[Geplauder] Jahresabschluss 2017

Ein weiteres Jahr geht zu Ende, mittlerweile gibt es meinen Blog seit knapp 8 Jahren. Fast jedes Jahr habe ich einen kleinen Jahresabschluss geschrieben, oft mit der Blogparade, die ehemals von Buchsaiten ins Leben gerufen wurde. Dieses Jahr werde ich zwar sicherlich auch ein paar der Fragen beantworten, aber insgesamt habe ich ein bisschen mehr zu sagen. 😉

Spaggn und ich am Meer

2017 war für mich ein tolles Jahr – in vielerlei Hinsicht. Ich bin nicht nur außerhalb der Bücherwelt mehr als glücklich (Freunde, Familie und Liiiebe ❤ ), ich lese auch wieder viel mehr. Und die Lust zum Bloggen ist auch zurück gekommen.

Allerdings blogge und lese ich mittlerweile anders. Ich frage kaum noch nach Rezensionsexemplaren, da ich spontan nach dem Lesen entscheiden möchte, ob ich ein Buch rezensieren mag oder nicht. Ich lese, wann und worauf ich Lust habe. Ich kümmere mich beim Bloggen nicht mehr um Follower und Likes. Natürlich freue ich mich nach wie vor, wenn es Kommentare zu meinen Beiträgen gibt und ich das Gefühl habe, sie werden von euch gelesen. Aber ich verlinke nicht mehr an abertausend Stellen oder habe das Gefühl, eine gewisse Blogfrequenz einhalten zu müssen. Das tut gut und befreit.

Gelesen habe ich in diesem Jahr – TADAAA – genau 50 Bücher. Ich habe gestern insgesamt zwei Mal nachgezählt und am Ende tatsächlich den Taschenrechner bemüht, aber ich habe mich nicht vertan: Genau 50, wie cool ist das denn, bitte? 😀 Meine Leseliste mit allen gelesenen Bücher findet ihr übrigens hier.

Wenn ich das Lesejahr noch ein Mal Revue passieren lasse, sind mir vor allem die folgenden fünf Bücher positiv im Kopf geblieben:

Top 5 2017

„So wüst und schön sah ich noch keinen Tag“ erzählt zwei ganz besondere Liebesgeschichten, auf eine ganz besondere Art und Weise. In „Isla. Schwanenmädchen“ konnte mich Lucy Chrisopher ein weiteres Mal von ihrer grandiosen Fähigkeit mit Wörtern umzugehen überzeugen. „Winger“ von Andrew Smith erzählt eine eindrucksvolle und nicht immer schöne Geschichte auf eine sehr unmittelbare Art. „Café Morelli“ hat mich am Ende zu Tränen gerührt und macht auf eine wunderschöne Art deutlich, dass man für das kämpfen sollte, an das man glaubt. Und „Faceless“ konnte mich durch eine sehr authentische Protagonistin und einer tollen Umsetzung des Themas begeistern.

Interessanterweise sind alle Highlights Jugendbücher. Im Fantasybereich habe ich in diesem Jahr zwar auch einige Bücher gelesen, die mich aber insgesamt nicht ganz so begeistern konnten wie erhofft. Trotzdem müssen hier noch ein Mal die Chroniken den eisernen Druiden von Kevin Hearne erwähnt werden. Ich liebe die Bücher einfach.

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Außerdem freue ich mich schon sehr auf zwei tolle Reihenfortsetzungen aus 2017, die ich bisher noch nicht gelesen habe: „Splitterwelten – Nachtsturm“ von Michael Peinkofer (die langersehnte Fortsetzung zu „Splitterwelten“) und „Das Leuchten der Magie“ von Peter V. Brett (endlich wieder neues von Arlen Strohballen).

Im neuen Jahr erscheinen einige tolle Bücher, auf die ich mich sehr freue. Eine Auswahl besonders interessanter Neuerscheinungen findet ihr hier. Wenn ich mich auch hier auf fünf Bücher beschränken müsste, denen ich am meisten entgegen fiebere, wären es wohl diese hier:

Neuerscheinungen Top 5 2018

In diesem Sinne: Ich wünsche euch ein wundervolles 2018 – mit tollen Büchern, entspannten Lesestunden und ganz vielen Glücksmomenten auch außerhalb unserer geliebten Bücherwelt.

