[Rezension] „Feuerstimmen“ von Christoph Hardebusch

Klappentext:

Seit einer Ewigkeit lag der Schrecken in den Tiefen der Meere verborgen und war von den Menschen fast vergessen. Doch nun ist der fünfte Drache, ein allmächtiges Geschöpf der Finsternis, erwacht. Und er will etwas zu Ende bringen, das ihm vor Jahrhunderten nicht gelungen war: die Welt zu unterjochen. Im Verborgenen wächst die Macht des Drachen, und die Menschen erkennen erst spät, dass sie mehr und mehr zum Spielball der Dunkelheit werden. Während die junge Königin Elena alles versucht, um ihr Volk zu schützen, erfährt der Barde Aidan, dass er eine ganz besondere Gabe besitzt, die im Kampf gegen den Drachen die entscheidende Rolle spielen könnte – den Gesang der Magie … (Quelle)

Meine Meinung:

Christoph Hardebusch durfte ich durch sein grandioses „Smart Magic“ kennenlernen. Dieser Jugendfantasyroman konnte mich damals durch seine Andersartigkeit und den packenden Plot total überzeugen. Ein paar Abzüge gab es nur, weil das Buch unerwarteterweise ein Einzelband blieb. Nun gibt es endlich neuen Lesestoff aus der Feder von Hardebusch: „Feuerstimmen“.

Gleich im ersten Kapitel lernen wir zwei der drei wichtigsten Hauptpersonen kennen: Aidan und seinen treuen Freund und Begleiter Revus. Die beiden treffen während einer ihrer Streifzüge durch das Land auf Wegelagerer, die sie überfallen wollen. Die Räuber haben aber scheinbar nicht mit dem Geschick, dem Witz und den Kampfkünsten der beiden gerechnet, so dass Aidan und Revus sie schnell überwältigen können. In einem nahe gelegenen Dorf werden die beiden dann aber Zeugen eines brutalen Angriffs: Aus dem Meer steigen merkwürdige Kreaturen, die nach dem Blut der Dorfbewohner dürsten.

Zur gleichen Zeit muss die junge Königin Elena mit ansehen, wie ihr Reich vom Chaos überrollt wird: Loyale und tapfere Krieger wenden sich plötzlich gegen ihre Vorgesetzten, Eheleute kämpfen gegeneinander, Familienmitglieder bringen sich gegenseitig um. Hilfe soll Elena scheinbar nur bei einem mysteriösen Orakel außerhalb ihres Reiches finden. Und so macht sie sich gemeinsam mit ihrer Leibwächterin auf den Weg …

Das Setting und die Charaktere in „Feuerstimmen“ haben mir außerordentlich gut gefallen, auch wenn sie recht typisch gezeichnet sind. Der Klappentext nimmt es schon vorweg und als Leser ahnt man es auch relativ zügig: Revus und vor allem Aidan haben eine besondere Fähigkeit: Beide sind sie Barden und können mit ihrem Gesang Magie wirken. Diesen Aspekt der Geschichte fand ich spannend und neuartig. Die Umsetzung hätte meiner Meinung nach aber noch etwas umfangreicher und intensiver sein können.

Insgesamt ist „Umsetzung“ leider mein Stichwort. In meinen Augen hätte die wirklich reizvolle Ausgangsidee noch besser umgesetzt werden können. Zum einen gab es meiner Meinung nach mindestens einen gravierenden Plotfehler, zum anderen hätte sich der Autor für meinen Geschmack lieber noch mehr auf das Kämpfen und die Magie des Gesanges konzentrieren sollen, als noch eine Liebesgeschichte einzubauen. Aber das ist, wie gesagt, Geschmackssache.

„Feuerstimmen“ von Christoph Hardebusch glänzt durch ein interessantes Setting, liebenswerte Figuren und einen netten Humor. Es liest sich kurzweilig und unterhaltsam. Ich persönlich hätte mir gewünscht, dass der Fokus mehr auf dem Kampf gegen das Böse und weniger auf der sehr vorhersehbaren Liebesgeschichte gelegen hätte. Ich vergebe insgesamt 6 von 10 Sternen und bin sehr auf andere Meinungen zu dem Buch gespannt.

stern 6

Feuerstimmen – Christoph Hardebusch – Klappbroschur – 496 Seiten – 14,99 € – ISBN: 978-3-492-70373-4 – erschienen: März 2016 (Piper)

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[Rezension] „Battlemage: Tage des Krieges“ von Stephen Aryan

Klappentext:

Das Reich steht am Rande der Vernichtung. Nur eine Handvoll Krieger versucht, es vor einer Bedrohung aus Wahnsinn und Machtgier zu schützen. Auch der Kriegsmagier Balfruss und seine Verbündeten rüsten zum Kampf. Doch gegen den übermächtigen Feind steht ihnen nichts als ein Heer zur Seite, das nur als Speerfutter dient. Der Feind versucht, im Auftrag des irren Königs Taikon die Welt zu unterwerfen – eine epische Schlacht um das Herz des Reiches beginnt …

Meine Meinung:

Nicht genug, dass ein wahnsinner König auf dem Thron sitzt und alle töten lässt, die nicht mit ihm zusammenarbeiten wollen, nein: Dazu kommt auch noch, dass König Taikon einen gefährlichen Magier für sich kämpfen lässt, der Spaß am Töten und keinerlei Moral hat. Die einzigen, die sich diesem übermächtigen und skrupellosen Magier in den Weg stellen können, sind die wenigen verbliebenen Kriegsmagier – allen voran Balfruss.

