[Rezension] „Artemis Fowl: Der Atlantis-Komplex“ von Eoin Colfer

Artemis Fowl 7Reiheninfo:

  1.  „Artemis Fowl“
  2. „Artemis Fowl: Die Verschwörung“
  3. „Artemis Fowl: Der Geheimcode“
  4. „Artemis Fowl: Die Rache“
  5. „Artemis Fowl: Die verlorene Kolonie“
  6. „Artemis Fowl: Das Zeitparadoxon“
  7. „Artemis Fowl: Der Atlantis-Komplex“
  8. „Artemis Fowl: Das magische Tor“

Achtung: Diese Rezension enthält Spoiler zu  den vorherigen Bänden!

Inhalt:

Artemis hat einen großen Plan: Er will sein gesamtes Vermögen in ein Projekt stecken, das die Welt retten soll. Das klingt so gar nicht nach Artemis? Richtig! Artemis ist in diesem Buch auch nicht so ganz er selbst, denn er leidet an der psychischen Krankheit „Atlantis-Komplex“, die Wahnvorstellungen, Zwänge und sogar Persönlichkeitsspaltungen mit sich bringen kann.

Die Persönlichkeitsstörung von Artemis tritt zu einem äußerst ungünstigen Zeitpunkt auf, denn nicht nur die Leitung der ZUP, sondern auch andere Teile des Erdvolkes werden von einer zunächst unbekannten Macht bedroht.

Meine Meinung:

Endlich ist er da: der siebte Teil der Artemis Fowl-Reihe. Ich habe zwar erst vor kurzem begonnen, diese Reihe zu lesen, aber eingefleischte Fans warten seit etwa einem Jahr auf Neuigkeiten von Artemis und dem Erdvolk.

In diesem Buch hat der Leser das große Glück, mit all den lieb gewonnenen Figuren ein neues Abenteuer a la Artemis Fowl zu bestreiten. Nicht nur Butler, der im sechsten Teil eine etwas kleinere Rolle innehatte, ist wieder mit dabei. Er hat dieses Mal auch endlich wieder seine Schwester Juliet an seiner Seite.

Und auch genau diese beiden Figuren machen für mich das Highlight der Geschichte aus. Butlers überlegene, logisch denkende Art gepaart mit dem jugendlichen Übermut und dem Charme seiner Schwester bescheren dem Leser einige lustige Stellen.

Leider kommt der Humor ansonsten in meinen Augen etwas zu kurz. Während des Lesens der ersten sechs Bände, insbesondere der letzten, musste ich immer wieder laut lachen. Und der Sprachwitz, der Humor und die liebenswerten Eigenschaften waren genau das, was für mich den Charme der Bücher ausgemacht hat. In diesem Buch habe ich höchstens ab und an mal geschmunzelt. Und das obwohl Mulch Diggums, der sonst immer für einen Lacher gut ist, mit von der Partie ist.

Neben den lustigen Szenen lebt diese Reihe durch ihre immer wieder actionreiche Handlung. Dadurch dass Artemis allerdings an einer Persönlichkeitsstörung leidet, kann er sein Genie, das ja oft genug zur Rettung der (Unter-)Welt beigetragen hat, nicht immer ganz entfalten.

In vielerlei Hinsicht ist der siebte Teil dieser Reihe also anders als seine Vorgänger: weniger Humor, weniger Fowl’sches Genie. Trotzdem heißt das nicht, dass es sich nicht gelohnt hat, dieses Buch zu lesen. Ich habe mich durchaus unterhalten gefühlt und meine leichte Kritik ist als Meckern auf hohem Niveau.