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[Rund um’s Buch] Die Frankfurter Buchmesse 2015

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt: Und so war ich dieses Jahr statt geplanter zwei Tage nur am Samstag auf der Buchmesse. Gemeinsam mit meiner lieben Freundin Eva bin ich durch die Gänge geschlendert, habe Lesungen gehört und Eindrücke aufgenommen.

Das Piper Fantasy Event

Andreas Brandhorst

Andreas Brandhorst

Wie auch schon im letzten Jahr gehörte das Piper Fantasy-Event auf der Open Stage zu meinem absoluten Messehighlight. Dieses Jahr war neben den beiden Fantasy-Größen Markus Heitz und Michael Peinkofer (yeah!) auch der Science Fiction-Autor Andreas Brandhorst auf der Bühne. Wie auch schon im letzten Jahr moderierte Christian Handel absolut unterhaltsam durch die Veranstaltung.

Die drei Autoren lasen nicht nur aus ihren jeweiligen aktuellen Werken („Der Triumph der Zwerge“, „Sieg der Könige“ und „Das Schiff“), sondern plauderten auch ein bisschen aus dem Nähkästchen. So wissen wir nun beispielsweise, dass alle drei Autoren Plotter sind. Das bedeutet, alle drei konstruieren vor dem eigentlich Schreiben ihrer Bücher die komplette Handlung. Es wurde ganz offensichtlich, dass es ihnen davor grauen würde, „einfach so“ drauf los zu schreiben.
Andreas Brandhorst berichtete, dass er schon seit der Grundschule Geschichten schreiben würde. Die Science Fiction reizt ihn deswegen so, weil die Schauplätze, an denen er seine Geschichten ansiedeln kann, eben das komplette Universum umfassen und deswegen beinahe unbegrenzt groß sind.
Michael Peinkofer konnte mich (und sicherlich viele andere) mit der Nachricht begeistern, dass sein Fantasyroman „Splitterwelten“ endlich fortgesetzt wird (Doppel-Yeah!). Außerdem ist die Comic-Umsetzung von der Ork-Saga sehr weit, so dass er versprach zur Leipziger Buchmesse im nächsten Jahr mit den fertigen Comics anzureisen. Außerdem schreibt er gerade an einem finalen Band der Ork-Saga, um Balbok und Rammar einen würdigen Abschluss zu ermöglichen.

Michael Peinkofer - Lesung

Michael Peinkofer

Markus Heitz betonte, wie wichtig es ihm sei, beim Schreiben Abwechslung zu haben. Das sei auch der Grund, warum er nicht schon den 24. Band von „Die Zwerge“ geschrieben hätte, sondern immer mal wieder in anderen Genres wie Horror oder Science Fiction Bücher veröffentlicht. Außerdem ist es ihm wichtig, bekannte Klischees von Fantasywesen zu nutzen und abzuwandeln. Als Beispiel nannte er die vielen Volkssagen, die sich um Vampire drehen würden. Mit einem kleinen Augenzwinkern wies er aber darauf hin, dass es in keiner Volkssage Vampire geben würde, die im Sonnenlicht glitzern. 😉

Nach und vor der Lesung hatte ich noch die Möglichkeit, Fotos mit Markus Heitz und Michael Peinkofer zu machen. Ich glaube, man sieht mir an, wie sehr mich das gefreut hat. 😀

Markus Heitz und Michael Peinkofer klein

Markus Heitz // Michael Peinkofer

Pressetermin bei FJB

Nach der Veranstaltung musste ich mich leider ziemlich beeilen, denn wir hatten direkt einen Pressetermin bei Fischer FJB. All die interessanten Neuerscheinungen des kommenden Frühjahrs aufzuzählen, würde wahrscheinlich viel zu lange dauern. Man findet sie aber schon auf der Seite Neuerscheinungen mit den voraussichtlichen Erscheinungsdaten. Meine persönlichen Highlights sind “Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance” von Laure, die erscheinende Duologie von Gayle Forman („Nur ein Tag“ // „Und ein ganzes Jahr“) und das neue Werk von Annabel Pitcher „Schweigen ist Goldfisch“.