„Es war ein Krieg – und zwar gegen ein Heer von einer Größe, wie es das nie zuvor gegeben hatte. Es wurde von einem Wahninnigen König, einem abtrünnigen Kriegsmagier und dessen Schülern angeführt. Balfruss war in seine Heimat Seveldrom zurückgekehrt, weil sein König um Hilfe gebeten hatte, aber jetzt gab es viele Gründe zu kämpfen, und sie alle standen hier in diesem Raum mit ihm versammelt. Sie waren seine einzige Familie, und er würde alles tun, um sie zu beschützen.“ (S. 40)

„Battlemage: Tage des Krieges“ stellt den ersten Band einer neuen Fantasytrilogie dar. Wie es in einem ersten Band so üblich ist, muss zunächst das Setting geklärt, die Charaktere vorgestellt und in die Handlung eingeführt werden. Die Grundidee, nämlich dass es nur noch eine kleine Gruppe Kriegsmagier gibt, die sich dem Kampf gegen das Böse stellen, hat mir sofort gut gefallen. Balfruss ist kein perfekter Protagonist, sondern hat seine Schwächen und Geheimnisse, was ihn sympathisch und interessant macht. Auch über einige der anderen Kriegsmagier hätte ich gerne mehr erfahren, da Stephen Aryan sie grundsätzlich sehr vielfältig konzipiert hat. Leider geht er hier nicht in die Tiefe, obwohl das Buch durch seine hohe Seitenzahl durchaus Potenzial dazu hätte.

Insgesamt ist die Geschichte leider etwas langatmig. Alles, was passiert, könnte den wirklich spannenden Höhepunkt eines Fantasybuchs darstellen, die letzten Kapitel einer mitreißendes Geschichte, aber meiner Meinung nach reicht die Handlung nicht aus, um ein komplettes Buch zu füllen.

Dazu kommt noch, dass der Leser, was einige Charaktere und Handlungsstränge angeht, sehr im Ungewissen gelassen wird. So spielt auch der sehr erfahrene Soldat Vargus eine große Rolle, ist sogar Perspektivträger. Doch was oder wer er tatsächlich ist, bleibt bis zum Ende des Buches unklar. Außerdem taucht urplötzlich ein vampirähnliches Wesen auf und auch die Götter haben ein kleines Stelldichein. Diese Handlungsstränge werden aber nur begonnen und nicht annäherend weitergeführt, geschweige denn zu Ende gebracht. Vielleicht soll dies die Neugier auf den nächsten Band wecken? Mich hat es nur etwas unbefriedigt zurückgelassen.

Mit „Battlemage: Tage des Krieges“ und seiner Idee der Kriegsmagier hat Stephen Aryan einen Trilogieauftakt geschrieben, der mich grundsätzlich neugierig gemacht und stellenweise auch gut unterhalten hat. Und obwohl sich die Geschichte etwas in die Länge zieht und die Handlung die Seiten nicht ausreichend füllen kann, habe ich das widersprüchliche Gefühl, dass der Autor zu viel wollte. Für meinen Geschmack hätten die Kriegsmagier und die verschiedenen Völker seiner erdachten Welt gereicht. Götter und blutsaugende Wesen wären nicht nötig gewesen; vor allem nicht, wenn sie – zumindest bis jetzt – noch nichts zur eigentlichen Handlung beitragen. Von mir gibt es insgesamt gute 5 von 10 Sternen!

stern 5

Battlemage: Tage des Krieges – Stephen Aryan – Taschenbuch – 528 Seiten – 12,99 € – ISBN: 978-3-492-28019-8 – erschienen: September 2015 (Piper) – Übersetzung: Andreas Decker

[Rezension] „Die Magie der tausend Welten. Die Begabte“ – Trudi Canavan

Die BegabteReiheninfo:

  1. „Die Begabte“
  2. engl.: „Angel of Storms“ (erscheint 2015)
  3. engl.: „Successor’s Son“ (erscheint 2016

Klappentext:

Der junge Archäologe Tyen entdeckt ein magisches Buch, in dem seit vielen Jahrhunderten das Bewusstsein einer Frau gefangen ist: Pergama war einst eine talentierte Buchbinderin, bis ein mächtiger Magier sie mit einem Zauber belegte und dazu verfluchte, für alle Zeit das Wissen der Welt in sich aufzunehmen. Und so weiß Pergama, dass Tyens Heimat und allen, die ihm am Herzen liegen, eine schreckliche Katastrophe droht. Allerdings kann sie Tyen nur helfen, wenn es ihm gelingt, den Fluch des Buches zu brechen. […] (Quelle)

Meine Meinung:

Trudi Canavan ist sicherlich fast allen Fantasylesern ein Begriff. Insbesondere ihre Trilogien „Die Gilde der Schwarzen Magier“ und „Sonea“ waren nicht nur in Deutschland sehr erfolgreich. Die „Das Zeitalter der Fünf“-Trilogie ist übrigens auch super, nur leider nicht so bekannt.