Trotzdem kann ich im Vergleich zu den Vorgängern diesem Buch nur 6 von 10 möglichen Sternen geben, wünsche mir aber trotzdem auf jeden Fall einen Nachfolger!

stern 6

Artemis Fowl: Der Atlantis-Komplex – Eoin Colfer – Hardcover – 336 Seiten – 19,99 € – ISBN-13: 978-3471350614 – erschienen: März 2011 (List)

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[Rezension] „Artemis Fowl: Das Zeitparadoxon“ von Eoin Colfer

Artemis Fowl 6Reiheninfo:

  1.  „Artemis Fowl“
  2. „Artemis Fowl: Die Verschwörung“
  3. „Artemis Fowl: Der Geheimcode“
  4. „Artemis Fowl: Die Rache“
  5. „Artemis Fowl: Die verlorene Kolonie“
  6. „Artemis Fowl: Das Zeitparadoxon“
  7. „Artemis Fowl: Der Atlantis-Komplex“
  8. „Artemis Fowl: Das magische Tor“

Achtung: Diese Rezension enthält Spoiler zu  den vorherigen Bänden!

Inhalt:

Angeline Fowl, die Mutter von Artemis, ist von einer seltenen, eigentlich schon längst gebannten Seuche befallen. Ihr bleiben nur noch wenige Tage zum Leben und das einzige Heilmittel ist das Sekret einer ausgestorbenen Lemuren-Art. Genau der Lemuren-Art die Artemis selber acht Jahre zuvor ausgerottet hat.

Für Artemis gibt es nur einen Weg, er muss gemeinsam mit Holly in die Vergangenheit reisen und sein jüngeres Ich daran hindern, den letzten lebenden Lemuren zu töten. Dabei trifft Artemis auf einen Gegner, der ihm intellektuell ebenbürtig ist, aber keine Moral besitzt: sich selbst!

Meine Meinung:

Hach, ich muss sagen: Mir fällt es schwer, diesen sechsten Teil der Artemis Fowl-Reihe zu rezensieren und zu bewerten. Es gibt sehr viele Dinge, die mir nicht so gut gefielen und einige wenige, die mich wiederum total begeistert haben.

Zunächst zu den Kritikpunkten: Ich habe bei diesem Buch das Gefühl, dass der Autor seine Reihe unbedingt fortsetzen wollte, ihm aber nichts neues mehr einfiel. Kein bisheriger Gegner war Artemis ebenbürtig, deswegen lässt er ihn einfach gegen sich selbst antreten. Zugegebener Maßen hat diese Idee auch seinen Reiz. Besonders weil dem Leser noch einmal die positive charakterliche Entwicklung von Artemis deutlich gemacht wird. Doch genau an dieser Stelle stellt sich für mich eine wichtige Frage. Was ist mit dem letzten, Artemis beinahe ebenbürtigen Gegner, wo zum Teufel ist Minerva aus dem letzten Teil? Ich hatte eigentlich darauf gehofft, dass diese gerade neu entflammte Beziehung zwischen den beiden jugendlichen Genies erneut aufgegriffen wird, aber Minerva wird leider mit keinem Wort erwähnt.

Außerdem ist mir vieles in diesem Teil etwas zu viel: Die Action ist übertrieben, die Pläne sind mir ein Stückchen zu verdreht und vor allem ist mir Artemis in diesem Teil wirklich zu schlau. Aber das ist sicherlich Geschmackssache.

Das Gute ist: Dieses Buch strotzt mal wieder vor Humor und genialen Sprüchen. Ich habe schon lange nicht mehr so viel und so laut beim Lesen vor mich hin gekichert und gelacht. Der Humor entsteht vor allem durch den wirklich genialen Schreibstil des Autors, durch die tollen Charakterzüge der Figuren und durch die vielen Abenteuer, die alle miteinander durchgemacht haben. Wirklich ein eindeutiger Pluspunkt!

Ingesamt kann ich diesem Buch aber leider trotzdem nicht mehr als 7 von 10 möglichen Sternen geben, da sich die Handlung nicht großartig von den ersten Bänden unterscheidet, eher noch an unnötiger Action zulegt und etwas zu gewollt wirkt. Schade!

stern 7

[Rezension] „Artemis Fowl: Die verlorene Kolonie“ von Eoin Colfer

Artemis Fowl 5Reiheninfo:

  1.  „Artemis Fowl“
  2. „Artemis Fowl: Die Verschwörung“
  3. „Artemis Fowl: Der Geheimcode“
  4. „Artemis Fowl: Die Rache“
  5. „Artemis Fowl: Die verlorene Kolonie“
  6. „Artemis Fowl: Das Zeitparadoxon“
  7. „Artemis Fowl: Der Atlantis-Komplex“
  8. „Artemis Fowl: Das magische Tor“

Achtung: Diese Rezension enthält Spoiler zu  den vorherigen Bänden!