Gespräch und kurze Lesung mit Adnan Maral

Mehr durch Zufall und weil wir gerade Zeit hatten, kamen Eva und ich noch in den Genuss von Adnan Maral. Der Schauspieler, der vor allem durch „Türkisch für Anfänger“ bekannt geworden ist, hat gerade sein Jugendbuch „Super unkühl, Alter!“ rausgebracht. Das Buch liegt bei mir schon lesebereit im Regal.
Adnan Maral sprach von den Schwierigkeiten eines türkischen Schauspielers in Deutschland (Seine ersten Rollen waren die von einem Gemüsehändler und einem Dönerverkäufer namens Mehmet. Insgesamt spielte er etwa 12 verschiedene Mehmets. Sobald er ein Geschäftsmann darstellte, hing in seinem Büro das Bild eines Wasserfalls.) und dem Thema Identität.

Adnan Maral

Adnan Maral

Der Moderator Marc Langebeck hatte das Buch offensichtlich gelesen und leitete gut vorbereitet durch die Veranstaltung. So habe ich jetzt schon einen kleinen Eindruck davon, worum es in dem Buch geht, freue mich auf die Charaktere Douglas und Douglas und den Humor des Autors, der schon in dem kleinen Abschnitt, den er zum Schluss noch las, deutlich wurde.

TOPP-Kreativ und Frechverlag – MACH was!

Zum Abschluss hatte ich noch das große Glück, Eva zum Stand des TOPP Verlags begleitet zu haben. (Der Stand war übrigens wunderschön und ich hätte mir so ziemlich alle Bücher mitnehmen können.) Dort hatte sie bei einer Vorab-Aktionen einen DIY-Koffer gewonnen. Tja, und nun kam der Glücksmoment: Ich bekam direkt auch noch so einen Koffer zur Mitmach-Aktion „MACH was!“ in die Hand gedrückt. Da der Herbst und damit die gemütliche Sofa- und Bastelzeit ja direkt vor der Tür steht, freue ich mich sehr darüber und bin gespannt, was ich aus dem Inhalt so zaubern kann.

Mach was!

MACH was!-Aufkleber, Bastelanleitungen, Wolle, eine Häkelnadel, Schlüsselanhänger, Spraydosen und vieles mehr!

[Buchgeflüster hoch zwei] Trends im Herbstprogramm der Verlage

Buchgeflüster hoch zwei Banner Endversion

Die Herbstprogramme der Verlage sind voll mit tollen Büchern und spannenden Neuerscheinungen. Nanni und ich haben uns intensiv mit den einzelnen Programmen beschäftigt und versucht herauszufinden, ob sich einzelne Trends abzeichnen. Gibt es verschiedene Themen, die von vielen Verlagen aufgegriffen werden? Das Ergebnis unserer Recherche (natürlich schon durch unsere Interessen und die etwas gesteuerte Wahrnehmung geprägt) findet ihr in diesem Buchgeflüster.

Jugendliteratur

Im Bereich der Jugendbücher lassen sich einige Trends und Überschneidungen festmachen, die sich teilweise schon in den letzten Monaten leicht angedeutet haben.

Zum einen wird in vielen Büchern aus den Herbstprogrammen das Thema Homosexualität aufgegriffen, so zum Beispiel in „Two Boys Kissing“ von David Levithan (Sept. / KJB), in dem es darum geht, dass zwei Jungen versuchen, den Weltrekord im Küssen aufzustellen. In „Wir sind unsichtbar“ von Maike Stein (Nov. / dtv) geht es um die Liebe zwischen zwei Mädchen und darum, ob man zu dieser Liebe stehen kann und möchte. „Wenn der Mond am Himmel steht, denke ich an dich“ von Deborah Ellis (Okt. / cbj) handelt von Homosexualität im Iran – sicherlich ein besonders sensibles Thema. Diesen Trend finde ich gut und wichtig. Es braucht mehr homosexuelle Charaktere in Büchern; vor allem aber auch homosexuelle Protagonisten in Geschichten, in denen die sexuelle Orientierung keine Rolle spielt.

Homosexualität

Homosexualität in der Jugendliteratur

Auch in „(W)ehrlos. Irgendwann finden sie dich“ von Susanne Clay (Aug. / Arena) geht es um eine verbotene (aber heterosexuelle) Liebe und dazu noch um die Familienehre.

