[All Eyes on …] Die Fateful Future – Reihe von Nadine Erdmann

All Eyes on

Die Fateful Future – Reihe von Nadine Erdmann

Gerade vor ein paar Tagen ist der dritte Band der Fateful Future – Reihe von der tollen Autorin Nadine Erdmann erschienen. Ich habe alle drei Bände gelesen und wirklich jeden genossen. Da inhaltlich aber ziemlich viel passiert, ist es nicht ganz einfach spoilerfreie Rezensionen zu schreiben. (Zu dem ersten Band ist mir das natürlich gelungen.) Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, euch die Reihe auf diesem Wege ein bisschen näher zu bringen.

Fateful Future

Die Reihe

Insgesamt wird es vier Bücher der Jugendbuch-Reihe geben. Die ersten drei sind, wie ihr oben sehen könnt, schon erschienen. Nadine Erdmann ist Self-Publisherin, das bedeutet in diesem Fall, dass die Bücher bislang nur als E-Books bei Amazon erhältlich sind. Wer jetzt mit dem Gedanken spielt nicht weiter zu lesen, dem sei nur gesagt: Die Reihe lohnt sich wirklich. Ich bin selbst nicht unbedingt eine E-Book-Leserin und bin ehrlich gesagt bei Self-Publishern immer ein bisschen skeptisch – und trotzdem warte ich schon sehnsüchtig auf den abschließenden Band der Reihe.

Die Hauptpersonen

Hauptpersonen der Bücher sind die Zwillinge Jemma und Jamie und Jamies Freund Zack. Später bekommen auch die Geschwister Ned und Will eine immer größere Rolle. Jamie ist seit einem schweren Autounfall die meiste Zeit an den Rollstuhl gefesselt, wird aber in allen Belangen liebevoll von seiner Schwester und vor allem von seinem langjährigen Freund Zack unterstützt. Ich mag es, dass die Autorin mit Jamie und Zack ein schwules Pärchen in den Vordergrund stellt, ohne dass das an sich Thema der Geschichte ist. Es ist eben ganz normal, schwul zu sein.

Das Setting

Die Geschichte spielt im Jahr 2038 in England. Zu dieser Zeit ist der technische Fortschritt enorm. Es gibt nicht nur sehr hilfreiche Hausroboter, sondern man kann sich auch mit Hilfe von sogenannten CyberSpecs ins Cybernetz einloggen und dort verschiedene Spiele spielen. Da sich die CyberSpecs mit dem Gehirn der Spielenden verbinden, simulieren sie eine vollkommene Realität – etwas, das insbesondere Jamie zu schätzen weiß, denn in der Cyberwelt ist er endlich nicht mehr behindert, kann laufen, springen und kämpfen wie früher.

Die Handlung

Die Handlung der Reihe zu beschreiben, ist nicht ganz einfach, da sich die Bücher teilweise sehr voneinander unterscheiden. Von Band zu Band müssen sich die Jugendlichen neuen Herausforderungen stellen. Während insbesondere der erste Teil eine Art Cybergame-Thriller ist, spielt der dritte Band vor allem in der Realität. Verbindend zwischen den Büchern ist die Entwicklung der Charaktere. Und eben diese Charaktere machen auch den Charme der Bücher aus. Man merkt, dass sie der Autorin sehr am Herzen liegen und sie vor allem Zwischenmenschliches gut aufs Papier bringen kann. Nichtsdestotrotz bleibt die Handlung durchgehend spannend und vor allem unterhaltsam.

Mehr Infos zu den einzelnen Büchern, der Handlung und den Charakteren findet ihr auf der Homepage von Nadine Erdmann.

