[Rezension] „Blutrosen“ von Monika Feth

Blutrosen von Monika FethReiheninfo:

  1. „Teufelsengel“
  2. „Spiegelschatten“
  3. „Blutrosen“

„Blutrosen?“
„Oft schenken Männer einer Frau rote Rosen, nachdem sie sie misshandelt haben. Und manchmal auch, bevor sie sie töten.“ (S. 441)

Bei ihren Recherchen zum Thema Frauenhäuser lernt Romy die junge Fleur kennen. Fleur heißt eigentlich Bea, doch niemand soll sie hier erkennen. Fleur ist nämlich auf der Flucht. Auf der Flucht vor ihrem Freund – ihrer großen Liebe.

Mit fünfzehn Jahren flieht Bea das erste Mal – damals noch vor dem sexuell übergriffigen Stiefvater und ihrer lieblosen Mutter. Das Leben auf der Straße ist hart. Umso wohler fühlt sie sich zunächst bei Mikael, der sie aufnimmt, für sie sorgt und schwört, sie immer zu liebe. Eine Liebe, die in Eifersucht und Hass umschlägt. Eine Liebe, die einengt und Schmerzen zufügt. Eine Liebe, die Bea dazu zwingt, zu fliehen. Zu Fleur zu werden.

Monika Feth geligt es jedes Mal auf’s Neue, mich mit ihren Büchern zu berühren. Dafür sorgen ihre starken Charaktere und die einnehmenden Themen. Dass die Geschichten nebenher noch spannend sind, ist eigentlich nebensächlich. Ich mag es, auf Themen gestoßen zu werden, die mir nicht alltäglich präsent sind: Frauenhäuser. Häusliche Gewalt. Die Angst vor jedem Schatten. Das Gefühl, verfolgt zu werden. Nie entkommen zu können, egal wohin man flieht.

Vielen Dank, Frau Feth, für ein Buch, das mich  sehr eingenommen hat. Wie immer.
10 von 10 Sternen!

stern 9

Blutrosen – Monika Feth – Hardcover mit SU – 512 Seiten – 17,99 € – ISBN: 978-3-570-16315-3  – erschienen: April 2017 (cbt)

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[Rezension] „Der Libellenflüsterer“ von Monika Feth

Reiheninfo:

  1. “Der Erdbeerpflücker
  2. “Der Mädchenmaler”
  3. “Der Scherbensammler”
  4. “Der Schattengänger”
  5. “Der Sommerfänger”
  6. “Der Bilderwächter”
  7. „Der Libellenflüsterer“

Klappentext:

Jettes Freundin Merle ist Tierschützerin mit Leib und Seele. Als sie für einen Artikel zum Thema Tierquälerei recherchiert, wird sie mit einem Fall aus ihrer Vergangenheit konfrontiert: Ein Hund, den sie einst vermittelt hatte, starb wenige Wochen später auf grausame Weise. Der neue Besitzer wurde angeklagt und aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Nun kreuzen sich ihre Wege erneut und Merle kommt einem weit gefährlicheren Geheimnis auf die Spur… (Quelle)

Meine Meinung:

Dass ich ein riesiger Fan von Monika Feth bin, muss ich vermutlich eigentlich gar nicht mehr schreiben. Ich kann in ihren Büchern wunderbar abtauchen, genieße die Spannung, die Entwicklung der Charaktere von Buch zu Buch und das gleichbleibend hohe Niveau ihres Schreibstils. Um es schon mal vorwegzunehmen: Auch mit „Der Libellenflüsterer“ konnte mich die Autorin vollkommen zufriedenstellen.

