[Rezension] „Phönix“ von Michael Peinkofer

produkt-12048DAS GESETZ DES PHÖNIX

1
Der Phönix beobachtet dich.
Er weiß alles.

2
Maschinen bringen Tod und Leid.
Niemals darfst du sie bauen.

3
Dunkelheit ist dein Feind.
Niemals darfst du dein Dorf bei Nacht verlassen.

Niemals darfst du dein Dorf bei Nacht verlassen. Das wurde Callista und den anderen Bewohnern schon früh eingetrichert. Das Gesetz des Phönix ist nicht diskutierbar und wird mit aller Härte durchgesetzt. Denn nur durch die Gnade des Phönix können die Menschen nach dem großen Zusammenbruch überhaupt wieder leben.

Doch die 15-jährige Callista ist anders als die anderen Dorfbewohner. Sie will sich nicht einfach mit ihrem Schicksal anfreunden. Warum darf sie nicht jagen, nur weil sie eine Frau ist? Gibt es wirklich nichts mehr jenseits des Waldes? Und was liegt hinter den Sternen?

Als Callistas kleiner Bruder eines Tages im Wald verschwindet, hat Callista plötzlich einen merkwürdigen Traum und macht sich mit ihrem Freund Lukan auf, ihren Bruder zu finden. Doch bisher ist noch niemals jemand lebend zurrückgekehrt, der die Nacht im Wald verbracht hat …

Die Bücher von Michael Peinkofer sind für mich in der Regel absolute Must-Reads: Das war mit „Phönix“ nicht anders. Als ich das Buch endlich vor mir liegen hatte, wurde mir bewusst, dass ich es gekauft habe, ohne auch nur ein kleines Bisschen vom Inhalt zu wissen.

Dieser ist nicht komplett neu – eine typische Jugendbuchdystopie mit leichtem Fantasyeinschlag. Das hat meinem Lesevergnügen aber gar keinen Abbruch getan. Ich habe das Buch innerhalb weniger Tage verschlungen und bin wirklich traurig, dass ich nicht direkt weiterlesen kann. „Phönix“ ist nämlich der Auftakt zu einer Trilogie.

Was mich jetzt so begeistert hat? Ich kann es gar nicht so genau sagen, aber ich denke, dass es zum einen das Setting der Geschichte war, zum anderen die leichte Schreibweise des Autors. Kaum jemand anders schafft es, dass ich so über die Seiten fliege. Die Bücher des Autors sind also nicht ohne Grund absolute Must-Reads – und sollten es für alle Fans von unterhaltsamer (Jugend-)Fantasy und Dystopien auch sein. 🙂 8 von 10 Sternen!

stern 8

Phönix – Michael Peinkofer – Klappbroschur – 352 Seiten – 15,00 € – ISBN: 978-3-492-70377-2 – erschienen: Oktober 2017

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[Rezension] „Die Ehre der Orks“ von Michael Peinkofer

Reiheninfo:

  1. „Die Rückkehr der Orks“
  2. „Der Schwur der Orks“
  3. „Das Gesetz der Orks“
  4. „Die Herrschaft der Orks“
  5. „Die Ehre der Orks“

Klappentext:

Sie gewannen Kriege. Sie wurden zu Königen ihres Volkes. Sie beleidigten ihre Gegner. Und manchmal auch ihre Verbündeten … Die rauflustigen Brüder Balbok und Rammar haben alles erreicht, was man sich als Ork aus echtem Tod und Horn erträumen kann. Doch sie haben noch eine Rechnung offen – mit ihrer Vergangenheit. Und der unmöglichen ersten Mission, mit der all ihre Abenteuer begannen. (Quelle)

Meine Meinung:

Ich glaube, ich brauche nicht extra zu erwähnen, dass ich vermutlich der weltgrößte Peinkofer-Fan der Welt bin! Natürlich war deswegen auch das neueste Abenteuer der Orks ein Muss für mich.

