[Blogtour // Rezension] „Drachengift“ von Markus Heitz

Reiheninfo:

  1. „Die Mächte des Feuers“
  2. „Drachenkaiser“
  3. Drachengift“

Diese Rezension enthält Spoiler zu den vorherigen Bänden.

Klappentext:

Sie sind die Mächte des Feuers. Sie bringen Tod und Vernichtung über die Welt. Doch Silena und ihre Gefährten schlagen zurück, um das Überleben der Menschheit zu sichern …
Mit »Drachengift« eröffnet Markus Heitz die finale Schlacht zwischen den Menschen und den feuerbewehrten Geschöpfen. Silenas Kampf gegen die Drachen geht weiter, allerdings tritt neben dem Officium Draconis und den freien Drachenjägern plötzlich ein neuer Mitbewerber auf den Plan: eine mysteriöse Flugstaffel, die zu einem Chemie-Unternehmen gehört und mit Sprühmitteln gegen die Drachen vorgeht. Und Grigorij benimmt sich zusehends merkwürdiger. Als sei er unter den Bann eines Drachen gefallen … (Quelle)

Meine Meinung:

„Die rote Drachin fegte mit kräftigen Schwingenstößen heran, die roten Augen fest auf das Luftschiff gerichtet. Die Schnauze mit den gefährlichen Zähnen öffnete sich leicht und vorfreudig.“ (S. 234)

Silena und ihre Verbündeten haben im Kampf gegen die Drachen zwar schon große Erfolge eingefahren, dennoch bedrohen die Ungetüme immer wieder die Menschheit. Silena kann ihnen gerade aber nicht entgegentreten: An der Seite von Grigorij muss sie als Zarin vor allem die politischen Geschicke Russlands und ihr neugeborenes Kind, zu dem sie so gar keine mütterlichen Gefühle aufbauen kann, im Auge behalten. Der Zar selbst steht mehr und mehr unter dem Einfluss seiner Drogen – und dem schwarzen Drachen Tugarin …
Gleichzeitig kommt in Europa ein Mittel auf den Markt, das als Gift gegen Drachen wirken und die Menschheit endlich von den Bestien befreien soll. Ist dies tatsächlich die langersehnte Hoffnung?

Was wäre, wenn hinter allen politischen Intrigen und Kämpfen eigentlich die Machenschaften von mächtigen Drachen stecken würden? Dieser Frage geht Markus Heitz in seiner Drachen-Trilogie nach, die mit „Drachengift“ (zumindest vorerst) seinen Abschluss findet.

Wie auch schon die ersten beiden Bände spielt auch der dritte Teil in den Zwanzigerjahren in unserer Welt. Von kleinen Details – und eben der Tatsache, dass es Drachen gibt – einmal abgesehen, ist die beschriebene Welt unglaublich realistisch gekennzeichnet. Das hatte für mich beim Lesen zur Folge, dass der Gedanke, Drachen würden heimlich unsere Erde regieren, gar nicht mehr so unrealistisch wirkte.

Erzählt wird die Geschichte, und das ist sehr typisch für Markus Heitz, aus den verschiedensten Perspektiven: So geraten zum Beispiel neben Silena auch ihr Mann Gregorij, der ägyptische Drachentöter Ahmat und die toughe Leída in den Fokus. Als Leser hat man so, anders als die Figuren selbst, schnell ein komplettes Bild der Situation. Was genau es mit dem Drachengift Resacro auf sich hat und wie verzwickt die einzelnen Intrigen tatsächlich sind, hätte ich beim Lesen allerdings nicht vermutet. Insbesondere die Auflösung um Resacro hat mir sehr gut gefallen.

Wer zum Beispiel die Zwerge-Reihe von Markus Heitz gelesen hat, weiß, dass er es sich gerne offen hält, eine eigentlich beendete Reihe eventuell doch noch weiter zu führen. Auch in „Drachengift“ gibt es einige Andeutungen und ungeklärte Einzelheiten, die ggf. in einem weiteren Band aufgegriffen werden könnten. Hierzu gehört auch die Geschichte um die Archäologin Ulrika Mang, die meiner Meinung nach ansonsten nicht viel zur aktuellen Handlung beiträgt. Das hat mich beim Lesen etwas gestört, da ich keinen Bezug zu ihr aufbauen konnte.