Nun hat die Autorin mit „Die Begabte“ endlich den Auftakt einer neuen Trilogie geschrieben, die in einer ganz anderen Welt, bzw. in anderen Welten spielt. Zunächst lernt man als Leser Tyen kennen, der ein magisches Buch names Pergama entdeckt. Pergama war früher Buchbinderin und Zauberin, bis sie von einem der mächtigsten Zauberer, der je gelebt hat, in ein Buch verwandelt wurde. Ich gebe zu, dass ich diese Vorstellung merkwürdig und gewöhnungsbedürftig fand. Pergama wird schnell von Tyen nicht mehr nur als Buch, sondern auch als Mensch gesehen. Er führt mit ihr regelmäßige Unterhaltungen, entwickelt langsam Gefühle für sie möchte sie davor schützen, einfach nur irgendwo weggesperrt zu leben. Ich konnte leider gar keine Beziehung zu Pergama aufbauen und auch Tyen, ein recht begabter Magier und Archälogiestudent, war mir oft sehr fremd, blieb konturlos und uninteressant.

Ganz anders verhielt es sich mit Rielle, der zweiten Hauptperson in diesem Buch. Wie: der zweiten Hauptperson? Davon ist im Klappentext doch gar nicht die Rede? Richtig! Ich war auch erst irritiert, als mit einem Mal die Geschichte um Tyen und Pergama unterbrochen und plötzlich eine ganz neue Story aus der Sicht von Rielle erzählt wurde. Rielle scheint in einer etwas weniger fortschrittlichen Welt als Tyen zu leben. Magie ist dort nur den Priestern vorbehalten. Es herrscht die klare Meinung, dass sich alle anderen, wenn sie denn Magie benutzen würden, damit beschmutzen und nicht mehr vor die Engel treten können.
Und genau das ist für Rielle ein Riesenproblem, denn sie kann Magie sehen. Und wer Magie sehen kann, kann sie auch ausüben. Um die Engel nicht zu erzürnen, ist sie sehr darauf bedacht, keine Magie zu benutzen, doch das nicht so einfach wie gedacht. Vor allem nicht, als sie den aufstrebenden Künstler Izare kennenlernt….

Die beiden Geschichten um Tyen und Rielle werden immer abwechselnd erzählt. Mir ging es leider so, dass immer dann, wenn ich gerade  in der Geschichte drin war, die Perspektive gewechselt wurde. Perspektive ist hier allerdings gar nicht der richtige Begriff, denn das würde bedeuten, dass es sich um eine Geschichte mit mehreren Perspektiven handelt. Allerdings haben die beiden Handlungen wirklich gar nichts miteinander zu tun und ich kann noch nicht vermuten, wie sie zusammenhängen. Spielen sie überhaupt zur gleichen Zeit? Werden sich Tyen und Rielle jemals begegnen?

„Die Begabte“ ist die langersehnte Neuerscheinung aus der Feder von Trudi Canavan. Wie alle ihre Bücher ist auch diese Geschichte gut zu lesen und spannend. Allerdings war ich durch die merkwürdige Zweiteilung der Handlung etwas irritiert und konnte mich mit Tyen und Pergama nicht so richtig identifizieren. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich das aber im zweiten Band noch ändert, wenn die beiden Geschichten hoffentlich noch auf irgendeine Art und Weise zusammengeführt werden. Das erste Buch dieser neuen Trilogie hat auf jeden Fall noch Entwicklungspotenzial, allerdings bin ich mir sehr sicher, dass die Autorin dieses im Folgeband auch nutzen wird. 7 von 10 Sternen!

stern 7

Die Magie der tausend Welten. Die Begabte – Trudi Canavan – Hardcover mit SU – 672 Seiten – 19,99 € – ISBN: 978-3-7645-3105-8 – erschienen: NOvember 2014 (Penhaligon)

[Rezension] „Verflucht – Ära der Götter 1“ von Ben Peek

VerfluchtReiheninfo:

  1. „Verflucht“
  2. „Gefallen“ (erscheint im März 2015)
  3. – Titel bisher noch unbekannt –

Klappentext:

Fünfzehntausend Jahre nach der verheerendsten Schlacht, die die Welt je gesehen hat: Der Krieg der Götter ist vorüber, doch ihre Körper haben die Zeiten überdauert. Sie liegen verstreut über dem Antlitz der Welt in einem ewig währenden Todeskampf. Zugleich erwachen manche Menschen mit seltsamen, magischen Fähigkeiten, die der Kraft der sterbenden Götter entsprungen sind. Unter ihnen die junge Kartographin Ayae, die durch Feuer nicht verletzt werden kann. Dies macht sie zum Ziel einer grausamen Armee, die in ihr Heimatland einfällt. Gemeinsam mit dem unsterblichen Zaifyr muss Ayae erfahren, dass das Erbe der Alten gefährlicher ist, als sie alle ahnten. Und dass die Ära der Götter möglicherweise noch lange nicht vorüber ist … (Quelle)

Meine Meinung:

Fantasyneuerscheinungen aus dem Piper Verlag sind für mich grundsätzlich Must-Have’s, bisher wurde ich noch nie enttäuscht. Und auch der Auftakt zur neuen Trilogie „Ära der Götter“ von Ben Peek sah mehr als vielversprechend aus: ein tolles Cover und ein Klappentext, der neugierig machte.

Leider muss ich direkt sagen, dass das Buch meine Erwartungen nicht erfüllen konnte. Fast die kompletten knapp 450 Seiten lesen sich so, als würden sie erst den Grundstein für die eigentliche Geschichte legen. Es wird unheimlich viel erklärt und es gibt viele Zeitsprünge, die dazu dienen, die Vergangenheit näher zu erläutern.

Auch während der Handlung in der Gegenwart streut der Autor immer mal wieder ein paar Rückblenden ein. Dies war wirklich sehr verwirrend, weil ich manchmal nicht direkt wusste, welcher Zeit ich die Gedanken und Beschreibungen zuordnen sollte. Es war wirklich schwer, den Überblick zu behalten.

Außerdem kam der Autor mit der Handlung nicht wirklich auf den Punkt, mir fehlte der bekannte rote Faden, das Ziel beim Lesen. Etwas mehr Gradlinigkeit hätte der Geschichte nicht geschadet. An dieser Stelle erinnerte mich das Buch ein wenig an „Das Licht hinter den Wolken“ von Plaschka.

Was ich am Klappentext besonders verlockend fand, war, dass es eine weibliche Heldin geben sollte. Das kommt in Fantasyromanen immer noch eher selten vor – so zumindest mein Eindruck.

„‚Nein‘, sagte Olcea leise. ‚Ich kann mit meinem Blut von den Kräften der Toten zehren, aber was du in die hast, ist Schöpferkraft, die Macht, die alles entstehen ließ, was wir sind, und dieser Macht kann jemand wie ich nichts anhaben.'“ (S. 149)

Ayae ist also nicht nur eine spannende, sondern auch mächtige Heldin, denn sie trägt als Verfluchte einen Teil eines Gottes in sich, und weiß in Ansätzen ebenso zu begeistern wie der unsterbliche Zaifyr oder der Hauptmann der Söldnertruppe Nacht Bueralan Le. In Ansätzen! Leider bekommen all die toll angelegten Figuren keinen Tiefgang, was vielleicht auch daran liegt, dass sich der Autor mit seinen Handlungssträngen, Innovationen und Rückblicken verzettelt.

„Verflucht“ ist kein schlechtes Buch. Trotz der Kritik habe ich es relativ zügig gelesen. Aber es ist leider absolut auch kein gutes Buch. Es braucht viel zu lange, um in die Gänge zu kommen. Ich möchte keine 400 Seiten lesen, bis ich weiß, worauf die Handlung wohl in den folgenden beiden Bänden hinauslaufen wird. Es kann gut sein, dass sich die Geschichte noch interessant entwickelt, das Potenzial hat sie auf jeden Fall. Ich werde es allerdings nur noch von anderen erfahren, denn dies ist vorerst mein letztes Buch des Autors. Ich vergebe 4 von 10 Sternen.

stern 4

Verflucht – Ära der Götter 1 – Ben Peek – Taschenbuch – 448 Seiten – 12,99 € – ISBN: 978-3-492-26971-1 – erschienen: Juli 2014 (Piper)

[Rezension] „Taberna Libraria: Die Magische Schriftrolle“ von Dana S. Eliott

Taberna LibrariaReiheninfo:

  1. „Taberna Libraria: Die Magische Schriftrolle“
  2. „Das Geheimnis von Pamunar“ (erscheint im Herbst 2014)
  3. – Titel noch unbekannt –
  4. – Titel noch unbekannt –

Klappentext:

Ursprünglich wollten die Freundinnen Silvana und Corrie nur eine ganz normale Buchhandlung eröffnen. Doch der alte Laden, den sie im beschaulichen Woodmoore erstehen, hütet ein Geheimnis: In seinem Keller liegt ein Portal zu einer anderen Welt, in der sich übernatürliche Geschöpfe tummeln und Magie höchst real ist. Und so sind körperlose Stimmen und seltsame Buchbestellungen erst der Anfang von einem Abenteuer, bei dem Corrie und Silvana sich den Plänen eines finsteren Magiers entgegenstellen müssen. (Quelle)

Meine Meinung:

Auch dieses Buch habe ich gelesen, weil es für den SERAPH 2014 nominiert war. Die beiden Autorinnen Sandra Dageroth und Diana Kruhl (Dana S. Eliott ist nur ihr Pseudonym) entführen den Leser in ihrem Debüt in die fantastische Parallelwelt von Amaranthina im Reich der Hundert Inseln.