„Es kommt nicht darauf an, wie stark einer ist, sondern wofür er kämpft.“ (S. 364)

In diesem letzten Abenteuer der beiden Orks Rammar und Balbok führt uns Peinkofer weit zurück in die Jugend der beiden liebenswerten Unholde. Er erzählt davon, wie Rammar versucht, ein faihok (ein orkischer Krieger) zu werden, wie er sich immer wieder über seinen Bruder Balbok ärgert und wie die beiden schließlich aufbrechen, um ihr erstes großes Abenteuer zu bestreiten. Außerdem darf man als Leser hautnah miterleben, wie Rammar beinahe so etwas wie Gefühle zeigt – zum Glück wirklich nur beinahe, denn ein Ork aus echtem Tod und Horn hat natürlich keine Gefühle. Das ist ja ganz klar.

Mit „Die Ehre der Orks“ geht eine Ära zuende. Das elfte Buch, das in Erdwelt spielt, soll laut Peinkofer auch das letzte sein. Und obwohl ich den Autoren für diese Entscheidung bewundere – man soll schließen gehen, wenn es am schönsten ist – bin ich schon auch sehr wehmütig, denn ich habe die beiden Unholde doch sehr ins Herz geschlossen. Bevor ich das erste Buch dieser Reihe gelesen habe, war ich mir unsicher: Würde ich eine Geschichte, in der zwei Orks (eigentlich die Hassgegner von Zwergen und Elfen) die Hauptrolle spielen, wirklich mögen können? Ja, ja und nochmals: Ja!

Michael Peinkofer erfindet in seinen Büchern das Rad nicht jedes Mal neu. Und dennoch ist das Lesen der Erdwelt-Romane für mich wie das Schauen einer Lieblingsserie: Ich komme zurück zu geliebten Charakteren, finde mich schnell in der Welt zurecht und fühle mich wohl. Jedes Mal auf’s Neue!

stern 9

Die Ehre der Orks – Michael Peinkofer – Klappbroschur – 448 Seiten – 16,99 € – ISBN: 978-3-492-70341-3 – erschienen: März 2016 (Piper)

[Rezension] „Sieg der Könige“ von Michael Peinkofer

Reiheninfo:

  1. „Die Könige. Orknacht“
  2. „Kampf der Könige“
  3. „Sieg der Könige“

Klappentext:

Nach Jahrhunderten des Kampfes, des Sieges und der Niederlagen beginnt die alles entscheidende Schlacht um Erdwelt: Daghan von Ansun, Aryanwen, Balbok, Rammar und ihre Verbündeten setzen alles daran, den Untergang noch abzuwenden. Verfolgt von grausamen Schattendrachen, Kaldronen und Kriegern der Finsternis, müssen sich die Gefährten ein letztes Mal ihrem mächtigsten Feind stellen – dem Dunklen König.

Meine Meinung:

„Signale erklangen, der spröde Ton der Hörner, in die die Clanleute stießen, vereinte sich mit einem blechernen Klang zwergischer Kriegstrompeten zu einem infernalischen Heulen, das durch Mark und Bein ging und weithin zu hören war. Gleichzeitig setzte Trommelschlag ein, und Tausende von Kehlen verfielen in wildes Gebrüll.“ (S. 45)

Es ist soweit: Der finale Band der Könige-Reihe von Peinkofer ist erschienen und der finale Kampf gegen den Dunklen König beginnt. Und den können die Völker Erdwelts nur dann gewinnnen, wenn sie gemeinsam Seite an Seite kämpfen, ihre früheren Konflikte vergessen und Rivalitäten beiseite schieben.

Nachdem es etwa ein Jahr her ist, dass ich den zweiten Band gelesen hatte, fiel es mir kurz schwer, mich an die Details aus „Kampf der Könige“ zu erinnern. Doch hier macht es der Autor dem Leser sehr leicht und flicht kurze Rückblenden und Wiederholungen in das aktuelle Geschehen mit ein. So war der Einstieg leicht und ich war sehr schnell mitten in der Geschichte.