„Drachengift“ ist der würdige Abschluss einer ganz besonderen Fantasy-Reihe, in der Markus Heitz die Drachen in die Welt der Zwanzigerjahre holt. An der Seite von Silena und ihren Mitstreitern kämpft der Leser wieder ein Mal gegen die Vorherrschaft der Drachen – und verliert dabei eine Bedrohung aus einer gänzlich anderen Richtung aus den Augen. Insgesamt vergebe ich 8 von 10 Sternen!

stern 8

Am Ende dieser Blogtour wird es auf his & her books ein Gewinnspiel zur Drachen-Reihe geben. Was genau ihr gewinnen könnt (und alle weiteren Informationen), erfahrt ihr am 15. Januar eben auf diesem Blog. Was ihr dafür tun müsst, ist allerdings jetzt schon klar: Auf allen teilnehmenden Blogs findet ihr in den entsprechenden Beiträgen eine Frage, die einfach in den Kommentaren beantwortet werden soll.

Blogtour_Heitz_Drachengift

Meine Frage an euch:

Wie findet ihr es, wenn ein Autor in dem Abschlussband einer Reihe bewusst einige Details offen lässt, um eventuell irgendwann doch noch in die entsprechende Welt und Handlung zurückzukehren?

Ich wünsche euch viel Erfolg! 🙂

Drachengift – Markus Heitz – Hardcover mit SU – 560 Seiten – 19,99 € – ISBN: 978-3-492-70353-6 – erschienen: Januar 2016 (Piper)

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[Sonntagsgeplauder] 10.1.2016

Oder: Eine Blogtour steht an!

Buchgeplauder

Schon wieder ist eine Woche rum, in der ich viel weniger zum Lesen gekommen bin, als ich es mir erhofft hatte – vor allem, weil ich noch bis einschließlich Mittwoch frei hatte. Beendet habe ich innerhalb dieser sieben Tage nur ein Buch und zwar „Drachenkaiser“ von Markus Heitz. Es war allerdings auch ein etwas dickeres Buch und wer Heitz schon mal gelesen hat, weiß, dass er sich nicht einfach so wegliest.

Aktuell lese ich „Drachengift“ von Markus Heitz und bin etwa bei der Hälfte. Den Rest werde ich heute noch lesen und freue mich schon sehr darauf.

„Huch? Die liest aber gerade sehr viel Heitz!“, mögt ihr euch jetzt denken. Das stimmt und hat auch einen ganz besonderen Grund. Am 14.1. (also am Donnerstag) erscheint der finale Band der Drachen-Trilogie von Markus Heitz. Um dies gebührend zu feiern und möglichst viele Leser auf die Bücher neugierig zu machen, wird es eine kleine Blogtour dazu geben, an der ich auch teilnehmen darf. (Ey, es geht um Markus Heitz, das ist eine große Ehre, finde ich!)

Blogtour_Heitz_Drachengift

Auf Book Walk wird es am 11.1. einen kleinen Rückblick auf die ersten beiden Bände geben. Am 12.1. stellt euch Christian auf seinem Blog die Drachen und die Drachenwelt etwas genauer vor. Auf hysterika.de wird es dann am 13.1. ein Interview mit Markus Heitz geben. Am 14.1. geht es dann hier bei mir mit einer Rezension zum Buch weiter. Und am Freitag wird es auf dem Blog von Steffi & Kay ein Gewinnspiel geben.

Lebensgeplauder

Die letzten Tage der Ferien habe ich nochmal richtig gut genutzt: Am Montag war ich mit einer Freundin bei IKEA (für gemütliche drei Stunden) und am Dienstag habe ich einen Mädelstag mit einer anderen lieben Freunden gemacht (inklusive „Fack ju Göhte“ und dem heiiißen Elyas M’Barek). Donnerstag und Freitag war es dann sehr schön, meine Schülerchen wiederzusehen, wobei ich dann auch dankbar für das Wochenende war. 😀 Zwei Tage arbeiten können ganz schön anstrengend sein. 😀
Gestern hatte ich dann noch einen sehr lustigen Abend mit einem Kumpel, wir waren lecker essen, haben lange gequatscht und so viel gelacht, dass es uns beide wundert, dass wir nicht aus dem Laden geschmissen wurden. 🙂

Bloggereigeplauder

Auf dem Blog von Nanni gibt es eine neue Ausgabe von 7 auf einen Streich (ihrem Interviewformat), dieses Mal mit Sarah, Vielleserin, Buchhändlerin und lieben Freundin von mir.