Im Mittelpunkt dieser Geschichte steht Jettes beste Freundin Merle, die sich seit jeher für den Tierschutz engagiert und auch im Tierheim arbeitet. Nun bekommt sie die große Chance, für eine renommierte Zeitschrift einen Artikel zum Thema Tierquälerei zu schreiben. Dabei erinnert sie sich an einen ganz besonderen Fall: Vor Jahren vermittelte sie einem Familienvater und jungen Förster einen Hund. Kurz darauf wurde dieser tot aufgefunden. War der Mann damals wirklich so unschuldig, wie es vor Gericht schien? Kurzentschlossen macht sich Merle auf den Weg zum Forsthaus, um sich selbst einen Eindruck zu verschaffen. Was sie nicht ahnt: Sie begibt sich dadurch direkt in die Arme eines Psychopathen…

„Mama hat ihre Sonnenbrille aufgesetzt. Obwohl die Sonne im Haus gar nicht scheint. Obwohl es hier nicht mal besonders hell ist.“ (S. 49)

Monika Feth widmet sich in ihren Büchern immer ganz besonderen Themen wie zum Beispiel Stalking, multiplen Persönlichkeitsstörungen oder Schwulenhass. In diesem Buch geht es um häusliche Gewalt, ein schwieriges Thema. Mein Eindruck ist, dass die Autorin auch hier wieder ein Mal viel Zeit auf die Recherche verwandt hat. Ihre Beschreibungen sind glaubhaft und eindringlich. Was mir besonders gut gefällt ist, dass der Täter auch in diesem Buch nicht nur eindimensional als böse dargestellt wird, sondern ich ihn als Leser zunächst in einer sehr sympathischen Rolle kennenlernen durfte. Diese verschiedenen Perspektiven auf und Facetten des Täters machen Monika Feths Thriller nur noch faszinierender.

Ich liebe die Bücher von Monika Feth: Ich weiß, dass ich sie – einmal begonnen – in einem Stück verschlinge, vollkommen in der Geschichte abtauche und das Buch am Ende zufrieden (und ein kleines Stückchen traurig) zuklappe. „Der Libelleflüsterer“ macht hier keine Ausnahme. Mir bleibt nichts mehr als festzustellen, dass die Thriller der Autorin ein Garant für gute und spannende Leseunterhaltung sind. 9 von 10 Sternen!

stern 9

Der Libellenflüsterer – Monika Feth – Klappbroschur – 528 Seiten – 10,99 € – ISBN: 978-3-570-30957-5 – erschienen: August 2010 (cbt) – Altersempfehlung: ab 14 Jahren

[Montagsfrage] Am Stück oder häppchenweise?

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Leider immer mehr häppchenweise… 😦 Ich kann mich nur noch vage daran erinnern, wann ich zuletzt ein Buch wirklich am Stück gelesen habe. Ich glaube bei „Bäume reisen nachts“ war es mal so, ich bin mir aber auch gar nicht sicher. Das liegt zum einen daran, dass ich einfach oft viel zu viel zu tun habe, um ein Buch am Stück zu lesen, und zum anderen daran, dass ich oft einfach sehr müde und erschöpft bin. Das heißt, dann, wenn ich mal Zeit dazu hätte, ein Buch am Stück zu lesen (abends, am Wochenende), dann schlafe ich regelmäßig dabei ein – egal wie gut und spannend das Buch ist.

Dabei liebe ich es, ein Buch am Stück zu lesen und wirklich komplett in der Geschichte zu versinken. Mit den Büchern von Monika Feth geht das immer sehr gut.

Ich achte aber immer darauf, dass die Häppchen nicht zu klein werden. Ich weiß, dass viele in jeder freien Minute das Buch in die Hand nehmen, um 3-5 Seiten zu lesen. Das mache ich nicht, denn damit zerlese ich mir das Buch. Es sind eigentlich schon immer Happen, die ich zu mir nehme. 😉

Aber: In etwa einem Monat fangen die Sommerferien in NRW an, da werd ich einfach die ersten Tage nur schlafen, um dann hoffentlich wach genug zu sein, um das ein oder andere Buch in einem Stück zu verschlingen. 😀

[Rezension] „Der Bilderwächter“ von Monika Feth

Der BilderwächterReiheninfo:

  1. “Der Erdbeerpflücker”
  2. “Der Mädchenmaler”
  3. “Der Scherbensammler”
  4. “Der Schattengänger”
  5. “Der Sommerfänger”
  6. “Der Bilderwächter”

Klappentext:

Zwei Jahre lang hat Jettes Freundin Ilka den Nachlass ihres berühmten Bruders nicht angerührt. Als sie nun das erste Mal die Bilder von Ruben in Augenschein nimmt, ist es, als hätte sie die Büchse der Pandora geöffnet. Ein Mitarbeiter von Rubens Nachlassverwalter wird tot aufgefunden und ein unglaublicher Medienrummel bricht über Ilka herein. Jette und Merle ermitteln im Wettlauf gegen die Zeit, denn auch Ilka scheint in großer Gefahr zu sein … (Quelle)

Meine Meinung:

„Ilka betrat das Atelier mit einem Zögern, das sie nicht verbergen konnte. Beklommen sah sie sich um.“ (S. 101)

Was soll ich sagen? Wer mich ein bisschen kennt, weiß, dass ich die Bücher von Monika Feth liebe; und zwar ausnahmslos. Und das gilt selbstverständlich auch für den gerade erschienen sechsten Band ihrer Jette-Reihe.

Die Geschichte, in der es wie auch schon im zweiten Band um Ilka geht, ist mitreißend geschrieben und unterhaltsam. Es ist wie immer ein wohliges Gefühl zu Jette und ihrer liebenswerten WG zurückzukehren. Ich kann mir beim Lesen so gut vorstellen, mit Jette, Merle, den Katzen und einer Tasse heißem Kakao in der Küche des alten Bauernhauses zu sitzen und mit ihnen über Gott und die Welt zu reden.

Im Vergleich zu den anderen Büchern der Autorin, gibt es bei diesem hier eine kleine Änderung: Es ist das erste Buch aus der Jette-Reihe, bei dem der Leser die meiste Zeit über kaum mehr weiß als Jette und ihre Freunde. Und so kristallisiert sich auch erst zum Ende hin heraus, wer überhaupt der Täter ist. Auch diese Neuerung ist der Autorin gut gelungen, wobei hier – zugegebenermaßen – ein klitzekleines bisschen Luft nach oben ist.

Aber trotz des winzigen Kritikpunktes gehört Monika Feth selbstverständlich zu meinen allerliebsten AutorInnen für Jugendthriller und ich kann ihre so wundervoll geschriebenen und immer spannenden Bücher nur jedem ans Herz legen. 8 von 10 Sternen!

stern 8

Der Bilderwächter – Monika Feth – Taschenbuch – 480 Seiten – 10,99 € – ISBN: 978-3-570-30852-3 – erschienen: November 2013 (cbt)Altersempfehlung: ab 14 Jahren

„Spiegelschatten“ von Monika Feth

SpiegelschattenReiheninfo:

  1. „Teufelsengel“
  2. „Spiegelschatten“
  3. „Blutrosen“

Klappentext:

Ein Mörder geht um im Raum Köln/Bonn. Seine Opfer sind allesamt junge Männer. Als Romy Berner, Volontärin beim KölnJournal, mit der Recherche beauftragt wird, muss sie feststellen, dass alle Toten dem Freundeskreis ihres Zwillingsbruders Björn angehörten – und dass der Mörder ihr näher ist, als sie ahnt … (Quelle: cbt)

Meine Meinung:

Aufgewühlt habe ich gerade „Spiegelschatten“ zugeklappt. Wie schon in „Der Scherbensammler“ hat mich Monika Feth auch in diesem Buch vor allem durch ihren psychologisch sehr klug konzipierten Täter gefesselt. Ich mag ihre erschreckend realistischen Einblicke in die Gedankengänge und Psyche ihrer Hauptpersonen und vor allem ihrer Täter.

In all ihren Jugendthrillern verleiht die Autorin auch ihren Mördern eine Stimme, doch in diesem Buch war es anders: ich hatte bis kurz vor Ende der Geschichte keine Idee, wer sich hinter dem Mörder verbergen könnte. Spannend und noch mal ganz anders mitreißend.