Die beiden Freundinnen haben sich gerade dazu entschlossen, den Buchladen in Woodmoore zu kaufen und stehen kurz vor ihrer Eröffnung, als sie merkwürdigen Besuch erhalten. Ein Mann steht plötzlich und unvermittelt in ihrer Küche und möchte ihnen unbedingt etwas Wichtiges mitteilen. Doch dazu kommt es nicht mehr, denn plötzlich wird der Buchladen überfallen und alle drei müssen fliehen. Silvana und Corrie staunen nicht schlecht, als sie plötzlich nach einer Reise durch ein geheimes Portal von einem Faun in Empfang genommen werden.

Wenn man Freude an diesem Buch haben möchte, muss man für die verschiedensten fantastischen Wesen offen sein, denn davon wimmelt es in der Geschichte nur so. Ansonsten liest sich der erste Teil der vierteilig geplanten Reihe gar nicht so anders als ein normaler Roman, der nur eben voller Magie, bösen Dämonen und Rätseln ist.

Vor allem Corrie freundet sich erstaunlich schnell mit dem Gedanken an die fantastische Parallelwelt an und macht sich neugierig daran, alles zu entdecken, was Amaranthina so zu bieten hat. Und so stecken die beiden Freundinnen bald schnell in einem Abenteuer, in dem sie sich einen der bösesten Zauberer zum Feind gemacht haben…

„Taberna Libraria“ lässt sich angenehm leicht lesen und hat mich gut unterhalten. In meinen Augen ist es zwar kein typisches Fantasybuch, wie ich es angesichts der Nominierung für den SERAPH vermutet hätte, aber die Geschichte um die beiden Freundinnen und ihre etwas anderen Bekannten hat mir gut gefallen. Ich vergebe zufriedene 7 von 10 Sterne und bin auf den nächsten Band gespannt.

stern 7

Taberna Libraria: Die Magische Schriftrolle – Dana S. Eliott – Taschenbuch – 512 Seiten – 9,99 € – ISBN: 978-3-426-51438-2 – erschienen: Dezember 2013 (Knaur)

[Rezension] „Das Licht hinter den Wolken“ von Oliver Plaschka

Das Licht hinter den WolkenInhalt:

April hat es in ihrer Kindheit nicht einfach: Ihr Vater ist nach dem Tod ihrer Mutter nur schwer zu ertragen und brutal, sie hat kaum einen richtigen Freund und fühlt außerdem ständig eine Leere in sich und das Streben nach einem Licht, das nur sie sehen kann. Als sie es endlich schafft, sich von ihrem Vater und dem einsamen Leben im Dorf loszusagen, trifft sie zunächst auf Janner, einem Fealv, und später dann auf Sarik, einem Zauberer.

Was sie nicht ahnen kann: Das Schicksal hat ihr eine ganz besondere Rolle im Kampf zwischen Mächten zugeteilt, von denen April vermutlich noch nicht mal geahnt hat, dass sie existieren.

Meine Meinung:

Schon lange bevor „Das Licht hinter den Wolken“ auf der Longlist des SERAPH landete, wurde ich durch eine sehr begeisterte Rezi auf dieses Buch aufmerksam. Und so war ich mehr als gespannt, auf die Geschichte, die sich zwischen den Buchdeckeln verbirgt.

Mein erster Eindruck war allerdings nicht so positiv wie erwartet: Ich habe mich lange Zeit mit dem Schreibstil von Plaschka sehr schwer getan. Das lag vor allem daran, dass er die Vorgeschichte von April im Präsens erzählt: sehr ungewohnt und für mich auch nicht passend. Das änderte sich dann zum Glück relativ schnell, aber trotzdem konnte ich mich mit der Erzählweise des Buches nicht wirklich anfreunden. Manche Geschichten, Hintergründe und Nebenerzählungen werden extrem detailliert erzählt. Das erinnert mich ein wenig an „Herr der Ringe“, ein Buch, das mir auch zu viele Hintergrundinformationen bereit hielt. An anderer Stelle waren mir manche Beschreibungen wiederum etwas zu wenig. Ich weiß zum Beispiel immer noch nicht genau, wie ein Fealv aussieht und was genau er ist.

Die Geschichte, die Plaschka erzählt, ist durchdacht und nicht uninteressant. Allerdings ist auch sie mir wieder komplex. Außerdem hat es wirklich lange gedauert, bis ich als Leser wusste, worauf die Handlung insgesamt hinauslaufen würde. Ich habe beim Lesen gerne ein gewisses Ziel vor Augen.