Wie in all seinen Büchern mag ich es, wie Michael Peinkofer schreibt: Ich mag seine Figuren, den Humor und die Art, wie sich die Geschichten aufbauen. Ohne Frage würde ich von ihm so ziemlich alles lesen. In diesem Band gab es mir stellenweise etwas zu viele Kampfszenen, aber das ist vermutlich in einem finalen Fantasyband einfach nötig.

In dem letzten Band einer Reihe geht es natürlich auch immer darum, Handlungsstränge zusammenzuführen und zu einem sauberen Abschluss zu bringen: In „Sieg der Könige“ laufen die verschiedenen Fäden, die Michael Peinkofer in den vorherigen Bänden gesponnen hat, tatsächlich geschickt zusammen. Für mich blieben keine offenen Fragen. Was mich allerdings etwas störte, war die Tatsache, dass der Autor, um unsere Helden zum Sieg zu führen, das ein oder andere Mal doch ziemlich tief in seine Trickkiste greifen musste.

„Sieg der Könige“ ist ein gelungener Abschluss einer toller Fantasytrilogie, in der Michael Peinkofer ein weiteres Mal beweist, dass man die Völker Erdwelts auch zusammenarbeiten lassen kann. Außerdem zeigt er, dass Highfantasy nicht notwendigerweise unglaublich kompliziert geschrieben werden und nicht ausschließlich aus Schachtelsätzen bestehen muss. Das ist etwas, was ich an ihm sehr schätze. In meinen Augen war dieser finale Band allerdings etwas schwächer als seine Vorgänger: Mir persönlich gab es zu lang andauernde Kampfszenen und zu viele kleine „Wunder“. Insgesamt gibt es von mir 7 von 10 Sternen.

stern 7

Sieg der Könige – Michael Peinkofer – Klappbroschur -576 Seiten – 16,99 € – ISBN: 978-3-492-70315-4 – erschienen: September 2015 (Piper)

[Rund um’s Buch] Die Frankfurter Buchmesse 2015

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt: Und so war ich dieses Jahr statt geplanter zwei Tage nur am Samstag auf der Buchmesse. Gemeinsam mit meiner lieben Freundin Eva bin ich durch die Gänge geschlendert, habe Lesungen gehört und Eindrücke aufgenommen.

Das Piper Fantasy Event

Andreas Brandhorst

Andreas Brandhorst

Wie auch schon im letzten Jahr gehörte das Piper Fantasy-Event auf der Open Stage zu meinem absoluten Messehighlight. Dieses Jahr war neben den beiden Fantasy-Größen Markus Heitz und Michael Peinkofer (yeah!) auch der Science Fiction-Autor Andreas Brandhorst auf der Bühne. Wie auch schon im letzten Jahr moderierte Christian Handel absolut unterhaltsam durch die Veranstaltung.

Die drei Autoren lasen nicht nur aus ihren jeweiligen aktuellen Werken („Der Triumph der Zwerge“, „Sieg der Könige“ und „Das Schiff“), sondern plauderten auch ein bisschen aus dem Nähkästchen. So wissen wir nun beispielsweise, dass alle drei Autoren Plotter sind. Das bedeutet, alle drei konstruieren vor dem eigentlich Schreiben ihrer Bücher die komplette Handlung. Es wurde ganz offensichtlich, dass es ihnen davor grauen würde, „einfach so“ drauf los zu schreiben.
Andreas Brandhorst berichtete, dass er schon seit der Grundschule Geschichten schreiben würde. Die Science Fiction reizt ihn deswegen so, weil die Schauplätze, an denen er seine Geschichten ansiedeln kann, eben das komplette Universum umfassen und deswegen beinahe unbegrenzt groß sind.
Michael Peinkofer konnte mich (und sicherlich viele andere) mit der Nachricht begeistern, dass sein Fantasyroman „Splitterwelten“ endlich fortgesetzt wird (Doppel-Yeah!). Außerdem ist die Comic-Umsetzung von der Ork-Saga sehr weit, so dass er versprach zur Leipziger Buchmesse im nächsten Jahr mit den fertigen Comics anzureisen. Außerdem schreibt er gerade an einem finalen Band der Ork-Saga, um Balbok und Rammar einen würdigen Abschluss zu ermöglichen.