Inhalt:

Artemis hat ein besonders interessantes Phänomen des Erdreichs entdeckt. In mehr oder weniger unregelmäßigen Abständen kommen für wenige Sekunden Dämonen auf die Oberwelt. Einst lebten die Dämonen auf einer Insel fest verankert in Raum und Zeit, doch dann löste sich die Insel aus dem normalen Raum-Zeitkontinuum und fliegt unkontrolliert in den Dimensionen hin und her. Dämonen werden allerdings durch den Mond zur Erde hin angezogen, so dass es immer wieder die oben beschriebenen kurzen Erscheinungen einzelner Dämonen auf der Erde gibt.

Der Jungdämon Nummer 1, der zu seinem Leidwesen sich partout nicht zu einem ausgewachsenen Dämon entwickelt, beschließt eines Tages eine Reise durch Raum und Zeit zu wagen… und landet direkt in den Armen von oberirdischen Entführern. Artemis, Butler und Holly, die Zeuge dieser Entführung waren, nehmen die Verfolgung auf.

Meine Meinung:

Eben hatte Herr Colfer es geschafft, mich mehr und mehr von dieser Fantasy-Reihe zu begeistern, und dann führt er Dämonen ein. Dämonen? Die haben doch in den vorigen Büchern auch nie eine Rolle gespielt. Naja, ich muss ja zugeben: Der Jungdämon Nummer 1 scheint echt niedlich zu sein… so undämonisch.

Trotzdem hat mir der fünfte Teil nicht so gut gefallen, wie seine Vorgänger. Mir war die Handlung etwas zu abgehoben, diese Loslösung des Raum-Zeit-Kontinuums.

Positiv hervorzuheben ist allerdings, dass Artemis eine intelligente, junge Gegenspielerin erhält, mit der er sich messen kann. … und die er auch nicht wirklich unsympathisch findet, denn der liebe Artemis kommt langsam, aber sicher in die Pubertät.

Ein Buch, was ich zwar wirklich schnell und gerne bis zum Ende gelesen habe, was mich aber nur mittelmäßig begeistert hat: 7 von 10 Sternen.

stern 7

[Rezension] „Artemis Fowl: Die Rache“ von Eoin Colfer

Artemis Fowl 4Reiheninfo:

  1.  „Artemis Fowl“
  2. „Artemis Fowl: Die Verschwörung“
  3. „Artemis Fowl: Der Geheimcode“
  4. „Artemis Fowl: Die Rache“
  5. „Artemis Fowl: Die verlorene Kolonie“
  6. „Artemis Fowl: Das Zeitparadoxon“
  7. „Artemis Fowl: Der Atlantis-Komplex“
  8. „Artemis Fowl: Das magische Tor“

Achtung: Diese Rezension enthält Spoiler zu den vorherigen Bänden!

Inhalt:

Mal wieder wird die Welt des Erdvolks bedroht. Dies Mal nicht von Artemis oder einem anderen Oberirdischen, sondern von einer Unterirdischen selbst: von der Wichtelin Opal Koboi, die schon aus Band 2 bekannt ist. Nachdem Artemis und seine Gefährten Opals Plan durchschaut und diese gestürzt hatten, hat sich Opal nun ein Jahr lang durch Meditation selbst ins Koma versetzt und die Zeit genutzt, um einen Racheplan gegen all ihre Widersachen zu schmieden. Nicht nur Artemis, Holly, Foaly und Commander Root sind in Gefahr, sondern alle Unterirdischen. Denn Opal plant einen Krieg zwischen den Unterirdischen und den Oberirdischen anzuzetteln.