Und obwohl dies jetzt vor allem Kritikpunkte sind, habe ich „Das Licht hinter den Wolken“ nicht total ungern gelesen. Plaschka hat vor allem eines geschafft: Er hat viele neuartige (oder zumindest mir noch nicht bekannte) fantastische Wesen und eine ganz neue Welt erschaffen. Er kann definitiv mit Worten umgehen, auch wenn die Art und Weise eben nicht immer meinen Geschmack getroffen hat. Ich kann mir aber vorstellen, dass es vielen ganz anders geht. (Mit meiner Meinung zu „Herr der Ringe“ stehe ich ja auch relativ allein da.)

„Das Licht hinter den Wolken“ ist ein sehr komplexer, durchdachter Fantasyroman der anderen Art: voller unbekannter Wesen, noch nicht tausendmal gelesener Handlungselemente und sympathischen Charakteren. Trotzdem konnte mich das Buch aus den oben genannten Gründen nicht durchweg überzeugen, ich hätte mehr erwartet. Ich vergebe 6 von 10 Sternen.

stern 6

Das Licht hinter den Wolken – Oliver Plaschka – Hardcover mit SU – 686 Seiten – 24,95 € – ISBN: 978-3-608-93916-3 – erschienen: März 2013 (Klett-Cotta)

[Rezension] „Sturm. Die Chroniken von Hara 4“ von Alexey Pehov

SturmReiheninfo:

  1. „Wind“
  2. „Blitz“
  3. „Donner“
  4. „Sturm“

Achtung: Die Rezension enthält Spoiler zu den vorherigen Bänden!

Klappentext:

Der Kampf des Imperiums gegen die Nekromanten ist entbrannt. Doch bevor Ness und seine Gefährten in die Schlacht ziehen, müssen sie sich aus den Klauen der eisigen Berge befreien. Aber der Winter fordert grausame Opfer und lässt neue Zweifel gedeihen. Wird das Bündnis zwischen Licht und Schatten halten? Werden die Gefährten das Dunkel in ihrer Nähe ertragen können? Und welch entsetzliche Geheimnisse verbergen sie bis zuletzt voreinander? Ness und Thia, Shen und Rona – zusammen werden sie über das Schicksal Haras und der Magie entscheiden. (Quelle)

Meine Meinung:

Hier ist er: der fulminante Abschluss der Chroniken von Hara!

Ich mag diese Reihe einfach sehr gerne, sie ist in meinen Augen auch um Längen besser, als die Chroniken von Siala. Ich habe in den Rezensionen zu den ersten Bänden schon davon geschwärmt, dass sich Pehov hier einiges neues hat einfallen lassen. Fantastische Kreaturen, die eben nicht in jedem dritten Fanatsybuch vorkommen, eine spannende Geschichte und tolle Charaktere machen den Charme eines jeden Buches aus!

Im letzten Band der Chroniken von Hara kommt es selbstverständlich zum finalen Kampf um Hara! Wer wird gewinnen? Die Nekromanten gemeinsam mit den Verdammten oder das Imperium, das Ness, Shen und Rona auf seiner Seite hat? Und welche Rolle wird die Verdammte Thia in dieser Schlacht spielen?

Neben den altbekannten Charakteren spielt eine junge Schreitende aus dem dritten Band hier eine größere Rolle und bekommt sogar ihre eigene Geschichte. Das hat mir sehr gut gefallen und passt in meinen Augen auch wirklich gut. Spannend bei Pehov ist immer wieder sein Umgang mit liebgewonnen Charakteren. Man kann nie genau sagen, ob am Ende alle überleben, denn er geht nicht unbedingt zimperlich mit ihnen um. So kann man sich beim Lesen eben nicht entspannt zurücklehnen, sondern muss um jede einzelne Person zittern und bangen.

Etwas irritiert hat mich das Ende des Buches. Ich habe es verstanden und gewisse Einzelheiten auch schon geahnt. Mich würde interessieren, wie es Lesern ging, die die andere Reihe von Pehov (Chroniken von Siala) nicht kennen.

Ich stelle dieses Buch mit einem lachenden und einem weinenden Auge ins Regal: Lachend, denn ich habe in Hara wirklich schöne Lesestunden verbracht. Weinend, denn meine Reise mit den so unterschiedlichen Weggefährten ist nun vorbei. Ich würde mich über ein Wiedersehen mit dem ein oder anderen in einem anderen Buch von Pehov doch sehr freuen! 8 von 10 Sterne.

stern 8
Sturm. Chroniken von Hara 4 – Alexey Pehov – Klappbroschur – 512 Seiten – 16,99 € – ISBN: 978-3-492-70272-0 – erschienen: Oktober 2013 (Piper)

[Rezension] „Donner. Die Chroniken von Hara 3“ von Alexey Pehov

DonnerReiheninfo:

Die Chroniken von Hara:

  1. “Wind”
  2. “Blitz”
  3. “Donner”
  4. “Sturm”

Achtung, die Rezension und vor allem der Klappentext enthalten Spoiler zu den vorherigen Bänden!