[Rund um’s Buch] Die Frankfurter Buchmesse 2015

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt: Und so war ich dieses Jahr statt geplanter zwei Tage nur am Samstag auf der Buchmesse. Gemeinsam mit meiner lieben Freundin Eva bin ich durch die Gänge geschlendert, habe Lesungen gehört und Eindrücke aufgenommen.

Das Piper Fantasy Event

Andreas Brandhorst

Andreas Brandhorst

Wie auch schon im letzten Jahr gehörte das Piper Fantasy-Event auf der Open Stage zu meinem absoluten Messehighlight. Dieses Jahr war neben den beiden Fantasy-Größen Markus Heitz und Michael Peinkofer (yeah!) auch der Science Fiction-Autor Andreas Brandhorst auf der Bühne. Wie auch schon im letzten Jahr moderierte Christian Handel absolut unterhaltsam durch die Veranstaltung.

Die drei Autoren lasen nicht nur aus ihren jeweiligen aktuellen Werken („Der Triumph der Zwerge“, „Sieg der Könige“ und „Das Schiff“), sondern plauderten auch ein bisschen aus dem Nähkästchen. So wissen wir nun beispielsweise, dass alle drei Autoren Plotter sind. Das bedeutet, alle drei konstruieren vor dem eigentlich Schreiben ihrer Bücher die komplette Handlung. Es wurde ganz offensichtlich, dass es ihnen davor grauen würde, „einfach so“ drauf los zu schreiben.
Andreas Brandhorst berichtete, dass er schon seit der Grundschule Geschichten schreiben würde. Die Science Fiction reizt ihn deswegen so, weil die Schauplätze, an denen er seine Geschichten ansiedeln kann, eben das komplette Universum umfassen und deswegen beinahe unbegrenzt groß sind.
Michael Peinkofer konnte mich (und sicherlich viele andere) mit der Nachricht begeistern, dass sein Fantasyroman „Splitterwelten“ endlich fortgesetzt wird (Doppel-Yeah!). Außerdem ist die Comic-Umsetzung von der Ork-Saga sehr weit, so dass er versprach zur Leipziger Buchmesse im nächsten Jahr mit den fertigen Comics anzureisen. Außerdem schreibt er gerade an einem finalen Band der Ork-Saga, um Balbok und Rammar einen würdigen Abschluss zu ermöglichen.

Michael Peinkofer - Lesung

Michael Peinkofer

Markus Heitz betonte, wie wichtig es ihm sei, beim Schreiben Abwechslung zu haben. Das sei auch der Grund, warum er nicht schon den 24. Band von „Die Zwerge“ geschrieben hätte, sondern immer mal wieder in anderen Genres wie Horror oder Science Fiction Bücher veröffentlicht. Außerdem ist es ihm wichtig, bekannte Klischees von Fantasywesen zu nutzen und abzuwandeln. Als Beispiel nannte er die vielen Volkssagen, die sich um Vampire drehen würden. Mit einem kleinen Augenzwinkern wies er aber darauf hin, dass es in keiner Volkssage Vampire geben würde, die im Sonnenlicht glitzern. 😉

Nach und vor der Lesung hatte ich noch die Möglichkeit, Fotos mit Markus Heitz und Michael Peinkofer zu machen. Ich glaube, man sieht mir an, wie sehr mich das gefreut hat. 😀

Markus Heitz und Michael Peinkofer klein

Markus Heitz // Michael Peinkofer

Pressetermin bei FJB

Nach der Veranstaltung musste ich mich leider ziemlich beeilen, denn wir hatten direkt einen Pressetermin bei Fischer FJB. All die interessanten Neuerscheinungen des kommenden Frühjahrs aufzuzählen, würde wahrscheinlich viel zu lange dauern. Man findet sie aber schon auf der Seite Neuerscheinungen mit den voraussichtlichen Erscheinungsdaten. Meine persönlichen Highlights sind “Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance” von Laure, die erscheinende Duologie von Gayle Forman („Nur ein Tag“ // „Und ein ganzes Jahr“) und das neue Werk von Annabel Pitcher „Schweigen ist Goldfisch“.