„Wie einfach es war. Zu töten.
Wie intim der Moment war, in dem es geschah.
Wie nah er dem Tod kam.
Dem Sterbenden.
Er durfte nur kein Mitleid empfinden.
Es war wichtig, zwischen sich selbst und dem Opfer zu trennen. Niemandem war damit gedient, die Ebenen zu vermischen, erst recht nicht der Sache. Er hatte eine Aufgabe zu erfüllen, was nur gelingen konnte, wenn er sich nicht von Emotionen verwirren ließ.“
(S. 105)

„Spiegelschatten“ – der zweite Romy-Thriller – reiht sich meiner Meinung nach nahtlos in die Erfolge der Jette-Bücher ein. Frau Feth brilliert auch hier durch ihre einfach einzigartige Schreibweise. Ich finde es faszinierend, dass sie es schafft, so locker-leicht und mitreißend zu schreiben, und trotzdem scheinbar jedes Wort und jeder Satz für sich kleine Schätze sind. In meinen Augen ist Monika Feth die Grande Dame der Jugendhriller! 9 von 10 Sternen!

stern 9

Spiegelschatten – Monika Feth – Hardcover mit SU – 480 Seiten – 17,99 € – ISBN-13: 978-3570161142 – erschienen: Oktober 2012 (cbt) – Altersempfehlung: ab 14 Jahren

[Rezension] „Der Sommerfänger“ von Monika Feth

Der SommerfängerReiheninfo:

  1. „Der Erdbeerpflücker“
  2. „Der Mädchenmaler“
  3. „Der Scherbensammler“
  4. „Der Schattengänger“
  5. „Der Sommerfänger“
  6. „Der Bilderwächter“

Achtung, diese Rezension enthält Spoiler zu den vorherigen Bänden!

Inhalt:

Eigentlich könnte endlich wieder alles gut werden. Jette ist mit Luke zusammen und schwer verliebt. Doch leider ist Luke nicht so offen, wie Jette es sich wünscht. Sie weiß kaum etwas von ihm und bekommt ihn manchmal Tage lang nicht zu sehen.

Und dann wird irgendwann Lukes Mitbewohner ermordet aufgefunden und Luke verschwindet spurlos. Wiederholen sich die Geschehnisse des Sommers vor zwei Jahren?

Meine Meinung:

Reihen zu rezensieren ist immer schwer. Nach den ersten Rezensionen hat man meist schon all das gesagt, was man an den Büchern mag. Ich könnte all dies mantra-artig wiederholen. Stattdessen rate ich, meine Rezensionen zu den ersten Bänden durchzulesen, um einen Eindruck dafür zu bekommen, warum ich die Jette-Reihe so liebe.

Wie auch bei all den Vorgängern habe ich beim Lesen das Gefühl, in eine andere Welt abzutauchen. Und erst nach einigen Stunden puren Lesevergnügens komme ich langsam wieder in der Realität an: traurig, dass ein weiteres Buch dieser für mich perfekten Jugendreihe gelesen ist.

Um den wirklich fesselnden Schreibstil von Monika Feth zu verdeutlichen, der mich von Buch zu Buch in den Bann zieht, hier abschließend ein kurzes Zitat:

„Kristof fühlte sich in seine Kindheit zurückversetzt. Viele Sommer waren mit ihrem Lieblingsspiel vergangen.

‚Lauf‘, flüsterte er. ‚Lauf und versuch, dich vor mir zu verstecken.‘

Das Sommerspiel.

‚Ich werde dich fangen. Wie damals. Ganz genau so.‘

Sommerfänger.“ (S. 98 f.)

Ich kann diese Reihe nicht mehr objektiv bewerten. Ich mag sie einfach zu sehr. Ich mag die Charaktere, ich mag die Geschichten, ich mag das Setting. Ich mag vor allem die Schreibe der Autorin und ihre Art mich in den Situationen zu fesseln. Und natürlich vergebe ich auch hier wieder die volle Punktzahl.

stern 10

Der Sommerfänger – Monika Feth – Taschenbuch – 448 Seiten – 9,99 € – ISBN-13: 978-3570307212 – erschienen: April 2011 (cbt) – Altersempfehlung: ab 14 Jahren

[Rezension] „Der Schattengänger“ von Monika Feth

Der SchattengängerReiheninfo:

  1. „Der Erdbeerpflücker“
  2. „Der Mädchenmaler“
  3. „Der Scherbensammler“
  4. „Der Schattengänger“
  5. „Der Sommerfänger“
  6. „Der Bilderwächter“

Achtung: Diese Rezension kann Spoiler zu den vorherigen Bänden enthalten.