Klappentext:

Nachdem Lahens Leben ein grausames Ende gesetzt wurde, kennt Ness nur noch ein Ziel: Er will die Mörder finden und Rache für den Tod seiner Frau nehmen. Dafür muss er einen gefährlichen Pakt mit dem Feind schließen – einzig Shen, Lahens Schüler, steht an Ness’ Seite. Doch als Träger eines ebenso lichten wie dunklen Funkens gerät Shen nicht nur in das Visier der Verdammten: Auch die Schreitenden fürchten seine alte Magie, weil sie den Niedergang ihrer jetzigen Macht bedeutet. Welche Verbündeten können Ness und Shen in dieser gefährlichen Lage um sich scharen? Und wem von ihnen können sie wirklich vertrauen? Schließlich muss jeder der Gefährten selbst entscheiden, was er mehr fürchtet: den dunklen Funken oder das Dunkel in sich selbst … (Quelle)

Meine Meinung:

Schon mit den ersten beiden Bänden „Wind“ und „Blitz“ konnte mich Pehov begeistern. Im ersten Teil der Chroniken von Hara ging es vor allem darum, die einzelnen Charaktere und in die bisher eher ungewohnte Handlung einzuführen. Im zweiten Band wurden dann viele Hintergrundinformationen gegeben. Ich weiß, dass „Blitz“ manchen zu wenig Action enthalten hat. Und obwohl mich das gar nicht gestört hat, kann ich allen Lesern, denen es so gegangen ist, sagen, dass sie den dritten Band wieder lieben werden.

Denn in „Donner“ schreitet die Handlung sehr viel schneller voran als in seinem Vorgänger, manchmal überschlagen sich die Ereignisse geradezu. Nach Lahens Tod geht es Ness nur noch darum, den oder die Verantwortlichen zu finden und seine Geliebte zu rächen. Und um das zu erreichen, scheut er es auch nicht, Bündnisse mit der dunklen Seite zu schließen.

Liefen in den ersten beiden Bänden noch sehr viele Handlungen parallel ab, so treffen einige der Handlungsstränge – und somit auch die verschiedensten Charaktere – im Laufe dieses Buches zusammen. Dies birgt einiges an Potenzial: Potenzial für Misstrauen und Argwohn, für neue Freundschaften und Gefühle, für tapfere Kämpfer und vor allem für lustige Szenen.

Gerade die unterschiedlichen Charaktere sind in meinen Augen die Stärke von Pehov und so hatte ich an diesem Teil meine helle Freude. Außerdem gefällt mir die Serie nicht zuletzt deswegen so gut, weil die einzelnen Bücher ohne allzu viel Wartezeit dazwischen erscheinen. So gibt es den vierten Band zu diesem Zeitpunkt auch schon und ich freue mich schon sehr, das große Finale zu lesen.

Mit „Donner“ hat Pehov in meinen Augen den bisher besten Teil seiner sowieso schon tollen Chroniken von Hara geschrieben. Hier kommt alles zusammen: Spannung, Charaktere, die Ungewissheit, wer zu den Guten und wer zu den Bösen gehört, und die Erkenntnis, dass Gut und Böse oftmals gar nicht so einfach voneinander zu trennen sind. Ich vergebe 9 von 10 Sternen und eine klare Leseempfehlung!

stern 9

Donner – Alexey Pehov – Klappbroschur – 448 Seiten – 16,99 € – ISBN: 9783492702713 – erschienen: Mai 2013 (Piper)

[Rezension] „Die Zauberer“ von Michael Peinkofer

Die ZaubererReiheninfo:

  1. „Die Zauberer“
  2. „Die Zauberer: Die erste Schlacht“
  3. „Die Zauberer: Das dunkle Feuer“

Klappentext:

Der Große Krieg hat den Kontinent Erdwelt nahezu vernichtet. Inzwischen herrschen Elfenkönige gemeinsam mit dem Hohen Rat der Zauberer über das Land. Ihre Aufgabe ist es, den Frieden zu wahren. Doch finstere Verschwörer streben nach Macht. In diesen ungewissen Zeiten ruht die Hoffnung aller ausgerechnet auf drei jungen Novizen: der verführerischen Elfin Alannah, dem ehrgeizigen Elf Aldur und dem undurchsichtigen Menschen Granock. Ihre Ausbildung zum Zauberer hat gerade erst begonnen. Der Krieg aber steht unmittelbar bevor … (Quelle)

Meine Meinung:

Vor einiger Zeit schon hatte ich das Buch gelesen, nun, da ich den zweiten Teil lesen wollte, habe ich den ersten nochmal als Hörbuch gehört. Zum Glück, denn ich hatte doch schon viel vergessen.