Holly, die aufgrund einer List Opals von der ZUP als Verräterin gesehen wird, versucht Artemis und Butler, die sich immer noch nicht an das Erdvolk erinnern können, zu retten und gleichzeitig einen Plan zur Durchkreuzung von Opals Plänen zu erdenken.

Meine Meinung:

Um das Beste an diesem Buch gleich vorweg zu nehmen: Ich habe bisher bei keinem anderen „Artemis Fowl“-Band so viel gelacht wie in diesem hier. Gerade weil Artemis und Butler sich anfangs nicht an das Erdvolk erinnern können, kommt es zu einigen wirklich sehr lustigen Szenen. Aber auch während der ganzen Geschichte hindurch stehen die flotten Sprüche von Mulch Diggums, Holly oder Foaly im Vordergrund. Herrlich!

Trotzdem hat das Buch eindeutig auch seine traurigen Stellen und was der Autor mit einem meiner Lieblingscharaktere gemacht hat, finde ich gar nicht lustig.

Die Geschichte an sich wiederholt sich natürlich von Buch zu Buch: Es besteht eine Bedrohung, die nur durch die Genialität von Artemis, dem kühlen Kopf von Butler, dem technischen Genie Foalys, der praktischen Denkweise Hollys und den typischen Zwergeneigenschaften von Mulch gelöst werden kann. Und obwohl die Handlung an sich stets die gleiche bleibt, üben die Bücher einen unheimlich großen Reiz auf mich aus.

Einzig und allein der Schluss hat mir dieses Mal nicht so gut gefallen. Was der Autor aus diesem allerdings im nächsten Buch macht, kann ich jetzt natürlich noch nicht sagen.

Ich gebe diesem Buch wie auch seinem Vorgänger 9 von 10 Sternen.

stern 9

[Rezension] „Artemis Fowl: Der Geheimcode“ von Eoin Colfer

Artemis 3Reiheninfo:

  1.  „Artemis Fowl“
  2. „Artemis Fowl: Die Verschwörung“
  3. „Artemis Fowl: Der Geheimcode“
  4. „Artemis Fowl: Die Rache“
  5. „Artemis Fowl: Die verlorene Kolonie“
  6. „Artemis Fowl: Das Zeitparadoxon“
  7. „Artemis Fowl: Der Atlantis-Komplex“
  8. „Artemis Fowl: Das magische Tor“

Achtung: Diese Rezension enthält Spoiler zu den ersten Bänden!

Inhalt:

Artemis Fowl hat bei seinem letzten Besuch in der Unterwelt Technologie aus den Händen von dem genialen Zentaur Foaly entwendet und versucht nun, einen Mafiaboss damit zu erpressen. Doch entgegen aller Erwartungen scheitert dieser Plan: Die für oberirdische Verhältnisse bahnbrechende Technologie wird entwendet und die Existenz der Unterirdischen droht aufzufliegen. Viel schlimmer aber noch: Butler wird lebensbedrohlich verletzt und liegt im Sterben. Artemis sieht nur eine Chance, alles zum Guten zu wenden: er kontaktiert Holly. Gemeinsam tüfteln sie einen riskanten Plan aus, um die Welten vor der Unvernunft des Mafiabosses zu retten.

Meine Meinung:

Jaaa, ich gestehe: Ich bin infiziert. Die Serie hat mich voll gepackt. Nach der ersten Skepsis und der folgenden leichten Begeisterung finde ich Artemis Fowl und seine ober- und unterirdischen Gefährten nun richtig toll. Und vermutlich muss ich mich stark zurück halten, die Folgebände, die ja alle schon lesebereit hier liegen, nicht innerhalb kürzester Zeit wegzulesen.