Inhalt:

In Jettes Leben scheint es endlich etwas ruhiger zu werden. Sie und Merle haben ein großes Bauernhaus für sich, Mina, Ilka und Mike gemietet. Jette arbeitet nach wie vor im Altersheim und lernt dann auch noch einen jungen Mann kennen, auf den sie sich nach ihrer ersten großen Liebe endlich wieder einlassen kann.

Doch dieses Mal ist Jettes Mutter, die berühmte Schriftstellerin Imke Thalheim, in Gefahr. Denn sie wird von einem hartnäckigen und fanatischen Stalker terrorisiert: Zunächst schreibt er ihr Briefe und ängstigt sie mit dauernden Anruf. Doch schon bald ist klar: Der Stalker befindet sich in Imkes unmittelbarer Nähe.

Meine Meinung:

Mit „Der Schattengänger“ ist Monika Feth ein Buch gelungen, dass erstmals den Schwerpunkt mehr auf Jettes Mutter legt, aber die anderen, altbekannten und beliebten Nebenfiguren nicht außer acht lässt. Sowie nun eine der erwachsenen Personen im Fokus des Lesers steht, ist auch die Handlung in meinen Augen erwachsener geworden.

Noch nie habe ich mich bei einem Jette-Roman so gefürchtet. Es gelingt der Autorin außerordentlich gut, dass beklemmende Angstgefühl von Imke Thalheim auch dem Leser zu vermitteln.

Nachdem ich die ersten hundert Seiten abends gelesen habe, wurde mir plötzlich bewusst, dass ich innerlich total angespannt war und wie Jettes Mutter den Wunsch hatte, alle Türen und Fenster doppelt und dreifach zu verriegeln.

Ansonsten glänzt das Buch in altbekannter Feth-Manier durch vielfältige Themen, spannende Perspektivwechsel und einer ständigen Weiterentwicklung der Charaktere und der Beziehung dieser untereinander. Das Verhältnis zwischen Imke und Boris wird immer enger, aber auch die Polizeipsychologin Isa spielt eine etwas größere Rolle.

„Der Scherbensammler“ war für mich ein großes Highlight dieser Reihe, weil ich die psychologischen Hintergründe einfach sehr spannend fand. „Der Schattengänger“ wiederum übertrifft alle vorigen Romane in seiner Spannung und der insbesondere in der ersten Hälfte vorherrschenden düsteren Atmosphäre. Ich liebe diese Reihe und ich liebe auch dieses Buch. Was soll ich nur machen, wenn ich den derzeit letzten Teil „Der Sommerfänger“, der sich übrigens schon auf meinem SUB befindet, gelesen habe? Ganz klar 10 von 10 Sternen für dieses wieder einmal sehr tolle Buch.

stern 10

Der Schattengänger – Monika Feth – Taschenbuch – 416 Seiten – 8,95 € – ISBN-13: 978-3570303931 – erschienen: März 2009

[Rezension] „Der Scherbensammler“ von Monika Feth

Der ScherbensammlerReiheninfo:

  1. „Der Erdbeerpflücker“
  2. „Der Mädchenmaler“
  3. „Der Scherbensammler“
  4. „Der Schattengänger“
  5. „Der Sommerfänger“
  6. „Der Bilderwächter“

Achtung, diese Rezension könnte Spoiler zu den vorherigen Bänden enthalten!

Inhalt:

Als Mina wieder zu Bewusstsein kommt, sitzt sie vollkommen blutbeschmiert neben der Leiche ihres dominanten Vaters und kann sich an nichts mehr erinnern. Völlig verzweifelt weiß sie nur einen Ausweg: sie fährt zum Haus ihres Psychologen Tilo (der Lebensgefährte von Jettes Mutter). Dort findet Jette das völlig verstörte Mädchen und nimmt sie erst einmal mit in die WG. Doch schon bald stellt sich heraus, dass Mina starke psychologische Probleme hat. Ihre Launen wechseln ständig und sie hat immer wieder Erinnerungslücken.