Den ersten Teil des Buches nutzt Peinkofer, um die verschiedenen Charaktere einzuführen: Alannah und Granock waren mir auf Anhieb sympathisch, während Aldur erstmal sehr arrogant, hochnäsig und gemein daher kommt. Dass Granock der erste Mensch ist, der je eine Ausbildung zum Zauberer genossen hat, ist für den Leser von Vorteil, denn so kann man gemeinsam mit ihm die Welt der Elfen und des Hohen Rates entdecken.

Die drei Novizen stecken eigentlich noch mitten in ihrer Ausbildung, als Gerüchte um ein Massaker sie und ihre Meister in die Ferne nach Arun treiben. Und schon beginnt die erste schwere Aufgabe…

Die Geschichte, die Peinkofer erzählt, ist von Anfang bis Ende spannend. Interessant ist auch, dass man zwischendurch die Handlung auch aus dem Blickwinkel einiger Widersacher erfährt und so manchmal mehr weiß oder ahnt, als die Personen im Buch selber. Besonders schön fand ich die Idee, dass jeder Zauberer seine eigene besondere Gabe hat: So kann Granock beispielsweise die Zeit anhalten, Alannah gebietet über das Eis und Aldur über das Feuer.

„Die Zauberer“ ist ein wirklich interessanter Auftakt zu einem Epos über die Magier von Erdwelt. Johannes Steck gefällt mir als Sprecher von Fantasy-Geschichten auch hier wieder unheimlich gut. Seine Fähigkeit, den einzelnen Personen einprägsame und individuelle Stimmen zu verleihen, ist unglaublich. Ich vergebe sehr gute 7 von 10 Sternen, da ich vermutlich für die Folgebände Luft nach oben brauche.

stern 7

Die Zauberer – Michael Peinkofer – Taschenbuch – 592 Seiten – 9,99 € – ISBN: 9783492267328 – erschienen: Januar 2011 (Piper)

Hörbuchversion: Gekürzte Ausgabe – Sprecher: Johannes Steck – 10 Stunden 6 Minuten

„Alanna – Das Lied der Löwin“ von Tamora Pierce

AlannaEnthält die Bände:

  1. „Die schwarze Stadt“
  2. „Im Bann der Göttin“
  3. „Das zerbrochene Schwert“
  4. „Das Juwel der Macht“

Inhalt:

Der Plan ihres Vaters sieht vor, dass Alanna eine Hofdame und ihr Zwillingsbruder ein Ritter wird. Doch die beiden haben etwas andere Pläne: Alannas Bruder beginnt eine Ausbildung zum Zauberer und Alanna selbst reist gemeinsam mit Coram, dem Ritter ihres Vaters, in die Hauptstadt Corus, um dort als Alan ihre Ausbildung zum Knappen zu beginnen.

Doch ganz so leicht, wie sie sich das vorgestellt hat, wird ihre Zeit dort nicht, denn als jüngster und kleinster Knappe muss sie sich besonders beweisen und gleichzeitig immer darauf achten, dass ihre Täuschung nicht auffliegt…

Meine Meinung:

Zum Glück hat Heyne die vier Bücher um die Ritterin Alanna neu herausgegeben, sonst wäre ich vielleicht nie auf sie aufmerksam geworden. So lockte mich erst das Cover und dann der Klappentext.

Mit Alanna hat die Autorin eine perfekte Heldin für so eine Jugendfantasybuch geschaffen: liebenswert und klug, warmherzig und tapfer, aber nicht gänzlich ohne Furcht und Schwächen. Außerdem hat die Autorin ihrer Hauptfigur eine Reihe starker und liebenswerter Charaktere an die Seite gestellt, die jeder für sich schon fast ein Buch wert wären.

Man merkt diesem Sammelband an, dass er vier Einzelbände enthält, denn insbesondere zwischen den einzelnen Teilen scheut sich die Autorin nicht vor Zeitsprüngen und Ortswechseln. Insgesamt verläuft die Handlung auch nicht immer so gradlinig, wie man es als Leser zunächst vermuten mag; vor allem auch, weil einige Charaktere unerwartete Entwicklungen durchmachen, was mir persönlich sehr gut gefallen hat.

Eine toughe Heldin, Ritter, Magie, Intrigen und jede Menge Kämpfe: Mehr braucht man nicht für ein Fantasyjugendbuch, das ganz ohne Vampir-Werwolf-Gestaltwandler-Kitsch auskommt und schon fast an epische Highfantasy für Erwachsene erinnert. Tamora Pierce hat eine Welt und Charaktere geschaffen, die ich nur sehr ungern wieder verlasse. Mir wird es wirklich fehlen, immer wieder neue Abenteuer mit Alanna zu erleben. 8 von 10 Sternen!

stern 8

Alanna – Das Lied der Löwin – Tamora Pierce – Taschenbuch – 992 Seiten – 14,99 € – ISBN-13: 978-3453314375 – erschienen: November 2012 (Heyne) – Altersempfehlung: ab 12 Jahren