Michael Peinkofer - Lesung

Michael Peinkofer

Markus Heitz betonte, wie wichtig es ihm sei, beim Schreiben Abwechslung zu haben. Das sei auch der Grund, warum er nicht schon den 24. Band von „Die Zwerge“ geschrieben hätte, sondern immer mal wieder in anderen Genres wie Horror oder Science Fiction Bücher veröffentlicht. Außerdem ist es ihm wichtig, bekannte Klischees von Fantasywesen zu nutzen und abzuwandeln. Als Beispiel nannte er die vielen Volkssagen, die sich um Vampire drehen würden. Mit einem kleinen Augenzwinkern wies er aber darauf hin, dass es in keiner Volkssage Vampire geben würde, die im Sonnenlicht glitzern. 😉

Nach und vor der Lesung hatte ich noch die Möglichkeit, Fotos mit Markus Heitz und Michael Peinkofer zu machen. Ich glaube, man sieht mir an, wie sehr mich das gefreut hat. 😀

Markus Heitz und Michael Peinkofer klein

Markus Heitz // Michael Peinkofer

Pressetermin bei FJB

Nach der Veranstaltung musste ich mich leider ziemlich beeilen, denn wir hatten direkt einen Pressetermin bei Fischer FJB. All die interessanten Neuerscheinungen des kommenden Frühjahrs aufzuzählen, würde wahrscheinlich viel zu lange dauern. Man findet sie aber schon auf der Seite Neuerscheinungen mit den voraussichtlichen Erscheinungsdaten. Meine persönlichen Highlights sind “Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance” von Laure, die erscheinende Duologie von Gayle Forman („Nur ein Tag“ // „Und ein ganzes Jahr“) und das neue Werk von Annabel Pitcher „Schweigen ist Goldfisch“.

Gespräch und kurze Lesung mit Adnan Maral

Mehr durch Zufall und weil wir gerade Zeit hatten, kamen Eva und ich noch in den Genuss von Adnan Maral. Der Schauspieler, der vor allem durch „Türkisch für Anfänger“ bekannt geworden ist, hat gerade sein Jugendbuch „Super unkühl, Alter!“ rausgebracht. Das Buch liegt bei mir schon lesebereit im Regal.
Adnan Maral sprach von den Schwierigkeiten eines türkischen Schauspielers in Deutschland (Seine ersten Rollen waren die von einem Gemüsehändler und einem Dönerverkäufer namens Mehmet. Insgesamt spielte er etwa 12 verschiedene Mehmets. Sobald er ein Geschäftsmann darstellte, hing in seinem Büro das Bild eines Wasserfalls.) und dem Thema Identität.

Adnan Maral

Adnan Maral

Der Moderator Marc Langebeck hatte das Buch offensichtlich gelesen und leitete gut vorbereitet durch die Veranstaltung. So habe ich jetzt schon einen kleinen Eindruck davon, worum es in dem Buch geht, freue mich auf die Charaktere Douglas und Douglas und den Humor des Autors, der schon in dem kleinen Abschnitt, den er zum Schluss noch las, deutlich wurde.

TOPP-Kreativ und Frechverlag – MACH was!

Zum Abschluss hatte ich noch das große Glück, Eva zum Stand des TOPP Verlags begleitet zu haben. (Der Stand war übrigens wunderschön und ich hätte mir so ziemlich alle Bücher mitnehmen können.) Dort hatte sie bei einer Vorab-Aktionen einen DIY-Koffer gewonnen. Tja, und nun kam der Glücksmoment: Ich bekam direkt auch noch so einen Koffer zur Mitmach-Aktion „MACH was!“ in die Hand gedrückt. Da der Herbst und damit die gemütliche Sofa- und Bastelzeit ja direkt vor der Tür steht, freue ich mich sehr darüber und bin gespannt, was ich aus dem Inhalt so zaubern kann.