Zum anderen sind psychische Erkrankungen gerade in vielen Jugendbüchern Thema. Mir scheint es, als würden diese besonders häufig mit einer Liebesgeschichte gepaart werden. In „Schau mir in die Augen, Audrey“ von Sophie Kinsella (Juli / cbj) hat die Protagonistin eine Angststörung, Die Hauptperson in „Die Welt ist kein Ozean“ von Alexa Henning Lange (Juli / cbt) macht ein Praktikum in einer Psychiatrie und ist sehr schnell fasziniert von einem der Patienten dort, der seit einem traumatischen Erlebnis nicht mehr spricht. Und in „Rot wie das Vergessen“ von Sasha Dawn (Aug. / dtv) geht es darum, dass ein junges Mädchen vermeintlich ihren Vater umgebracht hat. Doch sie kann sich an nichts mehr erinnern und leidet seitdem an einem Schreibzwang, denn sie hofft, dass durch das Schreiben ihre Erinnerungen wiederkommen.

Psychische Erkrankungen

Psychische Erkrankungen in der Jugendliteratur

Des Weiteren gibt es immer noch viele Dystopien (z.B. „Das Juwel. Die Gabe“ von Amy Ewing (Aug. / FJB) oder „Young World. Die Clans von New York“ von Chris Weitz (Sept. / dtv)) und Bücher, in denen es um das Erwachsenwerden und die eigene Identität geht (beispielsweise in „Ich habe mich nie so leicht gefühlt“ von Linda Mullaly Hunt (Sept. / cbt) oder „Rabensommer“ von Elisabeth Steinkellner(Aug. / Beltz)). Das sind grundsätzlich aber ja altbekannte Trends oder immer währende Themen in der Jugendliteratur.

Dystopien Identität

Dystopien // Erwachsenwerden und Identität

Fantasy

Ähnliche Trends im Bereich der Fantasy herauszufinden, war nahezu unmöglich: Zwei Dinge, die uns beim Durchblättern der Vorschauen besonders aufgefallen sind, sind die Folgenden: Fantasy ist – neben den Krimis und Thrillern – vermutlich das Genre der Reihen: Selten gibt es mal einen Einzelband. Viele der Neuerscheinungen bilden den Auftakt zu einer neuen Reihe oder stellen einen Fortsetzungsband da. Außerdem laufen noch immer viele Bücher von der Plot-Struktur her gleich ab: Eine kleine Truppe von ganz unterschiedlichen Charakteren kämpft gegen das scheinbar übermächtige Böse; so zum Beispiel in Sieben Heere“ von Tobias O. Meißner (Nov. / Piper) oder in „Age of Iron: Der Krieger“ von Angus Watson (Dez. / Piper). Beide sind übrigens scheinbar Auftaktbände zu neuen Reihen.

Fantasy

Kämpfen gegen das übermächtige Böse // Fantasy-Heldinnen

Der einzige Trend, der sich ganz vorsichtig andeutet, ist der, dass es mehr und mehr weibliche Heldinnen gibt. Die gab es natürlich schon immer, aber gerade im Bereich der High-Fantasy waren die Hauptfiguren oft männlich: In „Blut aus Silber“ von Alex Marshall (Okt. / Piper) ist dies ganz anders, ebenso zum Beispiel in „Black Blade: Das eisige Feuer der Magie“ von Jennifer Estep (Okt. / Piper).

Belletristik

In der Belletristik dreht sich viel um Familie, den eigenen Lebensweg und die Bahnen, die dorthin geführt haben. Man interessiert sich für Ahnen und Vergangenes, weiß man doch, dass sie ebenso einen Anteil an der Ausbildung des eigenen Charakters, der eigenen Lebensführung haben, wie selbsterwählte Handlungen. Leser und Literatur werden offener. Verschließen nicht mehr die Augen vor dunklen Kapiteln, sondern blicken ihnen tolerant und interessiert entgegen.