Gespräch und kurze Lesung mit Adnan Maral

Mehr durch Zufall und weil wir gerade Zeit hatten, kamen Eva und ich noch in den Genuss von Adnan Maral. Der Schauspieler, der vor allem durch „Türkisch für Anfänger“ bekannt geworden ist, hat gerade sein Jugendbuch „Super unkühl, Alter!“ rausgebracht. Das Buch liegt bei mir schon lesebereit im Regal.
Adnan Maral sprach von den Schwierigkeiten eines türkischen Schauspielers in Deutschland (Seine ersten Rollen waren die von einem Gemüsehändler und einem Dönerverkäufer namens Mehmet. Insgesamt spielte er etwa 12 verschiedene Mehmets. Sobald er ein Geschäftsmann darstellte, hing in seinem Büro das Bild eines Wasserfalls.) und dem Thema Identität.

Adnan Maral

Adnan Maral

Der Moderator Marc Langebeck hatte das Buch offensichtlich gelesen und leitete gut vorbereitet durch die Veranstaltung. So habe ich jetzt schon einen kleinen Eindruck davon, worum es in dem Buch geht, freue mich auf die Charaktere Douglas und Douglas und den Humor des Autors, der schon in dem kleinen Abschnitt, den er zum Schluss noch las, deutlich wurde.

TOPP-Kreativ und Frechverlag – MACH was!

Zum Abschluss hatte ich noch das große Glück, Eva zum Stand des TOPP Verlags begleitet zu haben. (Der Stand war übrigens wunderschön und ich hätte mir so ziemlich alle Bücher mitnehmen können.) Dort hatte sie bei einer Vorab-Aktionen einen DIY-Koffer gewonnen. Tja, und nun kam der Glücksmoment: Ich bekam direkt auch noch so einen Koffer zur Mitmach-Aktion „MACH was!“ in die Hand gedrückt. Da der Herbst und damit die gemütliche Sofa- und Bastelzeit ja direkt vor der Tür steht, freue ich mich sehr darüber und bin gespannt, was ich aus dem Inhalt so zaubern kann.

Mach was!

MACH was!-Aufkleber, Bastelanleitungen, Wolle, eine Häkelnadel, Schlüsselanhänger, Spraydosen und vieles mehr!

[Rezension] „Die Zwerge 5: Der Triumph der Zwerge“ von Markus Heitz

Reiheninfo:

  1. „Die Zwerge“
  2. „Der Krieg der Zwerge“
  3. „Die Rache der Zwerge“
  4. „Das Schicksal der Zwerge“
  5. „Der Triumph der Zwerge“

Achtung, diese Rezension enthält einige wenige Spoiler zu den vorherigen Bänden.

Klappentext:

Der Krieg um das Geborgene Land scheint vorüber. Frieden kehrt ein und die Völker festigen ihre Freundschaft, um geeint jeder Gefahr zu trotzen. Doch die Elben schmieden in ihren alten Reichen einen bedrohlichen Bund. Und im Grauen Gebirge wird ein Menschenkind aus dem Jenseitigen Land gefunden, das die Sprache der Albae spricht. Auf wundersame Weise gewinnt das Mädchen die Gunst vieler Bewohner des Geborgenen Landes, während die Zwerge dem Neuankömmling misstrauisch gegenüberstehen. Als ein übermächtiger Feind im Gebirge gesichtet wird, stellt sich heraus, dass das Mädchen ein Geheimnis hat, das die Zukunft des Volkes der Zwerge verändern wird. Wird eine letzte Schlacht geschlagen werden müssen? Und handelt es sich bei dem zurückgekehrten Tungdil tatsächlich um den legendären Helden der Axtschwinger? (Quelle)

Meine Meinung:

„Der Name des Empfängers war deutlich eingepunzt.
‚Für Ingrimmsch‘, las er entgeistert.
Es fiel ihm nur ein Zwerg ein, der sich nach Phondrasôn begeben hatte und der wusste, dass es ihn gab.“ (S. 63)

Die Zwerge-Reihe von Markus Heitz gehört zu meinen liebsten Fantasy-Reihen überhaupt. Ich mag seine liebenswerten Charaktere, die Kämpfe und den immer mal wieder durchblitzenden Humor. Als klar war, dass es noch einen fünften Band geben würde, war ich natürlich total begeistert und es war selbstverständlich, dass ich ihn lesen würde.