Mach was!

MACH was!-Aufkleber, Bastelanleitungen, Wolle, eine Häkelnadel, Schlüsselanhänger, Spraydosen und vieles mehr!

[Rund um’s Buch] Die Seraph-Longlist und die Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendien

Die Leipziger Buchmesse steht vor der Tür, was traditionell auch mit der Vergabe einiger Literaturpreise verbunden ist. So wird zum Beispiel wieder der SERAPH vergeben, für den vor einigen Tagen die Longlist veröffentlicht wurde. Außerdem stehen schon die beiden Preisträger der Kranichsteiner Literatur-Stipendien fest.

Longlist des SERAPH 2015

Bestes Debüt:

  • Alexander, Martin: Meister der Türme
  • Böhm, Nicole: Seelenwächter
  • Daut, Tom: Die Sinistra
  • El-Bahay, Akram: Flammenwüste
  • Gwisdek, Robert: Der unsichtbare Apfel
  • Jahnke, Alex: Neuschwabenland
  • Reschke, Jan: Die Ummauerte Stadt

Bestes Buch

  • Bagus, Anja: Waldesruh
  • Brandhorst, Andreas: Das Kosmotop
  • Corvus, Robert: Schattenkult
  • Damerow, Christian: Des Schrecklichen Anfang
  • Ecker, Christopher: Die letzte Kränkung
  • Finn, Thomas: Aquarius
  • Hohlbein, Wolfgang: Der Ruf der Tiefen
  • lo Cascio, Priska: Die Herrscher von Dhaleth
  • Meyer, Kai: Die Seiten der Welt
  • Mützlitz, Henning: Wächter der letzten Pforte
  • Oldenburg, Jan: Kampf des Jahrhunderts
  • Peinkofer, Michael: Kampf der Könige
  • Perplies, Bernd: Imperium der Drachen 1
  • Schenkel, Daniel: Die Mürenberg-Chroniken
  • Stein, Maike: Du oder sie oder beide

Nanni und ich planen auch noch ein kleines Buchgeflüster zum SERAPH im März. Mal sehen, wie wir das umsetzen. Ich drücke auf jeden Fall schon mal ganz fest die Daumen für Michael Peinkofer und Thomas Finn! Die Shortlist wird vermutlich in den nächste Tagen erscheinen.
Welche der Bücher habt ihr gelesen und welche könnt ihr eventuell sogar empfehlen?

Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendien

Die Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendien werden seit 2010 jährlich vom Deutschen Literaturfonds und vom AKJ vergeben. Sie sind gedacht für Autoren von Jugendbüchern, die bereits erste überzeugende Titel veröffentlicht haben und eine positive literarische Entwicklung erkennen lassen, sich aber bisher keine starke Marktposition erarbeiten konnten. Ihnen soll die Möglichkeit gegeben werden, ein nächstes Buchprojekt unabhängig von den Anforderungen des Marktes und unter finanziell gesicherten Lebensumständen verwirklichen zu können. Beide Preisträger erhalten ein jeweils sechsmonatiges Stipendium in Höhe von 12.000 Euro. […]
Das Auswahlverfahren ist an den Deutschen Jugendliteraturpreis angebunden. Eine Bewerbung um ein Stipendium erfolgt automatisch durch die Einreichung eines deutschsprachigen Jugendbuchs für den Deutschen Jugendliteraturpreis. (Quelle)

Die Preisträger 2015

Corinna Antelmann für „Der Rabe ist Acht“

Martin Kordic für „Wie ich mir das Glück vorstelle“

Insbesondere das erste Buch interessiert mich sehr und kommt auf meine innere „Will ich haben“-Liste. 😉

[Rezension] „Kampf der Könige“ von Michael Peinkofer

Kampf der KönigeReiheninfo:

  1. „Die Könige: Orknacht“
  2. „Kampf der Könige“
  3. – Titel bisher noch unbekannt –

Klappentext:

Mit „Die Könige“ führte Michael Peinkofer seine Leser in die düstere Ära der Geschichte des Kontinents Erdwelt. Nun kehren die Helden um den Krieger Dag und seine Gefährtin Aryanwen zurück, um die nächste Schlacht zu schlagen: Das Reich ist zersplittert. Alchemisten betreiben dunkle Magie, und die Stadt Tirgas Winmar erzittert unter der Schreckensherrschaft des Dunklen Königs. Dag und Aryanwen ziehen durch das Land auf der Suche nach ihrem Kind, das sie einst den Orks Balbok und Rammar anvertrauten. Doch vor ihnen liegt nicht nur ein gefahrvoller Weg, sondern auch das finsterste Geheimnis Erdwelts … (Quelle)

Meine Meinung:

Hach! Peinkofer zu lesen, ist einfach immer toll! Ich mag seine Art, Highfantasy mit Humor zu verknüpfen, ich mag seine so verschiedenen Helden und vor allem, dass nicht eine Rasse die Gute ist. Auch in „Kampf der Könige“ gibt es wie im Vorgänger einige Hauptdarsteller: so beispielsweise natürlich die Orks Balbok und Rammar mit ihrem Ziehkind Alannah, dessen Eltern Dag und Aryanwen und die tapferen zwergischen Widerstandskämpfer.

Ich mochte schon den ersten Band „Orknacht“ total gerne, aber dieser zweite Teil, der bei vielen Trilogien nicht so gut gelingt, konnte mich noch mehr begeistern. Das lag zum einen sicherlich daran, dass die Handlung richtig flott vorangeht und zum Beispiel Dag, Aryanwen und Dwethan auf die beiden Orks treffen, was zu vielen lustigen Situationen führt. Zum anderen habe ich in der Zwischenzeit die ersten drei Ork-Bücher des Autors gelesen und konnte es genießen, wie sehr er die in Erdwelt spielenden Bücher miteinander verknüpft. Man kann die Reihen (Die Zauberer – Die Orks – Die Könige) definitiv auch unabhängig voneinander lesen, aber wenn man die Hintergründe und die Vergangenheit der Charaktere kennt, ist das ein besonderes Vergnügen.

Was ich an den Büchern von Peinkofer mag, ist, dass die Mittelteile seiner Trilogien so gelungen sind. Bei anderen Autoren habe ich oft das Gefühl, sie schreiben den zweiten Band nur, um zum dritten zu kommen. In „Kampf der Könige“ schreitet die Handlung aber richtig voran und findet zumindest teilweise auch schon einen Abschluss, so dass man das Buch mit dem Gefühl, ein Stückchen gesiegt zu haben, beiseite legt. Da den Völkern von Erdwelt aber immer noch Gefahr droht, fiebere ich dem dritten Band natürlich schon sehr entgegen.

Kurz und knapp: Fantasybücher von Michael Peinkofer sind für mich ein Muss! Gekonnt verknüpft er typische Themen der Highfantasy mit seinem ganz eigenen Humor, der vor allem durch die beiden Orkbrüder in die Geschichte gebracht wird, und verleiht dem Kampf gegen das Böse dadurch einen ganz frischen Wind. Ich vergebe sehr gute 8 von 10 Sternen!

stern 8

Kampf der Könige – Michael Peinkofer – Klappbroschur – 544 Seiten – 16,99 € – ISBN: 978-3-492-70211-9 – erschienen: September 2014 (Piper)

[Rezension] „Die Zauberer“ von Michael Peinkofer

Die ZaubererReiheninfo:

  1. „Die Zauberer“
  2. „Die Zauberer: Die erste Schlacht“
  3. „Die Zauberer: Das dunkle Feuer“

Klappentext:

Der Große Krieg hat den Kontinent Erdwelt nahezu vernichtet. Inzwischen herrschen Elfenkönige gemeinsam mit dem Hohen Rat der Zauberer über das Land. Ihre Aufgabe ist es, den Frieden zu wahren. Doch finstere Verschwörer streben nach Macht. In diesen ungewissen Zeiten ruht die Hoffnung aller ausgerechnet auf drei jungen Novizen: der verführerischen Elfin Alannah, dem ehrgeizigen Elf Aldur und dem undurchsichtigen Menschen Granock. Ihre Ausbildung zum Zauberer hat gerade erst begonnen. Der Krieg aber steht unmittelbar bevor … (Quelle)

Meine Meinung:

Vor einiger Zeit schon hatte ich das Buch gelesen, nun, da ich den zweiten Teil lesen wollte, habe ich den ersten nochmal als Hörbuch gehört. Zum Glück, denn ich hatte doch schon viel vergessen.

Den ersten Teil des Buches nutzt Peinkofer, um die verschiedenen Charaktere einzuführen: Alannah und Granock waren mir auf Anhieb sympathisch, während Aldur erstmal sehr arrogant, hochnäsig und gemein daher kommt. Dass Granock der erste Mensch ist, der je eine Ausbildung zum Zauberer genossen hat, ist für den Leser von Vorteil, denn so kann man gemeinsam mit ihm die Welt der Elfen und des Hohen Rates entdecken.

Die drei Novizen stecken eigentlich noch mitten in ihrer Ausbildung, als Gerüchte um ein Massaker sie und ihre Meister in die Ferne nach Arun treiben. Und schon beginnt die erste schwere Aufgabe…

Die Geschichte, die Peinkofer erzählt, ist von Anfang bis Ende spannend. Interessant ist auch, dass man zwischendurch die Handlung auch aus dem Blickwinkel einiger Widersacher erfährt und so manchmal mehr weiß oder ahnt, als die Personen im Buch selber. Besonders schön fand ich die Idee, dass jeder Zauberer seine eigene besondere Gabe hat: So kann Granock beispielsweise die Zeit anhalten, Alannah gebietet über das Eis und Aldur über das Feuer.

„Die Zauberer“ ist ein wirklich interessanter Auftakt zu einem Epos über die Magier von Erdwelt. Johannes Steck gefällt mir als Sprecher von Fantasy-Geschichten auch hier wieder unheimlich gut. Seine Fähigkeit, den einzelnen Personen einprägsame und individuelle Stimmen zu verleihen, ist unglaublich. Ich vergebe sehr gute 7 von 10 Sternen, da ich vermutlich für die Folgebände Luft nach oben brauche.

stern 7

Die Zauberer – Michael Peinkofer – Taschenbuch – 592 Seiten – 9,99 € – ISBN: 9783492267328 – erschienen: Januar 2011 (Piper)

Hörbuchversion: Gekürzte Ausgabe – Sprecher: Johannes Steck – 10 Stunden 6 Minuten

[Blogtour] „Die Könige“ Leseprobe + Gewinnspiel

Banner Blogtour 1

Heute endet die Blogtour zu „Die Könige“ von Michael Peinkofer. Hier nochmal alle Stationen im Überblick:

Ab heute habt ihr also die Chance, bei dem Gewinnspiel eines von zwanzig signierten Exemplaren des Buchs zu gewinnen. Hierzu müsst ihr auf allen viel Blogs die Fragen beantworten und die Lösungswörter, bzw. auf einem Blog den Lösungssatz per Mail an kontakt@piper-fantasy.de senden. Teilnahmeschluss ist der 30.9.2013!