Im dritten Teil dieser Jugendfantasyreihe verbessert sich all das, was mir vorher noch gefehlt hat: Ich kenne und liebe mittlerweile (fast) alle Charaktere. (Ja, mit Mulch tu ich mich immer noch schwer, aber er hat ja noch einige Bücher Zeit, um mein Herz zu gewinnen.) Und das ist genau das, was mir an Reihen so gefällt, man kennt die Eigenschaften der einzelnen Personen, bekommt ihre Entwicklung mit und denkt sich oft: „Ach ja, das war jetzt wieder typisch Artemis!“ Die eigentliche Handlung der Geschichte wird für mich teilweise zur Nebensache, wobei ich schon mit den Protagonisten mitgefiebert und teilweise doch sehr um sie gebangt habe. Etwas schade fand ich, dass zwei meiner Lieblingscharaktere in diesem Buch eine sehr kleine Rolle spielen. Dafür aber habe ich ja jetzt Juliet wieder, die schon in erstem Teil vorkommt und die ich im zweiten Band vermisst habe.

Ich überlege und grübel, was mir an diesem Buch nicht gefallen hat. Am zweiten Teil habe ich kritisiert, dass er teilweise etwas langatmig war. Das kann ich über diesen hier gar nicht sagen. Die Handlung bleibt immer spannend und lustig, zu schnell war ich am Ende der Geschichte angekommen.

Und so kann ich nur sagen, dass der vierte Teil sicherlich sehr bald folgen wird und ich diesem Buch 9 von 10 möglichen Sternen gebe.

stern 9

[Rezension] „Artemis Fowl: Die Verschwörung“ von Eoin Colfer

Artemis Fowl 2Reiheninfo:

  1.  „Artemis Fowl“
  2. „Artemis Fowl: Die Verschwörung“
  3. „Artemis Fowl: Der Geheimcode“
  4. „Artemis Fowl: Die Rache“
  5. „Artemis Fowl: Die verlorene Kolonie“
  6. „Artemis Fowl: Das Zeitparadoxon“
  7. „Artemis Fowl: Der Atlantis-Komplex“
  8. „Artemis Fowl: Das magische Tor“

Achtung: Diese Rezension enthält Spoiler zum ersten Teil!

Inhalt:

Artemis hat ein Problem: Sein von allen todgeglaubter Vater ist immer noch irgendwo in Russland verschollen. Doch eines Tages bekommt Artemis eine Nachricht von dem vermeintlichen Entführer, der russischen Mafija.

Auch die Unterirdischen haben ein Problem. Die Truppe um die Elfin Holly und den Captain Root entdecken, dass Kobolde einen verbotenen Handel mit gefährlicher Meschenware führen. Für sie gibt es nur eine Erklärung: Das junge Genie Artemis muss hinter dieser Geschichte stecken. Und so treffen wieder alte Bekannte aufeinander, die Geschichte nimmt ihren Lauf.

Meine Meinung:

Während des Lesens des ersten Bandes der Artemis Fowl-Reihe hat mich vor allem gestört, dass die dort beschriebenen fantastischen Wesen so sehr von meinen Erwartungen und den herkömmlichen Darstellungen von zum Beispiel Elfen und Zwergen abwichen. Der Kollege, von dem ich die Bücher ausgeliehen hatte, riet mir, den zweiten Band trotzdem zu lesen. „Das entwickelt sich so schön zwischen den einzelnen Personen“, meinte er.

Recht hatte er. Und genau dieser Fakt ist es auch, der mich an dem zweiten Teil begeistert hat. Das erneute Aufeinandertreffen der Elfen und Menschen gestaltet sich dieses Mal ein wenig anders, als im ersten Teil. Auch Foaly, der Zentaur (den ich übrigens sehr mag) spielt wieder eine größere Rolle. Selbst Artemis, der auch langsam etwas fröhlicher und zugänglicher wird, ist mir mittlerweile ans Herz gewachsen.

Doch damit ist es an positiver Kritik noch nicht genug (Das kann ich nach meiner Meinung zum ersten Teil selber kaum glauben.): Weil ich ja nun wusste, dass Elfen in diesen Büchern kleinwüchsig und krummnasig sind, konnte ich damit während des Lesens sehr gut leben. An die Zwerge muss ich mich zwar immer noch gewöhnen, aber ich war in diesem Buch schon etwas weniger angeekelt als im letzten. 😉

Zu einer vollen Punktzahl reicht es für mich trotz der vielen positiven Überraschungen dennoch nicht, denn das Buch hat stellenweise ein paar Längen.