Das geborgene Land scheint zunächst ruhiger und friedlicher als jemals zuvor. Die Albae sind geschlagen und die restlichen Völker tun alles, um ein friedliches Bündnis untereinander zu erreichen. Und doch droht wieder Gefahr: sowohl aus dem Inneren als auch von außerhalb der schützenden Mauern des geborgenen Landes. Viele freuen sich, dass gerade jetzt Tungdil aus Phondrasôn zurückkehrt. Andere zweifeln: Ist es dieses Mal der echte?

Es war wirklich schön, wieder ein Mal in das Geborgene Land zurückzukehren und gemeinsam mit einigen wohlbekannten und liebgewonnenen Zwergen Schlachten zu schlagen und gegen das Böse zu kämpfen. Ich weiß nicht genau, zum wie vielten Mal ich den angefangenen Witz von Ingrimmsch gelesen habe. Es ist wirklich ein toller Running-Gag, dass er ihn nie zuende erzählen darf.

„Ingrimmsch zwinkerte ihm zu. ‚Sag, kennst du den Witz vom Ork, der den Zwerg nach dem Weg fragt, und der Zwerg antwortet…'“ (S. 88)

Und doch hatte ich mir noch mehr das Gefühl von Zurückkommen erhofft, aber dafür lag sicherlich auch zu viel Zeit zwischen dem Erscheinen des vierten und des fünften Bandes. Eine Besonderheit bei Heitz‘ Büchern ist es ja, dass z.B. die Zwerge-Reihe und die Albae-Reihe ineinander greifen. Die Handlungen ergänzen und vervollständigen sich. Das bietet zum einen die Möglichkeit, immer mal wieder auf alte Bekannte zu treffen. Zum anderen aber hatte ich das Gefühl, mir würden hier und da kleine Einzelheiten fehlen, weil ich eben nur die ersten drei Bände der Albae-Reihe gelesen habe.

„Der Triumph der Zwerge“ folgt dem altbekannten und bewährten Muster aller Zwerge-Bände: Es gibt eine Bedrohung für den Frieden des geborgenen Reiches und die Zwerge stehen parat um diesen mit Kampfkraft und der nötigen Portion Gewieftheit zu verteidigen. Es war schön auf alte Bekannte zu treffen und noch ein Mal ein paar Lesestunden mit den bärtigen Helden zu verbringen. Für mich ist die Reihe hiermit aber abgeschlossen. Ich weiß nicht, ob Markus Heitz noch einen weiteren Band schreiben wird. Ich werde ihn dann aber nicht mehr lesen, denn man soll ja bekanntlich aufhören, wenn es am Schönsten ist. Ich habe diesen fünften Band gerne gelesen, auch wenn er mich nicht in Begeisterungsstürme versetzt hat, und vergebe 8 von 10 Sternen!

stern 8

Der Triumph der Zwerge – Markus Heitz – Klappbroschur – 656 Seiten – 16,99 € – ISBN: 978-3-492-70351-2 – erschienen: Februar 2015 (Piper)

[Blick ins Regal] Regalfach 17

Hach, endlich ist es soweit, ich kann euch meine Alltime-Favourite-Lieblingsreihe vorstellen! Ich liebe meine Fantasyfächer. Ich merke gerade, dass das Bücher sind, die mir auch noch relativ lange nach dem Lesen am Herzen liegen!

17

Und nun kommt’s:

„Die Zwerge“-Reihe von Markus Heitz

Dies ist meine absolute ♥-Reihe! Es geht – wie der Name schon vermuten lässt – um Zwerge! Genauer gesagt um Tungdil, der, obwohl er bei Menschen großgeworden ist, plötzlich vor der Aufgabe steht, das gesamt Geborgene Land vor dem Bösen zu retten. Da die Reihe auf vier Bände ausgelegt ist, ist der Einstieg nicht ganz einfach. Zunächst werden die vielen Charaktere vorgestellt und die einzelnen Handlungsstränge vorbereitet. Doch wenn man diesen etwas holprigen Anfang hinter sich hat, kommt man in den Genuß der wirklich tollen Schreibkunst von Markus Heitz. Ich mag vor allem seine Charaktere, die Zwergen-Zwillinge Boindil und Boendal und Bavragor Hammerfaust.