Falls ihr neugierig geworden, aber noch nicht ganz sicher seid, ob das Buch etwas für euch ist, guckt doch hier einfach mal in die XXL-Leseprobe oder lest euch meine Rezension durch. 🙂

Abschließend bleibt mir nur noch zu sagen: Danke an den Piper Verlag und Michael Peinkofer für die Möglichkeit, an der Blogtour teilzunehmen! ♥

[Rezension] „Die Könige: Orknacht“ von Michael Peinkofer

Die KönigeReiheninfo:

Die Könige:

  1. „Orknacht“
  2. Titel noch unbekannt
  3. Titel noch unbekannt

Inhalt:

Nach der letzten großen Schlacht wird Erdwelt von dem Zwergenkönig Winmar regiert. Doch dieser scheint neuerdings dem Wahnsinn verfallen zu sein: Immer mehr hört er auf die Stimme in seinem Kopf, immer grausamer regiert er das Land und immer enger arbeitet er mit den Alchemisten zusammen, die er eigentlich verabscheut.

Daghan, Sohn des Herzogs von Ansun, wurde von Winmar geblendet und rettete damit das Leben seiner Geliebten Aryanwen. Er lebt seitdem blind, verzweifelt und voller Selbsthass im Wald, bis ihn eines Tages die Vergangenheit einholt…

Meine Meinung:

Michael Peinkofer ist für Leser deutscher Highfantasy auf jeden Fall kein Unbekannter. Zunächst begeisterte er mit seiner Ork-Reihe, dann mit der Trilogie um die Zauberer. Letztes Jahr konnte er mich mit „Splitterwelten“ fesseln und mehr als begeistern.

„Die Könige: Orknacht“ ist nun der Auftakt zu einer neuen Fantasyreihe, die genauso wie „Die Orks“ und „Die Zauberer“ in Erdwelt spielt und zeitlich an den letzten Band der Orks („Die Herrschaft der Orks“) anschließt. In diesem ersten Teil geht es um Winmar, seine grausame Herrschaft und die Versuche einzelner, sich gegen diese Herrschaft aufzulehnen.

Es wird sehr schnell deutlich, dass Winmar von einer fremden Macht – der Stimme in seinem Kopf – beherrscht wird. Wie mächtig diese Stimme tatsächlich ist und welche Ziele sie verfolgt, ahnt anfangs niemand und schon gar nicht Winmar selbst.

„Die Geschöpfe der alten Zeit sind niemals fort gewesen, sie haben nur geruht und die Jahrtausende überdauert – ob im ewigen Eis oder in der Glut der Tiefe, wer vermag das schon zu sagen? Und nun“, fügte er hinzu, und seine Stimme klang dabei so unheilvoll, dass es Dag nackte Angst einflößte, „sind sie wieder erwacht.“ (S. 127)

„Orknacht“ ist ein typischer erster Band einer neuen Reihe: Der Leser lernt die einzelnen Charaktere, ihre Geschichten und Anliegen kennen. Es gibt in diesem Buch einige Schauplätze, die ich wirklich alle interessant und lesenswert fand. Und wer in der obigen Inhaltsbeschreibung die Orks vermisst hat, kommt natürlich trotzdem auf seine Kosten: Balbok und Rammar – für Leser der Ork-Reihe alte Bekannte – spielen selbstverständlich auch in diesem Buch eine (im wahrsten Sinne) tragende Rolle und fügen dem sonstigen Geschehen die nötige Prise Humor bei.

Ich liebe gute, echte Highfantasy! Bei anderen Büchern dieses Genres habe ich oft das „Problem“, dass sich die Bücher etwas aufwändig lesen und ich sehr lange dafür brauche. Peinkofer schreibt aber angenehm leichtlesig, seine Kapitel sind kurz und regen dazu an, noch ein Kapitel zu lesen und noch eins und doch noch eins… „Orknacht“ ist ein toller erster Band, durch den sich auch neue Leser schnell in Erdwelt wohlfühlen. Ich freue mich, viele von Peinkofers Büchern noch vor mir zu haben. 8 von 10 Sternen.

stern 8

Die Könige: Orknacht – Michael Peinkofer – Klappbroschur – 560 Seiten – 16,99 € – ISBN: 978-3-492-70209-6 – erschienen: Oktober 2013 (Piper)