Büchereiwagen von Mr. Hutchings, der jeden Mittwoch vor dem Palast steht, laut anbellen, betritt Ihre Majestät diesen. Sie möchte sich beim Besitzer entschuldigen, denn sie ist ja schließlich eine höfliche Person. Und nur deswegen kommt sie auch in die Verlegenheit, ein Buch auszuleihen. Und noch eins! Und schon hat die Leselust die Queen fest im Griff:

„Sie entdeckte außerdem, wie ein Buch zum nächsten führte, wie sich immer mehr Türen öffneten, wo sie sich auch hinwandte, und dass die Tage für alles, was sie lesen wollte, nicht ausreichten.“ (S. 22)

Meine Meinung:

Was verbindet mehr als das Teilen einer gemeinsamen Leidenschaft? Richtig: nichts! Und so fühle ich mich gerade der Queen sehr verbunden. Und sei es nur der fiktiven Queen von Alan Bennett. Es gelingt dem Autor, dem Leser eine Queen Elizabeth zu präsentieren, wie man sie wohl nicht lieber mögen könnte: Höflich, freundlich, interessiert, fasziniert von der Welt der Bücher. Gesegnet mit einem subtilen Humor, den kaum einer zu bemerken scheint.

Ich zumindest musste beim Lesen oft schmunzeln und war „very amused, indeed“.

Doch muss ich sagen, dass sich die Geschichte, vielleicht auch parallel zu den Lesegewohnheiten der Queen, im Laufe der Zeit ändert. Anfangs war sie überwiegend unterhaltsam. Es gab viele kleine, süße, humorvolle Anekdoten. Nach einiger Zeit allerdings beginnt die Königin mehr und mehr über ihre zunehmend auch anspruchsvolleren Bücher nachzudenken und ich hatte das Gefühl, dass sich dann auch der Grundtenor der Geschichte etwas mehr wandelte. Zwar bleiben die netten kleinen Begebenheiten, doch werden die Gedanken richtig philosophisch. Mir persönlich gefiel die erste Hälfte der Geschichte etwas besser.

Insgesamt ein wirklich schönes, kleines Büchlein, was man sehr gut an einem sonnigen Sonntagvormittag (und auch an anderen Wochentagen) lesen und sich amüsieren kann.

Und wer weiß: Wenn ich das nächste Mal Bilder von der Queen sehe, stelle ich mir vermutlich vor, wie sie im nächsten Augenblick heimlich ein Buch aus ihrer Handtasche zieht, um schnell ein paar Seiten zu lesen.

Ich gebe dem Buch 8 von 10 Sternen.

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Die souveräne Leserin – Alan Bennett – Hardcover – 120 Seiten – 14,90 € – ISBN-13: 978-3803112545 – erschienen: August 2008 (Wagenbach)

[Rezension] „Das Labyrinth der Wörter“ von Marie-Sabine Roger

Das Labyrinth der WörterKlappentext:

Mit Mitte 40 und ohne festen Job haust Germain in einem alten Wohnwagen, schnitzt Holzfiguren, baut Gemüse an und trifft sich ab und zu mit Annette – ob es Liebe ist, kann er jedoch nicht sagen, denn die hat er im Leben noch nie erfahren. Bis er eines Tages im Park die zierliche Margueritte kennen lernt, die dort, genau wie er, die Tauben zählt. Obwohl sie unterschiedlicher nicht sein könnten, sind die beiden bald ein Herz und eine Seele. Die lebenskluge alte Dame ist zudem eine passionierte Leserin, und als sie dem ungeschliffenen Hünen vorzulesen beginnt, eröffnet sich Germain eine völlig neue Welt. (Quelle)

Meine Meinung:

Was für eine wirklich wundervolle Geschichte. Dieses Buch ist so schön, dass ich es einfach jedem empfehlen möchte.

Schon direkt zu Anfang ist dem Leser klar, worauf die Geschichte hinausläuft: nämlich auf die außergewöhnliche Freundschaft zwischen dem eher ungehobelten Germain und der feinen alten Dame Margueritte.

„Ich habe beschlossen Margueritte zu adoptieren. Sie feiert bald ihren sechsundachtzigsten Geburtstag, da sollte man nicht zu lange warten. Alte Leute sterben gerne.

Und wenn ihr dann was passiert – was weiß ich, dass sie auf der Straße hinfällt oder dass man ihr die Handtasche klaut -, werde ich da sein. Ich werde sofort losrennen, die Leute zur Seite schieben und sagen: „Okay! Schon gut, ihr könnt euch verziehen! Ich kümmere mich darum: Das ist meine Großmutter.“ (erste Sätze, S. 5)

Aus diesem Grund liegt das Augenmerk beim Lesen weniger auf einen bestimmten Handlungshöhepunkt gerichtet. Und das ist auch gut so, denn so hat der Leser die Möglichkeit, sich auf die Schönheit der Sprache dieses Buches und der Poesie dahinter zu konzentrieren.

Die beiden Hauptpersonen sind so liebeswürdig gezeichnet und stecken so voller Leben, Gedanken und Weisheit, das ich sie von der ersten Seite an ins Herz geschlossen habe. Doch ist das Buch nicht nur absolut anrührend und bewegend, es steckt auf voller Humor, der mich oft zum Schmunzeln, einige Male auch zum lauten Lachen gebracht hat.

Insbesondere die Naivität Germains gepaart mit seinem liebenswürdigen Charakter bietet das Potential für einige nette Anekdoten, die aber niemals herabwürdigend wirken.

Ich kann nur jedem raten, dieses kleine, feine Büchlein zu lesen. Es beschert dem Leser wunderschöne, lockerleichte Lesestunden. Dass es sich in diesem Buch auch noch um die Faszination von Wörter und Geschichten handelt, war für mich das glorreiche Tüpfelchen auf dem I. Volle Punktzahl!

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Das Labyrinth der Wörter – Marie-Sabine Roger – Taschenbuch – 224 Seiten – 8,95 € – ISBN-13: 978-3423212847 – erschienen: April 2011 (DTV)