Was ist an dem Abend des Mordes wirklich passiert und befinden sich Jette und Merle in Gefahr?

Meine Meinung:

In altbekannter und hochgeschätzter Manier hat Monika Feth hier wieder einen Jugendthriller geschrieben, der sehr meinem Geschmack entspricht. Einmal das Buch begonnen habe ich es in einem Rutsch durchgelesen. Die Autorin schreibt in einer flüssigen, leicht lesbaren Art, die trotzdem nicht seicht oder anspruchslos wirkt.

Im Gegensatz zu den beiden Vorgängern ist dem Leser in diesem Buch nicht von Anfang an klar, welche Rolle die einzelnen Figuren in der Geschichte spielen. Dies erhöht die Spannung natürlich nochmal.

Besonders charakteristisch für die Bücher von Monika Feth ist meiner Meinung nach die Erzählweise aus vielen verschiedenen Einzelperspektiven. Wieder spielen einige Nebenfiguren aus den ersten Teilen eine Rolle: Jettes Mutter, ihr Lebensgefährte und Psychologe Tilo, der Polizist Bert Melzig und natürlich Merle, Jette und Mina selber tragen dazu bei, die Geschichte aus ihrem Blickwinkel zu erzählen. Und dadurch dass sich die Autorin auch nicht nur auf den Haupterzählstrang fokussiert, sondern auch das ganz normale Leben der einzelnen Charaktere ins Visier nimmt, wirken die Bücher auf mich immer besonders facettenreich.

Das spannendste und interessanteste an diesem Buch war allerdings die Thematisierung der psychologischen Persönlichkeitsstörung Minas. Sensibel, aber auch für ein Jugendbuch ungewöhnlich offen und direkt geht Monika Feth mit diesem Thema um und hat mich damit sehr berührt.

Für mich ist dieser Teil bisher das Highlight der Reihe und ich freue mich jetzt schon auf „Der Schattengänger“, der sich seit gestern in meinem Regal befindet. Von mir gibt es die volle Punktzahl: 10 von 10 Sternen.

stern 10

Der Scherbensammler – Monika Feth – Taschenbuch – 384 Seiten – 8,95 € – ISBN-13: 978-3570303399 – erschienen: April 2007 (cbt)

[Rezension] „Der Mädchenmaler“ von Monika Feth

der mädchenmalerReiheninfo:

  1. „Der Erdbeerpflücker“
  2. „Der Mädchenmaler“
  3. „Der Scherbensammler“
  4. „Der Schattengänger“
  5. „Der Sommerfänger“
  6. „Der Bilderwächter“

Achtung, die Rezension enthält Spoiler zum ersten Teil!

Inhalt:

Jettes und Merles Leben hat sich nach Caros Tod sehr verändert. Jette leidet an Depressionen, geht nicht immer zu Schule und ist weit entfernt von ihrem alten, fröhlichen Ich. Auch Caros Zimmer steht immer noch leer, da die beiden Freundinnen Angst haben, eine neue Mitbewohnerin würde sie automatisch zu sehr an Caro erinnern. Doch dann beschließen sie, Mike in ihre Wohngemeinschaft aufzunehmen. Auf Anhieb verstehen sie sich mit ihm und seiner Freundin Ilka, doch diese wirkt häufig abwesend und etwas verschlossen. Als Ilka plötzlich verschwindet, beginnen die drei WG-Bewohner auf eigene Faust zu ermitteln und erfahren ungeahnte Sachen aus Ilkas Vergangenheit.

Meine Meinung:

Die Jugendthriller von Monika Feth lesen sich leicht, sind spannend geschrieben und definitiv unterhaltsam. So auch der zweite Teil der Jette-Reihe. (Okay, eigentlich kenne ich auch nur diese beiden Jugendthriller von der Autorin.)

Besonders gut gefällt mir, dass wie auch schon im ersten Buch die Handlung aus der Sicht vieler verschiedener Personen geschildert wird. In diesem Fall sind an erster Stelle natürlich Jettes Erzählung aus der Ich-Perspektive, die Erzählung von Ilka und von Ruben zu nennen. Aber auch Jettes Mutter und der Kommissar kommen wie im ersten Teil zu Wort. Gerade diese beiden Figuren sind sehr spannend, da sich anscheinend ihre Geschichte über die Reihe hinweg entwickelt und nicht, wie die Haupthandlung, innerhalb der Bücher abgeschlossen ist.