Wenn wir bspw. historische Romane betrachten, fällt uns auf, dass wir vor einigen Jahren fast nur Bücher gelesen habe, die im Mittelalter spielen. Wir glauben, dass sie einen großen Anteil an historischen Texten ausgemacht haben. Im Herbst- wie aber auch schon im Frühjahrsprogramm, schaut man nicht mehr so weit in der Geschichte zurück. Nimmt sich nun auch dem Bereich der deutschen Historie an, in dem es einige düstere Abschnitte zu verzeichnen gibt. Es wird nichts beschönigt und doch wird nicht – wie noch vor ein paar Jahren – immer nur darauf herumgeritten, was in dieser Zeit Schreckliches passiert ist, sondern anschaulich dargelegt, dass es auch Menschen gab, die neben all der Grausamkeiten versucht haben ein „normales“ Leben zu führen, die sich verliebt haben, Kinder bekommen haben und sich ihrer Familie, ihrer Arbeit, ihrem Überleben gewidmet haben, so gut es eben ging. Im Herbstprogramm finden sich dazu einige sehr interessant klingende Neuerscheinungen, allen voran Fieber am Morgen“ von P. Gardós, ein Roman, der im Oktober im Verlag Hoffmann und Campe erscheint und eine wahre Geschichte erzählt, oder Die Liebenden von G. Henschel (Okt. / Atlantik), dessen Liebesgeschichte nicht nur vom Zweiten Weltkrieg erzählt, sondern auch die Zeit danach, die Zeit des Aufbaus und Wiederbeginns mit einbezieht. Ein Krieg, der sich in unvorstellbaren Maßen durch viele Länder gezogen hat, wie Richard Flannagan in seinem als „schmerzvoll poetischen“ deklarierten Werk Der schmale Pfad durchs Hinterland (Sept. / Piper) erzählt.

Nahe Vergangenheit

Historische Romane, die sich mit der nahen deutschen Vergangenheit beschäftigen

Nicht nur die Identität des eigenen Landes, des eigenen Volkes interessiert und hilft bei Aufklärung, Verständnis und Information, sondern natürlich auch die Geschichte der eigenen Familie. Suche nach Identität ist schon seit langem ein Thema und tritt auch im Herbstprogramm wieder auf. In unterschiedlichen Formen dargestellt findet dieses Thema Unterkunft in den Romanen Morgenland / S. Abarbanell (Sept. / Blessing), Junge Hunde / C. Travnicek (Okt. / DVA) und Ein Sturm wehte vom Paradiese her / J. Anyuru (Sept. / Luchterhand).

Suche nach Identität

Suche nach Identität

Es ist spannend zu sehen, welche Eigenschaften sich durch Generationen hindurch ziehen, welche Familienmitglieder ihr Rollenbild beibehalten, wer es schafft aus dem Gefüge auszubrechen. Vielleicht steckt ein bisschen Voyeurismus dahinter, vielleicht einfach das Interesse am Menschen. Was auch immer es ist: Der Generationenroman bleibt im Trend. Ganze fünf Generationen vereint M. Bittl in ihrem Roman Das Fossil (Okt. / Droemer). K. Atkinson, Meisterin der Beobachtung und geschätzt im aufmerksam machen auf Verstecktes, betrachtet drei Generationen in ihrem neusten Werk Glorreiche Zeiten (Nov. / Droemer). Aber auch der Blick auf nur eine Generation, die intensive Betrachtung und das Herausarbeiten generationenspezifischer Eigenschaften verliert nach wie vor nicht die Aufmerksamkeit, wie z.B. K. Kaufmanns Roman Superposition (Aug. / Hoffmann und Campe) zeigt.

Generationenromane

Generationenromane

Eine – wie wir finden – positive Entwicklung ist im Bereich der Liebesromane erkennbar: weniger Kitsch, mehr Aufmerksamkeit für einzelne Charaktere, mehr Toleranz für die jeweilige Person. Wir treffen nicht mehr nur einsame verlassene, pummelige junge Frauen und extrem gutaussehende superheldenhafte Männer, sondern legen das Augenmerk darauf, was die Liebe wirklich ausmacht: Glücksgefühle, Geborgenheit, sich selbst finden, Tiefgründigkeit. Dabei ist es völlig gleich, ob die Protagonisten 83 Jahre alt sind, so wie in Etta und Otto und Russell und James / E. Hooper (Sept. / Droemer), oder Urlaubsvertretung in einem anderen Leben machen müssen, um ihr eigenes Glück zu finden, so wie Dorle in Die erstaunliche Wirkung von Glück / S. Rehlein (Okt. / DuMont). Manchmal muss man zuerst dafür sorgen, dass viele andere glücklich sind, bevor man um die eigene Liebe kämpft so wie Stella in Zwanzig Zeilen Liebe/ R. Coleman (Aug. / Piper).