Gerade bin ich dabei, alle vier Bände nochmal als Hörbücher zu hören. Wenn ich die beendet habe, wird es auch eine Gesamtrezension geben.

Ich kann diese Reihe allen Fans von Highfantasy nur ans Herz legen!!!

„Die Legenden der Albae: Dunkle Pfade“ von Markus Heitz

Die Legenden der Albae 3Reiheninfo:

  1. „Legenden der Albae: Gerechter Zorn“
  2. „Legenden der Albae: Vernichtender Hass“
  3. „Legenden der Albae: Dunkle Pfade“
  4. Titel und Erscheinungsdatum noch unbekannt

Achtung: Diese Rezension enthält evtl. Spoiler zu den ersten Bänden!

Inhalt:

Viele Jahre (äh, Teile der Unendlichkeit) sind vergangen, seit Caphalor und Sinthoras mit einer gewaltigen Armee aus Albae und Verbündeten in das Geborgene Land zogen, um es zu erobern. In der ehemaligen Hauptstadt Dson Faimon warten die zurückgelassenen Albae immer noch darauf, in das eroberte Land folgen zu können; so auch die drei Geschwister Sisaroth, Tirîgon und Firûsha. Doch als diese zu Unrecht des Mordes beschuldigt werden, werden sie nach Phondrason verbannt – ein Ort, an dem ein Überleben schier unmöglich erscheint. Die Albae begegnen – zunächst getrennt voneinander – den ungewöhnlichsten Feinden und irgendwann auch einem Zwerg namens Tungdil…

Meine Meinung:

Normalerweise fällt mir der Einstieg in die Bücher von Markus Heitz etwas schwer. So gerne ich in die von ihm geschaffenen Welten abtauche, brauche ich immer etwas länger, um wirklich in den Geschichten versinken zu können. Nun spielt dieser dritte Teil der Legenden der Albae viele Jahre nach dem zweiten Band, die gewohnten Charaktere haben keine Bedeutung mehr, selbst die bekannte Welt wird verlassen. Und doch war ich von der ersten Seite an gefesselt.

Vielleicht lag das an den interessanten, teilweise sehr verschiedenen, aber doch verhältnismäßig sympathischen neuen Hauptpersonen? Die Drillinge, die Leser der Zwerge-Reihe schon kennen (ich konnte mich allerdings nicht mehr erinnern), sind anders als Caphalor und vor allem Sinthoras es waren. Sie sind weniger grausam und ergötzen sich nicht so extrem am Leid anderer, was mir persönlich wirklich gut gefallen hat.

Ein wahres Highlight ist natürlich das Wiedersehen mit Tungdil. „Dunkle Pfade“ spielt zwischen dem dritten und vierten Zwerge-Band, so dass der Leser endlich erfährt, was passiert, nachdem Tungdil in die schwarze Schlucht ging. Ich muss gestehen, ich konnte mich an viele Dinge nicht mehr so detailliert erinnern, wie ich es gerne getan hätte. Trotzdem war es einfach ein schönes Wiedersehen, das in mir den Wunsch geweckt hat, auch meine heißgeliebte Zwerge-Reihe nochmals zu lesen.

In einem Nachwort verrät der Autor, dass es noch einen vierten Albae-Band geben wird, der zeitlich nach dem letzten Zwerge-Buch spielen wird. Klingt etwas verworren und ist es sicherlich auch, aber auf eine tolle Art und Weise. Ich mag es, wie der Autor seine Geschichten miteinander verknüpft.

Etwas Kritik habe ich allerdings trotz meiner Begeisterung: Meiner Meinung nach hätte dieses Buch auch etwa 100 Seiten dünner sein können. Für meinen Geschmack zieht sich die Handlung zum Ende hin. Es gibt zwar kaum überflüssige Stellen, trotzdem hätte ich mir manchmal ein etwas schnelleres Voranschreiten gewünscht.