Zu Beginn des Buches ahnt der Leser, wie die Handlung sich entwickelt. Ich kam aber schnell an einen Punkt, der mich sehr überrascht hat. Und bis zum Ende hin hatte ich die Geschichte aus Ilkas Vergangenheit noch nicht in allen Einzelheiten erfasst. Geschickt verflicht die Autorin die Erinnerungen von Ilka mit der Handlung in der Gegenwart. Und erst nach und nach klärt sich alles auf. Alles? Nein, eigentlich gibt es für mich im Nachhinein eine offene Frage, aber vielleicht wird diese im dritten Teil der Reihe „Der Scherbensammler“ aufgeklärt. Ich bin gespannt.

Ein schönes Buch, das ich gerne gelesen habe. Ich werde sicherlich auch diese Reihe zuende lesen. Ich denke, dass die Geschichte eine nette Unterhaltung ist, mir aber nicht ewig in Erinnerung bleiben wird, obwohl sie ein recht heftiges Thema, das ich an dieser Stelle noch nicht näher nennen möchte, behandelt: Insgesamt also 8 von 10 möglichen Sternen.

stern 8

[Blogparade] Drei Buchempfehlungen zu Weihnachten 2010

Heike Huslage-Koch hat auf ihrem Blog Lesekreis dazu aufgerufen, auf seinem Blog drei Bücher zu nennen, die man als Weihnachtsgeschenke empfehlen würde. Ich möchte hier drei Bücher nennen, die ich so ziemlich jedem empfehlen kann, also unabhängig von Genre-Bevorzugungen. Das heißt für mich, dass extreme Thriller wie zum Beispiel „Der Todeskünstler“ von Cody McFadyen oder grandiose Fantasybücher schon mal aus dem Spiel sind.

Hier also meine drei Empfehlungen für schöne Buchgeschenke unter dem Tannenbaum!

Das Gleichgewicht der Welt„Das Gleichgewicht der Welt“ von Rohinton Mistry:

Ein Buch, das mich wirklich sehr berührt hat. Mit einer wirklich überragenden Erzählkunst schildert der Autor eindrucksvoll das Leben verschiedener Persönlichkeiten im Indien der 70er Jahre. Besonders fazinierte mich hierbei, mit welcher Wortgewalt der Autor Bilder erschaffen hat, die mich sehr berührt haben. Immer wieder bin ich zu meiner Mutter gegangen und habe ihr einige Zeilen vorgelesen. Die Geschichte ist fröhlich und traurig zu gleich und somit für mich realistisch, denn vermutlich ist das Leben der meisten Menschen nicht schwarz oder weiß, sondern eine Mischung aus beidem.

Der Joker„Der Joker“ von Markus Zusak:

Auch dieses Buch habe ich sehr geliebt. Es lebt vor allem und in erster Linie von seinen absolut liebenswerten Charakteren, allen voran die tolle, unperfekte Hauptperson. Nebenher verbindet der Autor innerhalb dieses Buches viele berührende Einzelgeschichten, die mich teilweise zu Tränen gerührt haben. „Der Joker“ ist eigentlich ein Jugendbuch, doch würde ich es als „All Ager“ bezeichnen. Meine Mutter hat es bereits gelesen und mochte es genauso wie ich.

Fee„Fee. Schwestern bleiben wir immer“ von Monika Feth:

Meine letzte Empfehlung, die vermutlich genreübergreifend gerne gelesen wird, ist dieses einfach wundervolle Buch von Monika Feth. Das Thema „Tod in der Familie“ und „Abschiednehmen“ wird sehr einfühlsam beschrieben. Das Buch hat es in sich und sollte vielleicht nicht von zu mitfühlenden Menschen gelesen werden. Trotzdem mochte ich es sehr gerne und habe es auch schon reichlich weiter empfohlen. Ich bin auf die ersten Rückmeldungen sehr gespannt