Neuer Liebesroman

Die neuen Liebesromane

Der Herbst verspricht spannend zu werden. Gefühlt werden die Bedürfnisse der Leser, die sich schon im Frühjahrsprogramm abzeichneten, ernst genommen und bereits vorhandene Trends weiter verfolgt. Zugleich scheinen die Verlage ebenso offen für Neues, wie ihre literarischen Schützlinge. Sie zeigen sich mutig neue Wege zu beschreiten und bescheren uns damit ein Herbstprogramm das keinerlei (Lese-) Langeweile aufkommen lässt.

Welchem Trend des Herbstprogramms werdet ihr folgen?
Wie findet ihr es, dass es auch in der Buchbranche Trends gibt? 

[Momentaufnahme] Tag der Neuerscheinungen

Es gibt Tage, an denen sich die spannenden Neuerscheinungen nur so häufen. Heute ist so ein Tag: Insgesamt sieben Bücher habe ich auf meiner Liste – alle interessieren mich. Und alle stammen aus den Fischer Verlagen.

Neuerscheinungen gesamt

„Ein Mädchen, sieben Pfannkuchen und ein roter Koffer“ und „Zum Glück bemerkte mich niemand … dachte ich“ habe ich bereits gelesen.
„Rain: Das tödliche Element“, „Das Jahr, in dem ich dich traf“ und „Flügel aus Papier“ warten schon im Regal auf mich.
Und „Was fehlt, wenn ich verschwunden bin“ möchte ich unbedingt von meiner lieben Nanni von Fantasie und Traeumerei ausleihen.

Habt ihr schon Bücher von meiner Liste gelesen? Erscheint heute auch ein Buch, auf das ihr sehnsüchtig wartet?

[Lovelybooks Lesesommer] Mein liebstes Sommerbuch // Meine besten Neuerscheinungen im Sommer

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Die nächste Aufgabe bei der Aktion von Lovelybooks ist es, mein liebstes Sommerbuch zu präsentieren. Hier können zum Beispiel Bücher genannt werden, die im Sommer spielen oder solche, die wir im Sommer geesen haben und mit denen wir besondere Erinnerungen verknüpfen.

Das erste Buch, was mir einfällt, ist ganz klar „Vergiss den Sommer nicht“ von Morgan Matson und es erfüllt beide Kriterien. Das Buch ist tatsächlich ein Sommerbuch und ich habe es im letzten Jahr während meines Türkeiurlaubs am Strand gelesen und ich kann jetzt fast noch das Salz auf meiner Haut spüren, wenn ich an die Zeit zurück denke.


Die nächste Aufgabe, die ich auch direkt an diesem Samstag beantworte, weil ich ein paar Wochen im Rückstand bin, fragt nach unseren liebsten Neuerscheinungen des Sommers – gemeint sind hiermit Bücher, die im Juli, August oder September 2014 erscheinen. Grundsätzlich lohnt sich hier immer ein Blick auf meine Liste der Neuerscheinungen zu werfen, die ich relativ aktuell halte. Besonders gefreut habe ich mich auf „Die Vernichteten“ von Ursula Poznanski, aber auch auf den dritten Teil von Rainer Wekwerth „Das Labyrinth ist ohne Gnade“. Im August erscheinen „Krähenmann“ von Corina Bomann, das mich sehr interessiert, und „Der Wald der träumenden Geschichten“ von McNeill. Für den September habe ich gerade noch gar keine tolle Neuerscheinung parat, aber da stöbere ich nachher einfach mal in den Tipps der anderen Teilnehmer.
Ich kann euch leider gerade keine Bilder der Cover hier einstellen, weil mein Laptopdisplay kaputt ist und ich alles nur über mein Tablet schreibe. Ich hoffe, das wird bald wieder anders.

[Rund um’s Buch] Buchtrailer: „Die Verschworenen“

Ich freue mich schon so sehr drauf! In etwa Monat gibt es endlich die Fortsetzung von „Die Verratenen“ der grandiosen Ursula Poznanksi. Den ersten Teil mochte ich sooo gerne, vielleicht schaffe ich es ja sogar, diesen vor Erscheinen des zweiten nochmal zu lesen oder als Hörbuch zu hören. Das wäre fein!