Trotzdem möchte ich gerne 8 von 10 Sternen geben und bin sehr gespannt, wie mir dann der dritte Teil gefallen wird.

stern 8

[Rezension] „Artemis Fowl“ von Eoin Colfer

artemisReiheninfo:

  1.  „Artemis Fowl“
  2. „Artemis Fowl: Die Verschwörung“
  3. „Artemis Fowl: Der Geheimcode“
  4. „Artemis Fowl: Die Rache“
  5. „Artemis Fowl: Die verlorene Kolonie“
  6. „Artemis Fowl: Das Zeitparadoxon“
  7. „Artemis Fowl: Der Atlantis-Komplex“
  8. „Artemis Fowl: Das magische Tor“

Inhalt:

Als sein Vater stirbt und das angehäufte Familienvermögen immer kleiner wird, beschließt Artemis Fowler II. – zwölfjähriger Sohn einer alt eingesessenen irischen Gangsterfamilie – etwas dagegen zu tun. Sein wahnwitziger Plan sieht vor, die Wesen des Erdreichs um ihr Gold zu bestehlen. Der einzige Haken: Noch nie hat jemand wirklich Elfen oder Gnome gesehen, geschweige denn, dass jemand ihre Geheimnise kennt. Doch dann gelangt ein Buch mit allen Geheimnissen, Regeln und Fähigkeiten des Erdvolks in Artemis Hände und der Plan kann beginnen…

Meine Meinung:

Als ich die letzte Seite dieses Buches gelesen habe, habe ich es zugeklappt und gemurmelt: „Komisches Buch!“ Wirklich! Und ich bin immer noch der Meinung, dass dies die beste Rezension ist, die ich geben kann.

Wenn ich ein Buch lese, dann habe ich gewisse Erwartungen daran. Bei einem Fantasybuch erwarte ich, dass die beschriebenen Wesen die allgemein bekannten Eigenschaften haben und ich erwarte, dass ich die Hauptperson sympathisch finde. Doch an dieser Stelle wollte mir Herr Colfer wohl einen Strich durch die Rechnung machen. Artemis ist meiner Meinung nach denkbar unsympathisch, er ist nicht nur viel zu arrogant für einen kleinen zwölfjährigen Jungen, er ist auch noch meistens sehr überheblich und gefühlskalt. Und auch die fantastischen Wesen im Buch entsprachen nicht meinen Vorstellungen: die Elfen dieses Buches sind kleinwüchsig und haben krumme Nasen. Mein Bild von Elfen entspricht eher dem von Legolas von HdR.

Zusätzlich zu meinen nicht erfüllten Erwartungen kommt an dieser Stelle die Tatsache, dass der Autor zu dem ganz normalen (oder auch unnormalen) Fantasygenre eine gewaltige Portion Science-Fiction beimischt. War ich es sonst eher gewohnt, dass Zwerge und Elfen in einer eher mittelalterlichen Welt leben, so ist diesmal das 21. Jahrhundert der Schauplatz der Handlung. Viele innovative technische Fortschritte ließen die Handlung für mich teilweise wie in einem Actionfilm wirken. „Komisches Buch!“

Trotzdem hatte die Handlung auch etwas fesselndes und abgesehen von der Hauptperson gab es auch Charaktere innerhalb der Geschichte, die mir ans Herz gewachsen sind.

Wer Sci-Fi und eine Abkehr von den üblichen Fantasyschemata mag, dem wird dieses Buch sicherlich gut gefallen, mich irritiert es weiterhin und ich muss es erst etwas auf mich wirken lassen, bis ich entscheide, ob ich den zweiten Teil lese. 6 von 10 möglichen Sternen für dieses komische Buch!

stern 6