In „Dunkle Pfade“ dürfen wir also eine etwas menschlichere Seite der Albae kennenlernen. Dies mag manche Fans enttäuschen, ich fand es toll. Beim Lesen von diesem Buch ging es mir genau andersherum als sonst: Ich habe extrem schnell einen Zugang zur Geschichte und den Hauptpersonen gefunden, dafür habe ich mich zum Ende hin stellenweise etwas gelangweilt. Das hindert mich aber nicht daran, schon jetzt sehnsüchtig auf den finalen Teil zu warten und mir die Zwischenzeit sicherlich mit dem einen oder anderen Re-Read der „Zwerge“ zu versüßen. Ich vergebe 8 von 10 Sternen.

stern 8

Die Legenden der Albae: Dunkle Pfade – Markus Heitz – Klappbroschur – 672 Seiten – 16,99 € – ISBN-13: 978-3492701983 – erschienen: August 2012 (Piper)

„Die Legenden der Albae: Vernichtender Hass“ von Markus Heitz

Die Legenden der Albae 2Reiheninfo:

  1. „Legenden der Albae: Gerechter Zorn“
  2. „Legenden der Albae: Vernichtender Hass“
  3. „Legenden der Albae: Dunkle Pfade“
  4. Titel und Erscheinungsdatum noch unbekannt

Achtung: Diese Rezension enthält Spoiler zum ersten Band!

Inhalt:

„Keine Armee vollbrachte Größeres!“, sprach er inbrünstig. „WIR haben die Unterirdischen niedergeworfen und vernichtet. Und WIR werden die Elben niederwerfen und nicht nur sie vernichten, sondern alles, was von ihnen existiert. Nichts darf mehr an sie erinnern. WIR sind ihr TOD!“ (S. 21)

Auf diese Art feuern Sinthoras und Caphalor ihre Albae-Truppen an. Die beiden Nostàroi sind unbestrittene Helden, doch ob das immer so bleiben wird?

Sinthoras und Caphalor haben gemeinsam mit ihrem Albae-Heer und den Verbündeten den steinernen Torweg überwunden, nun soll das restliche Tark Draan – oder das Geborgene Land, wie die Bewohner es nennen – erobert werden. Die Karten stehen gut, doch schon bald droht unerwartete Gefahr und nicht nur der Feldzug gegen die Elben, auch das heimische Albae-Reich ist in Gefahr.

Meine Meinung:

Ich muss ganz ehrlich sagen: Es fällt mir nach wie vor schwer, mit den Albae mitzufiebern, denn sie sind nun mal absolut keine Sympathieträger. Szenen, wie die folgende, lassen mich heimlich wünschen, dass doch die Elben die große Schlacht um das Verborgene Land gewinnen mögen:

„Auf den Feldern arbeiteten weiß gekleidete Elben, holten die Ernte ein, warfen das Korn auf lange Wagen und transportierten es zu einem Fluss, an dem sich eine Mühle an die nächste reihte. Dem Klang nach wurde in den Scheunen gedroschen. Gelegentlich sah man nach Morana, sie wurde mit einem erhobenen Arm gegrüßt.

Die Albin erwiderte die freundliche Geste mit Hass. Die Vernunft hinderte sie daran, ihr Schwert zu ziehen und durch die Ähren zu jagen, um die Elben niederzustrecken. Die goldene Ebene wird man bald Blutebene nennen, wenn wir mit euch fertig sind, schwor sie stumm.“ (S. 165)

Und doch kam ich im zweiten Teil der Albae-Trilogie besser mit den Hauptpersonen zurecht, als es beim Vorgänger der Fall war. Es gibt eben doch einige Albae, die etwas weniger grausam als andere sind. Und man gewöhnt sich an die Blutdurst, den Knochenschmuck und die Nachtmahle mit den leuchtenden Augen und spitzen Zähnen.

Allerdings verteilt sich die Handlung auch auf viele Nebenschauplätze, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. So stehen nicht nur die Albae im Fokus, sondern auch andere Rassen.

Grundsätzlich habe ich beim Lesen festgestellt, dass man die Bücher von Markus Heitz dann am besten genießen kann, wenn man viele Seiten am Stück lesen kann. Nur denn gelingt es mir wirklich, die detaillierten Beschreibungen zu würdigen und in der komplexen Handlung zu versinken.

Am Ende des Buches gibt Heitz einen kleinen Ausblick auf den dritten Teil. Dieser Ausblick macht mich als Leserin von „Die Zwerge“ auf jeden Fall neugierig (die Handlung von „Dunkle Pfade“ ist zwischen dem dritten und vierten Zwerge-Band angesiedelt), lässt mich aber auch ein bisschen unbefriedigt zurück, denn ich vermute, dass viele Handlungsstränge aus diesem Band nicht weitergeführt werden.