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[Rezension] „Mind Ripper“ von Nadine Erdmann

Mind RipperKlappentext:

London 2038: Das Cybernetz ist der größte Freizeitspaß, besonders unter Jugendlichen. Egal, ob man als Avatar in sozialen Netzwerken neue Leute treffen oder in interaktiven Rollenspielen virtuelle Abenteuer erleben möchte, die schöne neue Technikwelt bietet Unterhaltung für jeden Geschmack. Auch Jemma, Jamie und Zack verbringen dort jede Menge Zeit mit ihren Freunden.
Doch plötzlich fallen drei Jungen während ihres Aufenthalts in der virtuellen Welt ins Koma. Ihre Körper sind unversehrt, doch ihr Bewusstsein ist in der CyberWorld verschwunden. Wer oder was steckt dahinter?
Jemma, Jamie und Zack suchen nach Antworten – und kommen dabei dem Mind Ripper gefährlich nahe… (Quelle)

Meine Meinung:

Ich bin ganz ehrlich: Normalerweise rezensiere ich selten Bücher, die mir von Autoren direkt per Mail angeboten werden. Zum Glück habe ich ab und an das Gefühl: Hach, DAS Buch könnte toll sein. So ging es mir auch mit „Mind Ripper“. Die Inhaltsangabe klang interessant und erinnerte mich an „Erebos“, die Autorin war sympathisch und dann bekam das Buch auch noch eine begeisterte Rezension von Moena.

Auch nach dem Lesen kann ich sagen, dass das Buch dem Vergleich mit „Erebos“ von Ursula Poznanski durchaus standhalten kann. Es ähnelt sich nicht nur in der Thematik und der Erzählweise – ein Großteil der Handlung spielt in der virtuellen Welt, dem Cybernetz -, sondern auch der Schreibstil ist ähnlich fesselnd und hat mich durchweg in seinen Bann gezogen.

Die beiden Geschwister Jemma und Jamie spielen oft gemeinsam mit ihrem Freund Zack fantastische Rollenspiele im Cybernetz. Doch als dann der dritte Junge aus London nach einem Aufenthalt im Cybernetz ins Koma fällt, machen auch sie sich Sorgen. Antworten bekommen sie – wie sollte es auch anders sein – in einem Onlinespiel.

„‚Ein Dämon stiehlt den Geist unserer Dorfbewohner und beraubt sie ihres Verstandes. Der Mind Ripper lässt ihre Körper seelenlos zurück und verwandelt sie in lebende Tote.‘
Unter anderen Umständen hätte Jenna Tyrons Geschichte spannend gefunden und sich darüber gefreut, der Sache auf den Grund zu gehen und den Dämon zu jagen. Jetzt aber spürte sie ein nagendes Unbehagen, denn das, was eigentlich nur als gruseliges Spiel gedacht war, war in der echten Welt grausame Realität geworden.“ (Position 2554/6336)

Dass ich Seite für Seite verschlungen habe, und dass obwohl ich sonst eher ungerne E-Books lese, liegt nicht nur an der spannenden Story und an dem wirklich guten und klaren  Schreibstil der Autorin, sondern vor allem auch an den Charaketeren, die schön konzipiert sind und ihren Teil zur Geschichte beitragen. Besonders gefreut habe ich mich, dass die Autorin mit Jamie und Zack ein schwules Pärchen als Hauptcharaktere einsetzt, ohne dies ausschweifend zu thematisieren. In ihrem Buch ist dies so selbstverständlich, wie es auch in der realen Welt sein sollte.

Die sympathische Autorin Nadine Erdmann hat mit ihrem Debüt „Mind Ripper“ einen wirklich tollen Cybergame-Thriller für Jugendliche hingelegt und schafft es sogar, dem naheliegenden Vergleich mit „Erebos“ standzuhalten. Wer einmal anfängt zu lesen, sollte sicherstellen, dass er viel Zeit hat, denn es fällt sehr schwer, mittendrin aufzuhören. Einzig und allein das Ende hat mich nicht ganz hunderprozentig zufrieden gestellt, aber ich vergebe trotzdem wohlverdiente 8 von 10 Sternen.

stern 8

„Mind Ripper“ ist ein durch und durch in sich abgeschlossenes Buch. Trotzdem arbeitet die Autorin an einem zweiten Band zur FatefulFuture-Reihe, den ich mit Sicherheit auch lesen werde.

Hier findet ihr nähere Infos zu dem Buch und auch eine Leseprobe!