„Vernichtender Hass“ hat mir sehr viel besser gefallen als „Gerechter Zorn“. Das lag vor allem daran, dass ich mich mit diesen doch nicht so leicht zu mögenden Charakteren angefreundet habe. Aber auch die Handlung auf den vielen Nebenschauplätzen hat mir gut gefallen. Ich bin gespannt, was mich im dritten Teil erwartet. 8 von 10 Sternen für spannende und mitreißende Fantasy-Unterhaltung.

stern 8

Die Legenden der Albae: Vernichtender Hass – Markus Heitz – Klappbroschur – 652 Seiten – 16,99 € – ISBN-13: 978-3492701976 – erschienen: Augsut 2011 (Piper)

„Die Legenden der Albae: Gerechter Zorn“ von Markus Heitz

Legenden der AlbaeReiheninfo:

  1. „Legenden der Albae: Gerechter Zorn“
  2. „Legenden der Albae: Vernichtender Hass“
  3. „Legenden der Albae: Dunkle Pfade“
  4. Titel und Erscheinungsdatum noch unbekannt

Klappentext:

Die Albae sind gefährlich, grausam und scheuen keine Krieg. Ihre Feinde fürchten sie, und ihre Sklaven folgen ihnen bedingungslos. Doch die dunklen Geschöpfe bergen ungeahnte Geheimnisse und ihre Macht ist nicht unbegrenzt.

Das Reich der Albae ist bedroht, und die ungleichen Krieger Sinthoras und Caphalor erhalten den Auftrag, einen mächtigen Dämon für ihr Volk zu gewinnen. Es stellt sich aber schnell heraus, dass jeder der Albae eigene Pläne verfolgt. Der Kampf um Ehre, Leidenschaft und Macht bringt sie in höchste Gefahr […].

Meine Meinung:

Leser von der grandiosen Fantasy-Reihe „Die Zwerge“ kennen die Albae schon. In diesen Büchern sind die Albae die unerbittlichen, verhassten Gegner unserer zwergischen Hauptpersonen.

„Die Legenden der Albae“ lassen sich aber eigentlich so gar nicht mit „Die Zwerge“ vergleichen, denn für mich hat die Zwergen-Reihe vor allem durch ihre liebenswerten Charaktere gelebt.

Und Albae sind einfach nicht ganz so liebenswert: sie sind brutal, sie genießen den Tod anderer, sie malen mit Blut und bauen Kunstwerke aus Knochen.

Deswegen fiel es mir auch erst einmal ein bisschen schwer, mich auf das Buch einzulassen, denn ohne sympathische Hauptfiguren fehlt nun mal etwas die Identifikation. Zum Glück gibt es aber Caphalor, der im Vergleich gegen den noch sehr viel grausameren Sinthoras beinahe freundlich und menschlich wirkt.

Wie auch „Die Zwerge“ soll wohl auch diese Reihe vier Bände beinhalten. Und das merkt man beim Lesen auch. Die Geschichte kommt eher langsam zum Rollen. Zunächst werden die Charaktere, ihre Beweggründe und die politische Situation dargestellt. Meiner Meinung nach begann die richtige Handlung erst ab der Mitte des Buches. Doch dann kann man auch schon bald Heitz mitreißenden, sehr bildnerischen Schreibstil genießen und ein neues Abenteuer im Jenseitigen Land erleben.

Umso mehr freue ich mich natürlich, dass ich den zweiten Band „Vernichtender Hass“ schon lesebereit im Regal stehen habe.

Man kann also sagen, dass „Gerechter Zorn“ der etwas behäbig beginnende Auftakt zu einer sicherlich wieder spannenden Fantasyreihe ist und sich durch brutale, selbstsüchtige Charaktere auszeichnet, die man erstaunlicherweise am Ende doch mag. Ich vergebe 6 von 10 Sternen und bin auf die Fortsetzung sehr gespannt.

stern 6

Die Legenden der Albae: Gerechter Zorn – Markus Heitz – Taschenbuch – 592 Seiten – 15,95 € – ISBN-13: 978-3492701549 – erschienen: April 2009 (6. Auflage, Piper)